| UVP | 8.195 € | |
| Baujahr | von 2017 bis 2026~ | |
| UVP | 21.599 € | |
| Baujahr | von 2018 bis 2025 | |
Pro und Kontra
- wendiges Bike mit viel Fahrspaß
- vernünftige Sitzposition
- gute Verarbeitung
- TFT-Display mit Handy-Connect
- Leistung okay, aber kein Burner
- reichlich Power
- üppige Ausstattung
- gute Bedienbarkeit
- guter Reisekofort für Fahrer und Sozius
- gelungene Deitails
- reichlich Zubeör verfügbar
- hoher, aber in dieser Klasse nicht ungewöhnlicher Preis
- etwas eigenwillige Frontmaske (Geschmackssache)
- für manchen vielleicht etwas Techniküberladen
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 193 | kg |
| Radstand | 1.410 | mm |
| Länge | 2.055 | mm |
| Radstand | 1.410 | mm |
| Sitzhöhe: | 790 | mm |
| Höhe | 1.135 | mm |
| Gewicht | 243 | kg |
| Radstand | 1.560 | mm |
| Länge | 2.250 | mm |
| Radstand | 1.560 | mm |
| Sitzhöhe: | 849-869 | mm |
| Höhe | 1.520 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Reihe | |
| Hubraum | 649 | ccm |
| Hub | 60 | mm |
| Bohrung | 83 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | 2-Zylinder, 4-Takt, V 75° | |
| Hubraum | 1.301 | ccm |
| Hub | 71 | mm |
| Bohrung | 108 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 68 PS bei 8.000 U/Min | |
| Drehmoment | 66 NM bei 6.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 205 | km/h |
| Tankinhalt | 15 | Liter |
| Leistung | 160 PS bei 9.000 U/Min | |
| Drehmoment | 138 NM bei 6.750 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 250 | km/h |
| Tankinhalt | 23 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 404 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Gitterrohr | |
| Federung vorne | 41-mm-Teleskopgabel (Federweg 125)mm | |
| Federung hinten | Monofederbein (Federweg 130)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70ZR17M/C (58W) | |
| Reifen hinten | 160/60ZR17M/C (69W) | |
| Rahmenbauart | Gitterrohr | |
| Federung vorne | Semi-aktive WP-USD-Gabel Ø 48 mm (Federweg 200)mm | |
| Federung hinten | Semi-aktives WP-Monoshock-Federbein (Federweg 200)mm | |
| Aufhängung hinten | Druckguss-Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70 ZR19 | |
| Reifen hinten | 170/60 ZR17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen hinten | Scheibe ( Ø 220 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe Brembo Vierkolben-Radialfestsattel ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Brembo Zweikolben-Festsattel ( Ø 267 mm) | |
Fazit
Wir haben die Kawasaki Ninja 650 deutlich unterschätzt. Der Fahrspaß auf diesem Sportler ist enorm, auch wenn wir sie nicht als Super-Sportler bezeichnen würden. Dafür ist die Sitzposition (zum Glück!) nicht so radikal und eben deshalb eignet sich die Ninja 650 auch nicht nur für die Rennstrecke, sondern vor allem auch für Landstraße, Autobahn und Stadt. Sie ist gut verarbeitet und technisch einfach ausgestattet. Da wird kaum etwas kaputt gehen können, man wird jahrelang Spaß haben können mit diesem günstigen Bike. Preis/Leistung ist wirklich Top!Das Testbike wurde uns wieder einmal von Heller & Soltau zur Verfügung gestellt. Heller & Soltau ist ein großer Kawasaki-Händler in Norddeutschland (St. Michaelisdonn) und stellt viele Kawasaki-Bikes als Vorführer zur Verfügung - und übrigens auch Husqvarna-Maschinen, wie die neue Norden 901 Expedition, die wir demnächst auch mal unter unsere Fittiche nehmen werden.
Fazit - was bleibt hängen
Na gut, schlechte Motorräder werden heutzutage in dieser Klasse eigentlich ohnehin nicht mehr gebaut. Was bleibt da also noch zu sagen? Man muss die Fehler schon mit der Lupe suchen. Aber auch das haben wir natürlich gemacht und erwähnen daher folgende Kritikpunkte: Das Fach für das Mobiltelefon fällt für zahlreiche Modelle leider zu klein aus. Aus Sicht einer Reisemaschine wäre auch ein Kardan nett – aber klar es ist eben ´ne KTM.
Die Optik gerade der Frontmaske ist nicht jedermanns Sache – aber das fällt nun wirklich unter die Rubrik Geschmacksfrage. Der Kaufpreis ist recht üppig, aber auch damit ist die KTM nicht alleine. Kommen wir also zur Einstiegsfrage zurück, ob die KTM 1290 Super Adventure S der neue Maßstab ist. Der neue Maßstab ist vielleicht sehr ambitioniert ausgedrückt. Aber mithalten mit den großen Konkurrenzmaschinen aus diesem Segment kann die KTM allemal. Und man gewinnt fast den Eindruck, die Unterschiede werden immer kleiner.
Die Testmaschine wurde uns zur Verfügung gestellt von Motorrad Ruser.
MotorradTest.de auf YouTube
Kawasaki Ninja 650 vs KTM 1290 Super Adventure S: Vergleich für unterschiedliche Ansprüche
Wenn zwei Motorräder so deutlich unterschiedliche Philosophien verfolgen, wird der Vergleich besonders spannend. Die Kawasaki Ninja 650 steht für ein agiles, leicht zu beherrschendes Motorrad, das sich im Alltag und auf der Landstraße schnell heimisch anfühlt. Die KTM 1290 Super Adventure S dagegen ist auf große Touren, hohe Ansprüche und souveräne Performance ausgelegt. Wer sich zwischen diesen beiden Modellen entscheidet, sucht im Grunde nach der passenden Rolle: eher sportlich-präzise oder eher komfortabel-reiseorientiert – mit entsprechendem Charakter.
Grundidee und Einsatzprofil: vom Feierabend bis zur großen Tour
Die Ninja 650 ist ein Motorrad, das man gern „einfach fährt“. Die Maschine wirkt unkompliziert, die Bedienung ist intuitiv, und das Fahrgefühl ist darauf ausgelegt, dass man schnell Vertrauen aufbaut. Gerade auf kurzen Strecken, im Stadtverkehr und auf kurvigen Abschnitten zeigt sich die Stärke: Das Motorrad bleibt handlich, reagiert direkt und lädt dazu ein, die Strecke zu genießen.
Die KTM 1290 Super Adventure S spielt in einer anderen Liga. Sie ist gebaut für lange Tage, wechselnde Bedingungen und hohe Geschwindigkeiten. Das Motorrad fühlt sich wie ein Reisegerät an, das auch dann noch Reserven hat, wenn die Tour anspruchsvoll wird. Wer häufig Autobahn fährt, weite Strecken plant oder einfach gern „komfortabel zügig“ unterwegs ist, findet hier eine klare Ausrichtung.
Motorcharakter: wie sich Leistung anfühlt
Der größte Unterschied zwischen beiden Motorrädern liegt im Motorcharakter. Die Kawasaki Ninja 650 vermittelt ein sportliches, aber kontrollierbares Gefühl. Die Leistungsentfaltung wirkt so, dass man sie gut dosieren kann – ideal, wenn man dynamisch fahren möchte, ohne ständig das Gefühl zu haben, zu viel auf einmal zu bekommen. Das macht die Ninja 650 besonders attraktiv für Fahrer, die gern Kurven fahren, aber auch im Alltag entspannt bleiben wollen.
Die KTM 1290 Super Adventure S ist dagegen auf Durchzug und souveräne Kraft ausgelegt. Der Motor liefert spürbar mehr Reserven und sorgt dafür, dass Überholmanöver und Beschleunigungen auch bei höheren Geschwindigkeiten leicht wirken. Gleichzeitig kann das Motorrad durch seine Leistungsstärke auch anspruchsvoller sein: Wer das Potenzial nicht nutzt oder nicht bewusst dosiert, merkt schneller, dass das Motorrad „mehr kann“, als man im Alltag häufig braucht.
Stärken und Schwächen beim Antrieb
- Ninja 650: Stärken liegen in der gutmütigen, sportlichen Abstimmung und dem harmonischen Zusammenspiel aus Leistung und Fahrbarkeit. Schwäche: Wer konsequent hohe Performance sucht, wird die Grenzen schneller erreichen.
- 1290 Super Adventure S: Stärken liegen in der Kraftreserve, dem souveränen Durchzug und dem Gefühl, auch lange Strecken mit Tempo locker zu bewältigen. Schwäche: Das Motorrad ist weniger „leichtfüßig“ im Alltag, weil die Dimensionen und die Leistungscharakteristik mehr Aufmerksamkeit verlangen.
Fahrwerk und Handling: Agilität vs. Stabilität
Beim Handling zeigt sich die unterschiedliche Zielsetzung sehr deutlich. Die Ninja 650 wirkt wie gemacht für flüssiges Fahren. In Kurven bleibt sie berechenbar, die Linie lässt sich sauber halten, und das Motorrad vermittelt ein direktes Feedback. Gerade wenn die Strecke abwechslungsreich ist, spielt die Agilität ihre Vorteile aus: Man kann zügig fahren, ohne dass das Motorrad „zu groß“ oder zu träge wirkt.
Die KTM 1290 Super Adventure S setzt stärker auf Stabilität und Kontrolle bei höheren Geschwindigkeiten. Das Fahrwerk ist auf Komfort und Sicherheit ausgelegt, damit auch längere Etappen nicht anstrengend werden. In schnellen Kurven und auf Autobahnabschnitten fühlt sich das Motorrad besonders souverän an. Gleichzeitig kann das Handling im engen Stadtverkehr oder bei sehr langsamen Manövern weniger spielerisch wirken – nicht weil es schlecht wäre, sondern weil das Konzept ein anderes ist.
Kurvengefühl im Vergleich
Die Ninja 650 punktet mit einem sportlichen, „leicht zu aktivierenden“ Fahrgefühl. Die KTM punktet mit Ruhe und Stabilität, besonders wenn die Geschwindigkeit steigt oder die Strecke unruhiger wird. Wer häufig kurvige Landstraßen fährt und gern „präzise“ statt „groß“ unterwegs ist, wird die Kawasaki als angenehmer empfinden. Wer dagegen Touren plant, bei denen Tempo und Komfort zusammenkommen, wird die KTM bevorzugen.
Bremsen und Fahrassistenz: Vertrauen in jeder Situation
Bei der Bremsleistung geht es nicht nur um reine Verzögerung, sondern auch um Dosierbarkeit und Feedback. Die Ninja 650 bietet ein Setup, das sich für sportliches Fahren gut anfühlt: Bremsen lassen sich kontrolliert einsetzen, und das Motorrad bleibt dabei stabil. Für den Alltag und die meisten sportlichen Ausfahrten ist das ein stimmiges Gesamtpaket.
Die KTM 1290 Super Adventure S ist stärker auf ein „Sicherheitsnetz“ ausgelegt. Durch die Kombination aus leistungsfähiger Bremsanlage und moderner Elektronik entsteht ein Gefühl von Kontrolle, auch wenn die Situation dynamisch wird. Gerade bei wechselnden Bedingungen oder wenn man zügig fährt, kann das den Unterschied machen. Allerdings gilt: Je mehr Systeme und je mehr Leistung im Spiel sind, desto wichtiger ist es, die eigenen Fahrgewohnheiten anzupassen.
Elektronik und Komfort: moderne Unterstützung vs. unkomplizierte Praxis
Die Ninja 650 ist eher der Typ „einfach fahren“. Die Elektronik unterstützt, ohne das Motorrad zu sehr zu „verkomplizieren“. Das ist ein Pluspunkt, wenn man sich auf das Wesentliche konzentrieren möchte: Linie, Gas und Gefühl. Gerade für Einsteiger oder für Fahrer, die ein Motorrad suchen, das nicht ständig erklärt werden muss, ist das attraktiv.
Die KTM 1290 Super Adventure S setzt deutlich stärker auf Elektronik und Komfortfeatures. Das Motorrad ist darauf ausgelegt, dass man auch nach vielen Stunden noch konzentriert bleibt. Auf langen Strecken kann das sehr angenehm sein, weil das Motorrad die Arbeit abnimmt: Stabilität, Traktion und Fahrmodi helfen dabei, das Tempo passend zu wählen.
Stärken und Schwächen bei Elektronik
- Ninja 650: Stärken: klare Bedienung, unkomplizierte Unterstützung, Fokus auf Fahrgefühl. Schwäche: weniger „Tour-Assistenz“ im Sinne eines großen Reiseelektronikpakets.
- 1290 Super Adventure S: Stärken: umfangreiche Unterstützung, Komfort und Kontrolle auf langen Strecken. Schwäche: mehr Komplexität – wer es minimalistisch mag, könnte sich weniger „pur“ fühlen.
Sitzposition und Ergonomie: Alltagstauglichkeit vs. Langstreckenkomfort
Die Sitzposition der Ninja 650 ist sportlich, aber alltagstauglich. Das Motorrad wirkt so, als wäre es für regelmäßige Fahrten gemacht: Man sitzt aktiv, erreicht Bedienelemente gut und kann sich auf der Landstraße schnell wohlfühlen. Für kürzere bis mittlere Touren ist das ein stimmiges Konzept.
Die KTM 1290 Super Adventure S ist deutlich stärker auf Langstrecke ausgelegt. Die Ergonomie ist darauf optimiert, dass man auch nach mehreren Stunden nicht „zusammenfällt“. Dazu kommt das Reise-Feeling: Windschutz, Komfort und die Art, wie das Motorrad die Strecke „glättet“, machen die KTM besonders interessant für Fahrer, die regelmäßig weiter weg wollen.
Alltag und Wirtschaftlichkeit: wie sich die Motorräder im Alltag verhalten
Im Alltag spielt die Ninja 650 ihre Vorteile aus: Sie ist leichter im Handling, wirkt wendiger und lässt sich im Alltag entspannter bewegen. Das macht sie attraktiv, wenn das Motorrad nicht nur für Wochenendtouren gedacht ist, sondern auch für den Weg zur Arbeit oder für spontane Ausfahrten.
Die KTM 1290 Super Adventure S ist im Alltag weniger „kurz und spontan“, sondern eher „bereit für die nächste große Etappe“. Das Motorrad ist zwar fahrbar, aber es bringt mehr Masse und mehr Anspruch mit. Dafür wird man auf Touren mit einem sehr souveränen Gesamtpaket belohnt.
Welches Motorrad passt zu welchem Fahrstil?
Die Entscheidung zwischen Kawasaki Ninja 650 und KTM 1290 Super Adventure S ist weniger eine Frage von „besser“ und mehr eine Frage von „passend“. Die Ninja 650 ist ideal, wenn ein Motorrad gesucht wird, das sportlich wirkt, sich leicht anfühlt und auf der Landstraße Spaß macht – ohne dass man ständig an Grenzen stößt. Sie ist außerdem eine gute Wahl, wenn man ein Motorrad möchte, das sich auch im Alltag gut bewegt und nicht zu viel „Maschine“ für den Alltag ist.
Die KTM 1290 Super Adventure S ist die richtige Wahl, wenn Touren im Vordergrund stehen: lange Strecken, Autobahnanteile, wechselnde Bedingungen und der Wunsch nach Komfort und Reserven. Wer gern zügig fährt und dabei ein Motorrad möchte, das stabil bleibt und moderne Unterstützung bietet, findet in der KTM ein sehr stimmiges Gesamtbild.
Typische Käuferprofile
- Ninja 650: Fahrer, die Agilität, sportliches Gefühl und unkomplizierte Praxis suchen – für Kurven, Feierabend und regelmäßige Fahrten.
- 1290 Super Adventure S: Fahrer, die Komfort, Stabilität und Leistung für lange Touren priorisieren – mit dem Anspruch, auch bei Tempo und Distanz entspannt zu bleiben.
Fazit:
Die Kawasaki Ninja 650 ist das Motorrad für alle, die ein sportliches, leicht zu beherrschendes Bike suchen, das im Alltag und auf der Landstraße schnell Freude macht. Ihr Vorteil liegt in der unkomplizierten Fahrbarkeit, dem direkten Handling und dem harmonischen Motorcharakter, der dynamisches Fahren erlaubt, ohne ständig zu überfordern. Wer häufig kürzere Strecken fährt, gern Kurven genießt und ein Motorrad möchte, das sich „einfach gut anfühlt“, trifft mit der Ninja 650 eine sehr passende Wahl.
Die KTM 1290 Super Adventure S ist dagegen die bessere Wahl für Fahrer, die regelmäßig große Touren planen und dabei Komfort, Stabilität und Leistungsreserven brauchen. Die KTM wirkt wie ein Reisegerät: souverän bei Tempo, unterstützt durch moderne Elektronik und ausgelegt für lange Etappen. Wer Autobahn und weite Strecken liebt und ein Motorrad sucht, das auch nach vielen Stunden noch entspannt, trifft mit der KTM den richtigen Ton.