| UVP | 32.149 € | |
| Baujahr | von 2018 bis 2026~ | |
| UVP | ||
| Baujahr | von 2005 bis 2017 | |
Pro und Kontra
- Drehmoment satt
- King of the road Feeling inklusive
- Sound zum Niederknien
- Chrom ohne Ende
- schwer
- Windschutz 1b
- kein Kurvenräuber
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 365 | kg |
| Radstand | 1.695 | mm |
| Länge | 2.475 | mm |
| Radstand | 1.695 | mm |
| Sitzhöhe: | 745 | mm |
| Höhe | 925 | mm |
| Gewicht | 302 | kg |
| Radstand | 1.630 | mm |
| Länge | 2.355 | mm |
| Radstand | 1.630 | mm |
| Sitzhöhe: | 680-690 | mm |
| Höhe | 1.185 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Viertakt-Boxermotor | |
| Hubraum | 1.833 | ccm |
| Hub | 73 | mm |
| Bohrung | 73 | mm |
| Kühlung | Flüssigkeitsgekühlt | |
| Antrieb | Kardan | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | V | |
| Hubraum | 1.745 | ccm |
| Hub | 111 | mm |
| Bohrung | 98 | mm |
| Kühlung | Luft | |
| Antrieb | Riemen | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 126 PS bei 5.500 U/Min | |
| Drehmoment | 170 NM bei 4.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 180 | km/h |
| Tankinhalt | 21 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 380 | km |
| Leistung | 77 PS bei 5.020 U/Min | |
| Drehmoment | 145 NM bei 3.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 190 | km/h |
| Tankinhalt | 19 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 344 | km |
Fahrwerk
| Reifen vorne | 130/70-18 | |
| Reifen hinten | 200/55-16 | |
| Rahmenbauart | Doppelschleife | |
| Reifen vorne | BW | |
| Reifen hinten | BW | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe | |
| Bremsen hinten | Scheibe | |
Fazit - was bleibt hängen
Harley Davidson Motorräder polarisieren, das ist bei der Low Rider nicht anders. Sie ist trotz des Gewichts von 320 kg leicht zu fahren, lässt sich aber umso schwerer rangieren. Sie ist leicht zu warten, wichtige Servicearbeiten wie Öl und Filterwechsel lassen sich in der Garage erledigen. Zündkerzen und Luftfilter sind vorbildlich zu erreichen, dank Hydrostößel entfällt das aufwendige Einstellen der Ventile. Der Sekundärantrieb mittels Riemen ist leise, fettfrei und praktisch wartungsfrei. Die Low Rider fährt Mann/ Frau am liebsten solo, schon die Unterbringung von kleinem Gepäck erfordert den Gang zum Zubehörmarkt. Der hohe Anschaffungspreis erschreckt, relativiert sich aber durch den hohen Wiederverkaufspreis. Für uns ist die Low Rider eine positive Überraschung. Sie ist halt sehr speziell, keine eierlegende Wollmilchsau, und genau das macht sie so sexy.MotorradTest.de auf YouTube
Honda GL 1800 Gold Wing vs. Harley-Davidson Dyna Low Rider FXDL – Vergleich
Wenn zwei Motorräder aufeinandertreffen, die auf den ersten Blick kaum unterschiedlicher wirken, wird der Vergleich besonders spannend: Die Honda GL 1800 Gold Wing steht für ausgedehnte Touren, hohen Komfort und eine sehr souveräne Art, Kilometer zu sammeln. Die Harley-Davidson Dyna Low Rider FXDL dagegen ist ein Cruiser mit klarer Haltung: kerniger Sound, direkteres Fahrgefühl und ein Look, der sofort nach „Lifestyle“ aussieht. Doch wie schlagen sich die beiden Modelle im Alltag – und welche Stärken und Schwächen zeigen sich, wenn man sie wirklich gegeneinander betrachtet?
Grundcharakter: Tourer-Ruhe vs. Cruiser-Drive
Die Honda GL 1800 Gold Wing ist vom Konzept her ein Langstrecken-Motorrad. Das merkt man an der Art, wie sie sich bewegt: ruhig, stabil und auf entspanntes Fahren ausgelegt. Auch wenn die Maschine nicht „sportlich“ im klassischen Sinn wirkt, ist sie in der Praxis sehr souverän – vor allem dann, wenn es um gleichmäßiges Tempo, komfortables Handling und planbare Fahrbarkeit geht.
Die Harley-Davidson Dyna Low Rider FXDL spielt dagegen in einer anderen Liga. Sie wirkt kompakter im Charakter, vermittelt mehr „Handarbeit“ und lässt den Fahrer stärker spüren, was der Motor macht. Der Cruiser-Ansatz bringt ein Fahrgefühl, das weniger auf Effizienz und mehr auf unmittelbaren Genuss setzt. Wer auf eine direkte Verbindung zwischen Gasgriff, Motor und Straße steht, findet hier schnell den Zugang.
Motor und Antrieb: Wie sich Leistung anfühlt
Im direkten Vergleich zeigt sich: Die Honda GL 1800 Gold Wing liefert ihre Stärke vor allem über die Art der Kraftentfaltung. Die Maschine ist darauf ausgelegt, auch bei längeren Strecken konstant zu bleiben. Das bedeutet: weniger „Spitzenmoment“-Show, mehr gleichmäßige Durchzugskraft. Dadurch wird das Fahren auf Autobahn und Landstraße angenehm, weil das Motorrad nicht ständig nach „dem richtigen Gang“ verlangt.
Die Harley-Davidson Dyna Low Rider FXDL setzt stärker auf den typischen Cruiser-Charakter. Der Motor wirkt präsent, der Antrieb fühlt sich kräftig an und reagiert spürbar auf Gasbefehle. Das kann im Alltag ein Vorteil sein, weil Überholmanöver und Beschleunigungen oft sehr spontan wirken. Gleichzeitig ist das Fahrgefühl stärker vom eigenen Stil abhängig: Wer entspannt fährt, genießt den Rhythmus – wer sportlich unterwegs sein will, merkt schneller, dass das Konzept eher auf Charakter als auf maximale Effizienz ausgelegt ist.
Stärken und Schwächen beim Antrieb
Stärken der Honda: gleichmäßige Kraftentfaltung, entspannter Langstreckenbetrieb, gutmütiges Ansprechverhalten.
Schwächen der Honda: weniger „rohes“ Gefühl – wer maximale Direktheit sucht, könnte den Eindruck haben, dass die Maschine eher „glättet“ als „fordert“.
Stärken der Harley: unmittelbares Motorgefühl, emotionaler Antrieb, starker Cruiser-Drive.
Schwächen der Harley: je nach Einsatzprofil kann die Abstimmung weniger „tourig“ wirken, besonders wenn lange Strecken mit viel Autobahnanteil im Fokus stehen.
Ergonomie und Sitzposition: Langstrecke vs. Cruiser-Optik
Die Honda GL 1800 Gold Wing ist klar auf Komfort ausgelegt. Die Sitzposition wirkt so gestaltet, dass auch längere Fahrten nicht in erster Linie an der Ermüdung scheitern. Dazu passt, dass die Maschine insgesamt auf Stabilität und ruhiges Handling optimiert ist. Gerade wenn es um entspannte Tagesetappen geht, spielt die Gold Wing ihre Stärken aus.
Die Harley-Davidson Dyna Low Rider FXDL setzt auf eine Cruiser-typische Haltung: eher tief, eher „entspannt“, aber mit mehr Schwerpunkt auf dem klassischen Look. Das kann sehr angenehm sein, solange die Fahrt nicht zu lang wird oder das Tempo nicht ständig variiert. Für kurze bis mittlere Strecken ist das Fahrgefühl oft genau richtig – für ausgedehnte Touren hängt es stärker davon ab, wie die eigene Körperhaltung zur Maschine passt.
Ergonomie im Vergleich
Honda-Vorteil: mehr Langstrecken-Komfort, weniger „Kampf“ mit der Sitzhaltung.
Harley-Vorteil: Cruiser-Feeling, oft sehr stimmig für Stadtfahrten und Landstraßenabschnitte.
Harley-Nachteil: bei sehr langen Etappen kann die Komfortbilanz je nach Fahrerprofil schneller kippen.
Fahrwerk und Handling: Stabilität vs. Agilität im Cruiser-Sinn
Die Honda GL 1800 Gold Wing wirkt wie ein „Anker“ auf der Straße. Das Fahrwerk unterstützt ein ruhiges Gleiten, und das Motorrad bleibt auch bei wechselnden Bedingungen berechenbar. Gerade bei höheren Geschwindigkeiten oder bei längeren Autobahnabschnitten ist das ein echter Pluspunkt, weil sich die Maschine nicht „aufdrängt“, sondern einfach macht, was sie soll.
Die Harley-Davidson Dyna Low Rider FXDL vermittelt dagegen mehr Charakter im Fahrverhalten. Das Motorrad ist spürbar „mechanischer“ und lässt Kurven und Fahrbahnwechsel direkter wirken. In der Praxis heißt das: Wer gerne mit dem Motorrad arbeitet, findet hier ein sehr befriedigendes Gefühl. Wer hingegen maximale Laufruhe wie bei einem Tourer erwartet, könnte den Unterschied merken.
Bremsen und Fahrstabilität
Beide Motorräder sind grundsätzlich alltagstauglich, aber der Vergleich zeigt: Die Honda spielt ihre Stärken eher in der Kombination aus Stabilität, kontrollierbarer Verzögerung und dem Gesamteindruck, dass man jederzeit „entspannt“ bleiben kann. Die Harley kann ebenfalls überzeugen, wirkt aber stärker vom Fahrstil abhängig – besonders dann, wenn das Tempo hoch ist oder die Strecke viele Richtungswechsel verlangt.
Windschutz, Gepäck und Alltagstauglichkeit
Hier trennt sich die Spreu schnell: Die Honda GL 1800 Gold Wing ist als Tourer gebaut. Windschutz und die generelle Auslegung auf lange Strecken sind ein klarer Vorteil. Dazu kommt, dass die Maschine für Gepäck und längere Fahrten konzipiert ist. Wer häufig unterwegs ist, weiß das schnell zu schätzen: weniger Stress, mehr Planungssicherheit.
Die Harley-Davidson Dyna Low Rider FXDL ist im Alltag oft leichter „on point“. Sie wirkt unkompliziert, macht Spaß beim kurzen Ausflug und passt gut zu Fahrten, bei denen das Motorrad nicht als rollendes Reisebüro verstanden wird. Gepäck ist möglich, aber der Fokus liegt weniger auf maximaler Tourenlogistik und mehr auf dem Cruiser-Erlebnis.
Stärken und Schwächen im Alltag
Honda: klare Vorteile bei Windschutz, Langstreckenkomfort und Gepäck-/Tourenlogik.
Honda-Schwäche: wer ein leichtes, „freies“ Cruiser-Gefühl sucht, könnte die Gold Wing als zu „groß“ im Charakter empfinden.
Harley: stark für Stadt, Landstraße und kurze bis mittlere Touren; emotionaler Auftritt.
Harley-Schwäche: bei sehr langen Etappen und viel Autobahn kann der Tourenfokus fehlen.
Elektronik und Ausstattung: Komfort-Tools vs. Reduktion
Die Honda GL 1800 Gold Wing punktet typischerweise mit einem modernen Touring-Ansatz: Komfortfunktionen, eine durchdachte Bedienlogik und Elektronik, die das Fahren erleichtert. Das ist besonders dann spürbar, wenn man nicht nur „fahren“, sondern auch ankommen möchte – entspannt, ohne ständig nachzujustieren.
Die Harley-Davidson Dyna Low Rider FXDL steht stärker für das klassische Cruiser-Konzept. Das bedeutet nicht, dass sie „unmodern“ ist, aber der Schwerpunkt liegt weniger auf Assistenz und mehr auf dem unmittelbaren Fahrgefühl. Wer Technik als Werkzeug versteht und nicht als Hauptattraktion, wird das oft als Vorteil sehen.
Kaufberatung: Für wen passt welches Motorrad?
Der Vergleich ist am Ende weniger eine Frage von „besser“ oder „schlechter“, sondern von Einsatzprofil und Erwartungshaltung. Die Honda GL 1800 Gold Wing ist die bessere Wahl, wenn lange Strecken, hoher Komfort und eine souveräne Reiseatmosphäre im Vordergrund stehen. Sie passt besonders zu Fahrern, die regelmäßig größere Distanzen fahren, Wert auf Windschutz, entspanntes Handling und eine Ausstattung legen, die den Alltag auf Tour erleichtert.
Die Harley-Davidson Dyna Low Rider FXDL ist die passendere Wahl, wenn das Motorrad vor allem Spaß machen soll: mit Cruiser-Charakter, direktem Motorgefühl und einem Look, der nicht nach „Tourenmaschine“ aussieht, sondern nach Harley. Sie eignet sich besonders für Stadtfahrten, Landstraßenabschnitte und kürzere Touren, bei denen das Fahrgefühl und die Emotion wichtiger sind als maximale Langstreckenoptimierung.
Typische Entscheidungsszenarien
Gold Wing sinnvoll, wenn: häufig weite Strecken anstehen, Komfort Priorität hat und das Motorrad möglichst „stressfrei“ funktionieren soll.
Dyna Low Rider sinnvoll, wenn: das Motorrad vor allem für Genussfahrten gedacht ist, der Cruiser-Charakter im Vordergrund steht und man gerne ein direkteres, weniger „touristisch geglättetes“ Fahrgefühl möchte.
Fazit:
Die Honda GL 1800 Gold Wing gewinnt den Vergleich vor allem dort, wo Touren zählen: bei Langstreckenkomfort, ruhiger Stabilität, Windschutz und einer Gesamtwirkung, die das Fahren angenehm planbar macht. Wer regelmäßig größere Distanzen fährt oder einfach weniger Ermüdung und mehr Reise-Flow sucht, bekommt mit der Gold Wing ein sehr stimmiges Gesamtpaket. Ihre Schwäche liegt weniger im Können als im Charakter: Wer maximale Direktheit und „rohes“ Cruiser-Feeling erwartet, könnte die Gold Wing als zu glatt und tourig empfinden.
Die Harley-Davidson Dyna Low Rider FXDL spielt ihre Stärken im emotionalen Fahrgefühl aus. Der Antrieb wirkt präsent, das Motorrad vermittelt mehr Handarbeit und macht besonders auf kürzeren bis mittleren Strecken richtig Spaß. Wenn der Fokus auf Cruiser-Optik, Sound und unmittelbarem Drive liegt, ist die Dyna die bessere Wahl. Für sehr lange Autobahnfahrten und maximalen Reise-Komfort ist sie jedoch weniger die erste Option. Kurz gesagt: Gold Wing für Tourer-Fahrer, Dyna für Cruiser-Genießer.