| UVP | 15.490 € | |
| Baujahr | von 2026 bis 2026~ | |
| UVP | ||
| Baujahr | von 2015 bis 2016 | |
Pro und Kontra
- sportliche Sitzposition, dennoch alltagstauglich
- cooler V2-Sound
- Motor mit ordentlich Dampf schon in der Mitte
- sehr gute Reifenwahl
- sehr gute Bremsen
- sehr gute Serien-Ausstattung
- sehr gelungenes, neues Cockpit mit Karten-Navigation
- einfache Bedienung
- Sitzhaltung auf Dauer etwas anstrengend
- schmaler Lenkeinschlag
- Tempomat nur gegen Aufpreis
- gelassenes Dahingleiten
- pures V2-Feeling
- Platz ohne Ende
- Soundsystem
- Fährt auch bei Sturm stoisch geradeaus
- Koffersystem Serie
- groß und schwer
- nix für Einsteiger
- nix für Warmduscher
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 195 | kg |
| Radstand | 1.481 | mm |
| Länge | 2.090 | mm |
| Radstand | 1.481 | mm |
| Sitzhöhe: | 845 | mm |
| Höhe | 1.128 | mm |
| Gewicht | 386 | kg |
| Radstand | 1.625 | mm |
| Länge | 2.600 | mm |
| Radstand | 1.625 | mm |
| Sitzhöhe: | 740 | mm |
| Höhe | 1.440 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | 2-Zylinder, 4-Takt, Reihenmotor | |
| Hubraum | 947 | ccm |
| Hub | 70 | mm |
| Bohrung | 92 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Hubraum | 1.690 | ccm |
| Hub | 111 | mm |
| Bohrung | 98 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Riemen | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 128 PS bei 9.500 U/Min | |
| Drehmoment | 103 NM bei 6.750 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 240 | km/h |
| Tankinhalt | 16 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 334 | km |
| Leistung | 87 PS bei 5.010 U/Min | |
| Drehmoment | 138 NM bei 3.750 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 175 | km/h |
| Tankinhalt | 23 | Liter |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Chrom-Molybdän-Stahlrahmen, Motor ist struktureller Bestandteil, pulverbeschichtet | |
| Federung vorne | WP APEX 48, voll einstellbar (Federweg 147)mm | |
| Federung hinten | WP APEX Umlenkdämpfer (Federweg 134)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120 / 70 ZR 17 | |
| Reifen hinten | 180 / 55 ZR 17 | |
| Rahmenbauart | Doppelschleife | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, 2 x radial montierter Vierkolben-Bremssattel ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, 1-Kolben-Schwimmsattel ( Ø 240 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe | |
| Bremsen hinten | Scheibe | |
Fazit: kein braves Bike, sondern ein ehrlicher Pulsbeschleuniger
Die KTM 990 RC-R ist ein Motorrad für Leute, die Sport nicht nur anschauen, sondern fühlen wollen. Sie ist scharf, direkt, laut im Charakter und dabei deutlich vernünftiger, als ihr Auftritt vermuten lässt. Ja, sie fordert. Ja, sie ist im Alltag nicht immer bequem. Und ja, sie macht aus einer kurzen Ausfahrt schnell eine kleine persönliche Qualifying-Session. Aber genau deshalb funktioniert sie. Sie bringt KTM zurück in ein Segment, das lange auf ein echtes orangefarbenes Ausrufezeichen gewartet hat.
Unterm Strich ist die 990 RC-R kein Motorrad für alle. Sie ist zu fokussiert für Komfortfans, zu eigenwillig für Design-Konservative und zu sportlich für Menschen, die beim Wort „Sitzposition“ sofort an Bandscheiben denken. Aber für Fahrerinnen und Fahrer, die eine alltagstaugliche Supersport-Maschine mit Charakter, Punch und echter Rennstrecken-DNA suchen, ist sie ein ziemlich heißer Kandidat. Nicht perfekt, nicht brav, nicht leise – aber verdammt unterhaltsam. Und manchmal ist genau das der Punkt.
Die Testmaschine haben wir von Bergmann & Söhne in Tornesch zur Verfügung gestellt bekommen. Dort steht sie für eine ausgiebige Probefahrt bereit. Ein Besuch bei Bergmann & Söhne in Tornesch lohnt sich immer, alleine schon wegen des umfangreichen Angebots an gebrauchten Maschinen - und wegen des stets frisch gebrühten Kaffees.
Fazit - was bleibt hängen
Bisschen wenig technische Infos in diesem Testbericht, oder? Genau, aber darum geht es ja auch bei der Electra Glide: Vergesst Datenblätter oder Leistungsangaben. Setzt Euch, genießt das Leben, vergesst Eure Sorgen und fahrt einfach eine Runde ohne Nachzudenken. Das geht auf diese Maschine so gut wie auf vermutlich kaum einem anderen Bike.Das Testbike haben wir von Harley Davidson Kiel für diesen Test zur Verfügung gestellt bekomme. Dort gibt es knapp 100 gebrauchte Harleys, ein Besuch beim "Harley Händler des Jahres 2021" lohnt sich also allemal. Und falls Ihr Interesse an dieser Ultra Classic habt - hier geht es zur Verkaufsanzeige.
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KTM 990 RC R vs Harley-Davidson Electra Glide Ultra Classic FLHTCU – Vergleich
Wenn zwei Motorräder so unterschiedlich wirken, wie die KTM 990 RC R und die Harley-Davidson Electra Glide Ultra Classic FLHTCU, dann geht es beim Vergleich selten nur um Zahlen. Es geht vor allem darum, wie sich die Maschinen anfühlen, wie sie sich im Alltag bewegen lassen und welche Art von Touren sie besonders gut unterstützen. Die KTM steht für sportliche Dynamik und ein agiles Fahrgefühl, während die Harley-Davidson auf souveränen Langstreckenkomfort, starken Auftritt und entspanntes Reisen ausgelegt ist. Genau diese Gegensätze machen den Vergleich spannend.
Grundcharakter: sportlich präzise vs. komfortabel souverän
Wie sich die KTM 990 RC R fährt
Die KTM 990 RC R ist vom Konzept her klar auf Fahrspaß und sportliche Linie getrimmt. Das Motorrad wirkt leichtfüßig, reagiert direkt auf Lenkimpulse und lädt dazu ein, Kurven aktiv zu fahren. Wer gern zügig unterwegs ist, findet hier ein Setup, das Dynamik belohnt: Motor und Fahrwerk arbeiten so zusammen, dass man das Gefühl bekommt, die Maschine „mitzunehmen“ statt nur zu transportieren.
Wie sich die Harley-Davidson Electra Glide Ultra Classic FLHTCU fährt
Die Harley-Davidson Electra Glide Ultra Classic FLHTCU setzt dagegen auf Gelassenheit und Stabilität. Das Fahrgefühl ist weniger „sportlich-kantig“, sondern eher groß, ruhig und kontrolliert. Gerade auf längeren Strecken spielt die Harley ihre Stärken aus: Die Maschine vermittelt Sicherheit, bleibt auch bei wechselnden Bedingungen gut berechenbar und sorgt dafür, dass die Reise im Vordergrund steht – nicht das ständige Nachjustieren von Haltung und Tempo.
Motor & Antrieb: Charakter entscheidet
Leistungsentfaltung im Vergleich
Beim Vergleich der Motorwerte zeigt sich ein klarer Unterschied in der Philosophie: Die KTM 990 RC R liefert ihre Kraft so, dass sie sportliches Fahren unterstützt. Die Leistungsentfaltung wirkt „drehfreudiger“ und passt gut zu Fahrweisen, bei denen man den Motor bewusst im passenden Bereich hält. Dadurch entsteht ein direkter Draht zur Beschleunigung – ideal, wenn Tempo und Kurvenrhythmus zusammenpassen sollen.
Die Harley-Davidson Electra Glide Ultra Classic FLHTCU setzt dagegen auf einen kräftigen, gleichmäßigen Antrieb, der eher aus dem Drehmoment heraus überzeugt. Das bedeutet: weniger „auf Drehzahl jagen“, mehr „ziehen lassen“. Im Alltag und auf langen Etappen fühlt sich das oft entspannter an, weil die Maschine auch bei moderater Fahrweise souverän bleibt.
Getriebe & Fahrbarkeit
Auch wenn beide Motorräder grundsätzlich alltagstauglich sind, unterscheiden sie sich in der Art, wie man sie nutzt. Die KTM wirkt wie ein Motorrad, das man gern bewegt: Gangwechsel und Motorsteuerung passen zu einer aktiven Fahrweise. Die Harley hingegen unterstützt eher eine gleichmäßige Linie. Das ist besonders dann ein Vorteil, wenn Strecken lang sind und der Fokus auf Komfort und Konstanz liegt.
Fahrwerk & Handling: Agilität vs. Stabilität
Kurvengefühl der KTM 990 RC R
Die KTM 990 RC R spielt ihre Stärken vor allem in Kurven aus. Das Handling wirkt präzise, die Maschine lässt sich zügig auf Linie bringen und vermittelt ein sportliches Feedback. Gerade wenn die Straße „mitspielt“, wirkt die KTM wie ein Werkzeug für dynamisches Fahren: Man kann das Motorrad spüren, statt nur zu fahren.
Stabilität der Harley-Davidson
Die Harley-Davidson Electra Glide Ultra Classic FLHTCU ist weniger auf maximale Agilität ausgelegt, sondern auf ruhiges, sicheres Vorankommen. Das Motorrad bleibt auch bei höheren Geschwindigkeiten und auf längeren Strecken stabil. Wer viel Autobahn oder Landstraße fährt, profitiert davon, weil die Harley das Tempo „trägt“ und die Konzentration eher auf die Strecke als auf das ständige Ausbalancieren lenkt.
Bremsen & Sicherheit: Unterschiede in der Erwartung
Im Vergleich der Bremskomponenten zeigt sich: Die KTM ist auf sportliche Verzögerung und kontrolliertes Einlenken ausgelegt. Das passt zu Fahrern, die beim Bremsen und Beschleunigen bewusst arbeiten. Die Harley-Davidson hingegen wirkt so abgestimmt, dass sie zuverlässig bremst und dabei den Komfort nicht aus dem Konzept bringt. In der Praxis bedeutet das: Die KTM fühlt sich eher „sportlich direkt“ an, die Harley eher „souverän und entspannt“.
Sitzposition & Komfort: Tagesform vs. Langstrecke
Ergonomie bei der KTM 990 RC R
Die KTM 990 RC R bietet eine Sitzposition, die sportliches Fahren unterstützt. Das ist ein Vorteil, wenn kurze bis mittlere Strecken mit Kurven und zügigem Tempo im Vordergrund stehen. Gleichzeitig kann die sportliche Haltung auf sehr langen Etappen anstrengender werden – vor allem dann, wenn Pausen selten sind oder die Fahrt über viele Stunden geht.
Ergonomie bei der Harley-Davidson Electra Glide Ultra Classic FLHTCU
Die Harley-Davidson Electra Glide Ultra Classic FLHTCU ist deutlich stärker auf Komfort ausgelegt. Die Sitzposition wirkt entspannter, und das Motorrad ist darauf vorbereitet, dass man lange unterwegs ist. Dazu kommen die typischen Touren-Features, die den Alltag auf Reisen erleichtern: Windschutz, Stauraum und eine Gesamtabstimmung, die das Motorrad als „Reisemittel“ erscheinen lässt.
Windschutz & Ausstattung: Tourenfokus der Harley
Beim Vergleich der Ausstattung wird der Unterschied besonders sichtbar. Die Harley-Davidson Electra Glide Ultra Classic FLHTCU ist klar als Tourenmaschine gedacht. Windschutz und Reise-Setup sind darauf ausgelegt, dass der Fahrer auch bei längeren Fahrten weniger „gegen die Bedingungen“ arbeiten muss. Zusätzlich unterstützt der Stauraum die Planung: Gepäck lässt sich sinnvoll mitführen, ohne dass die Maschine ihren Charakter verliert.
Die KTM 990 RC R ist dagegen stärker auf das konzentriert, was beim sportlichen Fahren zählt: Handling, Ansprechverhalten und Fahrgefühl. Stauraum und Reise-Features sind nicht der Hauptfokus. Das ist nicht automatisch ein Nachteil – aber es macht die KTM eher zur Maschine für Touren, bei denen die Fahrdynamik im Mittelpunkt steht.
Alltagstauglichkeit: Wie gut passt das Motorrad zum Alltag?
Stadt & kurze Strecken
Für kurze Wege und spontane Fahrten wirkt die KTM oft „pragmatisch sportlich“: Sie ist schnell im Kopf, schnell in der Bewegung und macht Lust auf Bewegung. Allerdings kann die sportliche Ausrichtung im dichten Verkehr oder bei häufigem Stop-and-go weniger entspannt sein als bei einer Tourenmaschine.
Die Harley-Davidson ist im Alltag eher die Maschine für „entspannt ankommen“. In der Stadt kann das Gewicht und die Größe spürbar sein, dafür fühlt sich das Motorrad auf längeren Strecken wie gemacht an. Wer häufig pendelt oder viel im Stop-and-go unterwegs ist, muss abwägen, ob der Komfortvorteil die Handlingsanforderungen im Alltag ausgleicht.
Langstrecke & Reisen
Hier gewinnt die Harley-Davidson in der Regel durch ihr Gesamtkonzept. Die Kombination aus Komfort, Windschutz und Reiseausstattung macht die Electra Glide Ultra Classic FLHTCU besonders attraktiv, wenn Touren ein fester Bestandteil des Motorradlebens sind. Die KTM kann natürlich auch lange Strecken fahren, aber sie fordert dabei eher eine sportlichere Fahrweise und eine andere Erwartungshaltung an Komfort.
Stärken & Schwächen im direkten Vergleich
KTM 990 RC R – Stärken
- Sportliches Fahrgefühl mit direkter Rückmeldung
- Agiles Handling für dynamische Kurvenfahrten
- Motorcharakter, der sportliche Fahrweisen unterstützt
KTM 990 RC R – Schwächen
- Komfortfokus geringer als bei klassischen Tourern
- Weniger Reise-„All-in-one“-Ausrichtung im Vergleich zur Harley
Harley-Davidson Electra Glide Ultra Classic FLHTCU – Stärken
- Langstreckenkomfort durch Touren-Setup
- Stabile, souveräne Fahrweise auf längeren Strecken
- Windschutz & Reiseausstattung als klarer Vorteil
Harley-Davidson Electra Glide Ultra Classic FLHTCU – Schwächen
- Weniger agil als die KTM bei sportlicher Fahrweise
- Größe/Gewicht können im engen Alltag spürbar sein
Welche Kaufentscheidung passt besser?
Der Vergleich zwischen der KTM 990 RC R und der Harley-Davidson Electra Glide Ultra Classic FLHTCU lässt sich am besten über die eigene Fahrrealität entscheiden. Wer vor allem Kurven, Dynamik und ein direktes Fahrgefühl sucht, wird mit der KTM deutlich mehr „Sport“ im Alltag erleben. Wer dagegen regelmäßig lange Strecken fährt, Komfort priorisiert und ein Motorrad möchte, das Reisen erleichtert, findet in der Harley-Davidson den passenderen Charakter.
Fazit:
Die KTM 990 RC R ist die bessere Wahl, wenn Fahrspaß, Agilität und eine sportliche Abstimmung im Vordergrund stehen. Sie eignet sich besonders für Fahrer, die gern zügig unterwegs sind, Kurven aktiv angehen und das Motorrad als dynamisches Werkzeug erleben möchten. Die Harley-Davidson Electra Glide Ultra Classic FLHTCU ist dagegen die stimmigere Entscheidung für alle, die Komfort, Windschutz und Reise-Feeling priorisieren. Auf langen Etappen wirkt die Harley souverän und entspannt, während die KTM eher dann glänzt, wenn die Strecke nicht nur „abgespult“, sondern bewusst gefahren wird. Wer also Dynamik sucht, greift zur KTM; wer vor allem entspannt ankommen und ausgedehnte Touren genießen will, wird mit der Harley deutlich glücklicher.