| UVP | 17.245 € | |
| Baujahr | von 2021 bis 2024 | |
| UVP | 10.645 € | |
| Baujahr | von 2011 bis 2024 | |
Pro und Kontra
- umfangreiche Ausstattung
- gelungenes semi-aktives Fahrwerk (KECS)
- Kombination aus Zeigerinstrument und TFT toll gelöst und gut ablesbar
- recht hohes Gewicht
- Windschild nur manuell und mit beiden Händen verstellbar
- relativ hoher Preis
- lässige Optik
- cooler Sound
- einfaches Fahrverhalten
- einfachste Bedienung
- viel Chrome
- Bremsen könnten stärker zupacken
- teilweise Vibrationen
- überschaubare Leistung
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 257 | kg |
| Radstand | 1.520 | mm |
| Länge | 2.270 | mm |
| Radstand | 1.520 | mm |
| Sitzhöhe: | 840 | mm |
| Höhe | 1.490 | mm |
| Gewicht | 221 | kg |
| Radstand | 1.465 | mm |
| Länge | 2.180 | mm |
| Radstand | 1.465 | mm |
| Sitzhöhe: | 790 | mm |
| Höhe | 1.075 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Viertakt-Reihenvierzylinder | |
| Hubraum | 1.043 | ccm |
| Hub | 56 | mm |
| Bohrung | 77 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | Reihe | |
| Hubraum | 773 | ccm |
| Hub | 83 | mm |
| Bohrung | 77 | mm |
| Kühlung | Luft | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 5 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 120 PS bei 9.000 U/Min | |
| Drehmoment | 102 NM bei 7.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 226 | km/h |
| Tankinhalt | 21 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 404 | km |
| Leistung | 48 PS bei 6.500 U/Min | |
| Drehmoment | 60 NM bei 2.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 170 | km/h |
| Tankinhalt | 14 | Liter |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Doppelprofilrahmen | |
| Federung vorne | 43-mm-Upside-Down-Gabel (Federweg 150)mm | |
| Federung hinten | Horizontal angeordnetes Back-Link-Gasdruck-Zentralfederbein (Federweg 152)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70ZR17M/C (58W) | |
| Reifen hinten | 180/55ZR17M/C (73W) | |
| Rahmenbauart | Doppelschleife | |
| Federung vorne | Telegabel 41mm, nicht einstellbar (Federweg 130)mm | |
| Federung hinten | Stereofederbeine, Federbasis einstellbar (Federweg 107)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 100/90-19 Zoll | |
| Reifen hinten | 130/80-18 Zoll | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Halbschwimmende 310-mm-Doppel-Petal-Bremsscheiben. Bremssattel: Doppelt radial montiert, Monobloc, gegenüberliegende 4-Kolben ( Ø 310 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzel-Petal-Bremsscheibe. Bremssattel: Einkolben ( Ø 250 mm) | |
| Bremsen vorne | Einzelscheibe ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe | |
Fazit - was bleibt hängen
Keine Ganganzeige, kein Benzinfüllstandsanzeige, keine Fahrmodi, kein gar nichts. Die Kawasaki W800 verzichtet bewusst auf alles, was heutige moderne Maschinen an Technik an Bord haben. Ist das schlimm? Im Gegenteil, bei einem Retrobike wie der W800 ist das genau richtig. Statt in irgendwelchen Menüs herumzufummeln starten wir einfach den Motor und fahren los. Herrlich. Übrigens hätte der W800 ein Kickstarter irgendwie auch gut zu Gesicht gestanden. Naja, im Alltag ist so ein Anlasser per Knopfdruck dann vielleicht doch ganz okay. Moderne Technik eben...Vielen Dank an Thomas aus Meldorf, der uns seine Kawasaki W800 für diesen Test zur Verfügung gestellt hat. Einen Kaffee und ein interessantes Gespräch zur Lage der Nation war auch noch drin - insgesamt daher ein schöner Tag mit einem schönen Motorrad.
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Kawasaki Versys 1000 SE vs Kawasaki W 800 – Vergleich für Touren & Alltag
Wer sich zwischen der Kawasaki Versys 1000 SE und der Kawasaki W 800 entscheidet, steht vor einer spannenden Gegenüberstellung: Auf der einen Seite steht ein reisefokussiertes Motorrad mit viel Komfort und Touring-Genen, auf der anderen Seite ein klassisch geprägtes Bike, das vor allem durch Charakter, Stil und entspannte Fahrbarkeit überzeugt. Beide Modelle kommen aus dem Hause Kawasaki, treffen aber sehr unterschiedliche Vorlieben. Genau darum lohnt sich ein genauer Blick auf die Stärken und Schwächen – und darauf, wie sich die jeweiligen Eigenschaften im Alltag und auf längeren Strecken bemerkbar machen.
Grundidee: Touring-Anspruch trifft auf Retro-Charme
Die Kawasaki Versys 1000 SE ist als vielseitiger Tourer gedacht. Sie zielt auf lange Strecken, komfortables Tempo und eine Ausstattung, die das Motorrad alltagstauglich macht – auch wenn die Tour mal spontan länger wird. Die Kawasaki W 800 hingegen ist stärker auf das unmittelbare Fahrerlebnis ausgerichtet: eine klassische Optik, ein ruhigerer Charakter und ein Fahrgefühl, das sich eher nach „genießen“ als nach „durchziehen“ anfühlt.
Damit ist schon klar: Der Vergleich ist weniger „wer ist schneller“, sondern eher „welches Motorrad passt besser zum eigenen Stil“.
Motor und Fahrgefühl im Vergleich
Beide Motorräder nutzen einen Vibe, der für Kawasaki-Fans typisch ist: spürbare Kraftentfaltung und ein Motor, der nicht nur Drehzahlen sammelt, sondern sich auch im Alltag gut dosieren lässt. Die Versys 1000 SE spielt dabei ihre Stärken besonders dann aus, wenn zügiges Fahren auf der Landstraße oder entspannte Autobahnabschnitte im Fokus stehen. Der größere Hubraum und die touringorientierte Abstimmung sorgen dafür, dass sich das Motorrad auch bei wechselnden Geschwindigkeiten souverän anfühlt.
Die W 800 setzt dagegen auf einen eher „gemütlichen“ Charakter. Das Motorrad wirkt dadurch oft zugänglicher, weil es weniger nach sportlicher Härte verlangt. Wer gerne gleichmäßig unterwegs ist, kurze Schaltvorgänge mag oder einfach den Sound und das klassische Fahrgefühl sucht, wird mit der W 800 schnell warm.
Stärken und Schwächen beim Motor-Charakter
- Versys 1000 SE: Stärken liegen in der Durchzugskraft und der Fähigkeit, lange Strecken ohne ständiges Nachregeln zu bewältigen. Schwäche kann sein, dass der Charakter weniger „retro“ wirkt und eher nach Touring-Logik funktioniert.
- W 800: Stärken sind der entspannte, klassische Charakter und das angenehme Gefühl bei moderatem Tempo. Schwäche kann sein, dass bei sehr sportlichem Fahrstil oder häufigen Überholmanövern die touringorientierte Reserven der Versys fehlen.
Fahrwerk, Handling und Alltagstauglichkeit
Im Handling unterscheiden sich die beiden Konzepte deutlich. Die Kawasaki Versys 1000 SE ist auf Stabilität und Kontrolle ausgelegt. Gerade bei längeren Fahrten profitiert man von einem Fahrwerk, das auch bei wechselnden Straßenbedingungen ruhig bleibt. Das Motorrad fühlt sich dadurch „tourensicher“ an: Man kann sich auf die Strecke konzentrieren, statt ständig gegen das Motorrad zu arbeiten.
Die Kawasaki W 800 wirkt im Vergleich leichter im Kopf, weil sie weniger nach „Reisegerät“ aussieht und sich auch so anfühlt. Das Handling ist angenehm, die Sitzposition unterstützt eine entspannte Haltung. Wer viel in der Stadt unterwegs ist oder kurze Strecken mit Pausen fährt, erlebt die W 800 oft als unkompliziert.
Was das für die Praxis bedeutet
Auf der Landstraße zeigt sich der Unterschied besonders: Die Versys 1000 SE lädt dazu ein, zügig zu fahren und dabei stabil zu bleiben. Die W 800 lädt dazu ein, den Rhythmus zu finden und Kurven eher flüssig zu genießen. In engen Stadtbereichen ist die W 800 oft die „einfachere“ Wahl, während die Versys mit ihrer Touring-Geometrie eher dann glänzt, wenn es raus aus dem Verkehr geht.
Sitzposition und Ergonomie
Die Sitzposition ist ein entscheidender Punkt im Vergleich. Die Versys 1000 SE bietet eine ergonomische Ausrichtung, die auf längere Fahrten ausgelegt ist. Der Körper bleibt dabei über längere Zeit in einer Haltung, die nicht sofort ermüdet. Zusätzlich spielt der Windschutz bzw. die Verkleidungsausrichtung eine Rolle: Je nach Setup und Fahrtempo kann das die Konzentration auf der Strecke deutlich erhöhen.
Die W 800 setzt auf eine klassische, eher aufrechte Sitzhaltung. Das ist ideal, wenn das Motorrad nicht als „Dauerfahrmaschine“ gedacht ist, sondern als Bike für schöne Ausfahrten, kurze Touren und gemütliche Fahrten. Wer häufig sehr lange Strecken am Stück fährt, könnte jedoch merken, dass die ergonomische Auslegung stärker auf „Genuss“ als auf „Dauerkomfort“ zielt.
Ausstattung: Touring-Features vs. purer Stil
Bei der Versys 1000 SE steht die Ausstattung im Zeichen des Reisens. Typisch sind Komfort- und Praxisdetails, die das Motorrad im Alltag und auf Touren unterstützen. Dazu zählt vor allem die Idee, dass man nicht ständig improvisieren muss: Das Motorrad ist dafür gemacht, Gepäck, längere Strecken und wechselnde Wetterbedingungen leichter zu machen.
Die W 800 ist dagegen stärker auf das Wesentliche reduziert. Das Motorrad wirkt bewusst „pur“, was viele Fahrer genau daran lieben. Statt Technik-Fokus steht das Fahrgefühl im Vordergrund. Wer Wert auf eine klassische Optik und ein Motorrad legt, das nicht nach „Werkzeug“ aussieht, sondern nach „Motorrad“, wird hier schnell das passende Gefühl finden.
Stärken und Schwächen der Ausstattung
- Versys 1000 SE: Stärken in der touringorientierten Ausstattung und im Komfortgedanken. Schwäche kann sein, dass das Motorrad dadurch weniger „minimalistisch“ wirkt.
- W 800: Stärken im klassischen Look und im unkomplizierten Charakter. Schwäche kann sein, dass nicht jede Komfortlösung einer Reiseausstattung entspricht.
Bremsen und Fahrstabilität
Beide Motorräder sind so ausgelegt, dass sie im Alltag sicher funktionieren. Die Versys 1000 SE profitiert dabei von der touringtypischen Abstimmung: Bei höheren Geschwindigkeiten und längeren Strecken ist die Stabilität ein Pluspunkt, und das Motorrad lässt sich kontrolliert dosieren. Die W 800 bietet ebenfalls ein sicheres Bremsgefühl, wirkt aber insgesamt eher auf „entspanntes Fahren“ zugeschnitten. Wer sportlich und aggressiv bremst, merkt schneller, dass die Versys als Tourer die Reserve eher für dynamische Situationen mitbringt.
Für welche Fahrprofile lohnt sich welcher Vergleich?
Der wichtigste Teil des Vergleichs ist die Frage: Wie wird das Motorrad wirklich genutzt? Die Kawasaki Versys 1000 SE ist besonders passend für Fahrer, die regelmäßig längere Strecken fahren, Wert auf Komfort legen und ein Motorrad suchen, das auch bei wechselnden Bedingungen souverän bleibt. Sie ist eine gute Wahl für Menschen, die nicht nur am Wochenende fahren, sondern auch mal „einfach weiter“ wollen – ohne dass der Körper oder der Kopf nach einer gewissen Zeit streikt.
Die Kawasaki W 800 ist ideal für alle, die das Motorrad als Erlebnis sehen: kurze bis mittlere Touren, Stadtfahrten, Landstraßen mit schönen Pausen und ein Fahrstil, der nicht ständig nach maximaler Dynamik verlangt. Wer gerne im eigenen Rhythmus unterwegs ist und die klassische Optik sowie den Motorcharakter besonders schätzt, findet in der W 800 oft genau das richtige Maß.
Fazit:
Die Kawasaki Versys 1000 SE ist die bessere Wahl, wenn ein Motorrad für Touren, längere Strecken und hohen Alltagsnutzen gesucht wird. Die touringorientierte Ergonomie, der Komfortgedanke und das insgesamt stabilere Fahrgefühl machen sie besonders attraktiv für Fahrer, die regelmäßig weitere Strecken planen und dabei möglichst entspannt ankommen möchten. Wer häufig unterwegs ist, auch bei wechselndem Wetter, und ein Bike bevorzugt, das sich wie ein zuverlässiger Reisebegleiter anfühlt, wird mit der Versys 1000 SE glücklich.
Die Kawasaki W 800 passt dagegen besser zu einem Fahrstil, der Charakter, Stil und entspanntes Tempo in den Mittelpunkt stellt. Sie ist ideal für Stadt, Feierabendfahrten und Genuss-Touren, bei denen das Motorrad nicht als Technikprojekt, sondern als klassisches Erlebnis verstanden wird. Wer die klassische Optik mag, den Motorcharakter liebt und lieber „fahren statt arbeiten“ möchte, trifft mit der W 800 eine stimmige Entscheidung.