| UVP | 12.499 € | |
| Baujahr | von 2009 bis 2026~ | |
| UVP | 22.100 € | |
| Baujahr | von 2020 bis 2025 | |
Pro und Kontra
- leicht und wendig
- für Gelände und Straße (und Reise)
- kräftiger Einzylinder mit Charakter
- erstaunlich komplettes Elektronik-Paket
- voll einstellbares Fahrwerk
- wertige Details
- famoser QuickShifter
- spartanisches Display
- Optik zum Niederknien
- Motor mit großem, nutzbaren Drehzahlband
- Modernste Technik
- Top Bremsen
- Triple-Sound vom Feinsten
- einstellbares Fahrwerk
- auf Dauer anstrengende Sitzposition
- Beifahrer nur für den Notfall
- bescheidener Lenkeinschlag inkl. Daumenklemm-Garantie
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 162 | kg |
| Radstand | 1.506 | mm |
| Radstand | 1.506 | mm |
| Sitzhöhe: | 935 | mm |
| Gewicht | 198 | kg |
| Radstand | 1.380 | mm |
| Länge | 2.030 | mm |
| Radstand | 1.380 | mm |
| Sitzhöhe: | 830 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | 1-Zylinder, 4-Takt Motor | |
| Hubraum | 693 | ccm |
| Hub | 80 | mm |
| Bohrung | 105 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | 3-Zylinder Reihe, Viertakt | |
| Hubraum | 798 | ccm |
| Hub | 54 | mm |
| Bohrung | 79 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 79 PS bei 8.000 U/Min | |
| Drehmoment | 73 NM bei 6.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 160 | km/h |
| Tankinhalt | 14 | Liter |
| Verbrauch | 4 | l pro 100km |
| Reichweite | 300 | km |
| Leistung | 148 PS bei 13.000 U/Min | |
| Drehmoment | 88 NM bei 10.600 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 240 | km/h |
| Tankinhalt | 16 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 258 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Gitterrohrrahmen | |
| Federung vorne | WP XPLOR-USD, Ø 48 mm (Federweg 265)mm | |
| Federung hinten | WP XPLOR mit Pro-Lever Umlenkung (Federweg 250)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 21 Zoll 90mm | |
| Reifen hinten | 18 Zoll 140mm | |
| Rahmenbauart | ALS Steel tubular trellis | |
| Federung vorne | Marzocchi USD 43mm (Federweg 125)mm | |
| Federung hinten | Sachs Zentralfederbein (Federweg 123)mm | |
| Aufhängung hinten | Aluminiumguss-Einarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70 - ZR 17 | |
| Reifen hinten | 180/55 - ZR 17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Brembo Zweikolben-Schwimmsattel, Bremsscheibe ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen hinten | 1-Kolben-Schwimmsattel ( Ø 240 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe ( Ø 220 mm) | |
Fazit - was bleibt hängen
Gute Güte, was für eine Maschine! Seit dem Erscheinen der Superveloce 2020 habe ich mich nach einem ausführlichen Ausritt gesehnt. Und ich habe jede Minute mit der MV genossen. Natürlich ist auch die Superveloce in machen Dingen eine kleine italienische Diva, aber insgesamt war ich schon überrascht, wie ausgewogen sie ist. Sie ist herrlich unvernünftig laut und wenig alltagstauglich und wird daher entweder über Landstraßen und Rennstrecken gescheucht oder eben ins Wohnzimmer gestellt - obwohl sie dafür eigentlich zu schade wäre. Am besten für beide Zwecke gleich zwei bestellen!Das Testbike wurde uns freundlicherweise von Bergmann & Söhne in Hamburg zur Verfügung gestellt. Dort steht sie in Rot als Vorführer und in Gelb zum Anschauen. Überhaupt lohnt sich ein Besuch am Nedderfeld allemal, denn die MV-Ausstellung von Bergmann und Söhne ist für jeden Motorrad-Fan eine Offenbarung. Man darf sich doch tatsächlich kostenlos all diese Kunstwerke aus Varese ansehen und sich sogar draufsetzen. Leute, macht das, solange das noch möglich ist. Denn wer weiß, vielleicht müssen wir irgendwann einmal auch Motorräder online bestellen ... möge das bitte noch lange dauern.
MotorradTest.de auf YouTube
KTM 690 Enduro R vs. MV Agusta Superveloce 800 – Vergleich im Motorradtest
Wenn zwei Motorräder so unterschiedlich wirken wie die KTM 690 Enduro R und die MV Agusta Superveloce 800, wird der Vergleich besonders spannend. Hier treffen eine kompromissorientierte Enduro-Philosophie auf eine sportlich geprägte, markante Supersport-Interpretation. Beide Maschinen machen Spaß – aber auf sehr unterschiedliche Art. Genau darum geht es in diesem Vergleich: nicht darum, welches Bike „besser“ ist, sondern welches besser zum eigenen Fahrstil, zum Einsatzgebiet und zu den eigenen Prioritäten passt.
Grundidee: Enduro-Charakter vs. sportliche Eleganz
KTM 690 Enduro R: bereit für gemischte Strecken
Die KTM 690 Enduro R ist als Motorrad gedacht, das nicht nur auf Asphalt funktioniert. Der Fokus liegt auf einem agilen, leicht zu bewegenden Setup, das auch auf Schotter, Waldwegen oder unübersichtlichen Strecken souverän bleibt. Das Fahrgefühl ist dabei eher direkt und „hands-on“: Gas, Lenkimpulse und Gewichtsverlagerung greifen schnell ineinander.
MV Agusta Superveloce 800: sportlich, präzise, anspruchsvoll
Die MV Agusta Superveloce 800 steht dagegen klar für sportliches Fahren auf der Straße. Sie wirkt wie ein Motorrad, das Kurven nicht nur durchfährt, sondern regelrecht „auszeichnet“. Die Abstimmung zielt auf Dynamik, saubere Rückmeldung und ein sportliches Gesamtpaket. Wer gern zügig unterwegs ist, findet hier eine Maschine, die sich mit klarer Linie und spürbarer Kontrolle anfühlt.
Motorcharakter und Ansprechverhalten
Beim Motor trennt sich die Spreu schnell. Die KTM 690 Enduro R setzt auf einen Charakter, der sich wie gemacht anfühlt für wechselnde Untergründe: Das Ansprechverhalten wirkt lebendig, die Leistung kommt so, dass man in vielen Situationen fein dosieren kann. Gerade beim Beschleunigen aus Kurven oder beim Herausfahren aus langsamem Tempo ist das ein Vorteil, weil das Motorrad nicht „nur“ schnell ist, sondern auch gut kontrollierbar.
Die MV Agusta Superveloce 800 spielt ihre Stärken eher in einem sportlichen Drehzahlbereich aus. Das Gefühl ist oft: weniger „Offroad-Feeling“, mehr „Straßen-Performance“. Wer gern zügig beschleunigt, spürt eine klare Dynamik, die das Motorrad in Richtung sportlicher Fahrweise zieht. Das macht sie besonders attraktiv für Fahrer, die Kurven und Tempo als Hauptthema sehen.
Fahrwerk und Handling: agil oder präzise?
KTM 690 Enduro R: leicht zu bewegen, robust im Alltag
Das Fahrwerk der KTM 690 Enduro R ist auf Vielseitigkeit ausgelegt. Das Motorrad lässt sich im Alltag und auf wechselndem Untergrund gut positionieren. Gerade wenn die Strecke nicht perfekt ist, zeigt sich die Stärke: Unebenheiten werden eher „mitgenommen“, ohne dass das Fahrgefühl komplett verloren geht. Das Handling wirkt dadurch besonders praktisch, wenn man nicht nur die schnellste Linie sucht, sondern auch die sicherste.
MV Agusta Superveloce 800: sportliche Präzision in Kurven
Die MV Agusta Superveloce 800 wirkt im Vergleich stärker auf Kurvenpräzision getrimmt. In zügigen Passagen fühlt sich das Motorrad oft wie ein Werkzeug an, das die gewünschte Linie zuverlässig unterstützt. Das kann bedeuten, dass man sich schneller „eingroovt“ und das Motorrad mit einem klaren Gefühl in Schräglage bringt. Gleichzeitig ist das Setup eher auf Straße optimiert – wer häufig auf schlechten Wegen unterwegs ist, wird den Unterschied eher merken.
Bremsen und Fahrstabilität
Bei beiden Motorrädern steht Sicherheit und Kontrolle im Vordergrund, aber die Schwerpunkte unterscheiden sich. Die KTM 690 Enduro R profitiert davon, dass sie für wechselnde Bedingungen gedacht ist. Das kann sich so anfühlen, dass man beim Bremsen und Dosieren mehr „Spielraum“ hat, weil das Motorrad insgesamt auf Stabilität in unterschiedlichen Situationen ausgelegt ist.
Die MV Agusta Superveloce 800 spielt ihre Stärken eher im sportlichen Bremsen aus. In zügigen Situationen wirkt die Rückmeldung oft direkter, was das Vertrauen in die Verzögerung erhöht. Wer häufig dynamisch fährt, bekommt hier ein Setup, das sich sehr gut anfühlt, wenn man die Maschine aktiv bewegt.
Ergonomie und Sitzgefühl
Die Sitzposition ist ein entscheidender Punkt, weil sie beeinflusst, wie lange man sich wohlfühlt – und wie entspannt man ankommt. Die KTM 690 Enduro R wirkt im Gesamtkonzept eher „aufrecht und beweglich“, was besonders dann hilft, wenn man auch mal stehen oder sich anders positionieren möchte. Das ist praktisch, wenn die Strecke nicht nur aus glattem Asphalt besteht oder wenn man im Alltag öfter mal umsetzt.
Die MV Agusta Superveloce 800 ist eher sportlich ausgelegt. Das bedeutet: Man sitzt meist so, dass man schneller in eine sportliche Haltung kommt und das Motorrad aktiv führen kann. Für Kurvenfahrten ist das ein Plus, für sehr lange, entspannte Touren kann es je nach Körpergröße und Fahrstil weniger „entspannt“ wirken.
Alltagstauglichkeit: Stadt, Pendeln und Tour
Im Alltag zählt nicht nur die Leistung, sondern auch die Frage: Wie unkompliziert ist das Motorrad im täglichen Rhythmus? Die KTM 690 Enduro R punktet häufig durch ihre Vielseitigkeit. Sie wirkt wie ein Motorrad, das man gern auch mal „einfach nimmt“, wenn die Route nicht ganz klar ist. Gerade wenn es nach der Arbeit noch kurz rausgeht und dabei auch mal schlechte Straßen oder Baustellenabschnitte vorkommen, ist die Enduro-Logik ein Vorteil.
Die MV Agusta Superveloce 800 ist im Alltag eher die Maschine für Fahrer, die bewusst sportlich unterwegs sind. Sie macht Spaß, wenn die Strecke kurvig ist und man das Motorrad nicht nur von A nach B bewegt, sondern die Fahrt selbst genießt. Für sehr unruhige Strecken oder häufiges „Stop-and-go“ kann das sportliche Setup je nach Gewohnheit weniger komfortabel wirken.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
Stärken der KTM 690 Enduro R
- Vielseitigkeit: geeignet für gemischte Strecken und wechselnde Untergründe.
- Agiles Handling: wirkt leicht zu kontrollieren und schnell in der Positionierung.
- Praktischer Charakter: macht auch dann Spaß, wenn die Strecke nicht „perfekt“ ist.
Schwächen der KTM 690 Enduro R
- Sportlicher Fokus ist nicht der Hauptpunkt: Wer ausschließlich sportliche Kurvenjagd sucht, könnte sich stärker „straßenorientierte“ Abstimmungen wünschen.
- Enduro-Feeling ist Teil des Konzepts: Das kann für manche Fahrer weniger „edel“ wirken als ein rein straßenorientiertes Bike.
Stärken der MV Agusta Superveloce 800
- Sportliche Präzision: fühlt sich in zügigen Passagen sehr kontrolliert an.
- Kurvenorientierung: das Motorrad lädt zu dynamischem Fahren ein.
- Charakter: wirkt wie ein Motorrad, das man gern „ausfährt“.
Schwächen der MV Agusta Superveloce 800
- Straßenfokus: auf schlechten Wegen ist der Unterschied zur Enduro-Philosophie spürbar.
- Ergonomie: sportliche Haltung kann je nach Fahrstil und Strecke weniger entspannt sein.
Für wen lohnt sich welcher Vergleich?
Der wichtigste Punkt: Beide Motorräder sind keine „Kompromisslosigkeit“ in derselben Richtung. Die KTM 690 Enduro R ist besonders attraktiv, wenn das Einsatzgebiet breit ist – also wenn Asphalt nur ein Teil der Realität ist. Wer gern spontan fährt, auch mal abseits der perfekten Strecke unterwegs ist oder ein Motorrad sucht, das sich leicht bewegen lässt, findet hier eine starke Basis.
Die MV Agusta Superveloce 800 lohnt sich vor allem dann, wenn die Straße und die sportliche Fahrweise im Mittelpunkt stehen. Wer Kurven liebt, gern zügig unterwegs ist und ein Motorrad möchte, das sich in sportlicher Linie sehr präzise anfühlt, bekommt mit der Superveloce 800 eine Maschine, die genau dafür gemacht wirkt.
Fazit:
Die KTM 690 Enduro R ist die bessere Wahl für alle, die ein vielseitiges Motorrad suchen: für gemischte Strecken, spontane Routen und ein Handling, das auch auf weniger perfekten Wegen Spaß macht. Sie punktet mit Agilität, einem lebendigen Ansprechverhalten und einem Konzept, das Alltag und Abenteuer zusammenbringt. Wer dagegen vor allem Kurven auf der Straße sucht und ein Motorrad möchte, das sportliche Dynamik und präzise Rückmeldung in den Vordergrund stellt, wird mit der MV Agusta Superveloce 800 glücklicher. Sie fühlt sich besonders dann richtig an, wenn die Fahrt bewusst zügig und fahrerisch gestaltet wird. Kurz gesagt: Enduro-Realität gewinnt bei der KTM – Sport-Straße gewinnt bei der MV Agusta.