| UVP | 32.149 € | |
| Baujahr | von 2018 bis 2026~ | |
| UVP | 20.094 € | |
| Baujahr | von 2013 bis 2021 | |
Pro und Kontra
- Komfort
- Verarbeitung
- Durchzugskraft
- Langstreckentauglichkeit
- Gewicht
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 365 | kg |
| Radstand | 1.695 | mm |
| Länge | 2.475 | mm |
| Radstand | 1.695 | mm |
| Sitzhöhe: | 745 | mm |
| Höhe | 925 | mm |
| Gewicht | 275 | kg |
| Radstand | 1.545 | mm |
| Länge | 2.230 | mm |
| Radstand | 1.545 | mm |
| Sitzhöhe: | 805 | mm |
| Höhe | 1.450 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Viertakt-Boxermotor | |
| Hubraum | 1.833 | ccm |
| Hub | 73 | mm |
| Bohrung | 73 | mm |
| Kühlung | Flüssigkeitsgekühlt | |
| Antrieb | Kardan | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | Reihe | |
| Hubraum | 1.298 | ccm |
| Hub | 66 | mm |
| Bohrung | 79 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kardan | |
| Gänge | 5 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 126 PS bei 5.500 U/Min | |
| Drehmoment | 170 NM bei 4.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 180 | km/h |
| Tankinhalt | 21 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 380 | km |
| Leistung | 144 PS bei 8.000 U/Min | |
| Drehmoment | 134 NM bei 7.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 250 | km/h |
| Tankinhalt | 25 | Liter |
Fahrwerk
| Reifen vorne | 130/70-18 | |
| Reifen hinten | 200/55-16 | |
| Rahmenbauart | Brücken | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe | |
| Bremsen hinten | Scheibe | |
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Honda GL 1800 Gold Wing vs. Yamaha FJR 1300 AE – Vergleich der großen Tourer
Wenn es um entspannte Langstrecken geht, stehen zwei Namen besonders häufig im Raum: die Honda GL 1800 Gold Wing und die Yamaha FJR 1300 AE. Beide Motorräder gehören zur Kategorie der großen Tourer, beide sind auf Komfort und Alltagstauglichkeit ausgelegt – und doch fühlt sich der Charakter auf der Straße deutlich unterschiedlich an. Genau darum geht es in diesem Vergleich: Welche Stärken zeigen sich im Alltag, auf langen Etappen und bei der Frage, wie sich die Maschinen im Alltag „anfühlen“?
Grundcharakter: Zwei Philosophien für die Tour
Die Honda GL 1800 Gold Wing wirkt wie ein rollendes Komfort-Zentrum. Der Fokus liegt klar auf Ruhe, Stabilität und einem souveränen Reisegefühl. Wer lange Strecken fährt, merkt schnell: Die Gold Wing ist darauf ausgelegt, dass der Fahrer möglichst wenig „arbeiten“ muss. Das Motorrad trägt sich dabei sehr gelassen, die Sitzposition ist auf entspannte Distanz ausgelegt und der Windschutz spielt eine große Rolle.
Die Yamaha FJR 1300 AE verfolgt ebenfalls den Touring-Gedanken, setzt aber spürbar mehr auf sportlichere Dynamik. Das Motorrad wirkt agiler, lässt sich im Alltag oft leichter „einordnen“ und vermittelt ein direkteres Fahrgefühl. Gerade auf kurvigen Strecken oder wenn die Tour nicht nur aus Autobahn besteht, kann die FJR ihre Stärken ausspielen.
Komfort und Ergonomie: Wer macht die langen Kilometer leichter?
Sitzgefühl und Fahrhaltung
Im direkten Vergleich zeigt sich: Die Gold Wing ist stärker auf maximalen Komfort ausgelegt. Die Sitzposition wirkt auf längere Zeit weniger fordernd, und das Gesamtpaket zielt darauf, dass auch nach vielen Stunden die Konzentration nicht durch Ermüdung „abnimmt“. Die FJR 1300 AE bietet ebenfalls hohen Komfort, wirkt aber etwas „fahrerorientierter“. Das heißt: Sie bleibt angenehm, fordert jedoch minimal mehr aktive Mitwirkung, besonders wenn die Strecke abwechslungsreicher wird.
Windschutz und Verkleidung
Beim Windschutz unterscheiden sich die Ansätze. Die Honda ist in der Regel darauf ausgelegt, den Fahrer spürbar aus dem Wind herauszunehmen. Das reduziert Stress auf langen Etappen und macht das Fahren bei wechselnden Bedingungen entspannter. Die Yamaha ist ebenfalls gut verkleidet, aber der Charakter ist etwas dynamischer: Je nach Sitzhöhe und Fahrweise kann der Windschutz sehr gut funktionieren, fühlt sich jedoch nicht ganz so „abschirmend“ an wie bei der Gold Wing.
Motor und Antrieb: Drehmomentgefühl vs. sportliche Bereitschaft
Leistungsentfaltung
Beide Motorräder sind für Touren gemacht, aber die Art, wie sie Leistung bereitstellen, ist unterschiedlich. Die Honda GL 1800 Gold Wing steht für ein sehr souveränes, gleichmäßiges Ansprechverhalten. Das Motorrad wirkt wie „immer im richtigen Gang“: Gas geben fühlt sich kontrolliert an, und das Durchziehen bei konstantem Tempo ist besonders angenehm.
Die Yamaha FJR 1300 AE zeigt dagegen oft eine etwas lebendigere Reaktion auf Gasbefehle. Das kann auf der Landstraße Vorteile bringen, wenn es häufiger zu Beschleunigungen kommt oder wenn die Strecke mehr Rhythmus verlangt. Für ruhiges Cruisen ist die FJR ebenfalls geeignet – sie wirkt nur weniger „schwerelos“ als die Gold Wing, sondern eher wie ein Tourer mit sportlicherem Kern.
Getriebe- und Schaltgefühl
Im Alltag zählt vor allem, wie entspannt sich Schalten und Beschleunigen anfühlen. Die Gold Wing wirkt dabei häufig besonders harmonisch, weil sie auf gleichmäßige Fahrt ausgelegt ist. Die FJR kann sich dagegen in Situationen, in denen häufiger gewechselt wird, etwas direkter anfühlen. Beide sind tourentauglich, aber die Yamaha belohnt oft die aktive Fahrweise etwas stärker.
Fahrwerk und Handling: Stabilität oder Agilität?
Stabilität bei Tempo
Auf Autobahn und bei längeren Strecken spielt die Honda GL 1800 Gold Wing ihre Stärke besonders deutlich aus: Sie vermittelt ein ruhiges, stabiles Fahrgefühl. Das Motorrad bleibt auch bei wechselnden Fahrbahnbelägen gelassen, wodurch sich lange Fahrten weniger anstrengend anfühlen.
Die Yamaha FJR 1300 AE ist ebenfalls stabil, wirkt aber im Vergleich oft etwas „leichter“ in der Umsetzung. Das kann in der Praxis bedeuten: Wer häufiger über Landstraßen fährt oder in den Pausen auch mal zügiger unterwegs ist, spürt bei der FJR schneller das Gefühl von Agilität.
Kurven und Richtungswechsel
Hier zeigt sich ein typischer Unterschied zwischen den beiden großen Tourern. Die Gold Wing ist in Kurven sehr souverän, aber der Charakter ist eher „groß und ruhig“ als „spitz und schnell“. Die FJR kann sich bei Richtungswechseln oft etwas handlicher anfühlen. Das ist besonders dann relevant, wenn die Tour nicht nur aus geraden Strecken besteht.
Elektronik und Assistenz: Komfort durch Technik
Beide Motorräder setzen auf moderne Technik, die das Fahren auf langen Strecken erleichtert. Im Vergleich fällt auf: Die Gold Wing wirkt häufig wie ein Gesamtsystem, das auf entspannte Reise ausgelegt ist. Die Yamaha bietet ebenfalls viele Funktionen, die den Fahrkomfort erhöhen und das Motorrad in unterschiedlichen Situationen berechenbar machen.
Wichtig ist dabei weniger, welche Technik „auf dem Papier“ am umfangreichsten wirkt, sondern wie sie sich im Alltag bemerkbar macht. Die Honda punktet oft durch ein sehr stimmiges Zusammenspiel aus Komfort, Windschutz und Fahrstabilität. Die Yamaha punktet häufig durch die Art, wie sie Technik und Fahrgefühl verbindet – besonders, wenn die Strecke variiert.
Bremsen und Sicherheit: Vertrauen im Tempo
Bei beiden Modellen steht Sicherheit im Fokus. Im Vergleich zeigt sich: Die Honda GL 1800 Gold Wing vermittelt durch ihre ruhige Art und die insgesamt sehr kontrollierte Fahrcharakteristik ein hohes Maß an Vertrauen. Die Yamaha FJR 1300 AE fühlt sich in vielen Situationen ebenfalls sicher an, kann aber durch ihre agilere Auslegung das Gefühl verstärken, dass man aktiver fahren kann.
Für den Alltag bedeutet das: Wer häufig in Verkehrssituationen unterwegs ist, profitiert von einer klaren Dosierbarkeit und einem stabilen Bremsgefühl. Wer lange Strecken fährt, profitiert zusätzlich davon, dass das Motorrad auch bei wechselnden Bedingungen berechenbar bleibt.
Reiseausstattung: Koffer, Stauraum und Alltagstauglichkeit
Tourenmotorräder müssen im Alltag funktionieren: Stauraum, Bedienbarkeit und die Frage, wie schnell man sich auf die Reise „einrichtet“, sind entscheidend. Sowohl die Gold Wing als auch die FJR sind auf Reisen ausgelegt und bieten eine passende Basis, um Gepäck sinnvoll zu verstauen.
Die Gold Wing wirkt dabei oft wie das „Komplettpaket“ für ausgedehnte Touren: Der Komfort und die Reiseausstattung passen besonders gut zusammen. Die Yamaha ist ebenfalls sehr reisetauglich, kann aber im Alltag durch ihre etwas dynamischere Auslegung leichter wirken – etwa beim Rangieren oder wenn die Tour spontan umgeplant wird.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
Honda GL 1800 Gold Wing – Stärken
- Maximaler Reisekomfort durch ruhige Gesamtcharakteristik und sehr entspannte Fahrhaltung
- Sehr starker Windschutz, der lange Autobahn- und Landstraßenetappen angenehmer macht
- Stabile Fahrweise, die auch bei längeren Fahrten wenig „Stress“ erzeugt
- Tourenorientiertes Gesamtpaket, bei dem Komfort und Technik gut zusammenpassen
Honda GL 1800 Gold Wing – Schwächen
- Weniger „sportlich leicht“ im Gefühl bei schnellen Richtungswechseln
- Gewicht und Größe können im engen Alltag stärker spürbar sein als bei der Yamaha
Yamaha FJR 1300 AE – Stärken
- Agileres Fahrgefühl im Vergleich zur Gold Wing, besonders auf kurvigen Strecken
- Direkteres Ansprechverhalten bei Beschleunigungen und wechselndem Tempo
- Sehr gute Tourentauglichkeit mit einer Technik, die das Fahren erleichtert
- Alltagstauglich, weil das Motorrad oft leichter „zu handeln“ wirkt
Yamaha FJR 1300 AE – Schwächen
- Komfortfokus nicht ganz so „maximal“ wie bei der Gold Wing, je nach Fahrprofil
- Bei sehr langen, entspannten Autobahnphasen kann die Honda noch einen Tick souveräner wirken
Für wen lohnt sich welches Motorrad?
Die Wahl zwischen Honda GL 1800 Gold Wing und Yamaha FJR 1300 AE hängt stark davon ab, wie die Touren typischerweise aussehen. Wer vor allem lange Etappen fährt, viel Autobahn oder gleichmäßige Strecken bevorzugt und dabei maximalen Komfort sucht, wird mit der Gold Wing sehr wahrscheinlich zufriedener sein. Sie ist gemacht, um Kilometer „wegzuschieben“, ohne dass der Körper spürbar ermüdet.
Wer dagegen häufiger zwischen Landstraße, Stadtverkehr und zügigerem Fahren wechselt, dabei aber trotzdem ein vollwertiges Tourenmotorrad möchte, findet in der FJR 1300 AE oft den besseren Kompromiss. Die Yamaha verbindet Reisekomfort mit einem Fahrgefühl, das mehr Dynamik zulässt und sich im Alltag oft handlicher anfühlt.
Fazit:
Die Honda GL 1800 Gold Wing ist die bessere Wahl für Fahrer, die vor allem maximalen Reisekomfort suchen: sehr ruhiges Fahrgefühl, starker Windschutz und ein Gesamtkonzept, das lange Strecken spürbar entspannter macht. Sie ist ideal, wenn Touren häufig aus langen, gleichmäßigen Etappen bestehen und das Motorrad vor allem „tragen“ soll.
Die Yamaha FJR 1300 AE passt besser, wenn Touren abwechslungsreicher sind: mehr Kurven, mehr Tempowechsel und ein Motorrad, das sich im Vergleich oft agiler und direkter anfühlt. Wer Komfort möchte, aber nicht auf ein lebendigeres Fahrgefühl verzichten will, trifft mit der FJR häufig den besseren Treffer.
Kurz gesagt: Gold Wing für die ganz große Komfortreise, FJR für den Tourer mit mehr Dynamik im Alltag.