| UVP | 13.239 € | |
| Baujahr | von 2007 bis 2026~ | |
| UVP | 12.295 € | |
| Baujahr | von 2017 bis 2022 | |
Pro und Kontra
- herrliche Drehorgel für Freunde jenseits der 10.000er
- 600er Jubel-Sound
- sehr guter Quickshifter
- hervorragende Bremsen
- sehr präzises Fahrwerk
- wer Sport will, bekommt Sport
- Hitzeentwicklung bei Stop & Go
- Display etwas klein geraten
- Untenrum passiert - nix.
- Durchzugskräftiger Motor
- Präzises Fahrverhalten
- Getriebeabstufung
- Fahrleistungen
- Soziusbetrieb
- Reifen bei Kälte oder Nässe
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 193 | kg |
| Radstand | 1.370 | mm |
| Länge | 2.029 | mm |
| Radstand | 1.370 | mm |
| Sitzhöhe: | 820 | mm |
| Höhe | 1.140 | mm |
| Gewicht | 183 | kg |
| Radstand | 1.405 | mm |
| Länge | 2.065 | mm |
| Radstand | 1.405 | mm |
| Sitzhöhe: | 825 | mm |
| Höhe | 1.085 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Vierzylinder-Reihenmotor, DOHC | |
| Hubraum | 599 | ccm |
| Hub | 42 | mm |
| Bohrung | 67 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | Reihe | |
| Hubraum | 765 | ccm |
| Hub | 53 | mm |
| Bohrung | 78 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | X-Ring Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 121 PS bei 14.250 U/Min | |
| Drehmoment | 63 NM bei 11.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 265 | km/h |
| Tankinhalt | 18 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 327 | km |
| Leistung | 123 PS bei 11.700 U/Min | |
| Drehmoment | 77 NM bei 11.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 241 | km/h |
| Tankinhalt | 17 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 335 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Diamantrahmen | |
| Federung vorne | Showa BP Upside-Down 41 mm (Federweg 120)mm | |
| Federung hinten | ProLink-Zentralfederbein (Federweg 128)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70-ZR17 | |
| Reifen hinten | 180/55-ZR17 | |
| Rahmenbauart | Doppelschleifenrahmen | |
| Federung vorne | 41 mm Showa „Big Piston“ Upside-Down-Gabel (Federweg 115)mm | |
| Federung hinten | Öhlins STX40 Zentralfederbein mit Piggyback-Ausgleichsbehälter (Federweg 131)mm | |
| Aufhängung hinten | Leichtmetall-Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70ZR17 | |
| Reifen hinten | 180/55ZR17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibenbremse, 4-Kolben-Radialbremssattel ( Ø 310 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Einkolben-Bremssattel ( Ø 220 mm) | |
| Bremsen vorne | Zwei schwimmend gelagerte 310 mm Bremsscheiben, Brembo M50 4-Kolben-Monoblock-Radialsättel, ABS abschaltbar ( Ø 310 mm) | |
| Bremsen hinten | Starre 220-mm-Bremsscheibe, Brembo Einkolben-Schwimmsattel, ABS abschaltbar ( Ø 220 mm) | |
Fazit
Die Honda CBR600RR 2024 ist kein Motorrad, das sich jedem sofort erschließt. Und genau das ist ihre Stärke. Sie folgt nicht dem Trend zu immer mehr Hubraum, immer mehr Bequemlichkeit und immer mehr universeller Gefälligkeit. Stattdessen bleibt sie eine echte Supersportlerin mit einem hochdrehenden Reihenvierzylinder, präzisem Chassis, starker Bremse und nun endlich moderner Elektronik auf aktuellem Niveau. Sie verlangt Einsatz, belohnt dafür aber mit einem sehr direkten, klaren und ehrlichen Fahrerlebnis. Wer ein Motorrad sucht, das auf kurvigen Straßen und besonders auf der Rennstrecke glänzt, findet in ihr ein faszinierendes Angebot. Wer dagegen vor allem Drehmoment von unten, Tourenkomfort oder Alltagsneutralität will, wird mit anderen Konzepten glücklicher.
Unterm Strich ist die CBR600RR 2024 ein gelungenes Comeback einer fast ausgestorbenen Motorradgattung. Honda hat das Modell nicht nur zurückgebracht, sondern sinnvoll modernisiert, ohne seinen Kern zu verwässern. Genau deshalb dürfte dieses Motorrad nicht die breite Masse ansprechen, aber jene Fahrer umso stärker begeistern, die den klassischen 600er-Supersport-Geist vermisst haben. Als emotionales, fahraktives und technisch sauberes Sportmotorrad ist die neue CBR600RR ein starkes Statement. Sie ist vielleicht nicht das vernünftigste Motorrad ihrer Klasse – aber sehr wahrscheinlich eines der charakterstärksten.
Das Testbike wurde uns von "motofun", einem großen Honda-Händler in Kaltenkirchen nördlich von Hamburg zur Verfügung gestellt. Wer mit dem Gedanken spielt, sich eine neue Honda zuzulegen, ist dort herzlich zu einer Probefahrt aller möglichen Modelle eingeladen. Bei motofun.de gibt es übrigens auch viele tolle gebrauchten Maschinen im 1. Stock - Sehenswert!MotorradTest.de auf YouTube
Honda CBR 600 RR vs Triumph Street Triple RS: Vergleich der Charaktere
Wenn zwei Motorräder auf den ersten Blick nach „Sport“ klingen, aber aus unterschiedlichen Welten kommen, wird der Vergleich besonders spannend. Die Honda CBR 600 RR steht für das klassische 600er Supersport-Konzept: konsequent, aerodynamisch gedacht und auf sportliche Dynamik ausgelegt. Die Triumph Street Triple RS dagegen bringt die Mischung aus Naked-Agilität und kräftigem Dreizylinder-Feeling mit. Wer sich zwischen diesen beiden Modellen entscheidet, sucht meist nicht nur Zahlen, sondern vor allem das passende Fahrgefühl.
Grundidee: Supersport vs. Naked-Performance
Honda CBR 600 RR – Fokus auf sportliche Effizienz
Die CBR 600 RR ist als Supersportler gebaut, um in zügigem Tempo stabil zu bleiben und den Fahrer in eine sportliche Position zu bringen. Das Konzept zielt darauf, dass sich das Motorrad bei höheren Geschwindigkeiten souverän anfühlt und in schnellen Passagen klar reagiert. Gerade wenn die Strecke fließt und der Rhythmus stimmt, spielt die Honda ihre Stärken aus.
Triumph Street Triple RS – Agil, direkt und mit viel Charakter
Die Street Triple RS setzt auf Naked-typische Übersicht und ein sehr unmittelbares Ansprechverhalten. Der Dreizylinder liefert dabei nicht nur Vortrieb, sondern auch eine Art „Drive“, die sich im Alltag und auf kurvigen Strecken besonders lebendig anfühlt. Statt sich über Aerodynamik zu definieren, wirkt das Motorrad über seine Reaktionsfreude und die Art, wie es aus Kurven heraus beschleunigt.
Motor und Antrieb: Wie sich Leistung im Alltag anfühlt
Beim Vergleich der Leistungsentfaltung zeigt sich der Unterschied zwischen Supersport und Naked-Performance. Die CBR 600 RR ist darauf ausgelegt, ihre sportliche Kraft besonders dann auszuspielen, wenn das Motorrad hoch in den Drehzahlbereich gebracht wird. Das macht sie ideal für Fahrer, die gern konsequent schalten, den Motor „arbeiten“ lassen und das Gefühl von Dynamik über Drehzahl aufbauen.
Die Street Triple RS spielt dagegen oft schon früher ihre Stärke aus. Der Dreizylinder wirkt dabei weniger „spitz“ und mehr „durchgehend“ – mit einem Charakter, der sich auch bei moderaterem Tempo gut dosieren lässt. Das ist ein Vorteil, wenn die Fahrt nicht nur aus Vollgas-Abschnitten besteht, sondern aus vielen kleinen Beschleunigungen, Richtungswechseln und kurzen Etappen besteht.
Fahrwerk und Handling: Stabilität vs. Wendigkeit
Honda CBR 600 RR – präzise Linie bei Tempo
Die Honda wirkt im Vergleich besonders dann überzeugend, wenn es darum geht, eine Linie sauber zu halten. Das Fahrwerk und die Geometrie sind auf sportliche Stabilität ausgelegt. In schnellen Kurven und bei zügiger Fahrweise vermittelt die CBR ein Gefühl von Kontrolle, das Vertrauen schafft. Gleichzeitig kann die sportliche Ausrichtung bedeuten, dass das Motorrad bei sehr niedrigen Geschwindigkeiten oder auf holprigen Strecken weniger „entspannt“ wirkt als ein Naked-Bike.
Triumph Street Triple RS – leichtes Einlenken und Gefühl
Die Triumph ist im Handling oft spürbar „freier“: Das Motorrad lässt sich zügig in die Kurve bringen und wirkt dabei sehr agil. Gerade auf kurvigen Strecken mit wechselndem Tempo ist das ein Plus, weil sich Richtungswechsel schnell und natürlich anfühlen. Wer gern dynamisch fährt, aber nicht zwingend in der Supersport-Position „festgenagelt“ sein möchte, findet in der Street Triple RS häufig den besseren Kompromiss.
Bremsen: Vertrauen beim Verzögern
Beide Motorräder sind auf sportliches Bremsen ausgelegt, aber der Charakter unterscheidet sich. Die CBR 600 RR bietet durch ihre Supersport-Philosophie ein sehr direktes Gefühl beim Verzögern aus höherem Tempo. Die Triumph punktet ebenfalls mit starker Bremsleistung, wirkt im Vergleich aber oft etwas „alltagsfreundlicher“ in der Dosierung, weil die Sitzposition und die Fahrhaltung weniger extrem sind.
In der Praxis bedeutet das: Wer häufig aus dem schnellen Bereich bremst und dabei maximale Stabilität sucht, wird an der Honda besonders viel Freude haben. Wer dagegen häufig aus moderaten Geschwindigkeiten verzögert, häufig stop-and-go-ähnliche Abschnitte hat oder einfach eine feinere Dosierbarkeit im Alltag bevorzugt, findet in der Street Triple RS oft den leichteren Einstieg.
Elektronik und Assistenz: Moderne Unterstützung, unterschiedliche Schwerpunkte
Bei beiden Modellen spielt Elektronik eine wichtige Rolle. Im Vergleich zeigt sich: Die Honda ist stark darauf ausgelegt, sportliche Fahrmanöver mit klarer Unterstützung abzusichern. Die Triumph setzt ebenfalls auf moderne Systeme, legt aber oft den Schwerpunkt auf ein harmonisches Zusammenspiel aus Motorcharakter, Traktion und Fahrbarkeit.
Das macht einen Unterschied, wenn unterschiedliche Fahrstile aufeinandertreffen. Die CBR fühlt sich häufig dann am „rundesten“ an, wenn die Fahrweise sportlich und konsequent ist. Die Street Triple RS kann dagegen auch bei wechselnden Bedingungen und weniger „perfekter“ Fahrweise sehr gut funktionieren, weil das Motorrad insgesamt zugänglicher wirkt.
Sitzposition und Ergonomie: Sportliche Haltung vs. Naked-Komfort
Hier trennt sich die Spreu schnell. Die CBR 600 RR bringt eine deutlich sportlichere Sitzposition mit. Das ist ein Vorteil, wenn die Fahrt auf zügige Passagen ausgerichtet ist und der Körper die sportliche Haltung gern annimmt. Auf längeren Strecken oder bei häufigem Stadtverkehr kann diese Ausrichtung jedoch schneller als anstrengend empfunden werden.
Die Street Triple RS bietet eine aufrechte, Naked-typische Ergonomie. Das macht sie im Vergleich oft angenehmer für längere Fahrten, für Pendelstrecken und für Tage, an denen nicht nur „Sport“ im Fokus steht. Wer also ein Motorrad sucht, das auch außerhalb der Rennstrecke Spaß macht, findet in der Triumph häufig den besseren Alltagspartner.
Alltagstauglichkeit: Welche Stärken im echten Leben zählen
Im Alltag entscheidet nicht nur der Motor. Es geht um Übersicht, Handlichkeit, Komfort und darum, wie gut sich das Motorrad in den Alltag integrieren lässt. Die CBR 600 RR kann im Alltag funktionieren, aber sie ist stärker auf sportliche Nutzung zugeschnitten. Das zeigt sich in der Fahrhaltung, im Handling bei niedrigen Geschwindigkeiten und im allgemeinen „Sportmodus“ des Motorrads.
Die Street Triple RS wirkt dagegen oft wie ein Motorrad, das man spontan nutzen möchte: kurze Strecken, spontane Ausfahrten, wechselnde Straßenqualität. Die Kombination aus agilerem Handling und zugänglicherem Fahrgefühl macht sie im Vergleich besonders attraktiv, wenn das Motorrad nicht nur für den „Sonntag“ gedacht ist.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
Honda CBR 600 RR – Stärken
- Sportliche Stabilität bei zügigem Tempo und klarer Fahrbahnführung
- Supersport-typisches Ansprechverhalten, besonders wenn der Motor hochgedreht wird
- Brems- und Fahrwerksgefühl für ambitionierte Fahrweise
Honda CBR 600 RR – Schwächen
- Sportliche Sitzposition kann bei längeren oder weniger sportlichen Fahrten stärker belasten
- Alltagskomfort ist im Vergleich weniger „entspannt“ als bei Naked-Bikes
Triumph Street Triple RS – Stärken
- Agiles Handling und leichtes Einlenken in Kurven
- Dreizylinder-Charakter mit oft gut dosierbarer Kraftentfaltung
- Alltagstauglichkeit durch aufrechtere Ergonomie und zugängliches Fahrgefühl
Triumph Street Triple RS – Schwächen
- Supersport-Fokus fehlt im Vergleich: Für ganz „rennstreckenorientierte“ Fahrer kann die CBR passender wirken
- Sportliche Spitzenwirkung fühlt sich je nach Fahrstil weniger „spitz“ an als bei der Supersport-Philosophie
Für wen passt welches Motorrad?
Der Vergleich wird am Ende vor allem eine Frage: Wie soll sich das Motorrad im Alltag und auf der Hausstrecke anfühlen?
Honda CBR 600 RR: Ideal für sportlich ambitionierte Fahrer
Die Honda ist besonders passend, wenn der Fokus auf sportlicher Fahrweise liegt: zügige Passagen, konsequentes Schalten, hohe Ansprüche an Stabilität und ein Motorrad, das bei Tempo sehr „geradeaus“ und kontrolliert wirkt. Wer gern eine klare Supersport-Identität spürt und die sportliche Haltung gern in Kauf nimmt, findet in der CBR 600 RR einen starken Partner.
Triumph Street Triple RS: Ideal für vielseitige Fahrer
Die Triumph ist eine gute Wahl, wenn das Motorrad nicht nur für den sportlichen Ausflug gedacht ist, sondern auch für den Alltag und für abwechslungsreiche Strecken. Die Kombination aus agilerem Handling, Dreizylinder-Charakter und zugänglicher Ergonomie macht die Street Triple RS besonders attraktiv für Fahrer, die häufig unterwegs sind und dabei gern flexibel bleiben.
Fazit:
Die Honda CBR 600 RR ist die bessere Wahl, wenn sportliche Stabilität, Supersport-Feeling und ein konsequent auf Tempo ausgelegtes Fahrkonzept im Vordergrund stehen. Sie passt besonders zu Fahrern, die gern hochdrehen, zügig fahren und ein Motorrad suchen, das bei ambitionierter Fahrweise sehr klar und kontrolliert wirkt. Die Triumph Street Triple RS gewinnt im Vergleich dort, wo Vielseitigkeit zählt: kurvige Strecken, spontane Ausfahrten, wechselnde Bedingungen und ein Fahrgefühl, das sich oft leichter dosieren und im Alltag angenehmer nutzen lässt. Wer ein Motorrad möchte, das sowohl dynamisch als auch alltagstauglich bleibt, findet in der Street Triple RS häufig den besseren Kompromiss. Kurz gesagt: CBR für den Supersport-Fokus, Street Triple RS für Agilität und Charakter im Alltag.