| UVP | 5.999 € | |
| Baujahr | von 2013 bis 2026~ | |
| UVP | 20.299 € | |
| Baujahr | von 2013 bis 2025 | |
Pro und Kontra
- sehr gute technische Ausstattung
- modernes Cockpit
- agiles Fahrverhalten
- Motor mit erstaunlich viel Druck
- für größere Fahrer etwas zu klein
- Sound könnte deftiger sein
- Lambda-Sonde unterhalb des Krümmers sticht ins Auge
- Kraftvoller Motor
- Stabiles Fahrwerk
- Bedienung
- Elektronische Helfer
- Bremsen
- Soziustauglichkeit
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 165 | kg |
| Radstand | 1.357 | mm |
| Radstand | 1.357 | mm |
| Sitzhöhe: | 800-820 | mm |
| Gewicht | 198 | kg |
| Radstand | 1.497 | mm |
| Radstand | 1.497 | mm |
| Sitzhöhe: | 835 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | 1-Zylinder, 4-Takt Motor | |
| Hubraum | 399 | ccm |
| Hub | 64 | mm |
| Bohrung | 89 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | 2-Zylinder, 4-Takt, V2 75° | |
| Hubraum | 1.301 | ccm |
| Hub | 71 | mm |
| Bohrung | 108 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 45 PS bei 8.500 U/Min | |
| Drehmoment | 39 NM bei 7.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 160 | km/h |
| Tankinhalt | 13 | Liter |
| Reichweite | 387 | km |
| Leistung | 180 PS bei 9.500 U/Min | |
| Drehmoment | 140 NM bei 8.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 250 | km/h |
| Tankinhalt | 16 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 287 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | GitterrohrGitterrohrrahmen, pulverbeschichtet | |
| Federung vorne | WP APEX 43 (Federweg 150)mm | |
| Federung hinten | WP APEX Monoshock (Federweg 150)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 110/70 17 Zoll | |
| Reifen hinten | 150/60 17 Zoll | |
| Rahmenbauart | Gitterrohrrahmen, pulverbeschichtet | |
| Federung vorne | WP-USD Ø 48 mm (Federweg 125)mm | |
| Federung hinten | WP-Monoshock per Umlenkung (Federweg 140)mm | |
| Aufhängung hinten | Einarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70 ZR17 | |
| Reifen hinten | 200/55-17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Einzelscheibe, Vierkolben-Radialfestsattel ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Zweikolben-Bremssattel ( Ø 240 mm) | |
| Bremsen vorne | 2 x Brembo Stylema Monoblock Vierkolben-Radialfestsattel, Bremsscheiben, schwimmend ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Brembo Zweikolben-Festsattel ( Ø 240 mm) | |
Fazit
Die neue KTM 390 Duke hat gegenüber der Vorgängerin ordentlich zugelegt. Die Ausstattung ist besser, der Motor drückt etwas mehr und sie ist optisch erwachsener geworden. Der Preis scheint im ersten Moment hoch zu sein, vergleicht man diesen aber mit dem Wettbewerb und zieht die famose Ausstattung der Duke ins Kalkül, so stellt sich die Sache schon ganz anders dar.Die Testmaschine wurde uns freundlicherweise von Motorrad Ruser in Haseldorf zur Verfügung gestellt. Dort steht die KTM 390 Duke in Blau als Vorführer bereit und freut sich auf viele Probefahrer! Bei Motorrad Ruser gibt es auch neue Maschinen von Yamaha und natürlich auch alle anderen KTMs als Testbikes, ein Besuch lohnt sich also auf jeden Fall. Auch ein Blick auf das Angebot an gebrauchten Maschinen lohnt sich.
Fazit - doch kein Biest
Ist die Super Duke das Biest, wie KTM sie selber nennt? Nein. Trotz all der formidablen Leistung, die immer zur Verfügung steht: Kaum je wurde diese so verantwortungsbewusst dargeboten. Biestig ist hier nichts, was für ein Glück. Die Super Duke wird öfter Freudentränen statt Angstschweiß produzieren.
Die KTM ist ein umgängliches Motorrad, das sich selbst in der Stadt nicht unwohl fühlt. Für ein Naked Bike ist die Soziustauglichkeit verträglich, der Windschutz hingegen … nunja. Wer jemals die Höchstgeschwindigkeit von 280 km/h ausprobieren will, sollte sich gut festhalten oder mit 30 Metern doppelseitigem Klebeband am Bike fixieren.
Ansonsten: Daumen hoch!
Das Test-Bike wurde uns von Motorrad-Ruser zur Verfügung gestellt.
MotorradTest.de auf YouTube
KTM 390 Duke vs KTM 1290 Super Duke R: Vergleich der beiden KTM-Naked-Bikes
Wer sich zwischen der KTM 390 Duke und der KTM 1290 Super Duke R entscheiden möchte, steht vor einer spannenden Gegenüberstellung: Auf der einen Seite ein agiles, leicht zu beherrschendes Naked Bike, das im Alltag und auf kurvigen Strecken schnell Spaß macht. Auf der anderen Seite ein deutlich größerer, kraftvoller Charakter, der auf Dynamik und Durchzug ausgelegt ist und auch bei höheren Geschwindigkeiten souverän wirkt. Beide Modelle tragen das KTM-typische Konzept: direkt, sportlich und mit dem Anspruch, Fahrspaß spürbar zu machen.
Im folgenden Vergleich geht es darum, wie sich die beiden Bikes in der Praxis unterscheiden – nicht nur auf dem Papier, sondern vor allem in den Bereichen, die im Alltag und beim Fahren wirklich zählen: Motor und Antrieb, Fahrgefühl, Bremsen, Fahrwerk, Ergonomie sowie die Frage, wie gut die jeweiligen Stärken zu unterschiedlichen Fahrprofilen passen.
Motorcharakter: vom agilen Alltagsantrieb bis zum brutalen Durchzug
Die KTM 390 Duke steht für einen Motor, der sich leichtfüßig anfühlt und schnell auf Gasbefehle reagiert. Das macht sie besonders attraktiv, wenn häufig Stadtverkehr, Ampeln und zügige Richtungswechsel auf dem Plan stehen. Der Antrieb wirkt dabei eher wie ein „Sprinter“: nicht zwingend auf maximale Spitzenwerte ausgelegt, aber sehr lebendig und dadurch im Alltag angenehm zu fahren.
Die KTM 1290 Super Duke R dagegen ist ein ganz anderes Kaliber. Hier steht deutlich mehr Kraft zur Verfügung, und das merkt man vor allem beim Beschleunigen aus niedrigeren Drehzahlen und beim Überholen. Während die 390 Duke eher über Leichtigkeit und Drehfreude überzeugt, spielt die Super Duke R ihre Stärken über den starken Vortrieb und die souveräne Leistungsentfaltung aus. Das Fahrgefühl ist weniger „kurz und knackig“, sondern eher „durchgehend kraftvoll“.
Stärken und Schwächen im Motorvergleich
- KTM 390 Duke: Stärken liegen in der unmittelbaren Reaktion, der einfachen Handhabung und dem unkomplizierten Fahrspaß. Schwäche: Wer dauerhaft hohe Reserven für sehr sportliche Fahrweise sucht, wird bei der 390 Duke schneller an Grenzen stoßen.
- KTM 1290 Super Duke R: Stärken liegen in Durchzug, Reserven und dem Gefühl, dass Leistung jederzeit abrufbar ist. Schwäche: Der Charakter verlangt mehr Aufmerksamkeit – nicht im Sinne von „schwierig“, aber die Leistung ist so präsent, dass man sie bewusst dosieren muss.
Fahrdynamik: leichtes Handling vs. souveräne Kraftentfaltung
Beim Thema Fahrdynamik zeigt sich der Unterschied zwischen beiden Konzepten besonders klar. Die KTM 390 Duke wirkt im Stadtverkehr und auf kurvigen Strecken sehr handlich. Richtungswechsel gehen leicht von der Hand, und das Motorrad fühlt sich insgesamt „kontrollierbar“ an – auch dann, wenn das Tempo mal steigt oder die Strecke enger wird. Gerade für Fahrer, die gerne aktiv fahren, aber nicht ständig das Gefühl haben wollen, das Motorrad „im Griff halten“ zu müssen, ist das ein großer Pluspunkt.
Die KTM 1290 Super Duke R ist ebenfalls sportlich, aber auf eine andere Art. Sie vermittelt mehr Stabilität und Souveränität, besonders wenn das Tempo hoch ist oder die Straße nicht perfekt glatt. In schnellen Passagen wirkt sie wie ein „Anker“: Die Kraft kommt, das Bike bleibt ruhig, und man kann sich stärker auf die Linie konzentrieren. In engen Situationen kann das größere Format jedoch spürbar sein – nicht als Nachteil im Sinne von „unfahrbar“, sondern als Unterschied im Gefühl für Gewicht und Trägheit.
Kurvenfahren und Alltag
Die 390 Duke spielt ihre Stärken in engen Kurven und bei häufigem Richtungswechsel aus. Die Super Duke R ist besonders dann im Element, wenn die Strecke mehr Raum bietet: längere Kurvenradien, zügige Richtungswechsel und das Gefühl, dass man aus jeder Kurve heraus „mehr“ bekommt.
Bremsen und Fahrwerk: Performance für unterschiedliche Ansprüche
Bremsen und Fahrwerk sind bei beiden KTM-Modellen auf sportliches Fahren ausgelegt. Dennoch unterscheiden sich die Schwerpunkte. Die KTM 390 Duke bietet ein Setup, das sich auf kontrollierte Verzögerung und ein sicheres Einlenken konzentriert. Das Motorrad lässt sich dadurch gut dosieren – ideal, wenn man im Alltag häufiger bremsen muss und wenn die Strecke mal unruhig ist.
Die KTM 1290 Super Duke R ist auf deutlich höhere Leistungs- und Geschwindigkeitsbereiche ausgelegt. Das Fahrwerk und die Bremsanlage wirken entsprechend „erwachsener“: Sie unterstützen eine sportliche Fahrweise auch dann, wenn man stärker beschleunigt und später bremst. Gleichzeitig kann das Setup je nach Fahrstil und Untergrund spürbarer sein – wer eher entspannt unterwegs ist, merkt den Performance-Fokus stärker als bei der 390 Duke.
Stärken und Schwächen im Fahrwerks-/Bremsgefühl
- KTM 390 Duke: Stärken: gut dosierbar, angenehm für gemischte Strecken, wirkt im Alltag unkompliziert. Schwäche: Wer sehr aggressiv fährt oder häufig aus hohen Geschwindigkeiten heraus bremst, wird die Grenzen früher erreichen.
- KTM 1290 Super Duke R: Stärken: hohe Reserven, sportliche Stabilität, starkes Brems- und Fahrwerksgefühl bei zügiger Gangart. Schwäche: weniger „lässig“ als die 390 Duke – das Motorrad fordert eher einen aktiveren Umgang.
Ergonomie und Sitzposition: kompakt vs. sportlich-ambitioniert
Die KTM 390 Duke ist in der Ergonomie auf ein alltagstaugliches, sportliches Fahren ausgelegt. Die Sitzposition wirkt eher kompakt und ermöglicht eine gute Übersicht. Das ist besonders hilfreich, wenn häufig in der Stadt gefahren wird oder wenn kurze Strecken mit wechselndem Tempo anstehen.
Die KTM 1290 Super Duke R bringt eine deutlich sportlichere Ausrichtung mit. Die Sitzposition unterstützt zügiges Fahren und das aktive Arbeiten mit dem Motorrad. Für längere Touren kann das je nach Körperbau und Fahrgewohnheit sehr gut funktionieren – oder man merkt schneller, dass man mehr „Sportmodus“ fährt als „Tourenmodus“.
Für wen passt welche Sitzhaltung?
Wer ein Motorrad sucht, das sich schnell anfühlt und im Alltag flexibel bleibt, wird mit der 390 Duke meist zufriedener sein. Wer dagegen ein Bike möchte, das auch bei sportlicher Fahrweise ein klares Gefühl für Linie, Stabilität und Performance vermittelt, findet in der Super Duke R eher den passenden Charakter.
Alltagstauglichkeit: zwischen Wendigkeit und Langstrecken-Anspruch
Die KTM 390 Duke ist als Alltagsmaschine besonders stark, weil sie leicht zu bewegen ist und sich im Stadtverkehr nicht „groß“ anfühlt. Das macht sie auch für Einsteiger oder Wiedereinsteiger interessant, sofern die Fahrpraxis und das eigene Tempo zur Maschine passen. Außerdem ist sie ideal, wenn das Motorrad häufig für kurze Strecken genutzt wird und man dabei trotzdem sportlichen Anspruch möchte.
Die KTM 1290 Super Duke R ist weniger „Kurzstrecken-kompromisslos“, sondern eher „Touren mit Anspruch“. Sie eignet sich besonders, wenn längere Strecken gefahren werden, wenn Überholmanöver häufig vorkommen oder wenn man einfach das Gefühl liebt, dass das Motorrad jederzeit Reserven hat. Im Alltag ist sie natürlich auch fahrbar, aber der Charakter ist klar auf Performance getrimmt.
Fazit: Welches Bike ist für wen die bessere Wahl?
Die KTM 390 Duke ist die bessere Wahl, wenn ein Motorrad gesucht wird, das im Alltag leicht zu handeln ist, schnell auf Gasbefehle reagiert und auf kurvigen Strecken durch Wendigkeit und Agilität überzeugt. Sie passt besonders gut zu Fahrprofilen, die aus Stadtverkehr, kurzen bis mittleren Strecken und häufigem Richtungswechsel bestehen. Wer Spaß an einem lebendigen, unkomplizierten Fahrgefühl hat und nicht ständig maximale Reserven braucht, findet in der 390 Duke ein sehr stimmiges Gesamtpaket.
Die KTM 1290 Super Duke R empfiehlt sich, wenn mehr Leistung, mehr Durchzug und ein deutlich sportlicherer Charakter im Vordergrund stehen. Sie ist ideal für Fahrer, die gerne zügig unterwegs sind, Reserven schätzen und auf längeren Strecken ein souveränes, stabileres Fahrgefühl suchen. Wer das Motorrad als Performance-Werkzeug versteht und die Kraft bewusst nutzt, bekommt mit der Super Duke R genau dieses Erlebnis.
Kurz gesagt: Agilität und Alltag sprechen für die 390 Duke, Power und sportliche Souveränität für die 1290 Super Duke R.