| UVP | 8.645 € | |
| Baujahr | von 2015 bis 2026~ | |
| UVP | 20.299 € | |
| Baujahr | von 2013 bis 2025 | |
Pro und Kontra
- Fahrkomfort
- Fahrstabilität
- Verarbeitung
- Kurze Wartungsintervalle
- Kraftvoller Motor
- Stabiles Fahrwerk
- Bedienung
- Elektronische Helfer
- Bremsen
- Soziustauglichkeit
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 229 | kg |
| Radstand | 1.575 | mm |
| Länge | 2.310 | mm |
| Radstand | 1.575 | mm |
| Sitzhöhe: | 705 | mm |
| Höhe | 1.100 | mm |
| Gewicht | 198 | kg |
| Radstand | 1.497 | mm |
| Radstand | 1.497 | mm |
| Sitzhöhe: | 835 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Reihe | |
| Hubraum | 649 | ccm |
| Hub | 60 | mm |
| Bohrung | 83 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | 2-Zylinder, 4-Takt, V2 75° | |
| Hubraum | 1.301 | ccm |
| Hub | 71 | mm |
| Bohrung | 108 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 61 PS bei 7.500 U/Min | |
| Drehmoment | 63 NM bei 6.600 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 176 | km/h |
| Tankinhalt | 14 | Liter |
| Verbrauch | 4 | l pro 100km |
| Reichweite | 311 | km |
| Leistung | 180 PS bei 9.500 U/Min | |
| Drehmoment | 140 NM bei 8.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 250 | km/h |
| Tankinhalt | 16 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 287 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Perimeter | |
| Federung vorne | 41-mm-Teleskopgabel (Federweg 130)mm | |
| Federung hinten | Gasdruck-Stoßdämpfer (Federweg 80)mm | |
| Reifen vorne | 120/70 R18M/C 59H | |
| Reifen hinten | 160/60 R17M/C 69H | |
| Rahmenbauart | Gitterrohrrahmen, pulverbeschichtet | |
| Federung vorne | WP-USD Ø 48 mm (Federweg 125)mm | |
| Federung hinten | WP-Monoshock per Umlenkung (Federweg 140)mm | |
| Aufhängung hinten | Einarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70 ZR17 | |
| Reifen hinten | 200/55-17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Einzelscheibe ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe ( Ø 250 mm) | |
| Bremsen vorne | 2 x Brembo Stylema Monoblock Vierkolben-Radialfestsattel, Bremsscheiben, schwimmend ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Brembo Zweikolben-Festsattel ( Ø 240 mm) | |
Fazit - ein Cruiser
Was bleibt? Die Kawasaki Vulcan S ist definitiv kein Sportler, aber sie ist auch kein schweres, unbewegliches Wesen. Alpenpässe bereiten ihr keine Sorgen, dabei umsorgt sie den Fahrer trotz ihres eher einfach gehaltenen Fahrwerks mit angemessenem Komfort. Abends nach der Arbeit auf ihr in die untergehende Sonne reiten, das ist zwar kitschig, aber irgendwie schön.
Ein kleiner Wehrmutstropfen sind die Kawa-typischen, mit 6.000 Kilometern recht kurz gehaltenen Wartungsintervalle.
Aber sonst? Mehr Motorrad muss es nicht sein, die Kaufempfehlung steht.
Das Testbike wurde uns von Heller & Soltau in St. Michaelisdonn zur Verfügung gestellt.
Fazit - doch kein Biest
Ist die Super Duke das Biest, wie KTM sie selber nennt? Nein. Trotz all der formidablen Leistung, die immer zur Verfügung steht: Kaum je wurde diese so verantwortungsbewusst dargeboten. Biestig ist hier nichts, was für ein Glück. Die Super Duke wird öfter Freudentränen statt Angstschweiß produzieren.
Die KTM ist ein umgängliches Motorrad, das sich selbst in der Stadt nicht unwohl fühlt. Für ein Naked Bike ist die Soziustauglichkeit verträglich, der Windschutz hingegen … nunja. Wer jemals die Höchstgeschwindigkeit von 280 km/h ausprobieren will, sollte sich gut festhalten oder mit 30 Metern doppelseitigem Klebeband am Bike fixieren.
Ansonsten: Daumen hoch!
Das Test-Bike wurde uns von Motorrad-Ruser zur Verfügung gestellt.
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Kawasaki Vulcan S vs. KTM 1290 Super Duke R: Vergleich der Charaktere
Wenn zwei Motorräder so unterschiedlich auftreten wie die Kawasaki Vulcan S und die KTM 1290 Super Duke R, wird der Vergleich schnell mehr als nur ein Blick auf Daten. Es geht um Fahrgefühl, Prioritäten und darum, wie sich Leistung, Gewicht, Sitzposition und Fahrwerk im Alltag anfühlen. Die Vulcan S steht für entspanntes Cruisen mit klarer Bedienbarkeit, während die Super Duke R den Fokus auf maximale Fahrdynamik und ein sehr direktes, sportliches Erlebnis legt. Genau diese Gegensätze machen den Vergleich spannend.
Grundidee: Cruiser-Feeling vs. kompromisslose Performance
Die Kawasaki Vulcan S ist als V-Twin-Cruiser gedacht, der sich leicht zugänglich anfühlt. Das Konzept wirkt aufgeräumt: Motor und Fahrwerk sollen vor allem ein ruhiges, kontrolliertes Vorankommen ermöglichen. Gerade wer ein Motorrad sucht, das sich auch im Alltag unkompliziert bewegt, findet hier einen stimmigen Ansatz.
Die KTM 1290 Super Duke R verfolgt dagegen eine klare Mission: Fahrspaß mit Druck. Der Motor und die Abstimmung sind auf Dynamik ausgelegt, die Sitzposition und das Handling zielen auf zügiges Fahren. Das Bike will nicht nur bewegt werden – es will gefordert werden.
Motorcharakter und Kraftentfaltung im Vergleich
Wie sich der V-Twin der Kawasaki anfühlt
Der Motor der Kawasaki Vulcan S setzt auf einen V-Twin-Charakter, der sich gleichmäßig und gut dosierbar anfühlt. Die Kraft kommt nicht wie ein Schalter, sondern eher wie ein stetiger Schub. Das macht das Motorrad besonders angenehm, wenn die Fahrt nicht nur aus Vollgas besteht: Anfahren, Beschleunigen aus dem Stand und entspanntes Rollen funktionieren harmonisch.
Wie die KTM ihre Leistung ausspielt
Die KTM 1290 Super Duke R ist deutlich aggressiver in der Art, wie sie Leistung bereitstellt. Die Kraftentfaltung wirkt sportlich und spürbar „wach“, wodurch sich das Motorrad sehr direkt anfühlt. In schnellen Kurven oder beim zügigen Überholen zeigt sich der Unterschied: Die KTM zieht mit mehr Nachdruck und vermittelt das Gefühl, dass Reserven jederzeit abrufbar sind.
Fahrwerk und Handling: Komfort vs. Attacke
Beim Fahrwerk zeigt sich die Philosophie beider Modelle besonders deutlich. Die Kawasaki Vulcan S wirkt auf ein ausgewogenes, alltagstaugliches Setup ausgelegt. Das Motorrad bleibt dabei stabil, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Gerade auf unruhigerem Asphalt oder bei längeren Strecken spielt das eine Rolle: Das Fahrgefühl bleibt kontrolliert, die Belastung für Fahrer und Hände wirkt meist moderat.
Die KTM 1290 Super Duke R ist dagegen spürbar auf sportliche Dynamik getrimmt. Das Handling wirkt präziser und „kantenbewusster“, wodurch Kurvenfahrten lebendiger werden. Gleichzeitig kann das Setup – je nach Fahrstil und Untergrund – härter oder direkter wirken als bei der Vulcan S. Wer gern zügig fährt und das Motorrad aktiv bewegt, wird die KTM als sehr belohnend empfinden. Wer dagegen vor allem Komfort sucht, muss sich darauf einstellen, dass die Super Duke R mehr Aufmerksamkeit fordert.
Bremsen und Stabilität unter Last
Beide Motorräder können sicher verzögern, aber der Charakter unterscheidet sich. Die Kawasaki Vulcan S vermittelt beim Bremsen eher das Gefühl von gutem Alltags-Feedback: stabil, berechenbar und ohne hektische Überraschungen. Das ist besonders praktisch, wenn häufig aus dem Stadtverkehr heraus gebremst wird oder wenn die Fahrt eher entspannt bleibt.
Die KTM 1290 Super Duke R ist für höhere Geschwindigkeiten und stärkere Verzögerungsmanöver ausgelegt. Dadurch fühlt sich das Bremsen oft „sportlicher“ an: Die Verzögerung wirkt kräftig, die Stabilität bleibt auch bei zügiger Fahrweise erhalten. Gleichzeitig gilt: Wer die KTM bewegt, merkt schneller, wie viel Potenzial im Setup steckt – und sollte entsprechend aufmerksam fahren.
Ergonomie und Sitzposition: Wer passt besser zusammen?
Ein großer Unterschied liegt in der Ergonomie. Die Kawasaki Vulcan S setzt auf eine Sitzposition, die eher nach „entspanntem Fahren“ aussieht. Das Motorrad ist dadurch gut geeignet, wenn längere Fahrten ohne dauernde Anspannung geplant sind. Auch im Stop-and-Go wirkt die Vulcan S meist angenehmer, weil das Handling nicht so stark nach „Sport“ verlangt.
Die KTM 1290 Super Duke R bringt eine sportlichere Haltung mit. Das kann ein Vorteil sein, wenn schnelle Richtungswechsel und aktives Fahren im Fokus stehen. Für längere Touren ist das Setup nicht automatisch schlecht, aber es ist eher auf Fahrspaß ausgelegt als auf reinen Komfort. Wer viel im Alltag unterwegs ist und dabei möglichst entspannt sitzen möchte, wird die Kawasaki oft als harmonischer empfinden.
Alltagstauglichkeit: Stadt, Landstraße und Alltagspraxis
Im Alltag zählt, wie leicht sich ein Motorrad „in den Tag“ integrieren lässt. Die Kawasaki Vulcan S punktet hier vor allem durch ihre zugängliche Art. Das Motorrad wirkt weniger einschüchternd, lässt sich ruhig bewegen und unterstützt eine entspannte Fahrweise. Wer ein Bike sucht, das nicht ständig nach „mehr“ ruft, sondern einfach mitmacht, findet in der Vulcan S eine solide Basis.
Die KTM 1290 Super Duke R ist ebenfalls alltagstauglich, aber mit anderer Erwartungshaltung. Das Motorrad macht Spaß, sobald die Straße Kurven oder Tempo hergibt. In der Stadt kann die direkte Leistungscharakteristik zwar funktionieren, aber sie verlangt eher nach Feingefühl. Wer häufig kurze Strecken fährt und dabei möglichst entspannt bleiben will, wird die Kawasaki als unkomplizierter erleben. Wer dagegen gern auch im Alltag das Potenzial nutzt, wird die KTM als deutlich aufregender wahrnehmen.
Ausstattung und Fahrmodi: Wie viel „Hilfe“ steckt drin?
Beide Motorräder bringen moderne Technik mit, die das Fahren unterstützt. Bei der Kawasaki Vulcan S steht die intuitive Bedienbarkeit im Vordergrund: Das Motorrad soll sich leicht handhaben lassen und ein stimmiges Gesamtpaket ergeben. Die KTM 1290 Super Duke R geht stärker in Richtung Performance-Orientierung. Fahrmodi und elektronische Unterstützung können dabei helfen, die Charakteristik an den Fahrstil anzupassen – gleichzeitig bleibt die Grundrichtung sportlich.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
Kawasaki Vulcan S – Stärken
- Leicht zugänglicher Charakter: Motor und Fahrwerk wirken gut dosierbar.
- Alltag und längere Fahrten: Ergonomie und Fahrgefühl sind auf entspanntes Fahren ausgelegt.
- Berechenbarkeit: Besonders im Stadtverkehr und auf wechselndem Asphalt wirkt das Motorrad ruhig.
Kawasaki Vulcan S – Schwächen
- Weniger „Attacke“: Wer maximale Dynamik sucht, wird die KTM als klar stärker empfinden.
- Sportliche Ansprüche: Bei sehr sportlichem Fahren fehlt der letzte Kick im Vergleich zur Super Duke R.
KTM 1290 Super Duke R – Stärken
- Sehr starke Fahrdynamik: Motor und Abstimmung liefern spürbar mehr Performance.
- Sportliches Handling: Kurvenfahrten wirken präziser und lebendiger.
- Hohe Reserven: Beschleunigung und Durchzug sind deutlich fordernder.
KTM 1290 Super Duke R – Schwächen
- Mehr Anspruch: Das Motorrad belohnt sportliches Fahren, fordert aber auch mehr Aufmerksamkeit.
- Komfort-Fokus geringer: Je nach Untergrund kann das Setup direkter wirken als bei der Vulcan S.
Welches Motorrad passt besser zu welchem Fahrstil?
Der Vergleich lässt sich am besten über den eigenen Anspruch entscheiden. Die Kawasaki Vulcan S ist die Wahl, wenn das Motorrad vor allem im Alltag, auf der Landstraße und auf Touren überzeugen soll, ohne ständig „Sport-Modus“ zu verlangen. Sie ist ideal, wenn ein harmonischer V-Twin-Charakter, eine entspannte Sitzposition und ein gutmütiges Fahrgefühl wichtiger sind als maximale Beschleunigung.
Die KTM 1290 Super Duke R ist dagegen die richtige Wahl, wenn Fahrspaß mit hoher Intensität im Vordergrund steht. Wer Kurven liebt, gern zügig unterwegs ist und die Leistung spürbar nutzen möchte, bekommt hier ein Motorrad, das genau dafür gebaut wirkt. Die Super Duke R ist besonders attraktiv für Fahrer, die ein Bike suchen, das nicht nur transportiert, sondern aktiv begeistert.
Fazit
Die Kawasaki Vulcan S und die KTM 1290 Super Duke R sind beide starke Motorräder, aber sie bedienen unterschiedliche Bedürfnisse. Die Vulcan S überzeugt mit einem zugänglichen, gleichmäßigen Motorcharakter, einer eher entspannten Ergonomie und einem Fahrgefühl, das im Alltag und auf längeren Strecken angenehm bleibt. Ihre Stärke liegt in der unkomplizierten Praxis: gut dosierbar, berechenbar und angenehm zu fahren.
Die KTM 1290 Super Duke R spielt ihre Stärken dort aus, wo Dynamik zählt: spürbar mehr Leistung, sportlicheres Handling und ein Setup, das Kurvenfahrten und zügiges Fahren deutlich intensiver macht. Wer ein Motorrad sucht, das Reserven bietet und Fahrspaß aktiv einfordert, wird mit der Super Duke R sehr glücklich. Kurz gesagt: Für entspanntes Cruisen und Alltagstouren ist die Vulcan S die passendere Wahl, für maximale Performance und sportliche Ansprüche die KTM 1290 Super Duke R.