| UVP | 8.645 € | |
| Baujahr | von 2015 bis 2026~ | |
| UVP | 15.690 € | |
| Baujahr | von 2025 bis 2025 | |
Pro und Kontra
- Fahrkomfort
- Fahrstabilität
- Verarbeitung
- Kurze Wartungsintervalle
- starker Motor
- bolleriger V2-Sound
- große Modell- und Ausstattungs-Anzahl
- überraschend gute Straßen- und Kurvenlage
- Bremse vorne unterdimensioniert
- Solositzer: Soziusfähigkeit nur mit Zubehör
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 229 | kg |
| Radstand | 1.575 | mm |
| Länge | 2.310 | mm |
| Radstand | 1.575 | mm |
| Sitzhöhe: | 705 | mm |
| Höhe | 1.100 | mm |
| Gewicht | 248 | kg |
| Radstand | 1.562 | mm |
| Länge | 2.206 | mm |
| Radstand | 1.562 | mm |
| Sitzhöhe: | 680 | mm |
| Höhe | 1.155 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Reihe | |
| Hubraum | 649 | ccm |
| Hub | 60 | mm |
| Bohrung | 83 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | V2 | |
| Hubraum | 1.250 | ccm |
| Hub | 74 | mm |
| Bohrung | 104 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Riemen | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 61 PS bei 7.500 U/Min | |
| Drehmoment | 63 NM bei 6.600 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 176 | km/h |
| Tankinhalt | 14 | Liter |
| Verbrauch | 4 | l pro 100km |
| Reichweite | 311 | km |
| Leistung | 105 PS bei 7.250 U/Min | |
| Drehmoment | 108 NM bei 6.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 195 | km/h |
| Tankinhalt | 13 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 232 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Perimeter | |
| Federung vorne | 41-mm-Teleskopgabel (Federweg 130)mm | |
| Federung hinten | Gasdruck-Stoßdämpfer (Federweg 80)mm | |
| Reifen vorne | 120/70 R18M/C 59H | |
| Reifen hinten | 160/60 R17M/C 69H | |
| Rahmenbauart | Stahlrohr | |
| Federung vorne | Telegabel 41mm (Federweg 120)mm | |
| Federung hinten | Stereofederbeine, Federbasis einstellbar (Federweg 76)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 130/60B19 61H | |
| Reifen hinten | 150/80B16 72H | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Einzelscheibe ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe ( Ø 250 mm) | |
| Bremsen vorne | Einzelscheibe, Zweikolben Schwimmsattel ( Ø 298 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Einkolben-Schwimmsattel ( Ø 298 mm) | |
Fazit - ein Cruiser
Was bleibt? Die Kawasaki Vulcan S ist definitiv kein Sportler, aber sie ist auch kein schweres, unbewegliches Wesen. Alpenpässe bereiten ihr keine Sorgen, dabei umsorgt sie den Fahrer trotz ihres eher einfach gehaltenen Fahrwerks mit angemessenem Komfort. Abends nach der Arbeit auf ihr in die untergehende Sonne reiten, das ist zwar kitschig, aber irgendwie schön.
Ein kleiner Wehrmutstropfen sind die Kawa-typischen, mit 6.000 Kilometern recht kurz gehaltenen Wartungsintervalle.
Aber sonst? Mehr Motorrad muss es nicht sein, die Kaufempfehlung steht.
Das Testbike wurde uns von Heller & Soltau in St. Michaelisdonn zur Verfügung gestellt.
Fazit
Die Indian Scout Sport ist mehr als nur eine Alternative zu Cruisern von Harley Davidson. Sie ist eigenständig, hat eine wunderschöne Cruiser-Silhouette und fährt sich überraschend sportlich. Der V2 ist nicht nur kräftig, sondern auch kultiviert und dürfte auch Leuten gefallen, die mit den teils ruppigen älteren V2 nicht viel anfangen können. Der Preis geht in Ordnung, zumal man mit einer Indian auch ein wenig Extravaganz mitkauft.Die Testmaschine wurde uns freundlicherweise von Powersport Nord in Appen/Pinneberg bei Hamburg zur Verfügung gestellt. Powersport Nord ist seit April 2024 offizieller Indian-Dealer und hat eine große Ausstellungshalle mit vielen Modellen von Indian und von CF-Moto. Ein Besuch lohnt sich also, auch wenn man nur mal schauen will.
MotorradTest.de auf YouTube
Kawasaki Vulcan S vs. Indian Scout Sport: Cruiser im Vergleich
Wenn zwei Cruiser aufeinandertreffen, die auf den ersten Blick ähnlich wirken, lohnt sich der zweite Blick besonders. Genau darum geht es hier: Der Kawasaki Vulcan S und die Indian Scout Sport werden nicht nur nebeneinander gestellt, sondern in ihren typischen Eigenschaften gegeneinander abgewogen. Dabei zeigt sich schnell: Es geht weniger um „besser“ oder „schlechter“, sondern darum, welches Motorrad zu welchem Anspruch und Fahrstil passt.
Überblick: Zwei unterschiedliche Philosophien im Cruiser-Segment
Der Kawasaki Vulcan S steht für einen pragmatischen Ansatz: moderne Technik, eine sehr zugängliche Sitzposition und ein Fahrgefühl, das sich im Alltag leicht anfühlt. Die Indian Scout Sport wirkt dagegen wie ein stärker auf „Sportlichkeit im Cruiser-Kleid“ getrimmtes Gesamtpaket. Das zeigt sich vor allem in der Art, wie sich das Motorrad anfühlt, wie es auf Gasbefehle reagiert und wie konsequent es auf Dynamik ausgelegt ist.
Motor und Antrieb: Charakter statt nur Zahlen
Beide Modelle setzen auf einen V-Twin-Charakter, aber die Ausprägung ist unterschiedlich. Der Vulcan S spielt seine Stärken besonders dann aus, wenn gleichmäßiges Fahren, sauberes Dosieren und ein entspannter Rhythmus gefragt sind. Die Kraft wirkt dabei oft „linearer“ und lässt sich im Stadtverkehr und auf Landstraßen gut kontrollieren.
Die Indian Scout Sport bringt dagegen mehr „Punch“ in dem Moment, in dem der Gasgriff weiter geöffnet wird. Das Motorrad wirkt lebendiger, reagiert unmittelbarer und lädt dazu ein, häufiger zu beschleunigen und Kurven dynamischer anzufahren. Wer gerne zügig unterwegs ist, wird die sportlichere Abstimmung eher als Vorteil empfinden.
Stärken und Schwächen im Motorvergleich
- Kawasaki Vulcan S: Stärken liegen in gutmütiger Beherrschbarkeit und einem Fahrgefühl, das auch bei wechselnden Geschwindigkeiten sicher wirkt. Schwäche: Wer sehr aggressives Ansprechverhalten sucht, könnte sich im Vergleich zur Indian weniger „spritzig“ fühlen.
- Indian Scout Sport: Stärken liegen in der dynamischeren Reaktion und dem insgesamt sportlicheren Charakter. Schwäche: Im entspannten Alltag kann das „mehr Lust auf Gas“ dazu führen, dass man ungewollt schneller fährt oder das Motorrad stärker fordert als geplant.
Ergonomie und Sitzposition: Wer sitzt wie gut?
Gerade bei Cruisern entscheidet die Ergonomie darüber, ob Fahrten angenehm bleiben oder nach kurzer Zeit anstrengend werden. Der Kawasaki Vulcan S punktet typischerweise mit einer sehr zugänglichen Sitzposition. Das macht das Motorrad besonders interessant, wenn unterschiedliche Körpergrößen berücksichtigt werden sollen oder wenn häufig im Stop-and-Go-Verkehr gefahren wird.
Die Indian Scout Sport wirkt im Vergleich oft „sportlicher“ in der Haltung. Das kann ein echter Vorteil sein, wenn das Motorrad aktiv bewegt werden soll. Gleichzeitig kann eine sportlichere Sitzposition für längere Strecken oder für sehr entspannte Fahrten weniger „entspannt“ wirken als beim Kawasaki.
Ergonomie im direkten Vergleich
- Vulcan S: Stärken bei Alltagstauglichkeit und leichter Handhabung durch eine komfortorientierte Auslegung. Schwäche: Wer eine deutlich sportlichere Haltung sucht, findet beim Kawasaki möglicherweise weniger „Sport-Feeling“.
- Scout Sport: Stärken bei sportlicherer Sitzhaltung und einem aktiveren Fahrstil. Schwäche: Für lange Touren oder sehr gemütliche Fahrten kann die Haltung schneller als „weniger bequem“ empfunden werden.
Fahrwerk und Handling: Stabilität vs. Agilität
Beim Fahrwerk zeigt sich der Unterschied zwischen „komfortabler Cruiser“ und „sportlich interpretierter Cruiser“. Der Kawasaki Vulcan S vermittelt ein ausgewogenes Gefühl: Es bleibt ruhig, unterstützt den Fahrer und macht das Motorrad besonders auf wechselndem Untergrund berechenbar. Gerade wenn die Straße nicht perfekt ist, hilft diese Art von Abstimmung dabei, entspannt zu bleiben.
Die Indian Scout Sport wirkt im Vergleich direkter. Das Motorrad lädt eher dazu ein, Kurven zügig anzufahren und die Linie aktiv zu halten. Das kann auf kurvigen Strecken Spaß machen, weil das Feedback schneller kommt. Auf der anderen Seite kann ein direkteres Setup bei sehr langen, unruhigen Strecken weniger „weich“ wirken als das Kawasaki-Konzept.
Handling: Was fühlt sich leichter an?
- Kawasaki Vulcan S: Stärken in gutmütigem Fahrverhalten und souveräner Stabilität. Schwäche: Wer maximale Agilität sucht, könnte die Indian als „lebendiger“ empfinden.
- Indian Scout Sport: Stärken in direkter Rückmeldung und sportlicher Kurvendynamik. Schwäche: Bei sehr entspanntem Cruisen kann das Setup „zu aktiv“ wirken.
Bremsen und Sicherheit: Vertrauen beim Verzögern
Bremsen sind im Alltag und in kritischen Situationen entscheidend. Beide Motorräder sind auf ein sicheres Fahrgefühl ausgelegt, aber die Charakteristik unterscheidet sich. Der Vulcan S wirkt dabei oft wie ein Motorrad, das zuverlässig verzögert und dabei gut dosierbar bleibt. Das ist besonders angenehm, wenn man häufig aus niedrigen Geschwindigkeiten anhalten muss.
Die Indian Scout Sport zeigt im Vergleich tendenziell eine sportlichere Bremscharakteristik. Das kann bedeuten, dass man schneller ein Gefühl für die Verzögerung bekommt und das Motorrad in dynamischen Situationen kontrollierter wirkt. Wer gerne zügig fährt, wird diese Eigenschaft eher als Vorteil sehen.
Ausstattung und Alltag: Was macht den Unterschied?
Im Alltag zählt nicht nur die Fahrdynamik, sondern auch, wie gut das Motorrad im täglichen Gebrauch funktioniert. Der Kawasaki Vulcan S ist häufig dann im Vorteil, wenn es um unkomplizierte Nutzung geht: Das Motorrad wirkt insgesamt „einfach“ und lässt sich ohne großen Aufwand in den Alltag integrieren. Dazu passt auch die Art, wie sich das Gesamtpaket aus Bedienung und Fahrgefühl anfühlt.
Die Indian Scout Sport punktet eher dort, wo Ausstattung und „Look & Feel“ stärker auf den sportlichen Anspruch einzahlen. Das Motorrad wirkt wie ein Paket, das man nicht nur fährt, sondern auch gerne präsentiert. Für Fahrer, die Wert auf eine markante Ausstrahlung und ein konsequent sportliches Gesamtbild legen, ist das ein klarer Pluspunkt.
Stärken und Schwächen im Alltag
- Vulcan S: Stärken bei unkomplizierter Handhabung und einem alltagstauglichen Gesamtgefühl. Schwäche: Wer das Motorrad vor allem als „Showpiece“ oder sehr sportlich inszeniert haben möchte, könnte weniger begeistert sein.
- Scout Sport: Stärken bei sportlicherem Auftreten und einem dynamischeren Gesamteindruck. Schwäche: Wer maximal entspannt unterwegs sein will, kann die sportliche Ausrichtung als weniger „ruhig“ empfinden.
Für wen passt welches Motorrad?
Der Kawasaki Vulcan S ist besonders passend, wenn ein Cruiser gesucht wird, der sich leicht beherrschen lässt, im Alltag überzeugt und auch auf längeren Strecken nicht unnötig fordert. Wer Wert auf eine zugängliche Ergonomie legt, gerne gleichmäßig fährt und ein Motorrad möchte, das sich „einfach gut anfühlt“, findet im Kawasaki oft die stimmigere Wahl.
Die Indian Scout Sport passt besser zu Fahrern, die mehr Dynamik möchten: sportlicheres Ansprechverhalten, lebendigeres Handling und ein Gesamtpaket, das Kurven und Beschleunigung stärker in den Mittelpunkt stellt. Wer gerne zügig unterwegs ist, das Motorrad aktiv bewegt und dabei auch optisch ein klares Statement sucht, wird mit der Indian eher glücklich.
Typische Entscheidungshilfe
- Mehr Komfort und Alltagsfreundlichkeit: eher Kawasaki Vulcan S
- Mehr Dynamik und sportliches Gesamtgefühl: eher Indian Scout Sport
Fazit:
Der Kawasaki Vulcan S ist die stimmige Wahl für alle, die einen Cruiser suchen, der sich unkompliziert fahren lässt, im Alltag souverän bleibt und mit einer zugänglichen Ergonomie überzeugt. Das Motorrad spielt seine Stärken besonders dann aus, wenn gleichmäßiges Fahren, gute Dosierbarkeit und ein ruhiges Fahrgefühl im Vordergrund stehen. Wer häufig in der Stadt unterwegs ist oder lange Strecken entspannt genießen möchte, findet im Kawasaki meist den entspannteren Begleiter.
Die Indian Scout Sport richtet sich stärker an Fahrer, die Dynamik spüren wollen: Das Ansprechverhalten wirkt lebendiger, das Handling direkter und das Gesamtpaket insgesamt sportlicher. Auf kurvigen Strecken und bei zügiger Fahrweise macht das besonders Spaß. Wer ein Motorrad möchte, das nicht nur Cruiser-Optik liefert, sondern auch spürbar mehr „Drive“ vermittelt, trifft mit der Indian die bessere Wahl.
Kurz gesagt: Vulcan S für entspanntes, leichtes Cruisen – Scout Sport für mehr sportliche Dynamik.