UVP 17.490 €
Baujahr von 2022 bis 2025
UVP 13.099 €
Baujahr von 2018 bis 2024
Sandkasten-Spieler
Weiter zum Testbericht
Außen hart, innen weich
Weiter zum Testbericht

Pro und Kontra

Pro:
  • Motor
  • Wertigkeit
  • Fahrwerk
  • Display / Bedienung
Kontra:
  • Soziustauglichkeit
Pro:
  • Komfort
  • Verarbeitung
  • Fahrleistungen
  • Drehfruede
Kontra:
  • Windschutz
  • Konstantfahrruckeln

Abmessungen & Gewicht

Gewicht237kg
Radstand1.525mm
Länge2.223mm
Radstand1.525mm
Sitzhöhe: 780 mm
Höhe1.295mm
Gewicht213kg
Radstand1.455mm
Länge2.120mm
Radstand1.455mm
Sitzhöhe: 830 mm
Höhe1.090mm

Motor

Motor-BauartV2
Hubraum1.203ccm
Hub74mm
Bohrung102mm
Kühlungflüssig
AntriebKette
Gänge6
Motor-BauartViertakt-Reihenmotor
Hubraum998ccm
Hub56mm
Bohrung75mm
Kühlungwassergekühlt
AntriebKette
Gänge6

Fahrleistungen

Leistung123 PS bei 8.250 U/Min
Drehmoment118 NM bei 6.000 U/Min
Höchstgeschw.193km/h
Tankinhalt13Liter
Verbrauch6l pro 100km
Reichweite220km
Leistung145 PS bei 10.500 U/Min
Drehmoment104 NM bei 8.250 U/Min
Höchstgeschw.230km/h
Tankinhalt16Liter
Verbrauch6l pro 100km
Reichweite325km

Fahrwerk

RahmenbauartGitterrohrrahmen
Federung vorne Sachs USD 43mm Gabel, voll einstellbar (Federweg 120)mm
Federung hintenSachs Monofederbein ohne Umlenkung, voll einstellbar (Federweg 120)mm
Aufhängung hintenZweiarmschwinge
Reifen vorne120/70ZR17 58W
Reifen hinten180/55ZR17 73W
RahmenbauartZentralrohrrahmen aus Stahl (mit Alu-Heckrahmen)
Federung vorneShowa Upside-Down Teleskopgabel 43mm (Federweg 109)mm
Federung hintenShowa Zentralfederbein (Federweg 131)mm
Aufhängung hintenEinarmschwinge aus Alu
Reifen vorne120/70-17
Reifen hinten190/55-17

Bremsen

Bremsen vorneDoppelbremsscheiben, Brembo 4-Kolben-Festsattel ( Ø 320 mm)
Bremsen hintenEinzelscheibe, Brembo Zweikolben-Festsattel ( Ø 260 mm)
Bremsen vorneDoppelscheibe radial 4Kolben Festsattel ( Ø 310 mm)
Bremsen hintenEinzelscheibe Doppelkolben Schwimmsattel ( Ø 256 mm)

Es geht ohne Scrambler

Was also ist das Revier der Indian? Lange Reisen eher nicht. Dem stehen der nur 13 Liter fassende (dafür wunderschöne) Tank entgegen, der schon erwähnte fehlende Windschutz und die Tatsache, dass die Sozia nicht gerade verwöhnt wird. Auf dem Platz in der zweiten Reihe ist leiden angesagt, er ist knapp, und die Fußrasten liegen sehr hoch.

Auch hier ähnelte unser Fast Tracker also den Scramblern der Konkurrenz. Ich persönlich würde nie eine Scrambler kaufen: Ob Ducati, Triumph oder BMW – bei allen saß ich auf dem Motorrad. Die Indian hingegen versteht es sehr schön, den Fahrer zu integrieren, er ist stärker als bei der Konkurrenz ins Fahrzeug eingefasst.

Jetzt müsste ich für ein typisches Zweit- oder Hobbybike nur noch knapp 16.000 Euro auftreiben … schön ist sie schon und in ihrer Durchzugskraft … aber ich wiederhole mich, deshalb ist hier jetzt Schluss. Fazit: Alle haben eine Scrambler, nur Indian nicht. Macht nichts: Es gibt ja die FTR 1200 S.

Das Testbike wurden uns von Legendary Motorcycles in Hamburg zur Verfügung gestellt. 

Preis / Verfügbarkeit / Farben / Baujahre

  • Preis: 15.990€
  • Gebraucht (1 Jahr alt): 13.500€
  • Baujahre: seit 2019
  • Verfügbarkeit: mittel
  • Farben: rot/grau; silber/schwarz

MotorradTest.de auf YouTube

Indian FTR 1200 Sport vs. Honda CB 1000 R Neo Sports Café – welcher Vergleich passt zu welchem Fahrstil?

Wenn zwei Motorräder aus unterschiedlichen Richtungen kommen, wird der Vergleich besonders spannend. Die Indian FTR 1200 Sport steht für einen klaren, modernen Scrambler-Charakter mit sportlichem Anspruch. Die Honda CB 1000 R Neo Sports Café wirkt dagegen wie ein Designstatement: kompakt, präzise und mit dem Fokus auf agiles Fahren im Alltag sowie auf dynamische Ausfahrten. Beide Modelle machen Spaß – aber sie liefern den Spaß auf unterschiedliche Weise.

Grundidee und Charakter: Scrambler-Sport vs. Neo-Retro-Naked

Die Indian FTR 1200 Sport ist vom Grundgefühl her „hands-on“. Sie fühlt sich an, als wäre sie gebaut, um aktiv gefahren zu werden: Gas auf, Blick nach vorn, das Motorrad folgt. Der Scrambler-Vibe zeigt sich nicht nur im Look, sondern auch in der Art, wie die Maschine mit Lastwechseln umgeht. Wer gern zügig durch Kurven fährt und dabei ein direktes Feedback vom Motorrad erwartet, bekommt hier eine klare Ansage.

Die Honda CB 1000 R Neo Sports Café setzt stärker auf das, was man bei modernen Naked Bikes oft sucht: Übersicht, Agilität und ein sehr „urbanes“ Fahrgefühl. Sie wirkt leichter im Kopf und im Handling, auch wenn sie natürlich ein großes Motorrad ist. Das Design ist bewusst kantig und kompakt, und genau so fühlt sie sich auch an: schnell in der Linie, stabil genug für Tempo, aber nicht übertrieben schwerfällig.

Motor und Fahrgefühl: Wie sich die Leistung im Alltag anfühlt

Beim Motorcharakter unterscheiden sich die beiden Motorräder deutlich. Die Indian FTR 1200 Sport spielt ihre Stärken vor allem dort aus, wo man Drehmoment spürt und das Motorrad spürbar „zieht“. Das macht sie besonders attraktiv für Fahrten, bei denen man nicht ständig hochdrehen möchte, sondern lieber aus dem mittleren Bereich heraus beschleunigt. Der Sound und die Art der Kraftentfaltung wirken dabei wie ein Versprechen: aktiv fahren, aber ohne ständig im oberen Drehzahlbereich zu leben.

Die Honda CB 1000 R Neo Sports Café ist dagegen oft die Wahl für alle, die ein sehr direktes Ansprechverhalten mögen. Die Kraft wirkt „linearer“ und kontrollierter, wodurch sich das Motorrad gut dosieren lässt – gerade im Stadtverkehr oder auf kurvigen Strecken, auf denen man häufig bremsen, anrollen und wieder beschleunigen muss. Wer gern präzise Gasbewegungen macht und das Motorrad wie ein Werkzeug nutzt, wird mit der Honda schnell warm.

Stärken und Schwächen beim Motorvergleich

  • Indian FTR 1200 Sport: Starke Zugkraft aus dem Bereich, der sich im Alltag gut nutzen lässt. Schwäche: Wer sehr „fein“ dosieren möchte, muss sich an den Charakter der Kraftentfaltung gewöhnen.
  • Honda CB 1000 R Neo Sports Café: Sehr kontrollierbares Ansprechverhalten und gutes Gefühl für Zwischengas. Schwäche: Wer vor allem auf kräftiges „Anreißen“ aus niedrigen Drehzahlen steht, empfindet die Honda weniger „wuchtig“ als die Indian.

Fahrwerk und Handling: Wer liegt in Kurven besser?

Im Handling ist die Honda CB 1000 R oft die Maschine, die sich schnell in die Kurve „einlädt“. Das liegt weniger an einem einzelnen Detail, sondern an der Gesamtabstimmung: Das Motorrad wirkt agil, reagiert zügig auf Lenkimpulse und bleibt dabei stabil. Gerade auf kurvigen Landstraßen oder bei häufigem Richtungswechsel ist das ein Vorteil, weil man weniger „arbeiten“ muss, um die Linie zu halten.

Die Indian FTR 1200 Sport ist ebenfalls kurvenorientiert, aber mit einem anderen Schwerpunkt. Sie vermittelt mehr „Scrambler-Feeling“: Das Motorrad fordert eine aktive Fahrweise ein und belohnt sie mit spürbarer Dynamik. Wer gern mit dem Körper arbeitet, Lastwechsel bewusst nutzt und das Motorrad nicht nur „durchlenkt“, sondern führt, bekommt hier ein sehr lebendiges Fahrgefühl.

Bremsen und Stabilität

Bei den Bremsen zeigt sich der Unterschied im Stil. Die Honda CB 1000 R wirkt häufig besonders gutmütig in der Dosierung: Man kann die Verzögerung fein steuern, was im Alltag und in engen Kurven hilft. Die Indian FTR 1200 Sport kann ebenfalls stark bremsen, wirkt aber im Gesamteindruck etwas „direkter“ und sportlicher. Das ist für ambitionierte Fahrer ein Plus, kann aber für sehr entspannte Fahrstile weniger harmonisch wirken.

Ergonomie und Alltag: Welche passt besser zu täglichen Strecken?

Ergonomie ist bei beiden Modellen ein Thema, aber auf unterschiedliche Art. Die Honda CB 1000 R ist tendenziell die Wahl für alle, die eine aufrechte, kompakte Sitzposition bevorzugen und dabei trotzdem sportlich unterwegs sein möchten. Das macht sie besonders interessant für Pendler, die nicht nur am Wochenende fahren, sondern auch im Alltag Dynamik wollen.

Die Indian FTR 1200 Sport fühlt sich eher nach „Sport mit Charakter“ an. Die Sitzposition und das Fahrgefühl laden dazu ein, das Motorrad aktiv zu bewegen. Für längere Strecken kann das je nach Fahrstil sehr gut funktionieren – wer aber viel entspannt cruisen möchte, sollte darauf achten, wie die eigene Körperhaltung zur Maschine passt.

Stärken und Schwächen im Alltag

  • Indian FTR 1200 Sport: Sehr lebendiges Fahrgefühl, macht Lust auf Kurven und zügige Ausfahrten. Schwäche: Für rein entspanntes Fahren kann die Aktivität im Fahrverhalten mehr „Fokus“ verlangen.
  • Honda CB 1000 R Neo Sports Café: Gute Dosierbarkeit und agiles Handling für Stadt und Landstraße. Schwäche: Wer den maximalen „Scrambler-Schub“ sucht, fühlt sich möglicherweise weniger emotional abgeholt als bei der Indian.

Design und Ausstrahlung: Zwei sehr unterschiedliche Identitäten

Beim Design geht es nicht nur um Optik, sondern auch um das, was man beim Fahren erwartet. Die Indian FTR 1200 Sport wirkt wie ein Statement für moderne Scrambler-Ästhetik: kantig, sportlich, mit einem Look, der nach Bewegung aussieht. Die Honda CB 1000 R Neo Sports Café dagegen setzt auf Neo-Retro-Charme und eine klare, kompakte Silhouette. Wer Wert auf ein Motorrad legt, das im Stand schon „präsent“ ist und sich im Fahren genauso stimmig anfühlt, findet bei beiden etwas – aber eben in unterschiedlichen Stilrichtungen.

Technik und Fahrassistenz: Was im Vergleich zählt

Bei modernen Motorrädern sind es oft die Details, die den Unterschied machen: Wie gut lässt sich das Motorrad kontrollieren, wie stabil bleibt es bei wechselnden Bedingungen, wie fein ist die Abstimmung von Antrieb und Fahrwerk. In der Praxis zeigt sich häufig, dass die Honda CB 1000 R durch ihre Gesamtwirkung besonders „rund“ wirkt – also leicht zu fahren, ohne dass man ständig gegen das Motorrad arbeiten muss. Die Indian FTR 1200 Sport ist dagegen eher die Maschine für Fahrer, die gern spüren, was unter ihnen passiert, und die das Motorrad als aktives Gegenüber sehen.

Welche Stärken überwiegen?

  • Honda CB 1000 R: Stärken in der Alltagstauglichkeit, im präzisen Handling und in der gut dosierbaren Fahrbarkeit.
  • Indian FTR 1200 Sport: Stärken in der emotionalen Dynamik, dem sportlichen Charakter und dem „Scrambler“-Fahrgefühl.

Für wen lohnt sich welcher Vergleich?

Die Entscheidung hängt weniger von „besser“ oder „schlechter“ ab, sondern davon, welcher Fahrstil besser zur eigenen Erwartung passt. Die Honda CB 1000 R Neo Sports Café ist besonders attraktiv für alle, die ein agiles, kontrollierbares Naked Bike suchen – für Stadt, Feierabendrunde und auch für längere Strecken, wenn die Sitzposition und der eigene Rhythmus passen. Wer gern präzise fährt, schnell in die Kurve findet und das Motorrad als leichtes Werkzeug empfindet, wird hier sehr zufrieden sein.

Die Indian FTR 1200 Sport ist die bessere Wahl für Fahrer, die mehr „Charakter“ wollen: ein Motorrad, das aktiv gefahren werden möchte, mit starker Zugkraft und einem Fahrgefühl, das Lust auf dynamische Passagen macht. Wer Kurven nicht nur durchfährt, sondern gestaltet, und wer Scrambler-Sport mag, bekommt mit der Indian ein sehr stimmiges Gesamtpaket.

Fazit:

Die Honda CB 1000 R Neo Sports Café ist für viele die unkompliziertere Wahl: Sie wirkt im Alltag besonders leicht zu kontrollieren, bietet ein agiles Handling und lässt sich fein dosieren – ideal für Stadtverkehr, kurvige Landstraßen und Fahrer, die ein präzises, modernes Naked-Bike-Gefühl suchen. Wer gern schnell „in den Flow“ kommt, ohne viel nachzuarbeiten, wird mit der Honda schnell glücklich.

Die Indian FTR 1200 Sport punktet vor allem mit ihrem sportlich-emotionalen Charakter: spürbare Zugkraft, ein lebendiges Fahrgefühl und eine Art von Dynamik, die sich besonders in aktiven Kurvenfahrten entfaltet. Sie passt am besten zu Fahrern, die das Motorrad nicht nur fahren, sondern führen wollen – und die Scrambler-Sport als Erlebnis sehen. Kurz gesagt: Honda für Agilität und Alltagstauglichkeit, Indian für Charakter, Zug und sportliche Lebendigkeit.

An unhandled error has occurred. Reload 🗙