| UVP | 15.690 € | |
| Baujahr | von 2025 bis 2025 | |
| UVP | 20.400 € | |
| Baujahr | von 2022 bis 2024 | |
Pro und Kontra
- starker Motor
- bolleriger V2-Sound
- große Modell- und Ausstattungs-Anzahl
- überraschend gute Straßen- und Kurvenlage
- Bremse vorne unterdimensioniert
- Solositzer: Soziusfähigkeit nur mit Zubehör
- Wahsinns-Motor mit Raketen-Schubkraft
- fauchender Triple-Sound
- zupackende Brembo Stylema Bremsanlage
- volle Hütte inkl. semi-aktiven Fahrwerk von Öhlins
- nahezu einzigartiges Design
- sportlich fordernde Sitzposition
- Soziusbetrieb 1b
- Standgeräusch 98 db (konnte auch bei Pro stehen)
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 248 | kg |
| Radstand | 1.562 | mm |
| Länge | 2.206 | mm |
| Radstand | 1.562 | mm |
| Sitzhöhe: | 680 | mm |
| Höhe | 1.155 | mm |
| Gewicht | 199 | kg |
| Radstand | 1.439 | mm |
| Länge | 2.090 | mm |
| Radstand | 1.439 | mm |
| Sitzhöhe: | 830 | mm |
| Höhe | 1.120 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | V2 | |
| Hubraum | 1.250 | ccm |
| Hub | 74 | mm |
| Bohrung | 104 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Riemen | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | Dreizylinder-12V-DOHC-Reihenmotor | |
| Hubraum | 1.160 | ccm |
| Hub | 61 | mm |
| Bohrung | 90 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | X-Ring-Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 105 PS bei 7.250 U/Min | |
| Drehmoment | 108 NM bei 6.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 195 | km/h |
| Tankinhalt | 13 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 232 | km |
| Leistung | 180 PS bei 10.750 U/Min | |
| Drehmoment | 125 NM bei 9.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 245 | km/h |
| Tankinhalt | 16 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 246 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Stahlrohr | |
| Federung vorne | Telegabel 41mm (Federweg 120)mm | |
| Federung hinten | Stereofederbeine, Federbasis einstellbar (Federweg 76)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 130/60B19 61H | |
| Reifen hinten | 150/80B16 72H | |
| Rahmenbauart | Doppelrohrrahmen mit verschraubtem Heckrahmen | |
| Federung vorne | Voll einstellbare 43 mm Öhlins Up-Side-Down-Gabel, Öhlins S-EC 2.0 OBTi Fahrwerk mit elektronisch einstellbarer Zug- und Druckstufendämpfung (Federweg 120)mm | |
| Federung hinten | Öhlins Monoshock Hinterradaufhängung mit Umlenkung, Öhlins S-EC 2.0 OBTi Fahrwerk mit elektronisch einstellbarer Zug- und Druckstufendämpfung (Federweg 120)mm | |
| Aufhängung hinten | Alu-Einarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70 ZR17 | |
| Reifen hinten | 190/55 ZR17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Einzelscheibe, Zweikolben Schwimmsattel ( Ø 298 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Einkolben-Schwimmsattel ( Ø 298 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, Brembo Stylema Monoblock-Radialsättel, Kurven-ABS, radialer Handbremszylinder ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Brembo-Doppelkolbenschwimmsattel ( Ø 220 mm) | |
Fazit
Die Indian Scout Sport ist mehr als nur eine Alternative zu Cruisern von Harley Davidson. Sie ist eigenständig, hat eine wunderschöne Cruiser-Silhouette und fährt sich überraschend sportlich. Der V2 ist nicht nur kräftig, sondern auch kultiviert und dürfte auch Leuten gefallen, die mit den teils ruppigen älteren V2 nicht viel anfangen können. Der Preis geht in Ordnung, zumal man mit einer Indian auch ein wenig Extravaganz mitkauft.Die Testmaschine wurde uns freundlicherweise von Powersport Nord in Appen/Pinneberg bei Hamburg zur Verfügung gestellt. Powersport Nord ist seit April 2024 offizieller Indian-Dealer und hat eine große Ausstellungshalle mit vielen Modellen von Indian und von CF-Moto. Ein Besuch lohnt sich also, auch wenn man nur mal schauen will.
Fazit - was bleibt hängen
Was für ein Traumbike, die Speed Triple 1200RR! Vor allem der Motor und das Fahrwerk werden uns im Gedächtnis bleiben. Die Sitzposition allerdings auch: Wie gesagt, das ist nichts für Bandscheiben-Geschädigte oder die, die es werden wollen. Ansonsten ist das Konzept der RR relativ einzigartig. Lediglich die MV Agusta Superveloce verfolgt einen ähnlichen Ansatz: Optik Café-Racer, alles andere Racer-Racer. Wir hatten jedenfalls jede Menge Spaß mit der Triumph Speed Triple 1200 RR.Das Testbike wurde uns zur Verfügung gestellt von Triumph-Hamburg. Wer Bock hat auf eine Probefahrt: Dort steht sie als Vorführer und freut sich schon auf jede Menge Probefahrten, dazu ist sie schließlich da.
MotorradTest.de auf YouTube
Indian Scout Sport vs. Triumph Speed Triple 1200 RR – Vergleich
Wenn zwei Motorräder aus unterschiedlichen Welten kommen, wird der Vergleich besonders spannend. Die Indian Scout Sport steht für einen sportlich interpretierten Cruiser-Charakter: kompakt, markant und mit dem Anspruch, sich im Alltag genauso wohlzufühlen wie auf der Feierabendrunde. Die Triumph Speed Triple 1200 RR dagegen ist klar auf Performance und Agilität ausgelegt. Hier geht es um kompromisslose Straßen-Dynamik, präzises Handling und ein Setup, das auf sportliches Fahren getrimmt ist.
Im folgenden Vergleich werden die aufgelisteten Werte beider Modelle miteinander eingeordnet – ohne Zahlen-Fetisch, aber mit Blick auf das, was im Fahralltag wirklich zählt: Wie fühlt sich die Leistung an, wie arbeitet das Fahrwerk, wie stark greifen Bremsen und wie passen Sitzposition und Ergonomie zum jeweiligen Anspruch?
Grundcharakter: Cruiser-Nähe vs. Performance-Naked
Die Indian Scout Sport wirkt wie ein Motorrad, das bewusst zwischen Stil und Fahrspaß vermittelt. Der Aufbau ist auf Alltagstauglichkeit und ein souveränes, gut dosierbares Fahren ausgelegt. Das spürt man besonders dann, wenn die Strecke nicht nur aus Kurven besteht, sondern auch aus Verkehr, Ampeln und wechselnden Straßenbelägen.
Die Triumph Speed Triple 1200 RR ist dagegen ein Motorrad, das von der ersten Minute an nach „Straße, Tempo und Kontrolle“ klingt. Der Fokus liegt auf direkter Rückmeldung, sportlicher Sitzposition und einem Fahrgefühl, das sich wie gemacht anfühlt für zügige Passagen und dynamische Linienwahl.
Motor und Antrieb: Wie sich Leistung im Alltag anfühlt
Beim Vergleich der Motorwerte zeigt sich: Beide Motorräder sind leistungsorientiert, aber sie liefern den Charakter unterschiedlich. Die Indian Scout Sport setzt stärker auf ein gleichmäßiges, kraftvolles Ansprechverhalten, das sich gut für entspanntes Cruisen eignet. Wer gerne vorausschauend fährt und die Leistung aus dem Drehzahlbereich heraus nutzt, bekommt ein stimmiges Gesamtpaket.
Die Triumph Speed Triple 1200 RR zielt dagegen auf spürbare Dynamik und ein aggressiveres Leistungsbild. Die aufgelisteten Werte deuten darauf hin, dass das Motorrad besonders dann glänzt, wenn es sportlich bewegt wird: beim Beschleunigen aus Kurven, beim zügigen Überholen und bei Fahrten, bei denen man öfter „mehr“ möchte als nur „genug“.
Stärken und Schwächen im Motor-Feeling
- Indian Scout Sport: Stärke ist das gutmütige, alltagstaugliche Kraftgefühl. Schwäche kann sein, dass der „Kick“ weniger kompromisslos ausfällt, wenn der Fokus ausschließlich auf maximaler Sportlichkeit liegt.
- Triumph Speed Triple 1200 RR: Stärke ist die sportliche Durchzugskraft und das dynamische Ansprechverhalten. Schwäche kann sein, dass das Motorrad bei sehr entspanntem Fahren weniger „locker“ wirkt als ein cruiser-nahes Konzept.
Fahrwerk und Handling: Stabilität vs. Agilität
Beim Thema Fahrwerk und Handling zeigen die aufgelisteten Werte eine klare Tendenz: Die Indian Scout Sport ist auf ein ausgewogenes Fahrverhalten ausgelegt, das Komfort und Kontrolle verbindet. Das hilft besonders auf Straßen, die nicht perfekt sind – etwa bei Kopfsteinpflaster, grobem Asphalt oder wechselnden Belägen.
Die Triumph Speed Triple 1200 RR ist dagegen deutlich stärker auf sportliche Präzision getrimmt. Die Werte sprechen für ein Setup, das beim schnellen Richtungswechsel und beim zügigen Kurvenfahren mehr Reserven bietet. Wer gerne „arbeitet“ und das Motorrad aktiv einsetzt, wird hier sehr schnell ein direktes, kontrolliertes Gefühl bekommen.
Kurvenalltag: Wer liegt wo vorn?
- Indian Scout Sport: Vorteil bei flüssigem Fahren, wenn die Strecke abwechslungsreich ist und nicht jede Kurve „perfekt“ vorbereitet. Nachteil: Bei sehr ambitionierter Fahrweise kann die sportliche Spitze weniger stark ausfallen als bei der RR.
- Triumph Speed Triple 1200 RR: Vorteil bei sportlichem Tempo und präziser Linienführung. Nachteil: Wer vor allem entspannt unterwegs ist, merkt möglicherweise mehr „Sportmodus“ als „Alltagskomfort“.
Bremsen und Sicherheit: Vertrauen beim Verzögern
Die Bremswerte und das Gesamtpaket deuten darauf hin, dass beide Motorräder auf sicheres Verzögern ausgelegt sind. Die Triumph Speed Triple 1200 RR wirkt dabei wie die konsequentere Wahl, wenn häufig aus höheren Geschwindigkeiten verzögert wird oder wenn man sportlich in Kurven hineinbremst. Das Motorrad vermittelt dabei ein Gefühl von Kontrolle und Reserven.
Die Indian Scout Sport bietet ebenfalls solide Bremsleistung und lässt sich im Alltag gut dosieren. Gerade im Stadtverkehr und auf kürzeren Strecken ist das ein Pluspunkt, weil man nicht ständig „gegen“ das Motorrad arbeiten muss.
Stärken und Schwächen bei der Bremsdose
- Indian Scout Sport: Stärke ist die gut dosierbare Alltagsbremsung. Schwäche: Bei sehr sportlicher Fahrweise kann die maximale Bremsperformance weniger „überlegen“ wirken als bei der RR.
- Triumph Speed Triple 1200 RR: Stärke ist die sportliche Bremswirkung und das Vertrauen bei dynamischem Fahren. Schwäche: Wer selten sportlich bremst, nutzt das Potenzial möglicherweise nicht vollständig.
Ergonomie und Alltag: Sitzposition, Reichweite im Kopf und Komfort
Ergonomie ist mehr als nur „Sitzhöhe“. Die aufgelisteten Werte und das Konzept zeigen: Die Indian Scout Sport ist eher auf eine entspannte, cruiser-nahe Haltung ausgelegt. Das hilft, wenn längere Strecken oder häufige Stadtfahrten anstehen. Auch das Handling bei niedrigen Geschwindigkeiten wirkt dadurch oft zugänglicher.
Die Triumph Speed Triple 1200 RR setzt stärker auf eine sportliche Sitzposition. Das ist ideal, wenn man das Motorrad aktiv führt und die Kurvenarbeit im Vordergrund steht. Für sehr lange Touren kann das je nach Fahrstil und Körpergefühl trotzdem gut funktionieren – aber es ist eher ein Motorrad, das man „sportlich“ fährt, statt es nur zu „rollen“.
Wer profitiert von welcher Haltung?
- Indian Scout Sport: passt gut zu Fahrern, die ein stimmiges Gesamtgefühl aus Stil, Komfort und sportlicher Note suchen.
- Triumph Speed Triple 1200 RR: passt gut zu Fahrern, die maximale Straßenperformance wollen und das Motorrad gerne dynamisch bewegen.
Technik und Ausstattung: Was die Werte indirekt verraten
Auch wenn nicht jede technische Komponente im Alltag gleich spürbar ist, lassen die aufgelisteten Werte Rückschlüsse zu: Die Triumph Speed Triple 1200 RR wirkt wie das Modell, das stärker auf Performance-Features und sportliche Abstimmung setzt. Das zeigt sich typischerweise in einem Gesamtpaket, das präzise Rückmeldung liefert und sportliche Fahrmanöver unterstützt.
Die Indian Scout Sport wirkt dagegen wie ein Motorrad, das die Balance zwischen Charakter und Alltagstauglichkeit priorisiert. Das ist besonders dann attraktiv, wenn man nicht nur „schnell“ fahren möchte, sondern auch ein Motorrad sucht, das sich im Alltag unkompliziert anfühlt.
Fazit: Welches Motorrad ist für wen die bessere Wahl?
Die Indian Scout Sport ist die stimmige Wahl für alle, die ein Motorrad mit markantem Cruiser-Charakter und sportlicher Note suchen, das sich im Alltag leichtfüßig bewegt. Wer häufig in der Stadt unterwegs ist, abwechslungsreiche Strecken fährt und dabei ein gut dosierbares, souveränes Fahrgefühl bevorzugt, bekommt hier ein Motorrad, das Spaß macht, ohne ständig nach „Sportmodus“ zu verlangen. Die Stärken liegen im ausgewogenen Handling und im alltagstauglichen Kraftgefühl; wer jedoch ausschließlich maximale Performance und kompromisslose Sportlichkeit erwartet, könnte sich bei sehr ambitionierter Fahrweise weniger stark abgeholt fühlen.
Die Triumph Speed Triple 1200 RR ist dagegen ideal für Fahrer, die auf der Straße spürbar mehr wollen: dynamisches Ansprechverhalten, präzises Handling und ein Setup, das sportliche Manöver unterstützt. Wer Kurven aktiv fährt, öfter zügig unterwegs ist und beim Bremsen sowie in schnellen Passagen Reserven schätzt, wird mit der RR deutlich mehr „Performance-Feeling“ erleben. Kurz gesagt: Scout Sport für ausgewogenen Alltag und cruiser-nahes Fahrvergnügen, Speed Triple 1200 RR für maximale Straßen-Dynamik und sportliche Ambitionen.