UVP 35.790 €
Baujahr von 2022 bis 2025
UVP 13.099 €
Baujahr von 2018 bis 2024
Full-Dresser im vollen Ornat - mehr geht nicht!
Weiter zum Testbericht
Außen hart, innen weich
Weiter zum Testbericht

Pro und Kontra

Pro:
  • starker, charaktervoller Motor
  • kräftiger Sound aus der Serien-Tüte
  • irsinnig gute Ausstattung
  • 200 Watt Musikanlage
  • Koffer und Top-Case mit 133 Liter Stauraum
  • bequemes Sitzpolster für Fahrer und Beifahrer inkl. Sitzheizung und Lüftung
Kontra:
  • sehr schwer
  • Bremsen vorne nur 1b
  • keine Rückfahrhilfe
  • Apple Carplay ja, Android-Auto nein
  • nix für Anfänger
Pro:
  • Komfort
  • Verarbeitung
  • Fahrleistungen
  • Drehfruede
Kontra:
  • Windschutz
  • Konstantfahrruckeln

Abmessungen & Gewicht

Gewicht416kg
Radstand1.669mm
Länge2.609mm
Radstand1.669mm
Sitzhöhe: 672 mm
Höhe1.444mm
Gewicht213kg
Radstand1.455mm
Länge2.120mm
Radstand1.455mm
Sitzhöhe: 830 mm
Höhe1.090mm

Motor

Motor-BauartPowerPlus V2
Hubraum1.768ccm
Hub96mm
Bohrung108mm
Kühlungflüssig
AntriebZahnriemen
Gänge6
Motor-BauartViertakt-Reihenmotor
Hubraum998ccm
Hub56mm
Bohrung75mm
Kühlungwassergekühlt
AntriebKette
Gänge6

Fahrleistungen

Leistung122 PS bei 5.500 U/Min
Drehmoment178 NM bei 3.800 U/Min
Höchstgeschw.175km/h
Tankinhalt23Liter
Verbrauch6l pro 100km
Reichweite368km
Leistung145 PS bei 10.500 U/Min
Drehmoment104 NM bei 8.250 U/Min
Höchstgeschw.230km/h
Tankinhalt16Liter
Verbrauch6l pro 100km
Reichweite325km

Fahrwerk

RahmenbauartRückgrat
Federung vorneUpside-Down-Federgabel (Federweg 130)mm
Federung hintenFox Einzelstoßdämpfer mit hydraulischer Verstellmöglichkeit (Federweg 114)mm
Aufhängung hintenZweiarmschwinge
Reifen vorne130/60 B 19 66 H
Reifen hinten180/60 R 16 80 H
RahmenbauartZentralrohrrahmen aus Stahl (mit Alu-Heckrahmen)
Federung vorneShowa Upside-Down Teleskopgabel 43mm (Federweg 109)mm
Federung hintenShowa Zentralfederbein (Federweg 131)mm
Aufhängung hintenEinarmschwinge aus Alu
Reifen vorne120/70-17
Reifen hinten190/55-17

Bremsen

Bremsen vorneDoppelscheiben / radiale 4-Kolben-Bremssättel ( Ø 320 mm)
Bremsen hintenEinfachscheibe / 2-Kolben-Bremssattel ( Ø 298 mm)
Bremsen vorneDoppelscheibe radial 4Kolben Festsattel ( Ø 310 mm)
Bremsen hintenEinzelscheibe Doppelkolben Schwimmsattel ( Ø 256 mm)

Fazit

Ist das eigentlich noch ein Motorrad oder schon ein zweirädriges Auto? Irgendetwas dazwischen, würden wir mal sagen. Mit "normalen" Motorrädern hat die Indian Pursuit jedenfalls wenig zu tun, das sieht man ihr schon im Stand an. Mit solch einem Gerät durch die Gegend zu cruisen, ist eine ganz herrliche Angelegenheit. Diese Kombination aus Kraft und Komfort haben wir selten so erlebt. Aber Achtung: Dazu sollte man schon ein gestandener Biker sein, die Pursuit ist nichts für Anfänger!
 
Die Testmaschine wurde uns von Powersport-Nord für diesen Test zur Verfügung gestellt. Danke für das Vertrauen! Sie steht dort als Vorführer und kann tatsächlich Probe gefahren werden. Wer mal Ostern und Weihnachten an einem Tag erleben will, sollte das tun. Ab geht's nach Appen bei Hamburg - viel Spaß!

Preis/Verfügbarkeit/Farben/Baujahre

  • Preis: 35.790€
  • Verfügbarkeit: seit 2022 
  • Farben: schwarz, blau, grau

MotorradTest.de auf YouTube

Indian Pursuit Dark Horse vs. Honda CB 1000 R Neo Sports Café – welcher Motorradtyp passt besser?

Wenn zwei Motorräder so unterschiedlich wirken wie die Indian Pursuit Dark Horse und die Honda CB 1000 R Neo Sports Café, geht es im Kern selten nur um Zahlen. Es geht um das Gefühl, um den Einsatzzweck und darum, wie sich die Maschinen im Alltag und auf längeren Strecken anfühlen. Genau das macht diesen Vergleich spannend: Auf der einen Seite steht ein komfortorientierter Tourer mit Fokus auf Ruhe, Schutz und Langstrecken-Feeling. Auf der anderen Seite eine moderne, kompakte und deutlich sportlichere Ausrichtung, die vor allem dort Spaß macht, wo es kurvig wird oder wo man das Motorrad gerne „direkt“ spürt.

Grundcharakter: Tourer-Gen vs. Café-Roadster-Attitüde

Die Indian Pursuit Dark Horse ist klar als Reise- und Komfortmaschine gedacht. Der Aufbau zielt darauf ab, dass längere Fahrten entspannter werden: mehr Windschutz, mehr „Fahrstuhl“-Komfort und ein Gesamtpaket, das sich wie gemacht anfühlt für Touren. Die Honda CB 1000 R Neo Sports Café dagegen wirkt wie ein Motorrad, das man nicht „nur“ bewegt, sondern aktiv fährt. Sie steht für eine aufgeräumte, sportliche Linie und eine Sitzposition, die zwar alltagstauglich sein kann, aber deutlich mehr Lust auf Dynamik macht.

Wie sich das in der Praxis zeigt

Im Vergleich der Fahrcharakteristik merkt man schnell: Die Indian spielt ihre Stärken eher in der gleichmäßigen, souveränen Fortbewegung aus. Die Honda dagegen bietet mehr unmittelbares Feedback – das Motorrad fühlt sich agiler an und lädt dazu ein, schneller zu reagieren. Wer häufig lange Strecken fährt oder sich auf Komfort und Schutz verlässt, wird bei der Indian eher das „Ankommen“ genießen. Wer dagegen kurze Wege, Stadtfahrten und kurvige Strecken bevorzugt, findet in der Honda meist die passendere Spielwiese.

Fahrkomfort und Ergonomie: Wer will wie sitzen?

Beim Thema Ergonomie unterscheiden sich die beiden Konzepte deutlich. Die Indian Pursuit Dark Horse ist auf entspannte Haltung ausgelegt. Das bedeutet: weniger Stress auf langen Etappen, ein ruhigeres Fahrgefühl und ein Setup, das auch bei längeren Fahrten nicht nach kurzer Zeit „fordert“. Die Honda CB 1000 R Neo Sports Café ist dagegen eher auf eine sportlichere Sitzhaltung ausgelegt. Das kann im Alltag super funktionieren, solange man die Fahrweise entsprechend wählt. Auf sehr langen Strecken kann die Indian daher im Komfortvorteil liegen, während die Honda eher mit ihrem lebendigen Charakter punktet.

Windschutz und Alltag

Ein großer Unterschied zeigt sich im Windschutz. Die Indian ist hier klar im Vorteil: Sie wirkt wie ein Motorrad, das den Fahrer spürbar vor Wind und Wetter abschirmt. Die Honda ist zwar nicht „unvernünftig“, aber sie ist stärker auf das konzentrierte Fahrerlebnis ausgerichtet. Wer häufig bei wechselnden Bedingungen unterwegs ist, profitiert bei der Indian oft mehr. Wer dagegen vor allem bei gutem Wetter fährt oder den direkten Kontakt zur Fahrt genießt, wird mit der Honda sehr zufrieden sein.

Motor und Antrieb: Charakter statt nur Leistung

Auch wenn man beim Motorradvergleich natürlich auf Leistungsdaten schaut, ist der eigentliche Unterschied der Motorcharakter. Die Indian wirkt in der Regel wie ein Motorrad, das Drehmoment und Ruhe in den Vordergrund stellt: gleichmäßig, souverän, mit dem Anspruch, dass man entspannt beschleunigt und die Strecke „mitnimmt“. Die Honda CB 1000 R Neo Sports Café ist dagegen stärker auf ein sportliches Ansprechverhalten ausgelegt. Sie fühlt sich oft dynamischer an, besonders wenn man das Gas weiter öffnet und das Motorrad aktiv in den Fahrfluss bringt.

Stärken und Schwächen im Vergleich

Indian Pursuit Dark Horse: Stärke ist die entspannte Art, mit der sie Tempo aufbaut und lange Fahrten angenehm macht. Schwäche kann sein, dass sie für Fahrer, die maximale „Handlichkeit“ und unmittelbare Sportlichkeit suchen, weniger „direkt“ wirkt als ein Naked Bike.

Honda CB 1000 R Neo Sports Café: Stärke ist die lebendige, reaktionsfreudige Art und das sportliche Gefühl im Alltag. Schwäche kann sein, dass der Komfortfokus im Vergleich zur Indian weniger stark ausgeprägt ist – vor allem dann, wenn die Strecke länger wird oder wenn man viel Autobahn fährt.

Fahrwerk, Bremsen und Handling: Stabilität vs. Agilität

Beim Handling geht es im Vergleich um zwei unterschiedliche Philosophien. Die Indian ist auf Stabilität und souveränes Geradeausfahren ausgelegt. Das macht sie besonders auf längeren Strecken angenehm, weil sie die Fahrbahn „ruhig“ vermittelt. Die Honda dagegen ist als Naked Bike konzipiert, das sich leichter in den Kurven bewegen lässt und das man gerne „führt“. Das bedeutet: mehr Agilität, mehr Gefühl für die Linie, oft auch mehr Spaß beim zügigen Fahren.

Bremsen und Fahrgefühl

Bei den Bremsen und dem Zusammenspiel aus Fahrwerk und Reifen zeigt sich meist ein ähnliches Bild: Beide Motorräder können sicher und kontrolliert gefahren werden, aber sie vermitteln das Gefühl unterschiedlich. Die Indian wirkt eher wie ein System, das Stabilität priorisiert. Die Honda fühlt sich oft sportlicher an und lässt sich präziser „dosieren“, wenn man dynamisch fährt. Wer häufig in wechselnden Geschwindigkeiten unterwegs ist, wird die Honda als agiler empfinden. Wer dagegen lange Strecken mit gleichmäßiger Fahrweise bevorzugt, wird die Indian als entspannter wahrnehmen.

Ausstattung und Praxisnutzen: Was zählt auf Tour?

Im Vergleich der Ausstattung geht es weniger um „besser“ oder „schlechter“, sondern um den Einsatzzweck. Die Indian Pursuit Dark Horse ist als Reiseplattform gedacht. Das spiegelt sich in Komfortdetails wider, die den Alltag und längere Fahrten angenehmer machen. Die Honda CB 1000 R Neo Sports Café ist dagegen stärker auf das Fahrerlebnis fokussiert: weniger „Reise-Overkill“, mehr Motorradgefühl. Je nachdem, wie man unterwegs ist, kann das ein Vorteil sein.

Reichweite, Verbrauch und Planung

Auch bei Verbrauch und Reichweite ist der Unterschied vor allem eine Frage der Fahrweise. Die Indian wird häufig als Motorrad gewählt, um gleichmäßig und entspannt zu fahren – dadurch kann sie sich bei Touren besonders stimmig anfühlen. Die Honda kann ebenfalls sparsam bewegt werden, aber sie lädt durch ihren Charakter eher dazu ein, das Tempo zu variieren. Wer häufig spontan fährt und nicht ständig plant, wird die Honda als unkompliziert erleben. Wer dagegen Touren mit klaren Etappen plant, profitiert oft von der Reiseausrichtung der Indian.

Für wen lohnt sich welches Motorrad?

Der Vergleich lässt sich am besten über die Frage „Wie wird gefahren?“ entscheiden. Die Indian Pursuit Dark Horse ist besonders passend für Fahrerinnen und Fahrer, die Komfort, Windschutz und souveräne Langstrecken-Performance suchen. Sie ist ideal, wenn das Motorrad nicht nur Transportmittel ist, sondern Teil des Reisegefühls. Die Honda CB 1000 R Neo Sports Café passt dagegen für alle, die ein Naked Bike wollen, das sich direkt anfühlt, schnell auf Befehle reagiert und auf kurvigen Strecken besonders viel Spaß macht.

Typische Szenarien

  • Indian: lange Strecken, entspanntes Cruisen, Touren mit Fokus auf Komfort und Schutz.
  • Honda: Stadt und Landstraße, kurvige Abschnitte, sportliches Fahren mit direktem Feedback.

Fazit:

Die Indian Pursuit Dark Horse ist die bessere Wahl, wenn Komfort, Windschutz und ein souveränes Reisegefühl im Vordergrund stehen. Sie eignet sich besonders für Fahrer, die häufig längere Strecken fahren oder einfach ein Motorrad möchten, das auch bei hoher Kilometerzahl entspannter bleibt. Die Honda CB 1000 R Neo Sports Café ist dagegen die passendere Option, wenn Agilität, unmittelbares Fahrgefühl und sportliche Dynamik wichtiger sind als maximaler Reise-Komfort. Wer ein Motorrad sucht, das sich leicht in den Alltag integrieren lässt und auf kurvigen Strecken besonders lebendig wirkt, wird mit der Honda mehr „Fahrspaß pro Kurve“ erleben. Kurz gesagt: Indian für die große Tour und entspanntes Cruisen, Honda für das aktive Fahren und die sportliche Interpretation des Naked-Bike-Gedankens.

An unhandled error has occurred. Reload 🗙