| UVP | 32.149 € | |
| Baujahr | von 2018 bis 2026~ | |
| UVP | 14.795 € | |
| Baujahr | von 2020 bis 2023 | |
Pro und Kontra
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 365 | kg |
| Radstand | 1.695 | mm |
| Länge | 2.475 | mm |
| Radstand | 1.695 | mm |
| Sitzhöhe: | 745 | mm |
| Höhe | 925 | mm |
| Gewicht | 257 | kg |
| Radstand | 1.520 | mm |
| Länge | 2.270 | mm |
| Radstand | 1.520 | mm |
| Sitzhöhe: | 840 | mm |
| Höhe | 1.490 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Viertakt-Boxermotor | |
| Hubraum | 1.833 | ccm |
| Hub | 73 | mm |
| Bohrung | 73 | mm |
| Kühlung | Flüssigkeitsgekühlt | |
| Antrieb | Kardan | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | Viertakt-Reihenvierzylinder | |
| Hubraum | 1.043 | ccm |
| Hub | 56 | mm |
| Bohrung | 77 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | O-Ring Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 126 PS bei 5.500 U/Min | |
| Drehmoment | 170 NM bei 4.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 180 | km/h |
| Tankinhalt | 21 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 380 | km |
| Leistung | 120 PS bei 9.000 U/Min | |
| Drehmoment | 102 NM bei 7.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 226 | km/h |
| Tankinhalt | 21 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 404 | km |
Fahrwerk
| Reifen vorne | 130/70-18 | |
| Reifen hinten | 200/55-16 | |
| Rahmenbauart | Doppelprofilrahmen | |
| Federung vorne | 43-mm-Upside-Down-Gabel (Federweg 150)mm | |
| Federung hinten | Horizontal angeordnetes Back-Link-Gasdruck-Zentralfederbein (Federweg 152)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70ZR17M/C (58W) | |
| Reifen hinten | 180/55ZR17M/C (73W) | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppel-Petal-Bremsscheiben. Bremssattel: Doppelt radial montiert, Monobloc, gegenüberliegende 4-Kolben ( Ø 310 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzel-Petal-Bremsscheibe. Bremssattel: Einkolben ( Ø 250 mm) | |
Fazit - was bleibt hängen
Fahrspaß, Tourentauglichkeit, angemessenes Preis-Leistungsverhältnis und sonst noch? Es gibt für uns ehrlich gesagt kaum Kritikpunkte. Das Bike fährt sich wirklich extrem angenehm und smooth. Die aufrechte Adventure Sitzhaltung ist in Verbindung mit dem geschmeidigen Reihenvierer eine tolle Kombination, die auf längeren Touren einiges an Vorzügen mit sich bringt.
Die Optik kann man wie immer diskutieren, aber das ist auch hier Geschmackssache. Die Maschine gibt es übrigens in den beiden Farbkombinationen Pearl Storm Gray / Metallic Diablo Black / Metallic Flat Spark Black & Emerald Blazed Green / Metallic Diablo Black / Metallic Flat Spark oder kurz gesagt Grau/Schwarz & Grün/Schwarz. Beide finden wir gelungen und ansprechend.
Einzig ein 19“ Vorderrad statt des 17 Zöllers wäre Dietmar und mir vielleicht noch ein Anliegen. Aber auch da scheiden sich die Geister, denn die 17 Zoll vorn sorgen natürlich für ein gutes Einlenkverhalten. So oder so ist die Kawasaki Versys 1000 S aber eine hervorragend gelungene Reisemaschine und Kawa verspricht nicht zu viel! „Jede Straße - Jederzeit“ das können wir mit gutem Gewissen unterschreiben.
Die Testmaschine wurde uns zur Verfügung gestellt von Heller & Soltau.
MotorradTest.de auf YouTube
Honda GL 1800 Gold Wing vs. Kawasaki Versys 1000 S – welcher Tourer passt besser?
Wer zwei so unterschiedliche Motorräder wie die Honda GL 1800 Gold Wing und die Kawasaki Versys 1000 S miteinander vergleicht, merkt schnell: Es geht weniger um „wer ist schneller“, sondern darum, wie sich die Reise anfühlt. Beide Modelle sind für längere Strecken gemacht, beide bringen viel Technik mit und beide können auf Wunsch auch sportlich wirken. Trotzdem setzen sie ihre Schwerpunkte an verschiedenen Stellen. Genau daraus entsteht der Reiz dieses Vergleichs.
Grundcharakter: Grand Tourer vs. vielseitiger Tourer
Honda GL 1800 Gold Wing – Ruhe und Komfort als Konzept
Die Honda GL 1800 Gold Wing ist ein klassischer Vertreter der großen Reise-Maschinen. Der Fokus liegt auf Komfort, Stabilität und einem Fahrgefühl, das auch nach vielen Stunden nicht „nervt“. Gerade auf Autobahnabschnitten und bei gleichmäßigem Tempo wirkt die Gold Wing wie ein rollendes Wohnzimmer: Windschutz, Sitzposition und die Art, wie der Antrieb die Strecke trägt, sind auf entspannte Kilometer ausgelegt. Das Motorrad wirkt dabei bewusst „groß“ – nicht nur optisch, sondern auch im Handling: Es will geführt werden, belohnt dann aber mit Gelassenheit.
Kawasaki Versys 1000 S – agiler, vielseitiger und alltagstauglicher
Die Kawasaki Versys 1000 S verfolgt einen anderen Ansatz. Sie ist ebenfalls auf Touren ausgelegt, fühlt sich aber im Alltag oft leichter an. Das liegt vor allem daran, wie das Motorrad auf Richtungswechsel reagiert und wie gut es sich zwischen Landstraße, zügigen Passagen und längeren Etappen bewegen lässt. Die Versys 1000 S wirkt weniger wie ein „Reisebus“, sondern eher wie ein durchdachter Allrounder mit starkem Langstreckenpotenzial.
Motor und Antrieb: Drehmomentgefühl vs. Durchzug und Flexibilität
Beim Vergleich der Honda GL 1800 Gold Wing und der Kawasaki Versys 1000 S zeigt sich ein typischer Unterschied zwischen großen Tourern: Die Gold Wing spielt ihre Stärke besonders dann aus, wenn es um gleichmäßiges Gleiten geht. Der Antrieb liefert ein souveränes Drehmomentgefühl, das das Motorrad auch bei konstantem Tempo ruhig und kraftvoll wirken lässt. Dadurch entsteht ein Fahrstil, bei dem man weniger „arbeiten“ muss: Gas geben, laufen lassen, entspannt bleiben.
Die Kawasaki Versys 1000 S setzt dagegen stärker auf Flexibilität im Fahrbereich. Sie lässt sich häufig spontaner dosieren und wirkt in dynamischeren Situationen lebendiger. Wer gerne öfter schaltet oder in Kurven früher wieder Gas aufbaut, bekommt hier ein Motorrad, das sich dafür anbietet. Im Vergleich zur Gold Wing ist die Versys 1000 S damit oft die Wahl, wenn die Tour nicht nur aus Autobahn und Geradeaus besteht, sondern auch aus Abwechslung.
Fahrwerk und Handling: Stabilität vs. Wendigkeit
Gold Wing: souverän auf Strecke, weniger „leichtfüßig“
Die Honda GL 1800 Gold Wing ist besonders stark, wenn es um Stabilität geht. Das Fahrwerk arbeitet so, dass Unebenheiten weniger „durchkommen“ und die Maschine auch bei höheren Geschwindigkeiten ruhig bleibt. In Kurven fühlt sich die Gold Wing kontrolliert an, aber sie ist eben kein Motorrad, das man wie ein kleines Sportbike in enge Kehren wirft. Wer mit dem Gewicht und der Größe umgehen kann, bekommt dafür ein sehr berechenbares Gesamtpaket.
Versys 1000 S: spürbar agiler, schneller im Richtungswechsel
Die Kawasaki Versys 1000 S wirkt im Vergleich deutlich handlicher. Das zeigt sich vor allem beim Wechsel zwischen Kurven und beim Fahren auf Landstraßen. Die Maschine lädt dazu ein, Linien zügig zu ändern und das Motorrad aktiv zu bewegen. Gleichzeitig bleibt sie auf langen Strecken stabil genug, um nicht nach kurzer Zeit „unruhig“ zu werden. Wer häufig unterwegs ist und dabei auch mal spontane Streckenvarianten fährt, profitiert von dieser Agilität.
Ergonomie und Sitzkomfort: Langstreckenbequemlichkeit vs. sportlichere Haltung
Bei der Honda GL 1800 Gold Wing steht der Komfort im Vordergrund. Die Sitzposition ist auf entspannte Haltung ausgelegt, und das Motorrad unterstützt einen Fahrstil, bei dem man möglichst wenig verkrampft. Dazu kommt der starke Windschutzgedanke: Gerade bei wechselhaftem Wetter oder längeren Autobahnphasen ist das ein echter Vorteil, weil weniger Winddruck auf den Körper wirkt.
Die Kawasaki Versys 1000 S bietet ebenfalls guten Komfort, aber mit einem anderen Schwerpunkt. Die Haltung ist oft etwas „aktiver“, was vielen Fahrern entgegenkommt, wenn die Tour nicht nur aus entspanntem Dahingleiten besteht. Dadurch kann die Versys 1000 S für Menschen interessant sein, die zwar lange fahren wollen, aber zwischendurch auch gerne eine sportlichere Sitzposition nutzen möchten.
Elektronik und Assistenz: Komfort-Features vs. moderne Fahrunterstützung
Beide Motorräder setzen auf Elektronik, aber die Ausrichtung ist unterschiedlich. Die Honda GL 1800 Gold Wing wirkt in der Gesamtheit wie ein „Reise-Ökosystem“: Technik und Komfort greifen ineinander, damit die Fahrt auch bei langen Tagesetappen stressarm bleibt. Das zeigt sich besonders darin, wie das Motorrad das Fahren vereinfacht und wie gut es sich in den Alltag integrieren lässt.
Die Kawasaki Versys 1000 S punktet häufig mit moderner Fahrunterstützung und einer Bedienlogik, die sich an vielen Stellen intuitiv anfühlt. Wer gerne mit Fahrmodi arbeitet oder die Charakteristik an die Strecke anpassen möchte, bekommt hier ein Motorrad, das sich dafür eignet. Im Vergleich zur Gold Wing ist die Versys 1000 S oft die Wahl, wenn Elektronik nicht nur „Komfort“ bedeutet, sondern auch „Fahrgefühl“.
Alltag und Praxis: Wartung, Reichweite und Nutzung
In der Praxis entscheidet oft nicht nur der erste Eindruck, sondern wie das Motorrad im Alltag funktioniert. Die Honda GL 1800 Gold Wing ist typischerweise auf Langstrecken und entspannten Betrieb ausgelegt. Wer viel fährt, profitiert von der Art, wie das Motorrad mit Belastung umgeht und wie gut es sich für längere Touren vorbereitet. Auch das Thema Gepäck und Reiseausstattung spielt hier eine große Rolle: Die Gold Wing ist dafür gemacht, dass man nicht ständig „umplant“, sondern einfach losfährt.
Die Kawasaki Versys 1000 S ist im Vergleich oft flexibler im täglichen Einsatz. Sie eignet sich für Touren genauso wie für längere Fahrten mit Zwischenstopps, bei denen man auch mal enger manövriert oder häufiger die Route wechselt. Wer ein Motorrad sucht, das nicht nur für den „großen Urlaub“ gedacht ist, sondern auch für Wochenendtrips und längere Alltagsfahrten, findet in der Versys 1000 S häufig einen besseren Kompromiss.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
Honda GL 1800 Gold Wing – Stärken
- Maximaler Langstreckenkomfort: ruhiges Fahrgefühl und entspannte Ergonomie.
- Stabilität auf Strecke: besonders angenehm bei Autobahn und gleichmäßigen Tempi.
- Reisefokus: Technik und Ausstattung sind auf Touren ausgelegt.
Honda GL 1800 Gold Wing – Schwächen
- Weniger „leichtfüßig“: im engen Stadtverkehr oder in sehr engen Kurven braucht es mehr Geduld.
- Größe und Gewicht: wer häufig rangiert oder enge Strecken fährt, spürt das stärker.
Kawasaki Versys 1000 S – Stärken
- Agiles Handling: schneller im Richtungswechsel, macht Landstraßenfahrten lebendig.
- Vielseitigkeit: passt gut zu unterschiedlichen Tourenprofilen.
- Moderne Fahrunterstützung: unterstützt einen dynamischen Fahrstil.
Kawasaki Versys 1000 S – Schwächen
- Komfortfokus anders gelagert: nicht ganz so „Wohnzimmer“-mäßig wie die Gold Wing.
- Anspruch an Fahrstil: wer maximale Entspannung ohne aktives Fahren sucht, fühlt sich bei der Gold Wing oft wohler.
Welches Motorrad passt zu welchem Fahrertyp?
Die Entscheidung zwischen Honda GL 1800 Gold Wing und Kawasaki Versys 1000 S hängt stark davon ab, wie die Touren im Alltag aussehen. Wer vor allem lange Strecken am Stück fährt, Wert auf Windschutz, Ruhe und eine sehr entspannte Sitzposition legt, wird mit der Gold Wing meist deutlich zufriedener. Sie ist besonders dann die richtige Wahl, wenn das Motorrad nicht „gefordert“ werden soll, sondern einfach tragen darf.
Die Versys 1000 S ist dagegen ideal, wenn die Touren abwechslungsreich sind: Landstraße, zügige Abschnitte, wechselnde Routen und ein Fahrgefühl, das man aktiv gestalten möchte. Wer ein Motorrad sucht, das sich nicht nur für den Urlaub eignet, sondern auch für häufige Wochenendfahrten und längere Tagesetappen, findet in der Kawasaki oft den besseren Allround-Kompromiss.
Fazit:
Die Honda GL 1800 Gold Wing ist die bessere Wahl für Fahrer, die vor allem maximalen Langstreckenkomfort suchen: ruhiges Fahrgefühl, starker Windschutzgedanke und ein Reisecharakter, der auch nach vielen Stunden entspannt bleibt. Wer häufig Autobahn und lange Etappen fährt und das Motorrad eher „laufen lässt“, bekommt hier ein sehr stimmiges Gesamtpaket.
Die Kawasaki Versys 1000 S passt besser zu Menschen, die Vielseitigkeit und agiles Handling priorisieren: abwechslungsreiche Strecken, schnelle Richtungswechsel und ein Fahrstil, der mehr Dynamik zulässt. Wer ein Tourenmotorrad möchte, das nicht nur für den großen Urlaub taugt, sondern auch im Alltag und auf kurvigen Landstraßen Spaß macht, liegt mit der Versys 1000 S oft richtig.