| UVP | 15.490 € | |
| Baujahr | von 2026 bis 2026~ | |
| UVP | 24.370 € | |
| Baujahr | von 2022 bis 2026~ | |
Pro und Kontra
- sportliche Sitzposition, dennoch alltagstauglich
- cooler V2-Sound
- Motor mit ordentlich Dampf schon in der Mitte
- sehr gute Reifenwahl
- sehr gute Bremsen
- sehr gute Serien-Ausstattung
- sehr gelungenes, neues Cockpit mit Karten-Navigation
- einfache Bedienung
- Sitzhaltung auf Dauer etwas anstrengend
- schmaler Lenkeinschlag
- Tempomat nur gegen Aufpreis
- Dampf von unten
- fetter Sound
- gemütliche Sitzposition
- gutes Fahrwerk
- gute Bremsen
- guter Windschutz
- integrierte Koffer Serie
- Verkleidung vorne lieblos mit sichtbaren Schrauben montiert
- schweres Gefährt
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 195 | kg |
| Radstand | 1.481 | mm |
| Länge | 2.090 | mm |
| Radstand | 1.481 | mm |
| Sitzhöhe: | 845 | mm |
| Höhe | 1.128 | mm |
| Gewicht | 327 | kg |
| Radstand | 1.615 | mm |
| Länge | 2.365 | mm |
| Radstand | 1.615 | mm |
| Sitzhöhe: | 720 | mm |
| Höhe | 1.160 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | 2-Zylinder, 4-Takt, Reihenmotor | |
| Hubraum | 947 | ccm |
| Hub | 70 | mm |
| Bohrung | 92 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | Milwaukee-Eight™ 117 | |
| Hubraum | 1.923 | ccm |
| Hub | 114 | mm |
| Bohrung | 104 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Riemen | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 128 PS bei 9.500 U/Min | |
| Drehmoment | 103 NM bei 6.750 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 240 | km/h |
| Tankinhalt | 16 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 334 | km |
| Leistung | 106 PS bei 5.020 U/Min | |
| Drehmoment | 168 NM bei 3.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 190 | km/h |
| Tankinhalt | 19 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 344 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Chrom-Molybdän-Stahlrahmen, Motor ist struktureller Bestandteil, pulverbeschichtet | |
| Federung vorne | WP APEX 48, voll einstellbar (Federweg 147)mm | |
| Federung hinten | WP APEX Umlenkdämpfer (Federweg 134)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120 / 70 ZR 17 | |
| Reifen hinten | 180 / 55 ZR 17 | |
| Rahmenbauart | Doppelschleifen-Rohrrahmen | |
| Federung vorne | 43-mm-Upside-Down-Telegabel mit drei Federraten und Leichtmetall-Gabelbrücken (Federweg 130)mm | |
| Federung hinten | Zentralfederbein mit hydraulischer Verstellung der Federvorspannung und Zweirohr-Stoßdämpfer (Federweg 137)mm | |
| Aufhängung hinten | Dreieckschwinge | |
| Reifen vorne | 110/90 B19 62 H | |
| Reifen hinten | 180/70 B16 77H | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, 2 x radial montierter Vierkolben-Bremssattel ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, 1-Kolben-Schwimmsattel ( Ø 240 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, Vierkolben-Festsattelbremsen ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Zweikolben-Schwimmsattel ( Ø 292 mm) | |
Fazit: kein braves Bike, sondern ein ehrlicher Pulsbeschleuniger
Die KTM 990 RC-R ist ein Motorrad für Leute, die Sport nicht nur anschauen, sondern fühlen wollen. Sie ist scharf, direkt, laut im Charakter und dabei deutlich vernünftiger, als ihr Auftritt vermuten lässt. Ja, sie fordert. Ja, sie ist im Alltag nicht immer bequem. Und ja, sie macht aus einer kurzen Ausfahrt schnell eine kleine persönliche Qualifying-Session. Aber genau deshalb funktioniert sie. Sie bringt KTM zurück in ein Segment, das lange auf ein echtes orangefarbenes Ausrufezeichen gewartet hat.
Unterm Strich ist die 990 RC-R kein Motorrad für alle. Sie ist zu fokussiert für Komfortfans, zu eigenwillig für Design-Konservative und zu sportlich für Menschen, die beim Wort „Sitzposition“ sofort an Bandscheiben denken. Aber für Fahrerinnen und Fahrer, die eine alltagstaugliche Supersport-Maschine mit Charakter, Punch und echter Rennstrecken-DNA suchen, ist sie ein ziemlich heißer Kandidat. Nicht perfekt, nicht brav, nicht leise – aber verdammt unterhaltsam. Und manchmal ist genau das der Punkt.
Die Testmaschine haben wir von Bergmann & Söhne in Tornesch zur Verfügung gestellt bekommen. Dort steht sie für eine ausgiebige Probefahrt bereit. Ein Besuch bei Bergmann & Söhne in Tornesch lohnt sich immer, alleine schon wegen des umfangreichen Angebots an gebrauchten Maschinen - und wegen des stets frisch gebrühten Kaffees.
Fazit - was bleibt hängen
Die neue Low Rider ST hält, was sie verspricht: Sport und Touring. Man traut ihr auf den ersten Blick gar nicht zu, wie sportlich man mit ihr unterwegs sein kann. Natürlich ist sie weder ein ausgewiesener Kurvenräuber noch eine Maschine für Anfängern, dafür ist sie einfach zu schwer. Wer mit dem Gewicht zurecht kommt, bekommt einen echten Power-Cruiser ohne viel Firlefanz. Herzstück ist der überragende Motor mit dem unverschämten Drehmoment-Feeling.Die Testmaschine wurde uns freundlicherweise von Harley Davidson Kiel zur Verfügung gestellt. Dort steht die Low Rider ST und viele andere Harleys als Vorführer und freut sich auf Probefahrer. Harley Kiel ist übrigens "Harley Dealer des Jahres 2021" - völlig zu Recht. Die Jungs dort sind einfach supernett und besonders sympathisch ist der Haushund, mit dem man stundenlang Stöckchen werfen spielen kann.
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KTM 990 RC R vs. Harley-Davidson Low Rider ST – Vergleich der beiden Charaktere
Wenn zwei Motorräder so unterschiedlich wirken wie die KTM 990 RC R und die Harley-Davidson Low Rider ST, geht es im Vergleich selten nur um Zahlen. Es geht um Fahrgefühl, Prioritäten und darum, wie sich ein Tag auf zwei Rädern anfühlt: sportlich-direkt und kurvenorientiert auf der einen Seite, entspannt-kraftvoll mit Cruiser-Genen auf der anderen. Genau diese Gegensätze machen den Vergleich spannend – und helfen dabei, die richtige Wahl für den eigenen Stil zu treffen.
Grundidee: Sportlichkeit vs. Cruiser-Comfort
Die KTM 990 RC R steht für ein Setup, das auf Dynamik ausgelegt ist. Die Maschine wirkt wie gemacht für zügige Ausfahrten, bei denen Beschleunigung, Agilität und ein präzises Handling im Vordergrund stehen. Die Harley-Davidson Low Rider ST verfolgt dagegen einen anderen Ansatz: Sie ist auf souveränes Cruisen ausgelegt, mit einem Motorcharakter, der eher aus dem Drehmoment heraus überzeugt, und mit einer Sitzposition, die auf längere Strecken und entspanntes Fahren abzielt.
Motor und Antrieb: Wie sich Leistung im Alltag anfühlt
Im Vergleich der Leistungsdaten zeigt sich schnell, dass beide Motorräder auf ihre Art „ziehen“. Die KTM 990 RC R wirkt dabei stärker wie ein Sportmotor: Der Antrieb reagiert spürbar direkter, und das Fahrgefühl lädt dazu ein, häufiger zu schalten und die Drehzahl zu nutzen. Das ist besonders dann ein Vorteil, wenn Kurven, Beschleunigungszonen und wechselnde Streckenprofile den Tag bestimmen.
Die Harley-Davidson Low Rider ST spielt ihre Stärken anders aus. Der Motorcharakter ist weniger auf „Drehzahljagd“ ausgelegt, sondern auf gleichmäßiges Vorankommen mit spürbarer Kraft aus dem unteren und mittleren Bereich. Dadurch entsteht ein entspanntes Tempo, das sich gut für Landstraße und längere Fahrten eignet. Wer gern mit weniger Schaltarbeit unterwegs ist, bekommt hier ein stimmiges Gesamtpaket.
Fahrwerk und Handling: Agilität vs. souveräne Stabilität
Beim Fahrwerk und der Abstimmung zeigt sich der Unterschied zwischen sportlicher Ausrichtung und Cruiser-Philosophie. Die KTM 990 RC R ist darauf getrimmt, in Kurven schnell Vertrauen aufzubauen. Das Handling wirkt zielgerichtet, und die Maschine unterstützt ein dynamisches Fahrtempo. Wer gern „arbeitet“ – also lenkt, bremst, beschleunigt und die Linie aktiv gestaltet – wird sich auf der KTM schnell zuhause fühlen.
Die Harley-Davidson Low Rider ST setzt dagegen auf Stabilität und ein ruhigeres Fahrverhalten. Das Motorrad vermittelt ein Gefühl von Masse und Kontrolle, besonders dann, wenn die Strecke lang ist und man gleichmäßig unterwegs bleibt. In flotten Passagen kann die ST ebenfalls überzeugen, aber sie fühlt sich eher wie ein souveräner Reisebegleiter an als wie ein reines Kurvenwerkzeug.
Bremsen und Fahrstabilität: Vertrauen beim Verzögern
Beim Thema Bremsen ist der Vergleich vor allem eine Frage des Einsatzprofils. Die KTM 990 RC R profitiert von ihrer sportlichen Auslegung: Verzögerungen lassen sich meist fein dosieren, und das Motorrad bleibt dabei spürbar kontrolliert. Das ist besonders hilfreich, wenn man in Kurven oder bei sportlicheren Anbremsmanövern unterwegs ist.
Die Harley-Davidson Low Rider ST bremst ebenfalls zuverlässig, aber das Gefühl ist stärker auf „sicheres Anhalten“ und gleichmäßige Verzögerung ausgelegt. Wer viel im Alltag fährt oder längere Strecken mit wechselnden Geschwindigkeiten plant, bekommt hier ein Setup, das sich auf Stabilität und Berechenbarkeit konzentriert.
Ergonomie und Sitzposition: Wer sitzt wie – und warum das zählt
Die Ergonomie ist einer der größten Unterschiede im direkten Vergleich. Die KTM 990 RC R führt zu einer eher sportlichen Sitzhaltung. Das unterstützt eine aktive Fahrweise, bei der man sich mit dem Motorrad bewegt und die Kontrolle über die Linie übernimmt. Für kurze bis mittlere Touren und für Fahrer, die gern zügig unterwegs sind, ist das oft ein klarer Vorteil.
Die Harley-Davidson Low Rider ST bietet eine deutlich entspanntere Position. Dadurch wird das Fahren über längere Zeit angenehmer, insbesondere wenn man nicht ständig „in der Sporthaltung“ bleiben möchte. Für Touren, bei denen Komfort und entspannter Rhythmus wichtiger sind als maximale Kurvendynamik, spielt die ST ihre Stärken aus.
Reisetauglichkeit: Alltag, Strecke und Gepäckdenken
Beide Motorräder können für längere Fahrten genutzt werden, aber sie liefern unterschiedliche Arten von Komfort. Die KTM 990 RC R ist eher dann im Vorteil, wenn die Reise aus sportlichen Etappen besteht: kurvige Strecken, zügige Abschnitte und ein Fahrstil, der das Motorrad fordert. Wer auf „Fahren statt Ankommen“ setzt, wird die KTM oft als motivierender empfinden.
Die Harley-Davidson Low Rider ST wirkt dagegen wie ein Motorrad, das für das „Ankommen“ mitdenkt. Die Ausrichtung auf Cruiser-typischen Komfort und die eher entspannte Sitzhaltung machen sie besonders interessant für Touren, bei denen man auch nach mehreren Stunden noch gern weiterfährt. Gerade wenn die Route nicht nur aus Kurven besteht, sondern auch aus Autobahn- oder Landstraßenabschnitten, kann die ST ihre Stärken ausspielen.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
KTM 990 RC R – Stärken
- Sportliches Fahrgefühl: direkteres Ansprechverhalten und dynamische Unterstützung beim zügigen Fahren.
- Kurvenorientiertes Handling: vermittelt schnell ein Gefühl von Kontrolle und Agilität.
- Aktive Fahrweise: belohnt Fahrer, die Linienarbeit und zügige Antritte mögen.
KTM 990 RC R – Schwächen
- Ergonomie eher sportlich: für sehr lange Strecken kann die Haltung je nach Fahrer weniger entspannend wirken.
- Fokus auf Dynamik: wer vor allem cruisen möchte, könnte den Charakter als „zu sportlich“ empfinden.
Harley-Davidson Low Rider ST – Stärken
- Entspanntes Cruisen: gleichmäßiger Motorcharakter und angenehmer Rhythmus.
- Reise- und Alltagskomfort: Sitzposition und Fahrgefühl sind auf längere Fahrten ausgelegt.
- Souveränität: stabiler Eindruck, besonders bei konstantem Tempo.
Harley-Davidson Low Rider ST – Schwächen
- Weniger „Sportwerkzeug“-Gefühl: in sehr kurvenbetonten Situationen wirkt die KTM oft zielgerichteter.
- Charakterabhängig: wer maximale Agilität und sportliche Reaktion sucht, wird die ST möglicherweise weniger passend finden.
Für wen passt welches Motorrad?
Die KTM 990 RC R ist besonders interessant für Fahrer, die gern zügig unterwegs sind, Kurven aktiv nutzen und ein Motorrad möchten, das dynamisch mitarbeitet. Wer Freude daran hat, das Potenzial durch Drehzahl und Fahrtechnik auszuschöpfen, bekommt hier eine Maschine, die Spaß macht und sich klar an sportliche Ansprüche anlehnt.
Die Harley-Davidson Low Rider ST passt am besten zu Fahrern, die einen souveränen Cruiser-Charakter suchen: entspanntes Fahren, angenehme Sitzposition und ein Motor, der Kraft spürbar in Vortrieb umsetzt, ohne ständig „auf Kante“ zu fahren. Wer Touren plant, bei denen Komfort und ein ruhiger Fahrstil zählen, wird mit der ST sehr wahrscheinlich glücklicher.
Fazit:
Wer ein Motorrad sucht, das vor allem sportlich, agil und kurvenorientiert ist, liegt mit der KTM 990 RC R richtig. Sie wirkt wie ein Antriebspaket für dynamische Ausfahrten und belohnt eine aktive Fahrweise. Wer dagegen ein Motorrad bevorzugt, das entspanntes Cruisen in den Mittelpunkt stellt, mit komfortabler Ergonomie und einem souveränen Reisegefühl, findet in der Harley-Davidson Low Rider ST die passendere Wahl. Kurz gesagt: KTM für den Fokus auf Fahrdynamik und Agilität, Harley für Komfort, Charakter und entspanntes Langstreckenfahren.