| UVP | 12.499 € | |
| Baujahr | von 2017 bis 2026~ | |
| UVP | 22.490 € | |
| Baujahr | von 2023 bis 2025 | |
Pro und Kontra
- Fahrkomfort
- Wendigkeit
- Krawalliger, kräftiger Motor
- Geländetauglichkeit
- Soziusbetrieb
- Reisetauglichkeit
- charaktervoller Motor mit ordentlich Punch
- Drehmoment ohne Ende
- gute Bremsen
- gute Fahrleistungen
- funktionales Farb-Display mit Touch-Screen und Handy-Connect
- reichhaltige Serien-Ausstattung
- Soziussitz nur gegen Aufpreis
- Sitzposition nicht für Jedermann geeignet
- schweres Gerät
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 158 | kg |
| Radstand | 1.504 | mm |
| Radstand | 1.504 | mm |
| Sitzhöhe: | 920 | mm |
| Gewicht | 311 | kg |
| Radstand | 1.640 | mm |
| Länge | 2.301 | mm |
| Radstand | 1.640 | mm |
| Sitzhöhe: | 686 | mm |
| Höhe | 1.270 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | 1-Zylinder, 4-Takt Motor | |
| Hubraum | 693 | ccm |
| Hub | 84 | mm |
| Bohrung | 102 | mm |
| Kühlung | Flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | V2 | |
| Hubraum | 1.890 | ccm |
| Hub | 113 | mm |
| Bohrung | 103 | mm |
| Kühlung | Luft-Ölkühlung | |
| Antrieb | Zahnriemen | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 75 PS bei 8.000 U/Min | |
| Drehmoment | 74 NM bei 6.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 193 | km/h |
| Tankinhalt | 13 | Liter |
| Verbrauch | 4 | l pro 100km |
| Reichweite | 342 | km |
| Leistung | 88 PS bei 4.500 U/Min | |
| Drehmoment | 162 NM bei 3.200 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 174 | km/h |
| Tankinhalt | 15 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 260 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Gitterrohrrahmen | |
| Federung vorne | Telegabel Upside-Down (Federweg 275)mm | |
| Federung hinten | WP (Federweg 275)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 21 Zoll | |
| Reifen hinten | 18 Zoll | |
| Rahmenbauart | Stahlrohrrahmen | |
| Federung vorne | KYB® Upside-down-Telegabel (Federweg 130)mm | |
| Federung hinten | Dual Fox® Piggyback Stoßdämpfer (Federweg 100)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 130/60B19 61H | |
| Reifen hinten | 180/65 B16 81H | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Einzelscheibe ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe ( Ø 240 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheiben Brembo / halbschwimmend / 4-Kolben-Bremssättel ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einfachscheibe / halbschwimmend / 2-Kolben-Bremssattel ( Ø 300 mm) | |
Spaß ohne Ende - leider ein teurer
Also, hat das Experiment geklappt? Tja, ein eindeutiges Fazit ist schwierig. Für die Fernreise ist der Serientank klein, Sitzposition, Sitzbank und Fahrwerk auf der Anreise zum Ziel eher anstrengend.
Ansonsten ist die Husqvarna 701 Enduro ein echtes Spaßgerät. Als Erstmotorrad spielt sie sicher nicht die Idealbesetzung in der Garage, aber wer möchte und kann, sollte das mal ausprobieren. Wie schön doch kurzer Radstand und 75 PS harmonieren können!
Zum Schluss noch ein kleiner Wermutstropfen: Ist schon Mama KTM nicht für ihre zurückhaltende Preisgestaltung berühmt, tut die Tochter es ihr gleich: Das Motorrad mit praktisch null Ausstattung und wenig Neigung zum Soziusbetrieb kostet 10.395 Euro. Glückwunsch an die, die es sich leisten können.
Also: Wer ein Moped mit einem Klasse-Motor, tollem Fahrwerk, niedrigem Gewicht und brutalen Bremsen sucht, aber kaum etwas anderem, der kann einchecken. Wer Unvernunft für vernünftig im tieferen Sinn hält, der ist hier richtig. Für alle anderen gilt: „zurückbleiben bitte“.
Das Testbike wurde uns von Heller & Soltau in St. Michaelisdonn zur Verfügung gestellt.
Fazit
Die Indian Sport Chief ist ein Frontal-Angriff auf die Harley Davidson Low Rider S. Linienführung und Optik, Motorleistung und Preisgefüge sind wohl nicht zufällig vergleichbar. Pluspunkt für die Indian: Die Serien-Ausstattung und die Bremsleistung sind besser. Pluspunkt für die Harley: Der Motor dreht obenrum noch williger aus. Für sich gesehen ist die Indian Sport Chief ein lässiger Power-Cruiser, der vor allem mit jeder Menge Esprit und Individualität glänzen kann. Wer gerne etwas Besonderes fahren möchte, der sollte sich diese Maschine einmal genauer ansehen.Die Testmaschine wurde uns freundlicherweise von Powersport Nord zur Verfügung gestellt. Dieser Händler ist seit April 2024 offizieller Indian-Dealer in der Nähe von Hamburg und hat jede Menge schöne Indians in seinen Verkaufsräumen zu bestaunen. Wer eine Sport Chief einmal Probefahren möchte, der begibt sich bitte umgehend nach Appen bei Pinneberg bei Hamburg - viel Spaß!
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Husqvarna 701 Enduro vs. Indian Sport Chief: Vergleich für unterschiedliche Fahrwelten
Manchmal ist ein Motorradvergleich mehr als nur ein Blick auf Daten. Die Husqvarna 701 Enduro und die Indian Sport Chief stehen für zwei sehr unterschiedliche Philosophien: Die eine Maschine will neugierig machen, Ecken suchen und auch abseits des Gewohnten Spaß liefern. Die andere setzt auf klassischen Cruiser-Charakter, ruhigeres Tempo und eine souveräne, stilbewusste Art, Kilometer zu sammeln. Genau daraus entsteht der Reiz dieses Vergleichs.
Im Folgenden werden die typischen Eigenschaften beider Motorräder miteinander abgeglichen: Wie wirkt sich der Motorcharakter auf das Fahrgefühl aus? Wie unterscheiden sich Sitzposition, Handling und Komfort? Und wo liegen die Stärken – sowie die Grenzen – im Alltag und auf längeren Strecken?
Grundcharakter: Enduro-Neugier trifft Cruiser-Genuss
Husqvarna 701 Enduro: agil, direkt, „ready to explore“
Die Husqvarna 701 Enduro ist vom Grundgedanken her ein Motorrad für alle, die nicht nur auf der Straße bleiben möchten. Der Fokus liegt auf Agilität und einem sehr direkten Ansprechverhalten. Dadurch fühlt sich das Motorrad in der Stadt lebendig an und macht auch dann Spaß, wenn die Strecke nicht perfekt vorbereitet ist. Das Fahrwerk und die Geometrie sind darauf ausgelegt, dass man zügig um die Ecke kommt und dabei ein sicheres Gefühl behält.
Indian Sport Chief: souverän, klassisch, entspannt
Die Indian Sport Chief verfolgt dagegen einen klaren Cruiser-Ansatz. Der Motor und die Abstimmung zielen auf ruhigen Vortrieb und ein gleichmäßiges Fahrgefühl. Statt „springen“ und „zackig“ steht eher „gleiten“ und „kontrolliert beschleunigen“ im Vordergrund. Das Design und die Gesamtanmutung sind dabei nicht nur optisch: Auch die Art, wie das Motorrad auf Last reagiert, wirkt wie aus einem Guss.
Motor & Fahrgefühl: Wie sich Leistung im Alltag anfühlt
Beim Vergleich der beiden Modelle fällt vor allem die unterschiedliche Art auf, wie Leistung umgesetzt wird. Die Husqvarna 701 Enduro wirkt im Alltag oft wie ein Motorrad, das man „mit dem Gas“ steuert: Man bekommt schnell Rückmeldung und kann das Tempo fein dosieren. Das macht sie besonders interessant, wenn häufiges Anfahren, kurvige Strecken oder wechselnde Untergründe vorkommen.
Die Indian Sport Chief spielt dagegen ihre Stärken eher in einem gleichmäßigeren Rhythmus aus. Der Antrieb unterstützt ein entspanntes Fahren, bei dem man nicht ständig nachjustieren muss. Gerade auf längeren Strecken wirkt das wie ein Vorteil: weniger „Arbeit“ am Gas, mehr Konzentration auf Linie, Verkehr und Umgebung.
Handling & Fahrwerk: Agilität vs. Gelassenheit
Husqvarna 701 Enduro: präzise im Wechselspiel
Das Handling der Husqvarna 701 Enduro ist auf schnelle Richtungswechsel und ein dynamisches Fahrverhalten ausgelegt. In der Praxis bedeutet das: Das Motorrad lässt sich zügig in Schräglage bringen und wirkt dabei kontrolliert. Gleichzeitig ist das Fahrwerk so abgestimmt, dass man auch auf unebenen Abschnitten nicht sofort das Gefühl bekommt, „aus dem Konzept“ zu geraten.
Als mögliche Schwäche kann sich ergeben, dass das agile Setup nicht jedem Komfortanspruch entspricht. Wer vor allem lange, entspannte Autobahnabschnitte im Fokus hat, könnte die Enduro-typische Dynamik als weniger „ruhig“ empfinden als ein klassisches Cruiser-Setup.
Indian Sport Chief: stabil, ruhig, angenehm zu fahren
Die Indian Sport Chief vermittelt vor allem Stabilität. Das Motorrad wirkt wie dafür gemacht, eine Linie zu halten und das Tempo gleichmäßig aufzubauen. In Kurven fühlt man sich nicht „gefordert“, sondern eher „geführt“. Das ist besonders dann angenehm, wenn man nicht ständig das Motorrad neu ausbalancieren möchte.
Als Gegenpunkt gilt: Wer sehr sportlich und spritzig fahren möchte oder häufig enge, technische Passagen sucht, wird die Enduro-typische Agilität der Husqvarna vermutlich stärker vermissen. Cruiser-Charakter bedeutet eben nicht automatisch maximale Wendigkeit.
Bremsen & Sicherheit: Vertrauen in jeder Situation
Im Vergleich der Bremsanlage zeigt sich ein typischer Unterschied zwischen den Konzepten: Die Husqvarna 701 Enduro ist darauf ausgelegt, auch bei wechselnden Bedingungen souverän zu verzögern. Das passt gut zu ihrem Charakter als Maschine, die auch mal „anders“ eingesetzt wird.
Die Indian Sport Chief setzt dagegen auf ein sicheres, gut dosierbares Bremsgefühl im normalen Straßenbetrieb. Gerade im Alltag, bei moderater bis zügiger Fahrweise, wirkt das oft sehr angenehm, weil man die Verzögerung fein dosieren kann, ohne dass das Motorrad dabei hektisch reagiert.
Sitzposition & Komfort: Wie lange macht Spaß?
Die Sitzposition ist einer der größten Unterschiede in diesem Vergleich. Die Husqvarna 701 Enduro bietet eine Position, die eher nach „aktivem Fahren“ aussieht: Man sitzt so, dass man das Motorrad gut bewegen kann. Das ist ein Plus, wenn man Kurven dynamisch angeht oder auch mal abseits der perfekten Straße unterwegs ist.
Die Indian Sport Chief setzt auf eine entspanntere Haltung. Das unterstützt Komfort bei längeren Fahrten und macht das Motorrad besonders attraktiv, wenn man nicht ständig „arbeiten“ möchte. Wer häufig Stadtverkehr hat und oft stop-and-go fährt, profitiert ebenfalls von dieser entspannten Grundhaltung.
Schwächen zeigen sich meist dort, wo der Anspruch nicht zum Konzept passt: Eine Enduro ist nicht automatisch die bequemste Wahl für stundenlanges, sehr ruhiges Cruisen – und ein Cruiser ist nicht automatisch ideal, wenn man maximale Beweglichkeit in engen Passagen sucht.
Alltagstauglichkeit & Alltagshürden
Im Alltag zählt mehr als nur Fahrspaß: Parken, Rangieren, Sicht, Wärmeentwicklung und das „Gesamtpaket“ entscheiden mit. Die Husqvarna 701 Enduro wirkt wie ein Motorrad, das man gerne nutzt: Es ist bereit für spontane Touren, kurze Wege und auch für Strecken, bei denen der Untergrund nicht immer planbar ist. Dadurch entsteht ein „Nutzwert“, der über reine Kilometer hinausgeht.
Die Indian Sport Chief punktet dagegen mit dem Gefühl, ein Motorrad zu fahren, das man bewusst auswählt. Sie eignet sich besonders gut für Fahrten, bei denen Stil, Sound und ein ruhigeres Tempo im Vordergrund stehen. Wer viel im Stadtverkehr unterwegs ist, wird den Cruiser-Charakter oft als angenehm empfinden – solange die eigenen Erwartungen an Wendigkeit und „sportliche“ Dynamik realistisch bleiben.
Ausstattung & Charakter: Was man wirklich spürt
Bei der Ausstattung geht es weniger um einzelne Features, sondern um die Wirkung im Alltag. Die Husqvarna 701 Enduro wirkt wie ein Motorrad, das auf Funktion und Fahrbarkeit ausgelegt ist. Das passt zu ihrem Charakter: Man möchte fahren, ausprobieren, variieren.
Die Indian Sport Chief wirkt dagegen wie ein Motorrad, das man auch wegen seines Gesamteindrucks liebt. Das Design, die Anmutung und der Motorcharakter sorgen dafür, dass sich jede Fahrt besonders anfühlt. Wer Wert auf „Motorrad-Feeling“ legt, wird hier schnell einen emotionalen Zugang finden.
Stärken & Schwächen im direkten Vergleich
Stärken der Husqvarna 701 Enduro
- Agiles, direktes Fahrgefühl für kurvige Strecken und wechselnde Bedingungen
- Enduro-typische Vielseitigkeit für Fahrer, die mehr als nur Straße wollen
- Aktiveres Handling, das Spaß macht, wenn man das Motorrad aktiv bewegt
Schwächen der Husqvarna 701 Enduro
- Weniger „entspannt“ im Sinne eines klassischen Cruisers bei sehr ruhigem Langstrecken-Fokus
- Wer maximale Laufruhe und Komfort im Cruiser-Stil erwartet, könnte Unterschiede spüren
Stärken der Indian Sport Chief
- Souveräner Cruiser-Charakter mit gleichmäßigem Vortrieb
- Komfortorientierte Sitzhaltung für entspannte Touren
- Stil und Fahrgefühl als Teil des Gesamterlebnisses
Schwächen der Indian Sport Chief
- Weniger „spritzig“ in dem Sinne, wie es eine Enduro bei engen, dynamischen Passagen vermittelt
- Wenn häufig unebene oder abseits der Straße liegende Strecken geplant sind, ist das Konzept weniger darauf ausgelegt
Welches Motorrad passt zu welchem Fahrtyp?
Die Entscheidung zwischen Husqvarna 701 Enduro und Indian Sport Chief hängt vor allem davon ab, wie die eigene Fahrt aussehen soll. Geht es um Entdeckung, Abwechslung und ein Motorrad, das man gern „mitnimmt“ – dann passt die Enduro-Philosophie. Geht es um Stil, entspanntes Cruisen und ein Motorrad, das sich auf langen Strecken angenehm anfühlt – dann spielt der Cruiser-Ansatz seine Vorteile aus.
Wer häufig kurvige Strecken fährt, gern experimentiert und auch mal einen anderen Weg wählt, wird an der Husqvarna mehr Freude haben. Wer dagegen Wert auf ruhigen Rhythmus, Komfort und ein klassisches Motorradgefühl legt, findet in der Indian die passendere Wahl.
Fazit:
Die Husqvarna 701 Enduro ist die bessere Wahl für alle, die ein Motorrad suchen, das neugierig macht: agil, direkt im Ansprechverhalten und vielseitig genug, um auch abseits des Gewohnten Spaß zu liefern. Sie überzeugt besonders bei Fahrten, bei denen Dynamik, aktives Handling und wechselnde Strecken im Vordergrund stehen. Wer dagegen vor allem entspannt unterwegs sein möchte, wird die Enduro-typische Lebendigkeit nicht immer als „ruhig“ empfinden.
Die Indian Sport Chief passt am besten zu Fahrern, die Cruiser-Feeling priorisieren: souveräner Vortrieb, angenehme Sitzhaltung und ein Gesamtpaket, das sich auf längeren Touren besonders stimmig anfühlt. Sie ist ideal, wenn Stil, Komfort und ein gleichmäßiger Fahrrhythmus wichtiger sind als maximale Wendigkeit oder Enduro-typische Vielseitigkeit. Wer genau diese Balance sucht, trifft mit der Indian meist die richtige Entscheidung.