| UVP | 15.490 € | |
| Baujahr | von 2026 bis 2026~ | |
| UVP | ||
| Baujahr | von 2005 bis 2006 | |
Pro und Kontra
- sportliche Sitzposition, dennoch alltagstauglich
- cooler V2-Sound
- Motor mit ordentlich Dampf schon in der Mitte
- sehr gute Reifenwahl
- sehr gute Bremsen
- sehr gute Serien-Ausstattung
- sehr gelungenes, neues Cockpit mit Karten-Navigation
- einfache Bedienung
- Sitzhaltung auf Dauer etwas anstrengend
- schmaler Lenkeinschlag
- Tempomat nur gegen Aufpreis
- trotz Größe und Gewicht leicht und wendig zu fahren
- gebraucht relativ günstig
- eignet sich auch als Tourer
- herrlicher Boxer mit Sound
- ausreichend Leistung, durchzugsstark
- anfälliges ABS-System
- fummeliger Batterieausbau
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 195 | kg |
| Radstand | 1.481 | mm |
| Länge | 2.090 | mm |
| Radstand | 1.481 | mm |
| Sitzhöhe: | 845 | mm |
| Höhe | 1.128 | mm |
| Gewicht | 238 | kg |
| Radstand | 1.487 | mm |
| Länge | 2.170 | mm |
| Radstand | 1.487 | mm |
| Sitzhöhe: | 800 | mm |
| Höhe | 1.220 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | 2-Zylinder, 4-Takt, Reihenmotor | |
| Hubraum | 947 | ccm |
| Hub | 70 | mm |
| Bohrung | 92 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | Boxer 4-Takt | |
| Hubraum | 1.130 | ccm |
| Hub | 70 | mm |
| Bohrung | 101 | mm |
| Kühlung | Öl-Luft | |
| Antrieb | Kardan | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 128 PS bei 9.500 U/Min | |
| Drehmoment | 103 NM bei 6.750 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 240 | km/h |
| Tankinhalt | 16 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 334 | km |
| Leistung | 85 PS bei 6.750 U/Min | |
| Drehmoment | 98 NM bei 5.250 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 197 | km/h |
| Tankinhalt | 20 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 446 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Chrom-Molybdän-Stahlrahmen, Motor ist struktureller Bestandteil, pulverbeschichtet | |
| Federung vorne | WP APEX 48, voll einstellbar (Federweg 147)mm | |
| Federung hinten | WP APEX Umlenkdämpfer (Federweg 134)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120 / 70 ZR 17 | |
| Reifen hinten | 180 / 55 ZR 17 | |
| Rahmenbauart | Dreiteiliges Rahmenkonzept aus Vorder- und Hinterrahmen mit mittragendem Motor | |
| Federung vorne | BMW Motorrad Telelever; Standrohrdurchmesser 35 mm (Federweg 120)mm | |
| Federung hinten | Zentralfederbein (Federweg 135)mm | |
| Aufhängung hinten | Aluminiumguss-Einarmschwinge mit Paralever | |
| Reifen vorne | 120/70 ZR 17 | |
| Reifen hinten | 170/60 ZR 17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, 2 x radial montierter Vierkolben-Bremssattel ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, 1-Kolben-Schwimmsattel ( Ø 240 mm) | |
| Bremsen vorne | Vierkolben-Festsattel-Doppelscheibenbremse ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Zweikolben-Festsattelbremse ( Ø 276 mm) | |
Fazit: kein braves Bike, sondern ein ehrlicher Pulsbeschleuniger
Die KTM 990 RC-R ist ein Motorrad für Leute, die Sport nicht nur anschauen, sondern fühlen wollen. Sie ist scharf, direkt, laut im Charakter und dabei deutlich vernünftiger, als ihr Auftritt vermuten lässt. Ja, sie fordert. Ja, sie ist im Alltag nicht immer bequem. Und ja, sie macht aus einer kurzen Ausfahrt schnell eine kleine persönliche Qualifying-Session. Aber genau deshalb funktioniert sie. Sie bringt KTM zurück in ein Segment, das lange auf ein echtes orangefarbenes Ausrufezeichen gewartet hat.
Unterm Strich ist die 990 RC-R kein Motorrad für alle. Sie ist zu fokussiert für Komfortfans, zu eigenwillig für Design-Konservative und zu sportlich für Menschen, die beim Wort „Sitzposition“ sofort an Bandscheiben denken. Aber für Fahrerinnen und Fahrer, die eine alltagstaugliche Supersport-Maschine mit Charakter, Punch und echter Rennstrecken-DNA suchen, ist sie ein ziemlich heißer Kandidat. Nicht perfekt, nicht brav, nicht leise – aber verdammt unterhaltsam. Und manchmal ist genau das der Punkt.
Die Testmaschine haben wir von Bergmann & Söhne in Tornesch zur Verfügung gestellt bekommen. Dort steht sie für eine ausgiebige Probefahrt bereit. Ein Besuch bei Bergmann & Söhne in Tornesch lohnt sich immer, alleine schon wegen des umfangreichen Angebots an gebrauchten Maschinen - und wegen des stets frisch gebrühten Kaffees.
Fazit - was bleibt hängen
Die BMW R 1150 R ist ein dankbares Bike, welches den Fahrer auch mit hohen Laufleistungen ein souveränes und sicheres Fahrgefühl bietet. Gebrauchte Maschinen dieses Typs gibt es zahlreich, die meisten glücklicherweise im unverbastelten Originalzustand. So richtig billig sind aber auch alte Maschinen nicht: Unter 4.000 Euro sind 1150er im guten Zustand kaum zu haben. Um die Eingangsfrage zu beantworten: Ja, es lohnt sich heute noch, ein 15 Jahre altes Motorrad zu kaufen. Zumindest, wenn es sich um eine BMW R 1150 R handelt.MotorradTest.de auf YouTube
KTM 990 RC R vs. BMW R 1150 R: Vergleich für Straße, Alltag und Tour
Wenn zwei Motorräder so unterschiedlich wirken wie die KTM 990 RC R und die BMW R 1150 R, wird der Vergleich spannend: Hier steht ein sportlich ausgerichtetes Konzept mit Fokus auf Dynamik und agiles Handling, dort ein klassischer Boxer-Roadster, der vor allem mit seinem Charakter, der Alltagstauglichkeit und dem entspannten Reisegefühl punktet. Beide Maschinen können Spaß machen – aber auf sehr verschiedene Art. Genau darum geht es in diesem Vergleich: Welche Stärken und Schwächen zeigen sich, wenn man die Fahrwerte, das Fahrverhalten und die praktische Nutzung gegeneinander hält?
Grundidee: Sportlichkeit vs. klassischer Roadster-Charakter
Die KTM 990 RC R ist vom Grundgedanken her auf sportliche Fahrweise ausgelegt. Das merkt man nicht nur am Look, sondern auch daran, wie das Motorrad auf Gasbefehle reagiert und wie konsequent es sich in Kurven „mitnehmen“ lässt. Die Maschine wirkt wie gemacht für zügiges Fahren, für schnelle Richtungswechsel und für Fahrer, die gerne aktiv arbeiten.
Die BMW R 1150 R dagegen steht für einen klassischen Roadster-Ansatz. Der Boxer-Charakter prägt das Fahrgefühl: Der Motor läuft kernig, liefert spürbare Kraft und vermittelt ein ruhigeres, gleichmäßigeres Tempo. Das Motorrad fühlt sich weniger wie ein „Werkzeug für die schnellste Linie“ an, sondern eher wie ein Begleiter, der auch längere Strecken angenehm macht.
Motor und Antrieb: Wie sich Leistung im Alltag anfühlt
Beim Vergleich der beiden Motorwelten wird schnell klar, warum die Maschinen unterschiedliche Zielgruppen ansprechen. Die KTM 990 RC R spielt ihre Stärken vor allem dann aus, wenn es dynamisch wird: beim Beschleunigen aus Kurven, beim zügigen Überholen und beim sportlichen Fahren, bei dem der Fahrer die Drehzahl bewusst nutzt. Die Leistungsentfaltung wirkt dabei „direkter“ und lädt dazu ein, das Motorrad aktiv zu bewegen.
Die BMW R 1150 R setzt dagegen stärker auf den Charakter des Boxers. Das Drehmomentgefühl ist oft weniger „spitz“, dafür aber sehr alltagstauglich: Man kommt zügig voran, ohne ständig im oberen Drehzahlbereich zu arbeiten. Wer gerne entspannt fährt, profitiert davon, dass das Motorrad auch mit weniger Drehzahl souverän wirkt.
Stärken und Schwächen im Motorvergleich
- KTM 990 RC R: Stärken liegen in der sportlichen Dynamik und im schnellen Reaktionsverhalten. Schwäche kann sein, dass der sportliche Anspruch mehr Aufmerksamkeit und „aktive“ Fahrweise verlangt, besonders im Stadtverkehr oder bei wechselnden Bedingungen.
- BMW R 1150 R: Stärken liegen im gleichmäßigen, kernigen Fahrgefühl und in der entspannten Nutzbarkeit. Schwäche kann sein, dass die sportliche „Spitze“ im Vergleich zur KTM weniger im Vordergrund steht – wer maximale Dynamik sucht, muss eher mit dem Charakter leben als gegen ihn.
Fahrwerk und Handling: Agil oder souverän?
Im Handling zeigt sich die Ausrichtung beider Motorräder sehr deutlich. Die KTM 990 RC R wirkt wie ein Motorrad, das Kurvenarbeit belohnt. Das Zusammenspiel aus Fahrwerksgefühl, Sitzposition und der Art, wie die Maschine auf Lenkimpulse reagiert, macht sie besonders interessant für Fahrer, die gerne präzise fahren. Gerade bei sportlicheren Passagen fühlt sich die KTM „leicht“ an und unterstützt das schnelle Umsetzen von Richtungswechseln.
Die BMW R 1150 R spielt eher die Karte der Souveränität. Das Motorrad liegt stabil, vermittelt Vertrauen und wirkt weniger „nervös“, sondern eher gelassen. Für längere Strecken und für Fahrten, bei denen nicht jede Kurve maximal ausgereizt wird, ist das ein Vorteil. Gleichzeitig kann das Handling je nach Fahrstil weniger „sportlich“ wirken als bei der KTM – nicht unbedingt schlecht, aber anders.
Bremsen und Fahrstabilität
Beim Bremsen zeigt sich im Vergleich meist ein klares Bild: Die KTM ist tendenziell stärker auf sportliche Verzögerung und kontrollierte Bremsmanöver ausgelegt, während die BMW eher auf eine berechenbare, souveräne Verzögerung setzt. In der Praxis bedeutet das: Wer häufig stark bremst und sportlich in Kurven einlenkt, wird die KTM als „direkter“ empfinden. Wer dagegen gleichmäßig und vorausschauend fährt, profitiert von der BMW-typischen Ruhe.
Ergonomie und Alltag: Wie bequem sind die beiden Konzepte?
Die Sitzposition und die Ergonomie sind bei diesem Vergleich ein entscheidender Punkt. Die KTM 990 RC R ist sportlich ausgelegt. Das kann im Alltag super funktionieren, wenn man gerne aktiv sitzt und die Arme/Schultern nicht scheut, etwas mehr „Sporthaltung“ zu akzeptieren. Auf der anderen Seite kann diese Ausrichtung bei längeren Fahrten oder im Stop-and-Go-Verkehr anstrengender wirken, weil man stärker in einer Position bleibt, die für sportliche Einsätze gedacht ist.
Die BMW R 1150 R bietet dagegen meist eine entspanntere Grundhaltung. Das macht sie besonders interessant für Pendler, für Wochenendtouren und für alle, die auch nach mehreren Stunden noch gerne weiterfahren. Die BMW wirkt im Alltag oft „einfach“: man steigt ein, fährt los und muss weniger gegen das Motorrad arbeiten.
Tourentauglichkeit: Welche Maschine macht längere Strecken leichter?
Für Touren zählt nicht nur der Motor, sondern auch das Gesamtpaket: Windgefühl, Sitzkomfort, Stabilität bei Tempo und die Art, wie das Motorrad auf wechselnde Straßen reagiert. Die KTM 990 RC R kann auf Touren richtig Spaß machen, vor allem wenn die Route kurvig ist und man gerne zügig fährt. Dann fühlt sie sich wie ein sportlicher Begleiter an, der jede Gelegenheit nutzt.
Die BMW R 1150 R ist dagegen häufig die entspanntere Wahl, wenn die Tour auch mal länger wird oder wenn die Strecke nicht nur aus Kurven besteht. Der Boxer-Charakter und die eher souveräne Fahrwerksabstimmung unterstützen ein konstantes Fahrgefühl. Wer gerne „durchzieht“, ohne ständig die Fahrweise neu zu justieren, wird die BMW oft als angenehmer empfinden.
Stärken und Schwächen auf Tour
- KTM 990 RC R: Stärken: sportliche Kurvenperformance, dynamisches Tempo, macht Lust auf zügige Abschnitte. Schwächen: sportlichere Ergonomie kann auf langen Strecken fordernder sein.
- BMW R 1150 R: Stärken: entspanntes Fahrgefühl, souveräne Stabilität, angenehme Nutzung über längere Zeit. Schwächen: weniger „rennstreckenartige“ Dynamik im Vergleich zur KTM.
Wartung, Zuverlässigkeit und Kosten im Betrieb
Beim Thema Betriebskosten und Wartung ist es wichtig, nicht nur auf einzelne Bauteile zu schauen, sondern auf die Gesamtsituation: Teileverfügbarkeit, typische Wartungsintervalle und die Frage, wie gut sich das Motorrad im Alltag betreuen lässt. Beide Modelle haben ihre Fangemeinde und sind grundsätzlich als Gebrauchtfahrzeuge interessant. Trotzdem unterscheiden sie sich im Charakter der Wartung: Die KTM wirkt eher wie ein Motorrad, das man bewusst sportlich bewegt und entsprechend im Blick behalten sollte. Die BMW ist oft die Maschine, die viele Fahrer als „klassisch“ und alltagstauglich empfinden – was sich häufig auch in der Art widerspiegelt, wie man sie nutzt und betreut.
Unabhängig vom Modell gilt: Beim Gebrauchtkauf sind Zustand, Wartungshistorie und Fahrweise entscheidend. Wer regelmäßig und nachvollziehbar warten lässt, hat bei beiden Motorrädern die besseren Karten.
Für wen passt welches Motorrad?
Der Vergleich lässt sich am Ende auf eine einfache Frage reduzieren: Will man vor allem Dynamik und sportliches Handling – oder eher Charakter, Souveränität und entspanntes Fahren?
Typische Fahrerprofile
- KTM 990 RC R: ideal für Fahrer, die gerne aktiv fahren, Kurven genießen und das Motorrad als sportliches Werkzeug sehen. Wer oft zügig unterwegs ist und die Maschine gerne „arbeitet“, wird die KTM besonders passend finden.
- BMW R 1150 R: ideal für Fahrer, die einen kernigen Boxer-Charakter mögen, längere Strecken entspannt fahren wollen und ein Motorrad suchen, das im Alltag unkompliziert bleibt. Wer weniger auf maximale Sportdynamik und mehr auf Fahrkomfort und Souveränität setzt, wird mit der BMW glücklich.
Fazit:
Die KTM 990 RC R ist die bessere Wahl, wenn im Vordergrund steht, sportlich zu fahren: dynamische Gasannahme, agiles Handling und ein Fahrgefühl, das Kurven und zügige Abschnitte in den Mittelpunkt stellt. Wer gerne aktiv arbeitet, wird die KTM als besonders motivierend erleben – allerdings kann die sportlichere Ausrichtung im Alltag und auf längeren Strecken etwas mehr fordern.
Die BMW R 1150 R gewinnt dagegen dort, wo Alltag und Touren im Fokus stehen: ein ruhigeres, souveränes Fahrgefühl, der charakteristische Boxer-Antrieb und eine meist entspanntere Ergonomie machen sie zum angenehmen Begleiter. Wer nicht ständig das Tempo „erzwingen“ will, sondern lieber gleichmäßig und komfortabel unterwegs ist, trifft mit der BMW oft die passendere Entscheidung.
Kurz gesagt: KTM für sportliche Dynamik, BMW für entspanntes, charaktervolles Fahren.