| UVP | 8.645 € | |
| Baujahr | von 2015 bis 2026~ | |
| UVP | 22.100 € | |
| Baujahr | von 2020 bis 2025 | |
Pro und Kontra
- Fahrkomfort
- Fahrstabilität
- Verarbeitung
- Kurze Wartungsintervalle
- Optik zum Niederknien
- Motor mit großem, nutzbaren Drehzahlband
- Modernste Technik
- Top Bremsen
- Triple-Sound vom Feinsten
- einstellbares Fahrwerk
- auf Dauer anstrengende Sitzposition
- Beifahrer nur für den Notfall
- bescheidener Lenkeinschlag inkl. Daumenklemm-Garantie
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 229 | kg |
| Radstand | 1.575 | mm |
| Länge | 2.310 | mm |
| Radstand | 1.575 | mm |
| Sitzhöhe: | 705 | mm |
| Höhe | 1.100 | mm |
| Gewicht | 198 | kg |
| Radstand | 1.380 | mm |
| Länge | 2.030 | mm |
| Radstand | 1.380 | mm |
| Sitzhöhe: | 830 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Reihe | |
| Hubraum | 649 | ccm |
| Hub | 60 | mm |
| Bohrung | 83 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | 3-Zylinder Reihe, Viertakt | |
| Hubraum | 798 | ccm |
| Hub | 54 | mm |
| Bohrung | 79 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 61 PS bei 7.500 U/Min | |
| Drehmoment | 63 NM bei 6.600 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 176 | km/h |
| Tankinhalt | 14 | Liter |
| Verbrauch | 4 | l pro 100km |
| Reichweite | 311 | km |
| Leistung | 148 PS bei 13.000 U/Min | |
| Drehmoment | 88 NM bei 10.600 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 240 | km/h |
| Tankinhalt | 16 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 258 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Perimeter | |
| Federung vorne | 41-mm-Teleskopgabel (Federweg 130)mm | |
| Federung hinten | Gasdruck-Stoßdämpfer (Federweg 80)mm | |
| Reifen vorne | 120/70 R18M/C 59H | |
| Reifen hinten | 160/60 R17M/C 69H | |
| Rahmenbauart | ALS Steel tubular trellis | |
| Federung vorne | Marzocchi USD 43mm (Federweg 125)mm | |
| Federung hinten | Sachs Zentralfederbein (Federweg 123)mm | |
| Aufhängung hinten | Aluminiumguss-Einarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70 - ZR 17 | |
| Reifen hinten | 180/55 - ZR 17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Einzelscheibe ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe ( Ø 250 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe ( Ø 220 mm) | |
Fazit - ein Cruiser
Was bleibt? Die Kawasaki Vulcan S ist definitiv kein Sportler, aber sie ist auch kein schweres, unbewegliches Wesen. Alpenpässe bereiten ihr keine Sorgen, dabei umsorgt sie den Fahrer trotz ihres eher einfach gehaltenen Fahrwerks mit angemessenem Komfort. Abends nach der Arbeit auf ihr in die untergehende Sonne reiten, das ist zwar kitschig, aber irgendwie schön.
Ein kleiner Wehrmutstropfen sind die Kawa-typischen, mit 6.000 Kilometern recht kurz gehaltenen Wartungsintervalle.
Aber sonst? Mehr Motorrad muss es nicht sein, die Kaufempfehlung steht.
Das Testbike wurde uns von Heller & Soltau in St. Michaelisdonn zur Verfügung gestellt.
Fazit - was bleibt hängen
Gute Güte, was für eine Maschine! Seit dem Erscheinen der Superveloce 2020 habe ich mich nach einem ausführlichen Ausritt gesehnt. Und ich habe jede Minute mit der MV genossen. Natürlich ist auch die Superveloce in machen Dingen eine kleine italienische Diva, aber insgesamt war ich schon überrascht, wie ausgewogen sie ist. Sie ist herrlich unvernünftig laut und wenig alltagstauglich und wird daher entweder über Landstraßen und Rennstrecken gescheucht oder eben ins Wohnzimmer gestellt - obwohl sie dafür eigentlich zu schade wäre. Am besten für beide Zwecke gleich zwei bestellen!Das Testbike wurde uns freundlicherweise von Bergmann & Söhne in Hamburg zur Verfügung gestellt. Dort steht sie in Rot als Vorführer und in Gelb zum Anschauen. Überhaupt lohnt sich ein Besuch am Nedderfeld allemal, denn die MV-Ausstellung von Bergmann und Söhne ist für jeden Motorrad-Fan eine Offenbarung. Man darf sich doch tatsächlich kostenlos all diese Kunstwerke aus Varese ansehen und sich sogar draufsetzen. Leute, macht das, solange das noch möglich ist. Denn wer weiß, vielleicht müssen wir irgendwann einmal auch Motorräder online bestellen ... möge das bitte noch lange dauern.
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Kawasaki Vulcan S vs. MV Agusta Superveloce 800: Vergleich für unterschiedliche Fahrwelten
Wenn zwei Motorräder aufeinander treffen, die optisch und vom Charakter her kaum unterschiedlicher sein könnten, wird der Vergleich besonders spannend. Die Kawasaki Vulcan S steht für einen zugänglichen Einstieg in die Welt der Cruiser-Optik mit moderner Technik und einer Sitzposition, die viele Fahrerinnen und Fahrer schnell als angenehm empfinden. Die MV Agusta Superveloce 800 dagegen wirkt wie ein Statement: sportlich, markant und mit dem Anspruch, sich nicht nur im Alltag, sondern vor allem beim dynamischen Fahren zu beweisen. Genau hier setzt dieser Vergleich an: Welche Stärken zeigen sich in der Praxis, wo liegen die Grenzen – und welches Motorrad passt besser zu welchem Fahrstil?
Grundcharakter: Cruiser-Feeling vs. Premium-Sportlichkeit
Die Kawasaki Vulcan S ist darauf ausgelegt, sich unkompliziert zu bewegen. Der Motor und die Abstimmung wirken so, dass sich das Motorrad im Stadtverkehr ebenso gut handhaben lässt wie auf der Feierabendrunde. Das Gesamtpaket zielt auf ein harmonisches Fahrgefühl: nicht übertrieben aggressiv, sondern eher „leicht zu fahren“.
Die MV Agusta Superveloce 800 spielt in einer anderen Liga. Schon das Fahrgefühl vermittelt mehr Spannung: Die Maschine wirkt sportlicher, die Reaktion auf Gasbefehle ist direkter und das Motorrad lädt stärker dazu ein, Kurven aktiv zu fahren. Wer ein Motorrad sucht, das sich wie ein Premium-Sportgerät anfühlt, wird hier eher fündig.
Motor und Antrieb: Wie sich die Leistung im Alltag anfühlt
Im Vergleich der Motorcharaktere zeigt sich ein klares Bild: Die Kawasaki Vulcan S setzt auf einen gleichmäßigen, gut dosierbaren Vortrieb. Das macht sie besonders attraktiv, wenn häufig im moderaten Tempo gefahren wird oder wenn das Motorrad auch mal „einfach laufen“ soll, ohne dass ständig nachjustiert werden muss. Die Kraftentfaltung unterstützt entspanntes Fahren und lässt sich auch in Alltagssituationen souverän nutzen.
Die MV Agusta Superveloce 800 bringt dagegen mehr „Sport-Drive“ ins Spiel. Im direkten Vergleich wirkt der Antrieb lebendiger und stärker auf Dynamik ausgelegt. Das bedeutet: Wer gern beschleunigt, zügig aus Kurven herausfährt oder das Motorrad bewusst fordert, bekommt mehr Rückmeldung und mehr Tempo-Gefühl. Für sehr ruhige Fahrstile kann das zwar immer noch funktionieren, aber die Maschine ist klar nicht auf „maximal entspannt“ optimiert.
Fahrwerk und Handling: Stabilität vs. Agilität
Beim Handling unterscheiden sich die beiden Motorräder deutlich. Die Kawasaki Vulcan S wirkt im Vergleich eher auf Ausgewogenheit getrimmt. Das Fahrwerk unterstützt ein ruhiges, kontrolliertes Rollen – besonders dann, wenn die Strecke nicht perfekt ist oder wenn der Fokus auf Komfort liegt. Gerade auf längeren Strecken oder bei wechselnden Bedingungen ist das ein Vorteil, weil das Motorrad nicht ständig „gegen“ den Fahrer arbeitet.
Die MV Agusta Superveloce 800 zeigt im Kurvenbetrieb eine sportlichere Auslegung. Sie vermittelt mehr Agilität und das Gefühl, dass die Linie schneller gefunden und gehalten werden kann. Das ist ein Plus für Fahrerinnen und Fahrer, die gern zügig unterwegs sind und das Motorrad als Werkzeug für Kurven nutzen. Gleichzeitig gilt: Wer überwiegend gemütlich fährt oder viel in Stop-and-Go-Situationen unterwegs ist, wird den sportlichen Charakter zwar genießen, aber nicht zwingend als „komfortabel“ im klassischen Sinn erleben.
Sitzposition und Ergonomie: Wer sitzt wie gut?
Ein entscheidender Punkt im Vergleich ist die Ergonomie. Die Kawasaki Vulcan S punktet mit einer Sitzposition, die sich für viele Fahrerinnen und Fahrer schnell passend anfühlt. Das macht das Motorrad besonders interessant, wenn die Statur unterschiedlich ist oder wenn das Motorrad sowohl für kurze Fahrten als auch für längere Ausflüge genutzt werden soll. Die Bedienung wirkt insgesamt zugänglich und nicht kompliziert.
Die MV Agusta Superveloce 800 setzt stärker auf eine sportliche Haltung. Das kann sich sehr dynamisch anfühlen, weil der Körper automatisch in eine aktive Fahrweise „mitgenommen“ wird. Für längere Touren ist das nicht automatisch ein Nachteil, aber wer viel Wert auf maximal entspannte Sitzhaltung legt, wird die Unterschiede im Alltag schneller merken.
Bremsen und Fahrgefühl: Vertrauen in der Kurve
Beim Thema Bremsen zeigt sich im Vergleich: Die Kawasaki Vulcan S liefert ein gut dosierbares Gefühl, das sich vor allem im Alltag und bei moderatem Tempo als angenehm erweist. Das Motorrad bremst kontrolliert und wirkt dabei nicht nervös.
Die MV Agusta Superveloce 800 zielt stärker auf sportliche Sicherheit. Die Bremsleistung und das Ansprechverhalten sind darauf ausgelegt, auch bei zügiger Fahrweise Vertrauen zu geben. Wer gern dynamisch fährt, profitiert davon deutlich. Wer dagegen hauptsächlich entspannt unterwegs ist, braucht diese „Reserve“ vielleicht nicht ständig – spürt sie aber spätestens dann, wenn es doch mal zügig wird.
Ausstattung und Alltag: Was im Alltag wirklich zählt
Im Alltag entscheidet oft nicht nur die reine Leistung, sondern wie gut sich ein Motorrad im täglichen Rhythmus nutzen lässt. Die Kawasaki Vulcan S wirkt in dieser Hinsicht pragmatisch: Das Motorrad ist darauf ausgelegt, schnell startklar zu sein, sich unkompliziert zu bewegen und dabei einen runden Gesamteindruck zu hinterlassen. Das macht sie besonders interessant, wenn das Motorrad nicht nur am Wochenende, sondern auch unter der Woche genutzt wird.
Die MV Agusta Superveloce 800 bringt mehr „Premium-Anspruch“ mit. Das zeigt sich im Gesamtgefühl: Das Motorrad wirkt hochwertig, sportlich inszeniert und eher für Fahrerinnen und Fahrer gemacht, die ihr Motorrad bewusst erleben möchten. Im Alltag kann das bedeuten, dass man die Maschine nicht nur als Transportmittel sieht, sondern als Erlebnis. Gleichzeitig kann das sportlichere Setup dazu führen, dass man die Maschine stärker „mitdenken“ muss, wenn es besonders gemütlich sein soll.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
Kawasaki Vulcan S – Stärken
- Leicht zugänglicher Charakter: Das Motorrad lässt sich im Alltag angenehm bewegen.
- Ausgewogenes Fahrgefühl: Stabil und kontrolliert, besonders bei wechselnden Bedingungen.
- Ergonomie für viele Fahrerinnen und Fahrer: Sitzposition und Bedienung wirken schnell passend.
- Alltagstauglichkeit: Funktioniert gut für Stadt, Feierabend und Touren.
Kawasaki Vulcan S – Schwächen
- Weniger Fokus auf maximale Sportdynamik: Wer sehr sportlich fahren will, spürt schneller Grenzen im Vergleich.
- Charakter eher „harmonisch“ als „aggressiv“: Das ist Stärke und kann je nach Geschmack auch weniger „Wow“ sein.
MV Agusta Superveloce 800 – Stärken
- Sportlicher Premium-Anspruch: Mehr Dynamik und direktes Fahrgefühl.
- Agilität im Kurvenbetrieb: Macht zügiges Fahren besonders attraktiv.
- Mehr „Motorrad-Erlebnis“: Das Gesamtpaket wirkt wie ein bewusstes Sportgerät.
- Brems- und Fahrvertrauen bei Tempo: Unterstützt dynamische Fahrweise.
MV Agusta Superveloce 800 – Schwächen
- Sportlicher als „komfortorientiert“: Für sehr entspannte Nutzung kann das Setup weniger passend sein.
- Anspruch an Fahrstil: Wer das Motorrad nicht aktiv bewegt, bekommt nicht das volle Potenzial.
Welches Motorrad passt zu welchem Fahrtyp?
Im Vergleich wird schnell klar: Die Kawasaki Vulcan S ist die bessere Wahl, wenn das Motorrad vor allem alltagstauglich, unkompliziert und vielseitig sein soll. Sie eignet sich besonders für Fahrerinnen und Fahrer, die gern entspannt fahren, aber trotzdem ein Motorrad möchten, das sich sicher und kontrolliert anfühlt. Auch für Einsteigerinnen und Einsteiger oder für alle, die nach einem Motorrad suchen, das schnell „funktioniert“, ist sie eine starke Option.
Die MV Agusta Superveloce 800 ist dagegen die richtige Wahl, wenn das Motorrad mehr Emotion, mehr Sportgefühl und mehr Premium-Charakter liefern soll. Wer Kurven liebt, gern zügig unterwegs ist und sein Motorrad als Erlebnis betrachtet, wird die Stärken der Superveloce deutlich spüren. Sie ist besonders interessant für Fahrerinnen und Fahrer, die nicht nur fahren wollen, sondern das Fahrgefühl aktiv suchen.
Fazit:
Die Kawasaki Vulcan S ist das Motorrad für alle, die ein zugängliches, ausgewogenes und alltagstaugliches Gesamtpaket suchen. Sie punktet mit einem harmonischen Fahrgefühl, einer ergonomischen Basis, die schnell passt, und einer kontrollierten Art, die auch auf längeren Strecken überzeugt. Wer ein Motorrad möchte, das zuverlässig in den Alltag integriert werden kann und dabei nicht ständig nach „sportlicher“ Fahrweise verlangt, trifft hier eine sehr gute Wahl.
Die MV Agusta Superveloce 800 ist die bessere Entscheidung, wenn Sportlichkeit, Agilität und Premium-Emotion im Vordergrund stehen. Im Vergleich zeigt sie ihre Stärken besonders dann, wenn es dynamisch wird: beim aktiven Kurvenfahren, beim zügigen Beschleunigen und wenn das Motorrad spürbar mehr Fahrvertrauen bei Tempo geben soll. Kurz gesagt: Vulcan S für vielseitige Alltagstouren und entspanntes Handling – Superveloce 800 für alle, die das Motorrad als sportliches Erlebnis suchen.