UVP 17.245 €
Baujahr von 2021 bis 2024
UVP 9.674 €
Baujahr von 2019 bis 2024
Mehr Elektronik, mehr Funktionen, mehr Komfort
Weiter zum Testbericht

Pro und Kontra

Pro:
  • umfangreiche Ausstattung
  • gelungenes semi-aktives Fahrwerk (KECS)
  • Kombination aus Zeigerinstrument und TFT toll gelöst und gut ablesbar
Kontra:
  • recht hohes Gewicht
  • Windschild nur manuell und mit beiden Händen verstellbar
  • relativ hoher Preis
Pro:
  • Design und Materialqualität
  • Verarbeitung
  • Display
  • leicht zu Fahren
Kontra:
  • Preis

Abmessungen & Gewicht

Gewicht257kg
Radstand1.520mm
Länge2.270mm
Radstand1.520mm
Sitzhöhe: 840 mm
Höhe1.490mm
Gewicht190kg
Radstand1.405mm
Länge2.075mm
Radstand1.405mm
Sitzhöhe: 855 mm
Höhe1.120mm

Motor

Motor-BauartViertakt-Reihenvierzylinder
Hubraum1.043ccm
Hub56mm
Bohrung77mm
Kühlungflüssig
AntriebKette
Gänge6
Motor-BauartReihe
Hubraum689ccm
Hub69mm
Bohrung80mm
KühlungFlüssig
AntriebKette
Gänge6

Fahrleistungen

Leistung120 PS bei 9.000 U/Min
Drehmoment102 NM bei 7.500 U/Min
Höchstgeschw.226km/h
Tankinhalt21Liter
Verbrauch5l pro 100km
Reichweite404km
Leistung73 PS bei 8.750 U/Min
Drehmoment67 NM bei 6.500 U/Min
Höchstgeschw.200km/h
Tankinhalt14Liter
Verbrauch4l pro 100km
Reichweite326km

Fahrwerk

RahmenbauartDoppelprofilrahmen
Federung vorne43-mm-Upside-Down-Gabel (Federweg 150)mm
Federung hintenHorizontal angeordnetes Back-Link-Gasdruck-Zentralfederbein (Federweg 152)mm
Aufhängung hintenZweiarmschwinge
Reifen vorne120/70ZR17M/C (58W)
Reifen hinten180/55ZR17M/C (73W)
RahmenbauartBrückenrohrrahmen
Federung vorneTeleskopgabel (Federweg 130)mm
Federung hintenSchwinge (Federweg 130)mm
Aufhängung hintenÜber Hebelsystem angelenktes Federbein
Reifen vorne120/70 ZR 17M/C (58W) Tubeless
Reifen hinten180/55 ZR 17M/C (73W) Tubeless

Bremsen

Bremsen vorneHalbschwimmende 310-mm-Doppel-Petal-Bremsscheiben. Bremssattel: Doppelt radial montiert, Monobloc, gegenüberliegende 4-Kolben ( Ø 310 mm)
Bremsen hintenEinzel-Petal-Bremsscheibe. Bremssattel: Einkolben ( Ø 250 mm)
Bremsen vorneDoppelscheibe ( Ø 298 mm)
Bremsen hintenEinzelscheibe ( Ø 245 mm)

MotorradTest.de auf YouTube

Kawasaki Versys 1000 SE vs. Yamaha XSR 700 Xtribute – Vergleich

Wenn zwei Motorräder auf den ersten Blick unterschiedlich wirken, steckt oft genau darin die spannendste Frage: Welches Bike passt wirklich zum eigenen Fahrstil? Die Kawasaki Versys 1000 SE steht für souveräne Reise- und Allround-Touren, während die Yamaha XSR 700 Xtribute mit ihrem markanten Retro-Charakter und dem agilen Auftritt eher nach Spaß im Alltag und auf kurvigen Strecken ruft. Im Vergleich zeigt sich schnell: Beide machen vieles richtig – aber sie setzen ihre Prioritäten an unterschiedlichen Stellen.

Grundcharakter: Reise-Allrounder vs. agiler Retro-Allrounder

Die Versys 1000 SE ist als großes, komfortorientiertes Gesamtpaket gedacht. Der Fokus liegt auf ruhigem Vorankommen, stabiler Fahrbarkeit und einem Motor, der auch bei längeren Etappen entspannt mitarbeitet. Die XSR 700 Xtribute dagegen wirkt leichter, direkter und „lebendiger“: Sie fühlt sich im Stadtverkehr und auf kurzen Ausfahrten oft spontaner an und lädt dazu ein, das Tempo über Kurven und Schräglage zu finden.

Beide Motorräder sind Allrounder – aber die Art, wie sie den Alltag abdecken, unterscheidet sich deutlich. Die Versys spielt ihre Stärken besonders dann aus, wenn Strecke und Komfort zählen. Die XSR punktet vor allem dort, wo Wendigkeit, Übersicht und ein emotionaler Auftritt gefragt sind.

Motor und Fahrgefühl: Durchzug und Ruhe vs. Drehfreude und Leichtigkeit

Im direkten Vergleich zeigt sich der Unterschied in der Motorphilosophie. Die Kawasaki Versys 1000 SE bietet als großes Aggregat typischerweise mehr Reserven für gleichmäßiges Beschleunigen und entspanntes Fahren bei höheren Geschwindigkeiten. Das macht sie besonders attraktiv, wenn häufig längere Strecken gefahren werden oder wenn Überholmanöver ohne großes „Planen“ passieren sollen.

Die Yamaha XSR 700 Xtribute setzt dagegen stärker auf ein spürbar agileres Gefühl. Das kleinere Hubraumkonzept bringt oft ein direkteres Ansprechverhalten und eine sportlichere Drehfreude. Dadurch wirkt das Motorrad in vielen Situationen „handlicher“, auch wenn die Fahrleistungen natürlich immer im Kontext der eigenen Erwartungen betrachtet werden müssen.

Wie sich das im Alltag auswirkt

Wer häufig mit Gepäck unterwegs ist oder regelmäßig längere Touren fährt, profitiert meist von der souveränen Leistungsentfaltung der Versys. Wer dagegen oft in der Stadt unterwegs ist, häufig zwischen Ampeln und engen Passagen wechselt oder einfach gern dynamisch durch die Hausstrecke fährt, findet in der XSR 700 oft das passendere Gefühl.

Ergonomie und Komfort: Touring-Anspruch vs. kompakter Retro-Charme

Die Versys 1000 SE ist auf Komfort ausgelegt. Das zeigt sich in der Gesamthaltung: eher tourentauglich, mit Fokus auf entspannte Sitzposition und einem Setup, das auch bei längeren Fahrten nicht nach kurzer Zeit „ermüdet“. Dazu passt auch der Anspruch, dass Wind und Fahrtwind möglichst kontrolliert werden – ein Punkt, der auf Autobahn- und Landstraßenetappen spürbar wird.

Die XSR 700 Xtribute wirkt dagegen kompakter und „näher“ am Fahrer. Die Sitzposition ist oft sportlich genug, um Kurven dynamisch zu fahren, aber gleichzeitig so, dass sie im Alltag nicht zu unbequem wird. Gerade der Retro-Look ist dabei nicht nur Optik: Er steht für ein Motorrad, das sich bewusst nicht als reines Reisegerät inszeniert, sondern als charmanter Begleiter für viele Situationen.

Stärken und Schwächen in der Praxis

Stärke der Versys: Komfort und Stabilität auf längeren Strecken. Schwäche: Wer ein sehr leichtes, „kleines“ Handling sucht, kann die größere Silhouette und das Gewicht als weniger verspielt empfinden. Stärke der XSR: Agilität und ein direkteres Fahrgefühl. Schwäche: Bei langen, windigen Etappen oder wenn viel Gepäck mitgeführt wird, kann der Reise-Komfort der Versys im Vorteil sein.

Fahrwerk und Handling: Stabilität bei Tempo vs. Agilität in der Kurve

Beim Handling zeigt sich ein klares Bild: Die Kawasaki Versys 1000 SE zielt auf ruhiges, sicheres Fahrverhalten. Gerade bei höheren Geschwindigkeiten und auf wechselndem Untergrund wirkt sie oft wie ein „Anker“ – man kann das Motorrad laufen lassen und muss weniger ständig gegensteuern.

Die Yamaha XSR 700 Xtribute ist im Vergleich häufig leichter zu bewegen. Das macht sie besonders attraktiv, wenn die Strecke viele Richtungswechsel hat oder wenn man gern zügig umsetzt, was das Vorderrad „erzählt“. In engen Kurven und bei häufigem Anbremsen wirkt das Motorrad oft spontan und macht Lust auf mehr.

Kurvengefühl und Alltag

Die Versys spielt ihre Stärken aus, wenn man gleichmäßig fährt und dabei trotzdem Reserven für Beschleunigung und Stabilität braucht. Die XSR ist dann im Vorteil, wenn man Kurven aktiv „arbeitet“ und das Motorrad als leichtes Werkzeug für den Fahrspaß nutzt.

Elektronik und Ausstattung: Reise-Assistenz vs. stilvolle Alltagsfeatures

Bei der Kawasaki Versys 1000 SE ist die Ausstattung typischerweise stärker auf Touren ausgelegt. Dazu gehören häufig Assistenz- und Komfortfunktionen, die das Fahren über längere Zeit angenehmer machen. Gerade Elektronik kann hier helfen, das Motorrad in unterschiedlichen Situationen berechenbarer zu machen – etwa bei wechselndem Grip oder wenn man nicht jedes Detail aktiv „manuell“ ausgleichen möchte.

Die Yamaha XSR 700 Xtribute setzt stärker auf die Kombination aus Charakter und alltagstauglichen Features. Die Elektronik ist dabei nicht weniger relevant, aber sie steht meist im Dienst eines unkomplizierten, intuitiven Fahrens. Das Motorrad soll sich nicht wie ein Technikprojekt anfühlen, sondern wie ein stimmiges Gesamtpaket mit Retro-Identität.

Stärken und Schwächen der Elektronik-Philosophie

Stärke der Versys: mehr „Reise-Absicherung“ und Komfortorientierung. Schwäche: Wer bewusst auf möglichst wenig Technik setzt oder ein besonders puristisches Gefühl sucht, könnte die Versys als „zu groß“ oder „zu viel Motorrad“ wahrnehmen. Stärke der XSR: unkompliziertes Handling und ein stimmiger Mix aus Stil und Funktion. Schwäche: Für sehr lange Touren oder für Fahrer, die maximale Assistenz erwarten, kann die Versys im Gesamtpaket vorn liegen.

Optik und Identität: Funktionale Reiseoptik vs. Retro-Statement

Die Versys 1000 SE wirkt wie ein Motorrad, das für viele Kilometer gebaut ist. Die Optik unterstützt den Zweck: Sie sieht nach „Tour“ aus, nicht nach „Show“. Die XSR 700 Xtribute dagegen ist ein Statement. Der Retro-Look ist nicht nur Deko, sondern Teil des Fahrgefühls: Man steigt ein, und das Motorrad wirkt sofort wie ein Begleiter für Kurven, kurze Ausfahrten und den Alltag mit Stil.

Für wen passt welches Motorrad?

Beide Motorräder können sehr viel Spaß machen – entscheidend ist, welche Art von Fahrten im Vordergrund steht.

Kawasaki Versys 1000 SE: die bessere Wahl für Touren und Vielstrecken

Die Kawasaki Versys 1000 SE ist besonders passend für Fahrer, die regelmäßig längere Strecken fahren, Wert auf Komfort und ruhiges Fahrverhalten legen und ein Motorrad möchten, das auch bei höheren Geschwindigkeiten souverän bleibt. Wer häufig mit Gepäck unterwegs ist oder einfach gern entspannt ankommt, findet in der Versys meist die stimmigere Basis.

Yamaha XSR 700 Xtribute: die bessere Wahl für Stadt, Feierabend und Kurven

Die Yamaha XSR 700 Xtribute passt besonders gut, wenn kurze Strecken, Stadtverkehr und kurvige Landstraßen den Alltag bestimmen. Wer ein leicht zu bewegendes Motorrad sucht, das sich direkt anfühlt und mit Retro-Charme motiviert, wird mit der XSR oft schneller glücklich. Auch für Einsteiger oder Umsteiger, die ein agiles Motorrad bevorzugen, kann sie eine sehr attraktive Option sein.

Fazit:

Die Kawasaki Versys 1000 SE ist die bessere Wahl, wenn Touren, Komfort und souveräne Reserven im Vordergrund stehen. Sie spielt ihre Stärken besonders auf längeren Strecken aus: ruhiges Fahrverhalten, entspannteres Gesamtgefühl und eine Ausstattung, die das Reisen erleichtert. Wer viel fährt und dabei möglichst stressfrei ankommen möchte, bekommt mit der Versys ein Motorrad, das genau dafür gemacht ist.

Die Yamaha XSR 700 Xtribute gewinnt dagegen dort, wo Agilität, Spontanität und ein emotionales Fahrgefühl zählen. Sie ist oft die passendere Entscheidung für Stadtfahrten, Feierabendrunden und kurvige Strecken, auf denen man das Motorrad aktiv bewegt. Wer ein Motorrad sucht, das leicht zu handeln ist und dabei optisch wie technisch einen stimmigen Charakter zeigt, findet in der XSR 700 die bessere Übereinstimmung.

Kurz gesagt: Versys für die große Tour, XSR für den direkten Fahrspaß.

An unhandled error has occurred. Reload 🗙