| UVP | 15.519 € | |
| Baujahr | von 2022 bis 2026~ | |
| UVP | 5.720 € | |
| Baujahr | von 2024 bis 2026~ | |
Pro und Kontra
- reisetauglich
- komfortabel
- tolle Serienausstattung
- gutes Handling
- Seitenkoffer etwas schmal
- Scheibe nur im Stand verstellbar
- komplizierte Bedienelemente
- exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis
- vitaler Motor
- sehr leichtes und gutmütiges Handling
- ideal für Einsteiger und Stadtverkehr
- Tripper-Dash-TFT-Display mit integrierter Kartennavigation
- Bequeme, aufrechte und zugängliche Ergonomie
- eingeschränkte Langstreckentauglichkeit
- Brems- und Kupplungshebel sind nicht einstellbar
- geringer Windschutz
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 238 | kg |
| Radstand | 1.535 | mm |
| Länge | 2.240 | mm |
| Radstand | 1.535 | mm |
| Sitzhöhe: | 820 | mm |
| Höhe | 1.340 | mm |
| Gewicht | 184 | kg |
| Radstand | 1.440 | mm |
| Länge | 2.145 | mm |
| Radstand | 1.440 | mm |
| Sitzhöhe: | 780 | mm |
| Höhe | 1.125 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Flüssigkeitsgekühlter Zweizylinder Reihenmotor | |
| Hubraum | 1.084 | ccm |
| Hub | 82 | mm |
| Bohrung | 92 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | Einzylinder, flüssigkeitsgekühlt, 4 Ventile | |
| Hubraum | 452 | ccm |
| Hub | 82 | mm |
| Bohrung | 84 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 102 PS bei 7.500 U/Min | |
| Drehmoment | 112 NM bei 5.500 U/Min | |
| Tankinhalt | 20 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 400 | km |
| Leistung | 40 PS bei 8.000 U/Min | |
| Drehmoment | 40 NM bei 5.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 150 | km/h |
| Tankinhalt | 11 | Liter |
| Verbrauch | 3 | l pro 100km |
| Reichweite | 324 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Doppelschleifen-Rohrrahmen | |
| Federung vorne | Showa 43 mm Teleskopgabel (Federweg 150)mm | |
| Federung hinten | Monoblock-Aluminiumschwinge mit Pro-Link und SHOWA-Gasdruckdämpfer, hydraulischer Einstellvorrichtung (Federweg 150)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70R17 M/C (58W) | |
| Reifen hinten | 180/55R17 M/C (73W) | |
| Rahmenbauart | Stahlrohrrahmen | |
| Federung vorne | Ø43-mm Telegabel (Federweg 150)mm | |
| Federung hinten | Mono-Federbein (Federweg 145)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70-17 | |
| Reifen hinten | 160/60-17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | 2 Bremsscheiben, Radial-Vierkolbenbremszangen ( Ø 310 mm) | |
| Bremsen hinten | Einscheibenbremse ( Ø 256 mm) | |
| Bremsen vorne | Einzelscheibe mit Zweikolben-Bremssattel ( Ø 310 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe mit Einkolben-Bremssattel ( Ø 270 mm) | |
Fazit - was bleibt hängen
Hondas NT1100 lädt geradezu zum Reisen ein und spricht durch ihr unaufgeregtes, elegantes Design sicher viele Fahrer gehobenen Alters (wie auch uns) an. Gut vorstellbar beispielsweise auch als gelungenes Upgrade für Fahrer einer NC750 o.Ä. und natürlich alle Deauville- und Pan European Fans. All diejenigen, die bequem längere Touren fahren möchten und sich dabei auf ein komfortables, solides Bike verlassen wollen, sind hier sicher gut bedient. Ob es gelingt, damit auch jüngere Fahrer anzusprechen, halten wir eher für fraglich. Dazu fehlt der NT1100 neben Farbenfreude vielleicht auch die ein oder andere Ecke oder Kante oder sagen wir mal so: Peppig ist sie nun nicht gerade.
Wenn man es genau nimmt, hält sich die Auswahl an Wettbewerbern der Honda NT1100 in Grenzen. Schließlich ist sie wirklich ein reinrassiger Tourer und kein Hybrid wie etwa ein auf Straßentauglichkeit getrimmtes Adventure-Motorrad oder ein Crossover-Bike mit den Genen eines Supersportlers. Dennoch könnte man ihr vielleicht eine Yamaha Tracer 9, Kawasakis Versys oder gar eine BMW 1250 GS gegenüberstellen, wenn man sich auf große Reise begeben möchte.
Zu haben ist die Honda NT1100 ab 13.899 €, mit DCT ab 14.899 €. Die zusätzlich erhätlichen Ausstattungspakete schlagen mit 675 € (URBAN-Paket), 965 € (Touring-Paket) bzw. 1636 € (Travel-Paket) zu Buche.
Das Testbike wurde uns freundlicherweise von Motofun in Kaltenkirchen zur Verfügung gestellt. Wer also auch mal eine entspannte Probefahrt unternehmen möchte kann uns sollte das dort tun.
Fazit: Kein Poser, sondern ein Kumpel auf zwei Rädern
Die Royal Enfield Guerrilla 450 ist kein Motorrad für Stammtisch-Superlative. Sie gewinnt keine Leistungsduelle, sie protzt nicht mit Elektronik, und sie tut nicht so, als wäre sie ein verkleideter Rennstrecken-Drache. Genau deshalb ist sie so sympathisch. Sie konzentriert sich auf das, was auf echten Straßen zählt: einfache Bedienung, gutes Gefühl, genug Leistung, ehrliches Handling und einen Preis, bei dem man nicht sofort die Lebensplanung neu aufstellen muss.
Besonders stark ist sie für A2-Fahrerinnen und -Fahrer, Pendler, Wiedereinsteiger und alle, die ein unkompliziertes Naked Bike mit Charakter suchen. Die Guerrilla 450 kann seriös, aber sie bleibt dabei frech. Sie ist bequem genug für den Alltag, agil genug für die Hausstrecke und charmant genug, um auch nach Wochen noch gern den langen Weg nach Hause zu nehmen. Wer viel Autobahn fährt oder maximale Sportlichkeit sucht, sollte sich woanders umsehen. Wer aber ein Motorrad möchte, das nach fünf Minuten vertraut wirkt und nach zehn Minuten Laune macht, liegt hier ziemlich richtig.MotorradTest.de auf YouTube
Honda NT 1100 vs. Royal Enfield Guerrilla 450: Vergleich für unterschiedliche Fahrstile
Wenn zwei Motorräder aufeinander treffen, die optisch und technisch kaum gegensätzlicher sein könnten, wird der Vergleich besonders spannend. Die Honda NT 1100 steht für Touring-Komfort, souveräne Langstrecken-Eigenschaften und eine Ausstattung, die auf entspanntes Fahren ausgelegt ist. Die Royal Enfield Guerrilla 450 dagegen wirkt wie ein frischer Impuls: kompakt, alltagstauglich und mit einem Motorcharakter, der Lust auf kurvige Strecken macht. Wer das passende Motorrad sucht, sollte deshalb weniger nach „besser“ als nach „passend“ schauen.
Grundidee und Einsatzprofil
Honda NT 1100: Touring mit Fokus auf Komfort
Die Honda NT 1100 ist klar als Reise-Maschine gedacht. Das merkt man an der Auslegung: Sitzposition und Ergonomie zielen auf längere Fahrten, während die Gesamtanmutung auf Stabilität und Ruhe im Fahrbetrieb setzt. Gerade auf Autobahnabschnitten und bei gleichmäßigem Tempo spielt die NT 1100 ihre Stärken aus.
Royal Enfield Guerrilla 450: Urban & Road mit Charakter
Die Royal Enfield Guerrilla 450 ist eher auf „dynamisch im Alltag“ ausgelegt. Sie wirkt leichtfüßig, lässt sich im Stadtverkehr gut bewegen und macht auf Landstraßen Spaß, weil sie schnell auf Gasannahme und Richtungswechsel reagiert. Wer ein Motorrad sucht, das nicht nur für die große Tour gedacht ist, sondern auch für Feierabendrunden, findet hier eine passende Basis.
Motor und Fahrgefühl im Vergleich
Honda: souveränes Drehmoment für entspannte Kilometer
Im direkten Vergleich zeigt die Honda NT 1100 ihre Touring-Stärke: Der Motor liefert die Kraft so, dass sich Tempowechsel und Überholmanöver ohne hektisches Nacharbeiten anfühlen. Das Fahrgefühl bleibt dabei ruhig und kontrolliert. Gerade bei längeren Strecken ist das ein Vorteil, weil der Fahrer weniger „arbeiten“ muss, um zügig voranzukommen.
Royal Enfield: spürbarer Charakter und lebendige Reaktion
Die Guerrilla 450 setzt stärker auf ein unmittelbares Ansprechverhalten. Der Motor wirkt agiler und „direkter“, was sich besonders beim Herausbeschleunigen aus Kurven bemerkbar macht. Statt maximaler Gelassenheit steht hier mehr das Gefühl im Vordergrund, aktiv mit dem Motorrad zu fahren. Das kann auf kurvigen Strecken sehr motivierend sein.
Fahrwerk, Handling und Straßenlage
Honda NT 1100: Stabilität und Ruhe
Die Honda NT 1100 spielt ihre Stärken vor allem bei höheren Geschwindigkeiten und auf längeren Etappen aus. Das Fahrwerk unterstützt eine gleichmäßige Linie, und die Maschine vermittelt ein sicheres Gefühl, wenn die Straße unruhiger wird. Auch wenn der Untergrund wechselt, bleibt die NT 1100 meist berechenbar.
Royal Enfield Guerrilla 450: wendig, leicht zu bewegen
Die Guerrilla 450 wirkt im Vergleich deutlich „handlicher“. Das zeigt sich besonders in engen Passagen, beim Rangieren und in Situationen, in denen häufig die Richtung gewechselt wird. Auf Landstraßen kann das Handling dadurch sehr lebendig wirken – mit dem Vorteil, dass sich das Motorrad schnell an das Tempo und die Linie anpassen lässt.
Bremsen und Sicherheit im Alltag
Honda: kontrollierte Verzögerung für Touring-Situationen
Bei der Honda NT 1100 steht die kontrollierte Verzögerung im Vordergrund. Gerade auf längeren Fahrten und bei wechselnden Bedingungen ist das wichtig, weil sich das Bremsgefühl über die Zeit stabil anfühlt. Die Abstimmung wirkt darauf ausgelegt, dass man auch bei höheren Geschwindigkeiten sicher dosieren kann.
Royal Enfield: direktes Feedback für sportliche Momente
Die Guerrilla 450 liefert ein spürbares Bremsfeedback, das zu ihrem Charakter passt. In der Stadt und auf kurvigen Strecken unterstützt das dabei, zügig zu reagieren und das Tempo situativ anzupassen. Wer gerne dynamisch fährt, wird das als angenehm empfinden.
Sitzposition, Ergonomie und Komfort
Honda NT 1100: entspannter für lange Strecken
Die Sitzposition der Honda NT 1100 ist auf Komfort ausgelegt. Der Fahrer sitzt so, dass längeres Fahren weniger anstrengend wird. Dazu passt auch die Gesamtanmutung: Wind- und Wettereinflüsse werden eher „mitgedacht“, wodurch sich die Maschine für Touren besonders gut eignet.
Royal Enfield: sportlich-nah am Motorrad
Die Guerrilla 450 bietet eine Sitzposition, die näher am Fahrgefühl bleibt. Das kann im Alltag Vorteile bringen, weil das Motorrad dadurch schneller „mitfährt“. Für längere Autobahnphasen ist das aber weniger der Fokus – hier zählt eher, wie gut die Ergonomie zur eigenen Statur und zum gewünschten Fahrstil passt.
Ausstattung und Elektronik: Unterschiede, die man spürt
Honda: Touring-Elektronik und Assistenzgedanken
Im Vergleich wirkt die Honda NT 1100 stärker auf moderne Touring-Funktionen ausgerichtet. Die Elektronik unterstützt dabei, das Motorrad in unterschiedlichen Situationen berechenbar zu halten. Das ist besonders hilfreich, wenn die Bedingungen wechseln oder wenn man einfach entspannt fahren möchte, ohne ständig nachzujustieren.
Royal Enfield: moderne Basis, Fokus auf Fahrspaß
Die Royal Enfield Guerrilla 450 bringt eine zeitgemäße technische Basis mit, die sich vor allem auf das Fahrgefühl konzentriert. Die Elektronik ist dabei nicht „dominant“, sondern soll das Motorrad im Alltag unterstützen. Wer ein Motorrad möchte, das sich nicht zu sehr in den Vordergrund drängt, findet hier einen stimmigen Ansatz.
Alltagstauglichkeit: Stadt, Landstraße, Tour
Stadtverkehr
Für den Stadtverkehr punktet die Guerrilla 450 vor allem durch ihre handliche Art. Das macht das Manövrieren leichter und sorgt dafür, dass kurze Strecken ohne Stress funktionieren. Die Honda NT 1100 kann zwar ebenfalls im Alltag genutzt werden, wirkt aber im Vergleich eher wie ein Motorrad, das man bewusst „für Strecke“ einsetzt.
Landstraße
Auf Landstraßen zeigt die Guerrilla 450 ihre lebendige Seite: Richtungswechsel und Beschleunigungsphasen fühlen sich oft direkter an. Die Honda NT 1100 bleibt dagegen stark, wenn es um flüssiges Tempo und eine souveräne Linie geht. Wer gerne zügig fährt, aber dabei Ruhe bevorzugt, wird die Honda besonders schätzen.
Langstrecke
Hier hat die Honda NT 1100 im Vergleich klare Vorteile. Komfort, Ergonomie und die insgesamt entspannte Art, Kilometer zu „verarbeiten“, passen sehr gut zu längeren Touren. Die Guerrilla 450 kann natürlich auch größere Strecken abdecken, aber sie ist eher die Wahl für Fahrer, die unterwegs mehr „Fahrgefühl“ als „Reise-Ruhe“ suchen.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
Honda NT 1100 – Stärken
- Touring-orientierte Ergonomie für längere Fahrten
- Ruhiges, kontrolliertes Fahrverhalten bei höheren Geschwindigkeiten
- Elektronik und Gesamtpaket wirken auf Komfort und Sicherheit ausgelegt
- Motorcharakter unterstützt entspanntes Fahren und souveräne Manöver
Honda NT 1100 – Schwächen
- Im engen Stadtverkehr wirkt sie im Vergleich weniger „leichtfüßig“
- Wer maximale Agilität im Fokus hat, könnte die Ausrichtung weniger direkt finden
Royal Enfield Guerrilla 450 – Stärken
- Handliches Handling und lebendiges Fahrgefühl
- Direkte Motorreaktion, macht Kurven und Beschleunigung besonders spaßig
- Alltagstaugliche Auslegung für kurze und mittlere Strecken
- Modernes Konzept mit Fokus auf Fahrspaß statt „Reise-Overkill“
Royal Enfield Guerrilla 450 – Schwächen
- Für sehr lange Autobahnphasen ist der Komfort-Fokus weniger ausgeprägt
- Wer maximale Reise-Ruhe sucht, findet bei der Honda das passendere Gesamtpaket
Welches Motorrad passt zu welchem Fahrertyp?
Der Vergleich zeigt: Beide Motorräder können überzeugen, aber sie zielen auf unterschiedliche Bedürfnisse. Die Honda NT 1100 ist die Wahl, wenn längere Touren, Komfort und ein souveränes Gesamtgefühl im Vordergrund stehen. Die Royal Enfield Guerrilla 450 ist die bessere Option, wenn Alltag, Wendigkeit und ein lebendiges Fahrgefühl wichtiger sind als maximale Reise-Entspannung.
Fazit:
Die Honda NT 1100 ist für Fahrerinnen und Fahrer die stimmige Wahl, die regelmäßig längere Strecken fahren, Wert auf Komfort, Ruhe und eine kontrollierte Fahrweise legen und dabei ein Touring-Gesamtpaket bevorzugen. Sie eignet sich besonders, wenn das Motorrad nicht nur „von A nach B“ bringt, sondern die Fahrt selbst angenehm macht – auch bei wechselnden Bedingungen. Die Royal Enfield Guerrilla 450 passt dagegen ideal zu Menschen, die ein Motorrad für den Alltag suchen, das sich leicht bewegen lässt, schnell auf Gas und Linie reagiert und auf Landstraßen spürbar Spaß macht. Wer häufig in der Stadt unterwegs ist oder lieber dynamisch fährt, wird die Guerrilla als deutlich passender empfinden. Kurz gesagt: Tourenfreundlich und komfortorientiert gewinnt die Honda – lebendig, wendig und alltagsnah gewinnt die Royal Enfield.