UVP 12.499 €
Baujahr von 2009 bis 2026~
UVP 20.400 €
Baujahr von 2022 bis 2024
Test des Einzylinder Fun-Bikes
Weiter zum Testbericht
Was kann der neue Mischling aus Café-Racer und Super-Sportler?
Weiter zum Testbericht

Pro und Kontra

Pro:
  • leicht und wendig
  • für Gelände und Straße (und Reise)
  • kräftiger Einzylinder mit Charakter
  • erstaunlich komplettes Elektronik-Paket
  • voll einstellbares Fahrwerk
  • wertige Details
  • famoser QuickShifter
Kontra:
  • spartanisches Display
Pro:
  • Wahsinns-Motor mit Raketen-Schubkraft
  • fauchender Triple-Sound
  • zupackende Brembo Stylema Bremsanlage
  • volle Hütte inkl. semi-aktiven Fahrwerk von Öhlins
  • nahezu einzigartiges Design
Kontra:
  • sportlich fordernde Sitzposition
  • Soziusbetrieb 1b
  • Standgeräusch 98 db (konnte auch bei Pro stehen)

Abmessungen & Gewicht

Gewicht162kg
Radstand1.506mm
Radstand1.506mm
Sitzhöhe: 935 mm
Gewicht199kg
Radstand1.439mm
Länge2.090mm
Radstand1.439mm
Sitzhöhe: 830 mm
Höhe1.120mm

Motor

Motor-Bauart1-Zylinder, 4-Takt Motor
Hubraum693ccm
Hub80mm
Bohrung105mm
Kühlungflüssig
AntriebKette
Gänge6
Motor-BauartDreizylinder-12V-DOHC-Reihenmotor
Hubraum1.160ccm
Hub61mm
Bohrung90mm
Kühlungflüssig
AntriebX-Ring-Kette
Gänge6

Fahrleistungen

Leistung79 PS bei 8.000 U/Min
Drehmoment73 NM bei 6.500 U/Min
Höchstgeschw.160km/h
Tankinhalt14Liter
Verbrauch4l pro 100km
Reichweite300km
Leistung180 PS bei 10.750 U/Min
Drehmoment125 NM bei 9.000 U/Min
Höchstgeschw.245km/h
Tankinhalt16Liter
Verbrauch6l pro 100km
Reichweite246km

Fahrwerk

RahmenbauartGitterrohrrahmen
Federung vorneWP XPLOR-USD, Ø 48 mm (Federweg 265)mm
Federung hintenWP XPLOR mit Pro-Lever Umlenkung (Federweg 250)mm
Aufhängung hintenZweiarmschwinge
Reifen vorne21 Zoll 90mm
Reifen hinten18 Zoll 140mm
RahmenbauartDoppelrohrrahmen mit verschraubtem Heckrahmen
Federung vorneVoll einstellbare 43 mm Öhlins Up-Side-Down-Gabel, Öhlins S-EC 2.0 OBTi Fahrwerk mit elektronisch einstellbarer Zug- und Druckstufendämpfung (Federweg 120)mm
Federung hintenÖhlins Monoshock Hinterradaufhängung mit Umlenkung, Öhlins S-EC 2.0 OBTi Fahrwerk mit elektronisch einstellbarer Zug- und Druckstufendämpfung (Federweg 120)mm
Aufhängung hintenAlu-Einarmschwinge
Reifen vorne120/70 ZR17
Reifen hinten190/55 ZR17

Bremsen

Bremsen vorneBrembo Zweikolben-Schwimmsattel, Bremsscheibe ( Ø 300 mm)
Bremsen hinten1-Kolben-Schwimmsattel ( Ø 240 mm)
Bremsen vorneDoppelscheibe, Brembo Stylema Monoblock-Radialsättel, Kurven-ABS, radialer Handbremszylinder ( Ø 320 mm)
Bremsen hintenEinzelscheibe, Brembo-Doppelkolbenschwimmsattel ( Ø 220 mm)

Fazit - was bleibt hängen

Was für ein Traumbike, die Speed Triple 1200RR! Vor allem der Motor und das Fahrwerk werden uns im Gedächtnis bleiben. Die Sitzposition allerdings auch: Wie gesagt, das ist nichts für Bandscheiben-Geschädigte oder die, die es werden wollen. Ansonsten ist das Konzept der RR relativ einzigartig. Lediglich die MV Agusta Superveloce verfolgt einen ähnlichen Ansatz: Optik Café-Racer, alles andere Racer-Racer. Wir hatten jedenfalls jede Menge Spaß mit der Triumph Speed Triple 1200 RR.
 
Das Testbike wurde uns zur Verfügung gestellt von Triumph-Hamburg. Wer Bock hat auf eine Probefahrt: Dort steht sie als Vorführer und freut sich schon auf jede Menge Probefahrten, dazu ist sie schließlich da.

Preis/Verfügbarkeit/Farben/Baujahre

  • Preis: ab 20.400€
  • Verfügbarkeit: ab 04/2022
  • Farben: rot, weiß

MotorradTest.de auf YouTube

KTM 690 Enduro R vs Triumph Speed Triple 1200 RR – der Vergleich

Wenn zwei Motorräder auf den ersten Blick völlig unterschiedliche Welten repräsentieren, wird die Entscheidung oft besonders spannend. Die KTM 690 Enduro R steht für kompakte Enduro-Fähigkeiten, agiles Handling und eine Fahrweise, die auch abseits der Komfortzone Spaß macht. Die Triumph Speed Triple 1200 RR dagegen ist ein kraftvolles Naked-Bike mit sportlichem Anspruch, das auf der Straße seine Stärken ausspielt: dynamisch, präzise und mit einem Motor, der spürbar nach vorne drückt.

Im folgenden Vergleich schauen wir auf die typischen Unterschiede, die im Alltag und auf der Strecke den Ausschlag geben: Motorcharakter, Fahrdynamik, Fahrwerk und Bremsen, Elektronik sowie Ergonomie und Einsatzprofil. Dabei werden die Stärken und Schwächen beider Modelle gegeneinander abgewogen – damit die Wahl leichter fällt.

Grundcharakter: Enduro-Agilität vs. sportliche Naked-Power

KTM 690 Enduro R: leicht, direkt, vielseitig

Die KTM 690 Enduro R wirkt wie ein Motorrad, das man gern „einfach nimmt“. Der Fokus liegt auf Agilität und Kontrolle: Das Bike ist so ausgelegt, dass es sich in wechselndem Terrain wohlfühlt. Gerade auf Landstraßen mit schlechterem Belag oder auf Wegen, die nicht ganz „asphaltsauber“ sind, spielt die Enduro-Philosophie ihre Vorteile aus. Die Sitzposition unterstützt eine aktive Fahrweise, bei der man das Motorrad mit dem Körper führt.

Triumph Speed Triple 1200 RR: souverän, schnell, straßenorientiert

Die Triumph Speed Triple 1200 RR ist dagegen klar auf die Straße zugeschnitten. Sie vermittelt ein Gefühl von Stabilität und Durchzug, besonders wenn es zügig durch Kurven geht. Das Motorrad ist weniger „Terrain-Tool“, mehr Performance-Naked. Wer gern sportlich fährt, findet hier eine Maschine, die den Fahrer unterstützt, ohne dass man ständig „gegen“ das Bike arbeiten muss.

Motor und Fahrgefühl: Wie sich die Leistung anfühlt

Leistungsentfaltung im Vergleich

Im Vergleich zeigt sich ein grundlegender Unterschied: Die KTM 690 Enduro R ist auf direkte Reaktion und kontrollierbare Dynamik ausgelegt. Das macht sie besonders interessant, wenn man häufig zwischen Schräglage, Bodenwellen und wechselnder Traktion wechselt. Die Triumph Speed Triple 1200 RR setzt dagegen auf kraftvolle Beschleunigung und ein deutlich sportlicheres „Anpacken“ aus dem Drehzahlbereich heraus. Das fühlt sich vor allem dann stark an, wenn man zügig aus Kurven heraus beschleunigt und dabei Reserven spürt.

Charakter in der Praxis

Die KTM wirkt im Alltag oft „handlicher“ im Kopf: Gas geben fühlt sich fein dosierbar an, und das Motorrad bleibt dabei gut beherrschbar. Die Triumph hingegen ist eher das Bike, das man spürt, wenn man es fordert: Dann kommt die Leistung nicht nur an, sie drückt spürbar nach vorn. Wer häufig gemütlich fährt, wird die Triumph trotzdem genießen – aber ihr Potenzial entfaltet sich besonders bei sportlicher Nutzung.

Fahrwerk und Handling: Präzision vs. Vielseitigkeit

KTM 690 Enduro R: Fahrbarkeit auch abseits des Ideals

Die KTM 690 Enduro R ist darauf ausgelegt, Unebenheiten nicht nur zu „überstehen“, sondern sie im Fahrgefühl zu integrieren. Das hilft, wenn der Belag wechselt oder wenn man sich auf Strecken bewegt, die nicht ausschließlich perfekt sind. Das Handling ist dabei eher agil als „schwer auf Schiene“ – ein Vorteil, wenn man oft umstellt, bremst, wieder ansetzt und die Linie flexibel wählt.

Triumph Speed Triple 1200 RR: Stabilität in schnellen Passagen

Die Triumph Speed Triple 1200 RR spielt ihre Stärken vor allem in schnellen, flüssigen Abschnitten aus. Das Fahrwerk wirkt auf der Straße sehr präzise, die Maschine lässt sich in der Schräglage gut kontrollieren. Gerade bei zügigem Tempo und klaren Linien fühlt sich das Motorrad „eingestellt“ an: Man bekommt Rückmeldung, kann früh planen und bleibt in der Kurve ruhig.

Bremsen und Sicherheit: Vertrauen beim Verzögern

Beim Vergleich der Bremsen zeigt sich: Beide Motorräder sind auf sportliche Nutzung ausgelegt, aber mit unterschiedlichem Schwerpunkt. Die KTM 690 Enduro R ist so abgestimmt, dass sie auch bei wechselnden Bedingungen zuverlässig wirkt. Das ist besonders wertvoll, wenn man nicht immer auf gleichmäßigem Asphalt unterwegs ist. Die Triumph Speed Triple 1200 RR bietet dagegen ein sehr direktes, sportlich wirkendes Bremsgefühl, das zu schnellen Richtungswechseln und zügigem Fahren passt.

In der Praxis bedeutet das: Wer häufig auf „gemischten“ Strecken unterwegs ist, profitiert von der KTM-Logik. Wer dagegen regelmäßig sportlich auf der Straße fährt, wird die Triumph-Bremscharakteristik als besonders passend empfinden.

Elektronik und Assistenz: Unterstützung im richtigen Moment

Elektronik bei der KTM 690 Enduro R

Die KTM setzt auf eine Elektronik, die zur Enduro-Idee passt: Traktions- und Fahrmodi sollen das Motorrad in unterschiedlichen Situationen beherrschbar machen. Das hilft, wenn man mal vorsichtiger fährt oder wenn die Haftung nicht konstant ist. Gleichzeitig bleibt das Motorrad so „menschlich“, dass man das Gefühl behält, das Motorrad selbst zu steuern.

Elektronik bei der Triumph Speed Triple 1200 RR

Die Triumph Speed Triple 1200 RR ist deutlich stärker auf Performance und Kontrolle bei sportlicher Fahrweise ausgerichtet. Die Elektronik unterstützt dabei, Leistung und Traktion so zu bündeln, dass man das Motorrad in schnellen Szenarien sicher bewegen kann. Besonders in Kombination mit der kraftvollen Motorcharakteristik entsteht ein sehr stimmiges Gesamtpaket: Man kann zügig fahren, ohne dass das Bike „überrascht“.

Ergonomie und Sitzposition: Wie gut passt das Bike zum Fahrer?

Auch wenn beide Motorräder sportlich wirken, ist die Sitzphilosophie unterschiedlich. Die KTM 690 Enduro R bietet eine Position, die eher nach „aktivem Führen“ aussieht: Man kann den Körper gut einsetzen, was bei wechselndem Terrain und dynamischem Fahren hilft. Die Triumph Speed Triple 1200 RR ist dagegen stärker auf die Straße und sportliche Kontrolle ausgelegt. Die Sitzposition ist so gestaltet, dass man Kurvenarbeit und Beschleunigung effizient umsetzt.

Wer lange Touren plant, sollte vor allem auf das eigene Körpergefühl achten: Die KTM wirkt oft entspannter, wenn man zwischendurch „anders“ fahren möchte. Die Triumph kann bei sportlichem Tempo sehr motivierend sein, verlangt aber eher eine klare Fahrhaltung.

Alltagstauglichkeit: Wofür eignet sich welches Motorrad?

KTM 690 Enduro R im Alltag

Die KTM 690 Enduro R ist besonders dann die richtige Wahl, wenn der Alltag nicht nur aus „glattem Asphalt“ besteht. Sie macht Spaß, wenn man spontan eine Nebenstrecke nimmt, wenn der Weg mal schlechter wird oder wenn man das Motorrad auch für kleine Abenteuer nutzen möchte. Durch die kompakte Art wirkt sie im Stadtverkehr und auf kurzen Strecken oft unkompliziert.

Triumph Speed Triple 1200 RR im Alltag

Die Triumph Speed Triple 1200 RR ist im Alltag vor allem dann stark, wenn man das Motorrad nicht nur als Fortbewegungsmittel sieht, sondern als Erlebnis. Das Bike ist schnell verfügbar, die Beschleunigung macht Laune, und die Straßenlage vermittelt Vertrauen. Wer häufig kurze Strecken fährt, wird die Performance trotzdem genießen – allerdings ist das Motorrad eher „straßenfokussiert“ als „terrainfreundlich“.

Stärken und Schwächen im direkten Vergleich

Stärken der KTM 690 Enduro R

  • Vielseitigkeit: fühlt sich auch auf nicht perfekten Strecken wohl.
  • Agiles Handling: unterstützt eine flexible Fahrweise.
  • Kontrollierbarkeit: Elektronik und Charakter passen zur Enduro-Logik.

Schwächen der KTM 690 Enduro R

  • Straßenfokus ist nicht der Hauptgewinn: Wer ausschließlich sportliche Asphalt-Runden fährt, bekommt die Triumph-Performance-Philosophie direkter.
  • Anspruch an die Nutzung: Das volle Potenzial zeigt sich besonders, wenn man die Vielseitigkeit wirklich nutzt.

Stärken der Triumph Speed Triple 1200 RR

  • Sportliche Performance: kraftvoller Vortrieb und souveräne Dynamik.
  • Präzises Fahrgefühl auf der Straße.
  • Elektronik für Tempo: unterstützt sportliche Manöver sehr stimmig.

Schwächen der Triumph Speed Triple 1200 RR

  • Weniger „Allround“ im Sinne von Terrain: Für gemischte Strecken ist die KTM im Vorteil.
  • Fahrstilabhängig: Wer eher gemütlich fährt, nutzt nicht automatisch das volle Potenzial aus.

Welche Wahl passt besser? – Fazit

Die KTM 690 Enduro R ist die bessere Wahl, wenn ein Motorrad gesucht wird, das sich flexibel an unterschiedliche Strecken anpasst: Nebenstraßen, wechselnder Belag und gelegentliche Offroad-Impulse gehören eher zum Alltag. Das Handling wirkt leicht und direkt, und die Kombination aus Motorcharakter und Elektronik unterstützt eine kontrollierte, aktive Fahrweise. Wer gern spontan fährt und nicht immer nur den perfekten Asphalt erwartet, findet hier ein sehr stimmiges Gesamtpaket.

Die Triumph Speed Triple 1200 RR passt dagegen am besten zu Fahrern, die vor allem auf der Straße unterwegs sind und sportliche Dynamik wirklich auskosten möchten. Der Motorcharakter und die straßenorientierte Abstimmung sorgen für ein sehr intensives Fahrgefühl, besonders bei zügiger Kurvenfahrt. Wer Vertrauen beim Bremsen und eine präzise Performance sucht, bekommt mit der Triumph das deutlich „straßenfokussiertere“ Werkzeug.

Kurz gesagt: KTM für Vielseitigkeit und Kontrolle in wechselnden Bedingungen, Triumph für sportliche Straße, Tempo und souveräne Performance.

An unhandled error has occurred. Reload 🗙