| UVP | 12.499 € | |
| Baujahr | von 2017 bis 2026~ | |
| UVP | 15.690 € | |
| Baujahr | von 2025 bis 2025 | |
Pro und Kontra
- Fahrkomfort
- Wendigkeit
- Krawalliger, kräftiger Motor
- Geländetauglichkeit
- Soziusbetrieb
- Reisetauglichkeit
- starker Motor
- bolleriger V2-Sound
- große Modell- und Ausstattungs-Anzahl
- überraschend gute Straßen- und Kurvenlage
- Bremse vorne unterdimensioniert
- Solositzer: Soziusfähigkeit nur mit Zubehör
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 158 | kg |
| Radstand | 1.504 | mm |
| Radstand | 1.504 | mm |
| Sitzhöhe: | 920 | mm |
| Gewicht | 248 | kg |
| Radstand | 1.562 | mm |
| Länge | 2.206 | mm |
| Radstand | 1.562 | mm |
| Sitzhöhe: | 680 | mm |
| Höhe | 1.155 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | 1-Zylinder, 4-Takt Motor | |
| Hubraum | 693 | ccm |
| Hub | 84 | mm |
| Bohrung | 102 | mm |
| Kühlung | Flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | V2 | |
| Hubraum | 1.250 | ccm |
| Hub | 74 | mm |
| Bohrung | 104 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Riemen | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 75 PS bei 8.000 U/Min | |
| Drehmoment | 74 NM bei 6.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 193 | km/h |
| Tankinhalt | 13 | Liter |
| Verbrauch | 4 | l pro 100km |
| Reichweite | 342 | km |
| Leistung | 105 PS bei 7.250 U/Min | |
| Drehmoment | 108 NM bei 6.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 195 | km/h |
| Tankinhalt | 13 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 232 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Gitterrohrrahmen | |
| Federung vorne | Telegabel Upside-Down (Federweg 275)mm | |
| Federung hinten | WP (Federweg 275)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 21 Zoll | |
| Reifen hinten | 18 Zoll | |
| Rahmenbauart | Stahlrohr | |
| Federung vorne | Telegabel 41mm (Federweg 120)mm | |
| Federung hinten | Stereofederbeine, Federbasis einstellbar (Federweg 76)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 130/60B19 61H | |
| Reifen hinten | 150/80B16 72H | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Einzelscheibe ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe ( Ø 240 mm) | |
| Bremsen vorne | Einzelscheibe, Zweikolben Schwimmsattel ( Ø 298 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Einkolben-Schwimmsattel ( Ø 298 mm) | |
Spaß ohne Ende - leider ein teurer
Also, hat das Experiment geklappt? Tja, ein eindeutiges Fazit ist schwierig. Für die Fernreise ist der Serientank klein, Sitzposition, Sitzbank und Fahrwerk auf der Anreise zum Ziel eher anstrengend.
Ansonsten ist die Husqvarna 701 Enduro ein echtes Spaßgerät. Als Erstmotorrad spielt sie sicher nicht die Idealbesetzung in der Garage, aber wer möchte und kann, sollte das mal ausprobieren. Wie schön doch kurzer Radstand und 75 PS harmonieren können!
Zum Schluss noch ein kleiner Wermutstropfen: Ist schon Mama KTM nicht für ihre zurückhaltende Preisgestaltung berühmt, tut die Tochter es ihr gleich: Das Motorrad mit praktisch null Ausstattung und wenig Neigung zum Soziusbetrieb kostet 10.395 Euro. Glückwunsch an die, die es sich leisten können.
Also: Wer ein Moped mit einem Klasse-Motor, tollem Fahrwerk, niedrigem Gewicht und brutalen Bremsen sucht, aber kaum etwas anderem, der kann einchecken. Wer Unvernunft für vernünftig im tieferen Sinn hält, der ist hier richtig. Für alle anderen gilt: „zurückbleiben bitte“.
Das Testbike wurde uns von Heller & Soltau in St. Michaelisdonn zur Verfügung gestellt.
Fazit
Die Indian Scout Sport ist mehr als nur eine Alternative zu Cruisern von Harley Davidson. Sie ist eigenständig, hat eine wunderschöne Cruiser-Silhouette und fährt sich überraschend sportlich. Der V2 ist nicht nur kräftig, sondern auch kultiviert und dürfte auch Leuten gefallen, die mit den teils ruppigen älteren V2 nicht viel anfangen können. Der Preis geht in Ordnung, zumal man mit einer Indian auch ein wenig Extravaganz mitkauft.Die Testmaschine wurde uns freundlicherweise von Powersport Nord in Appen/Pinneberg bei Hamburg zur Verfügung gestellt. Powersport Nord ist seit April 2024 offizieller Indian-Dealer und hat eine große Ausstellungshalle mit vielen Modellen von Indian und von CF-Moto. Ein Besuch lohnt sich also, auch wenn man nur mal schauen will.
MotorradTest.de auf YouTube
Husqvarna 701 Enduro vs. Indian Scout Sport: Vergleich für unterschiedliche Fahrwelten
Wenn zwei Motorräder so unterschiedlich wirken wie die Husqvarna 701 Enduro und die Indian Scout Sport, geht es im Vergleich nicht nur um Zahlen, sondern vor allem um den Charakter. Die Husqvarna steht für Agilität, Leichtigkeit und den Spaß am Wechsel zwischen Asphalt und unbefestigten Strecken. Die Indian Scout Sport dagegen ist klar auf Straße und Dynamik ausgelegt: kompakt, markant und mit einem Fahrgefühl, das eher nach „sportlich cruisen“ als nach „Enduro-Abenteuer“ klingt.
Im Folgenden werden die im Vergleich aufgeführten Eigenschaften beider Modelle miteinander eingeordnet. Dabei zeigt sich schnell: Die Stärken liegen jeweils in unterschiedlichen Bereichen – und genau daraus ergibt sich, für wen welches Motorrad die bessere Wahl ist.
Grundidee im Vergleich: Enduro-Fokus vs. Cruiser-Sport
Husqvarna 701 Enduro – bereit für mehr als nur die Straße
Die Husqvarna 701 Enduro ist als Allround-Enduro gedacht, die sich nicht auf „nur befestigt“ beschränkt. Im Vergleich wird deutlich, dass sie besonders dort punktet, wo Handling, Traktion und ein souveränes Gefühl bei wechselnden Untergründen gefragt sind. Die Sitzposition und die Art, wie sich das Motorrad in Kurven führen lässt, wirken auf viele Fahrer wie eine Einladung, auch abseits der üblichen Route zu experimentieren.
Indian Scout Sport – sportlicher Auftritt mit Cruiser-Gen
Die Indian Scout Sport ist dagegen ein Motorrad, das die Straße in den Mittelpunkt stellt. Im Vergleich fällt auf, dass die Scout Sport vor allem durch ihr dynamisches, direktes Ansprechverhalten und ihre klare Ausrichtung auf Fahrspaß im Alltag überzeugt. Sie fühlt sich eher wie ein Motorrad an, das man gern für flotte Landstraßenrunden, kurze Touren und auch für längere Fahrten nutzt, ohne ständig an „Gelände“ denken zu müssen.
Motor & Fahrgefühl: Wie sich Leistung im Alltag anfühlt
Beim Vergleich der Motorcharakteristik zeigt sich ein typischer Unterschied: Die Husqvarna 701 Enduro wirkt im Gesamtkonzept wie ein Bike, das Drehmoment und Antrieb so einsetzt, dass es kontrollierbar bleibt – besonders dann, wenn die Strecke nicht perfekt ist. Das macht sie interessant für Fahrer, die gern zügig beschleunigen, aber auch Wert auf ein gutmütiges Verhalten bei wechselnden Bedingungen legen.
Die Indian Scout Sport setzt dagegen stärker auf ein sportlich-kompaktes Gefühl. Im Vergleich wird klar, dass die Scout Sport besonders dann Spaß macht, wenn die Fahrbahn plan ist und man das Motorrad „mitnehmen“ kann: Gas geben, Linie halten, zügig beschleunigen. Wer ein Motorrad sucht, das sich auf der Straße schnell und souverän anfühlt, findet hier eine stimmige Basis.
Fahrwerk & Handling: Agilität vs. souveräne Straßenlage
Im Vergleich der Fahrwerksauslegung und des Fahrverhaltens wird deutlich, dass die Husqvarna 701 Enduro auf Beweglichkeit ausgelegt ist. Sie wirkt wie ein Motorrad, das man gern aktiv fährt: in Kurven umlegen, die Linie korrigieren, das Tempo anpassen. Gerade auf unruhigerem Untergrund oder bei wechselnder Haftung kann das ein großer Vorteil sein, weil das Bike nicht „nur“ auf glatten Asphalt optimiert ist.
Die Indian Scout Sport zeigt im Vergleich eine andere Stärke: Sie vermittelt eine ruhige, kontrollierte Straßenlage. Das Motorrad wirkt darauf ausgelegt, dass man auch bei flotterem Tempo entspannt bleibt und die Kurvenführung gut dosieren kann. Wer häufig auf Landstraßen unterwegs ist und dabei ein Motorrad bevorzugt, das sich nicht ständig „neu erarbeiten“ muss, wird die Scout Sport oft als angenehmer empfinden.
Bremsen & Sicherheit: Vertrauen beim Bremsen aufbauen
Beim Thema Bremsen zeigt der Vergleich, dass beide Motorräder auf ihre jeweilige Nutzung optimiert sind. Die Husqvarna 701 Enduro profitiert davon, dass sie als Enduro-Konzept auch bei wechselnden Bedingungen funktionieren soll. Das gibt gerade in Situationen mit ungleichmäßigem Grip ein gutes Gefühl.
Die Indian Scout Sport ist im Vergleich besonders dann stark, wenn es um klare Verzögerung und ein gut dosierbares Bremsverhalten auf der Straße geht. Wer häufig zügig fährt und Wert auf ein direktes Ansprechgefühl legt, findet hier einen überzeugenden Charakter.
Sitzposition & Ergonomie: Wer sitzt wie bequem?
Die Sitzposition ist einer der größten Unterschiede im Vergleich. Die Husqvarna 701 Enduro wirkt so, als wäre sie für aktives Fahren gedacht: Man kann sich bewegen, das Motorrad „mitarbeiten“ lassen und bleibt auch bei längeren Abschnitten handlungsfähig. Das ist besonders dann ein Plus, wenn die Route nicht nur aus geraden Strecken besteht oder wenn es mal holpriger wird.
Die Indian Scout Sport bietet dagegen ein Cruiser-typisches Gefühl mit sportlicher Note. Im Vergleich wird deutlich, dass sie für Fahrer interessant ist, die eine eher entspannte Haltung bevorzugen, aber trotzdem gern zügig unterwegs sind. Für viele ist das der Sweet Spot zwischen Komfort und Fahrspaß.
Komfort & Alltag: Stadt, Landstraße und Touren
Im Alltag zeigt sich: Die Husqvarna 701 Enduro ist vielseitig. Sie eignet sich für Pendelstrecken, aber auch für Ausflüge, bei denen man spontan abbiegt und die Route „offener“ gestaltet. Gerade wenn man gern flexibel unterwegs ist, kann das Enduro-Konzept im Vergleich punkten.
Die Indian Scout Sport spielt ihre Stärken eher auf der Straße aus. Sie wirkt wie ein Motorrad, das man gern für Touren nutzt, bei denen die Strecke im Vordergrund steht und man nicht ständig mit Untergrundwechseln rechnen muss. Im Vergleich wird außerdem klar, dass sie als Cruiser-Sport-Modell oft genau die richtige Mischung aus Stil und Fahrspaß liefert.
Stärken & Schwächen im direkten Vergleich
Husqvarna 701 Enduro: Stärken
- Vielseitiger Charakter: Enduro-Feeling auch abseits der klassischen Route.
- Aktives Handling: Das Motorrad lädt dazu ein, Kurven und Tempo aktiv zu gestalten.
- Kontrolliertes Fahrgefühl: Besonders interessant bei wechselnden Bedingungen.
Husqvarna 701 Enduro: Schwächen
- Anspruch an den Fahrstil: Wer ein rein entspanntes Cruiser-Gefühl erwartet, muss sich umstellen.
- Fokus auf „mehr als Straße“: Für reine Asphalt-Fahrer kann das Konzept weniger „zielgenau“ wirken.
Indian Scout Sport: Stärken
- Sportliches Straßengefühl: Direkt, dynamisch und gut dosierbar.
- Stimmige Ergonomie: Cruiser-typisch, aber mit sportlicher Ausrichtung.
- Tourentauglichkeit: Besonders auf Landstraße und bei längeren Fahrten überzeugend.
Indian Scout Sport: Schwächen
- Weniger „Offroad-Fokus“: Wer regelmäßig unbefestigte Strecken fährt, wird die Husqvarna eher bevorzugen.
- Konzeptabhängigkeit: Die Stärken entfalten sich vor allem auf der Straße besonders stark.
Welches Motorrad passt zu welchem Fahrstil?
Der Vergleich macht es eigentlich recht klar: Die Husqvarna 701 Enduro ist die bessere Wahl, wenn die Route nicht immer vorhersehbar ist. Wer gern spontan fährt, auch mal Feldwege oder Schotterstrecken einplant und ein Motorrad möchte, das sich aktiv und lebendig anfühlt, wird mit der Husqvarna sehr zufrieden sein.
Die Indian Scout Sport ist dagegen ideal für Fahrer, die vor allem auf Asphalt unterwegs sind und dabei sportlich unterwegs sein möchten, ohne auf Cruiser-Komfort zu verzichten. Wer Kurven liebt, gern zügig beschleunigt und ein Motorrad sucht, das sich auf der Straße souverän und stimmig anfühlt, trifft mit der Scout Sport eine sehr passende Entscheidung.
Fazit:
Die Husqvarna 701 Enduro ist das Motorrad für alle, die mehr wollen als nur Straße: Sie überzeugt im Vergleich mit einem aktiven Handling, einem kontrollierten Fahrgefühl und der Fähigkeit, auch bei wechselndem Untergrund Spaß zu machen. Wer gern flexibel plant oder unterwegs spontan abbiegt, findet hier ein starkes Gesamtpaket.
Die Indian Scout Sport ist die bessere Wahl, wenn der Fokus klar auf der Straße liegt. Im Vergleich zeigt sie ihre Stärken besonders dort, wo Dynamik, souveräne Straßenlage und ein sportlich-kompaktes Fahrgefühl gefragt sind. Für Touren, flotte Landstraßenrunden und ein Motorrad, das sich dabei angenehm anfühlt, ist die Scout Sport oft die rundere Entscheidung.
Kurz gesagt: Enduro-Abenteuer und Vielseitigkeit sprechen für die Husqvarna, sportliches Cruisen auf Asphalt spricht für die Indian Scout Sport.