UVP 18.995 €
Baujahr von 2005 bis 2026~
UVP 10.200 €
Baujahr von 2018 bis 2024
Schon mal auf einer Rakete gesessen?
Weiter zum Testbericht

Pro und Kontra

Pro:
  • brachiale Leistung
  • exzellentes Fahrwerk
  • moderne Elektronik
  • hochwertige Verarbeitung
  • starke Bremsen
Kontra:
  • extreme Ergonomie
  • brutale Kraftentfaltung
  • Sozius geht gar nicht
Pro:
  • Verarbeitung
  • Durchzug
  • Langstreckenkomfort, auch für Sozius
  • Verarbeitung
Kontra:
  • Preispolitik
  • Windschutz

Abmessungen & Gewicht

Gewicht209kg
Radstand1.450mm
Länge2.085mm
Radstand1.450mm
Sitzhöhe: 825 mm
Höhe1.180mm
Gewicht224kg
Radstand1.559mm
Länge2.255mm
Radstand1.559mm
Sitzhöhe: 815 mm
Höhe1.225mm

Motor

Motor-BauartFlüssigkeitsgekühlter Viertakt-Reihenvierzylinder
Hubraum998ccm
Hub55mm
Bohrung76mm
Kühlungflüssig
AntriebKette
Gänge6
Motor-BauartWassergekühlter 2-Zylinder-Viertaktmotor mit vier über Schlepphebel betätigten Ventilen pro Zylinder, zwei obenliegenden Nockenwellen und Trockensumpf
Hubraum853ccm
Bohrung84mm
Kühlungwassergekühlt
AntriebKette

Fahrleistungen

Leistung196 PS bei 13.000 U/Min
Drehmoment110 NM bei 11.400 U/Min
Höchstgeschw.330km/h
Tankinhalt17Liter
Verbrauch6l pro 100km
Reichweite274km
Leistung77 PS bei 7.500 U/Min
Drehmoment83 NM bei 4.500 U/Min
Höchstgeschw.190km/h
Tankinhalt15Liter
Verbrauch4l pro 100km
Reichweite366km

Fahrwerk

RahmenbauartBrückenrahmen
Federung vorne43-mm-Upside-Down-Gabel (Balance Free Front Fork) mit externer Druckkammer, Top-Out-Federn, Druck-/ Zugstufendämpfung und Federbasis einstellbar (Federweg 120)mm
Federung hinten Horizontale Back-Link-Hinterradfederung (Federweg 107)mm
Aufhängung hintenZweiarmschwinge
Reifen vorne120/70ZR17M/C (58W)
Reifen hinten190/55ZR17M/C (75W)
RahmenbauartStahlbrückenrahmen in Schalenbauweise
Federung vorne Teleskopgabel, Ø 41 mm (Federweg 151)mm
Federung hintenAluminium-Zweiarmschwinge (Federweg 177)mm
Aufhängung hintendirekt angelenktes Zentralfederbein
Reifen vorne110/80 R19
Reifen hinten150/70 R17

Bremsen

Bremsen vorne2 halbschwimmend gelagerte 330-mm-Doppel-Bremsscheiben, radial montierte Vierkolben Brembo M50-Bremssättel ( Ø 330 mm)
Bremsen hinten220-mm-Einzel-Bremsscheibe, Einkolbenbremssattel ( Ø 220 mm)
Bremsen vorneDoppelscheibenbremse ( Ø 305 mm)
Bremsen hintenEinscheibenbremse ( Ø 265 mm)

Fazit: kein Alleskönner, sondern ein Spezialist mit Gänsehaut-Faktor

Die Kawasaki Ninja ZX-10R Modell 2026 ist ein Motorrad für Leute, die wissen, was sie wollen. Sie ist nicht die bequemste, nicht die günstigste und ganz sicher nicht die vernünftigste Wahl. Aber sie ist eine verdammt faszinierende. Der Motor hat Druck und Charakter, das Fahrwerk arbeitet präzise, die Bremsen sind stark, die Elektronik ist umfangreich und die neue Aerodynamik verleiht ihr noch mehr Ernsthaftigkeit. Im Alltag fordert sie Kompromisse, auf der Rennstrecke zahlt sie diese mit breitem Grinsen zurück.

Wer einen entspannten Sporttourer sucht, sollte weitergehen. Wer aber einen echten Supersportler will, der nach Rennstrecke riecht, nach Drehzahl schreit und bei jeder schnellen Kurve klar macht, warum Kawasaki mit der Ninja-Historie so viel Prestige aufgebaut hat, bekommt hier ein richtig starkes Paket. Die ZX-10R 2026 ist keine Maschine für halbe Sachen. Sie ist laut in ihrer Haltung, präzise in ihrer Technik und herrlich unvernünftig in ihrer Wirkung. Kurz gesagt: Sie ist genau das Motorrad, das man nicht braucht, aber ziemlich dringend fahren möchte.

Das Testbike wurde uns freundlicherweise von Motorrad Ruser in Haseldorf für diesen Test zur Verfügung gestellt. Dort steht die neue ZX-10 R als Vorführer und freut sich auf Probefahrer. Die Strecken rund um Haseldorf eignen sich perfekt für eine ausgiebige Proberunde, also auf gehts zu Motorrad Ruser.

Preis/Verfügbarkeit/Farben/Baujahre

  • Preis: 18.995 €
  • Gebraucht (3 Jahre alt): 16.000 €
  • Baujahre: 2004 - heute
  • Farben: Grün, Schwarz

Fazit - ein Bike ohne große Schwächen

Und nun, ist die BMW eine Kaufempfehlung? Ja, ist sie. Sie eignet sich für Anfänger, kleinere Personen und langweilt erfahrene Piloten nicht. Ihr Langstreckenkomfort (mit einem größeren Windschild) ist hervorragend, ausreichend spritzig ist sie auch.

Die 2.500 Euro Preisunterschied zur BMW F 850 GS sollten eigentlich jede Kaufempfehlung stärken. Hier jedoch reichen sie gerade dazu aus, die Preispolitik nicht vollends zu verdammen. Wenn man sie sich leisten kann und will, erhält man ein nahezu universell einsetzbares Bike mit sehr guter Verarbeitung.

Das Testbike wurde uns von Bergmann & Söhne in Pinneberg zur Verfügung gestellt. 

Preis / Verfügbarkeit / Farben / Baujahre

  • Preis: 9.350 €
  • Gebraucht (1 Jahr alt): 9.000€
  • Baujahre: seit 2018
  • Verfügbarkeit: mittel
  • Farben: weiß, silber, gelb

MotorradTest.de auf YouTube

Kawasaki Ninja ZX-10 R vs. BMW F 750 GS: Vergleich von Sportperformance und Reiseenduro-Charakter

Wenn zwei Motorräder so unterschiedlich wirken wie die Kawasaki Ninja ZX-10 R und die BMW F 750 GS, wird der Vergleich spannend: Hier steht eine kompromisslos sportliche Ausrichtung im Fokus, dort eine alltagstaugliche Reiseenduro-Logik. Beide Bikes können begeistern – aber auf sehr verschiedene Art. Genau darum geht es in diesem Vergleich: Welche Stärken zeigen sich im Fahrbetrieb, wo liegen die typischen Schwächen, und welches Motorrad passt besser zu welchem Fahrstil?

Grundcharakter: Sportbike vs. Reiseenduro

Die Kawasaki Ninja ZX-10 R ist klar als Sportmaschine gedacht. Der Fokus liegt auf dynamischer Beschleunigung, agiler Linienführung und einem Fahrgefühl, das Kurven und Tempo in den Mittelpunkt stellt. Das Motorrad ist darauf ausgelegt, sportlich gefahren zu werden – und belohnt Fahrer, die das Potenzial aktiv nutzen.

Die BMW F 750 GS dagegen folgt dem Konzept „Allround für unterwegs“. Sie ist weniger auf maximale Spitzenleistung getrimmt, sondern auf ein stimmiges Gesamtpaket aus Komfort, Alltagstauglichkeit und einem Fahrstil, der auch längere Strecken entspannt machbar macht. Die GS-typische Positionierung zielt darauf ab, dass man nicht nur auf der perfekten Straße Spaß hat, sondern auch auf wechselnden Untergründen sicher unterwegs ist.

Motor- und Leistungsgefühl: Wie sich Dynamik anfühlt

Im direkten Vergleich zeigt sich der Unterschied im Charakter der Motorisierung. Die Ninja ZX-10 R steht für ein sportliches Leistungsbild, das sich besonders beim zügigen Beschleunigen und beim dynamischen Herausbeschleunigen aus Kurven bemerkbar macht. Das Bike wirkt dabei wie gemacht für Situationen, in denen man Tempo aufbauen will und das Motorrad die Fahrdynamik spürbar unterstützt.

Die F 750 GS spielt ihre Stärken eher in einem gleichmäßigen, gut dosierbaren Fahrgefühl aus. Statt „alles auf einmal“ zu liefern, unterstützt sie einen souveränen Rhythmus – ideal für Fahrten, bei denen man nicht permanent am Limit arbeitet, sondern entspannt vorankommt. Dadurch wirkt sie im Alltag oft stressfreier, während die Ninja ZX-10 R im sportlichen Betrieb deutlich mehr „Kick“ vermittelt.

Stärken und Schwächen im Leistungsvergleich

Stärken der Ninja ZX-10 R: spürbare Sportdynamik, starkes Beschleunigungsgefühl und ein Fahrverhalten, das sportliche Manöver unterstützt.

Schwächen der Ninja ZX-10 R: wer primär entspannt fahren möchte oder häufig im Stadtverkehr unterwegs ist, merkt schneller, dass die sportliche Auslegung nicht immer die bequemste Wahl ist.

Stärken der F 750 GS: gut kontrollierbares Leistungsgefühl, alltagstaugliche Fahrbarkeit und ein Konzept, das auch längere Strecken angenehm macht.

Schwächen der F 750 GS: wer vor allem maximale Sportdynamik sucht, wird die sportliche „Wucht“ der ZX-10 R eher vermissen.

Fahrwerk und Handling: Agilität vs. Stabilität

Beim Handling trennen sich die Wege deutlich. Die Kawasaki Ninja ZX-10 R ist auf sportliche Präzision ausgelegt. Das Fahrwerk und die Geometrie zielen darauf ab, dass das Motorrad in Kurven schnell „mitgeht“ und die Linie sauber hält. Das macht sie besonders interessant für Fahrer, die Kurvenarbeit mögen und das Motorrad aktiv bewegen.

Die BMW F 750 GS setzt stärker auf Stabilität und Alltagstauglichkeit. Das Fahrwerk ist so abgestimmt, dass es Unebenheiten besser „wegsteckt“ und das Motorrad auch auf längeren Strecken kontrolliert bleibt. Dadurch wirkt die GS weniger wie ein reines Kurvenwerkzeug und mehr wie ein zuverlässiger Begleiter.

Wie sich das im Alltag bemerkbar macht

In schnellen, sportlichen Passagen spielt die Ninja ZX-10 R ihre Vorteile aus: Sie fühlt sich direkter an und unterstützt zügiges Fahren. Die F 750 GS bleibt dabei nicht „langsam“, aber sie ist eher auf einen souveränen, ruhigen Stil ausgelegt. Wer häufig zwischen Stadt, Landstraße und gelegentlichen Schotter- oder schlechten Straßen wechselt, profitiert von der GS-typischen Gelassenheit.

Bremsen und Sicherheit: Vertrauen beim Anbremsen

Beide Motorräder sind so konzipiert, dass sie in ihrem jeweiligen Einsatzbereich sicher funktionieren. Die Ninja ZX-10 R profitiert von einer sportlichen Bremsauslegung, die beim zügigen Anbremsen und beim dynamischen Fahren ein hohes Maß an Vertrauen vermittelt. Das ist besonders dann spürbar, wenn man wiederholt stark verzögert und das Motorrad dabei stabil bleibt.

Die BMW F 750 GS setzt auf ein sicheres, gut dosierbares Bremsgefühl, das im Alltag und auf wechselndem Untergrund überzeugt. Gerade wenn man nicht immer maximal sportlich fährt, ist diese Art von Bremsverhalten oft angenehmer, weil sie sich intuitiv in den Fahrstil einfügt.

Stärken und Schwächen bei der Bremsdynamik

Ninja ZX-10 R: Stärken liegen im sportlichen Ansprechverhalten und in der Unterstützung bei dynamischer Fahrweise. Schwächen zeigen sich eher indirekt: Wer das Motorrad nicht sportlich nutzt, braucht diese „Bissigkeit“ nicht zwingend.

F 750 GS: Stärken liegen in der Alltagstauglichkeit und der gut kontrollierbaren Dosierbarkeit. Schwächen sind eher dort zu finden, wo maximale Sportperformance gefragt ist.

Komfort und Sitzposition: Wie lange macht das Spaß?

Hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Die Kawasaki Ninja ZX-10 R ist sportlich ausgelegt, was sich in einer eher sportlichen Sitzposition und einem Fokus auf dynamische Kontrolle zeigt. Das kann auf kurzen bis mittleren Strecken großartig sein – aber auf langen Fahrten oder bei häufigem Stadtverkehr kann die sportliche Haltung weniger entspannend wirken.

Die BMW F 750 GS ist auf Komfort und Langstrecke ausgelegt. Die Sitzposition wirkt weniger „eingespannt“, und das Motorrad ist darauf vorbereitet, dass man auch über längere Zeit konzentriert und entspannt unterwegs ist. Dadurch passt sie besonders gut zu Fahrern, die regelmäßig weitere Strecken planen oder einfach einen angenehmen Alltag suchen.

Windschutz, Ergonomie und Alltag

Auch wenn beide Bikes grundsätzlich für unterschiedliche Einsatzzwecke gedacht sind, zeigt sich im Alltag ein klarer Unterschied: Die GS fühlt sich häufiger „rund“ an, wenn man nicht nur sportlich unterwegs ist. Die Ninja ZX-10 R ist dagegen die Wahl, wenn man das Motorrad als sportliches Werkzeug versteht und die Fahrdynamik bewusst auslebt.

Ausstattung und Praxis: Was bringt das Motorrad wirklich mit?

Bei der Ausstattung geht es weniger um „besser oder schlechter“, sondern um Prioritäten. Die Ninja ZX-10 R ist typischerweise auf sportliche Kontrolle und Performance ausgelegt. Das zeigt sich in der Art, wie das Motorrad auf dynamisches Fahren reagiert und wie die Technik den sportlichen Anspruch unterstützt.

Die BMW F 750 GS ist stärker auf Praxis und Vielseitigkeit ausgelegt. Dazu gehört, dass sie sich als Reise- und Tourenmaschine versteht – mit einem Setup, das für unterschiedliche Streckenbedingungen und längere Fahrten ausgelegt ist. Wer regelmäßig plant, Gepäck oder Zubehör nutzt oder einfach flexibel unterwegs sein möchte, findet in dieser Philosophie oft mehr Alltagspassung.

Für wen passt welches Motorrad?

Die Kawasaki Ninja ZX-10 R ist besonders interessant für Fahrer, die ein Sportbike suchen, das sich in Kurven und bei Beschleunigung richtig „lebendig“ anfühlt. Wer gerne zügig fährt, sportliche Strecken mag und das Motorrad als Performance-Maschine versteht, wird an der ZX-10 R viel Freude haben. Sie ist weniger die erste Wahl, wenn der Fokus vor allem auf entspanntem Pendeln, maximalem Komfort oder vielseitiger Reiseplanung liegt.

Die BMW F 750 GS passt besser zu Fahrern, die ein Motorrad für viele Lebenslagen suchen: Stadt, Landstraße, längere Touren und auch mal wechselnde Untergründe. Wer ein stimmiges Gesamtpaket möchte, das nicht nur auf dem perfekten Asphalt funktioniert, sondern auch auf Reisen überzeugt, findet in der GS-Philosophie einen klaren Vorteil.

Typische Kaufentscheidung: Sport oder Vielseitigkeit?

Wenn die Priorität auf sportlicher Dynamik, direktem Handling und dem Gefühl liegt, das Motorrad aktiv zu bewegen, ist die Ninja ZX-10 R die logische Wahl. Wenn dagegen das Bedürfnis nach Komfort, Alltagstauglichkeit und einem Motorrad im Reiseenduro-Stil im Vordergrund steht, ist die F 750 GS die passendere Entscheidung.

Fazit:

Die Kawasaki Ninja ZX-10 R ist das Bike für alle, die Sportperformance wirklich ausleben wollen: dynamisches Leistungsgefühl, präzises Handling und ein Fahrstil, der auf zügige Kurven und starke Beschleunigung ausgelegt ist. Wer häufig sportlich fährt und das Motorrad als „Spaßmaschine“ versteht, wird hier deutlich mehr bekommen als bei einem allround-orientierten Konzept.

Die BMW F 750 GS ist dagegen die bessere Wahl für Fahrer, die ein vielseitiges Motorrad für Alltag und Touren suchen: komfortableres Gesamtgefühl, souveräne Fahrbarkeit und ein Konzept, das auch auf längeren Strecken und bei wechselnden Bedingungen überzeugt. Wer nicht ständig maximal sportlich unterwegs sein möchte, sondern lieber entspannt plant und flexibel bleibt, trifft mit der GS meist die bessere Entscheidung.

Kurz gesagt: ZX-10 R für sportliche Ansprüche, F 750 GS für Vielseitigkeit und Tourenkomfort.

An unhandled error has occurred. Reload 🗙