| UVP | 15.490 € | |
| Baujahr | von 2026 bis 2026~ | |
| UVP | 12.240 € | |
| Baujahr | von 1998 bis 2010 | |
Pro und Kontra
- sportliche Sitzposition, dennoch alltagstauglich
- cooler V2-Sound
- Motor mit ordentlich Dampf schon in der Mitte
- sehr gute Reifenwahl
- sehr gute Bremsen
- sehr gute Serien-Ausstattung
- sehr gelungenes, neues Cockpit mit Karten-Navigation
- einfache Bedienung
- Sitzhaltung auf Dauer etwas anstrengend
- schmaler Lenkeinschlag
- Tempomat nur gegen Aufpreis
- Sportlicher Motor
- Guter Komfort
- Zupackende Bremsen
- Preis-Leistung
- Zuverlässiges Modell
- Sicht nach hinten
- Vibrationen
- Rangieren anstrengend
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 195 | kg |
| Radstand | 1.481 | mm |
| Länge | 2.090 | mm |
| Radstand | 1.481 | mm |
| Sitzhöhe: | 845 | mm |
| Höhe | 1.128 | mm |
| Gewicht | 249 | kg |
| Radstand | 1.440 | mm |
| Länge | 2.130 | mm |
| Radstand | 1.440 | mm |
| Sitzhöhe: | 820 | mm |
| Höhe | 1.190 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | 2-Zylinder, 4-Takt, Reihenmotor | |
| Hubraum | 947 | ccm |
| Hub | 70 | mm |
| Bohrung | 92 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | V4 90 Grad Viertakt | |
| Hubraum | 782 | ccm |
| Hub | 48 | mm |
| Bohrung | 72 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | O-Ring Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 128 PS bei 9.500 U/Min | |
| Drehmoment | 103 NM bei 6.750 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 240 | km/h |
| Tankinhalt | 16 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 334 | km |
| Leistung | 109 PS bei 10.500 U/Min | |
| Drehmoment | 80 NM bei 8.800 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 244 | km/h |
| Tankinhalt | 21 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 350 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Chrom-Molybdän-Stahlrahmen, Motor ist struktureller Bestandteil, pulverbeschichtet | |
| Federung vorne | WP APEX 48, voll einstellbar (Federweg 147)mm | |
| Federung hinten | WP APEX Umlenkdämpfer (Federweg 134)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120 / 70 ZR 17 | |
| Reifen hinten | 180 / 55 ZR 17 | |
| Rahmenbauart | Brückenrahmen | |
| Federung vorne | Telegabel, Ø 43 mm (Federweg 120)mm | |
| Federung hinten | Zentralfederbein (Federweg 120)mm | |
| Aufhängung hinten | Aluminiumguss-Einarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70-ZR17 | |
| Reifen hinten | 180/55-ZR17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, 2 x radial montierter Vierkolben-Bremssattel ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, 1-Kolben-Schwimmsattel ( Ø 240 mm) | |
| Bremsen vorne | Dreikolbensattel ( Ø 296 mm) | |
| Bremsen hinten | Dreikolbensattel ( Ø 256 mm) | |
Fazit: kein braves Bike, sondern ein ehrlicher Pulsbeschleuniger
Die KTM 990 RC-R ist ein Motorrad für Leute, die Sport nicht nur anschauen, sondern fühlen wollen. Sie ist scharf, direkt, laut im Charakter und dabei deutlich vernünftiger, als ihr Auftritt vermuten lässt. Ja, sie fordert. Ja, sie ist im Alltag nicht immer bequem. Und ja, sie macht aus einer kurzen Ausfahrt schnell eine kleine persönliche Qualifying-Session. Aber genau deshalb funktioniert sie. Sie bringt KTM zurück in ein Segment, das lange auf ein echtes orangefarbenes Ausrufezeichen gewartet hat.
Unterm Strich ist die 990 RC-R kein Motorrad für alle. Sie ist zu fokussiert für Komfortfans, zu eigenwillig für Design-Konservative und zu sportlich für Menschen, die beim Wort „Sitzposition“ sofort an Bandscheiben denken. Aber für Fahrerinnen und Fahrer, die eine alltagstaugliche Supersport-Maschine mit Charakter, Punch und echter Rennstrecken-DNA suchen, ist sie ein ziemlich heißer Kandidat. Nicht perfekt, nicht brav, nicht leise – aber verdammt unterhaltsam. Und manchmal ist genau das der Punkt.
Die Testmaschine haben wir von Bergmann & Söhne in Tornesch zur Verfügung gestellt bekommen. Dort steht sie für eine ausgiebige Probefahrt bereit. Ein Besuch bei Bergmann & Söhne in Tornesch lohnt sich immer, alleine schon wegen des umfangreichen Angebots an gebrauchten Maschinen - und wegen des stets frisch gebrühten Kaffees.
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KTM 990 RC R vs. Honda VFR 800 – Vergleich im Motorradtest
Wer zwischen KTM 990 RC R und Honda VFR 800 schwankt, bekommt zwei Motorräder mit klar unterschiedlichen Philosophien. Die KTM 990 RC R steht für kompromissloses, sportlich geprägtes Fahren: spürbar direkt, kurvenorientiert und mit einem Charakter, der Lust auf zügige Passagen macht. Die Honda VFR 800 dagegen wirkt wie ein durchdachter Allrounder für Fahrer, die sportliche Dynamik mit Alltagstauglichkeit und Tourenkomfort verbinden möchten. Genau hier liegt der Kern des Vergleichs: Wie fühlt sich das Motorrad im Alltag an, wie arbeitet es in Kurven, und wie gut trägt es einen über längere Strecken?
Grundidee und Einsatzprofil
Die KTM 990 RC R ist vom Konzept her näher an der sportlichen Linie, die man von leistungsorientierten Supersport- und Track-nahen Motorrädern kennt. Das zeigt sich in der Sitzposition, im Ansprechverhalten und in der Art, wie das Motorrad die Fahrbahn „liest“. Wer häufig enge Kurven fährt oder gerne zügig unterwegs ist, wird die direkte Rückmeldung und die sportliche Ausrichtung schnell zu schätzen wissen.
Die Honda VFR 800 ist dagegen stärker auf vielseitige Nutzung ausgelegt. Sie spielt ihre Stärken dort aus, wo man nicht nur kurze Runden fährt, sondern auch längere Strecken, wechselnde Straßenverhältnisse und unterschiedliche Tagesformen. Der Fokus liegt auf einem runden Gesamtpaket: Motor, Fahrwerk und Ergonomie greifen so zusammen, dass das Motorrad auch dann noch souverän wirkt, wenn die Konzentration nach einigen Stunden nachlässt.
Motor und Fahrgefühl im Vergleich
Beim Motorcharakter trennen sich die Wege deutlich. Die KTM 990 RC R liefert ein sportliches Ansprechverhalten, das sich besonders beim Beschleunigen aus Kurven heraus bemerkbar macht. Das Gefühl ist: Gas auf, Motorrad reagiert – ohne lange Wartezeiten. Dadurch entsteht ein sehr dynamischer Eindruck, der das Fahren „leicht“ macht, auch wenn man zügig unterwegs ist.
Die Honda VFR 800 wirkt im Vergleich oft harmonischer und gleichmäßiger. Das Motorrad lässt sich in vielen Situationen kontrolliert dosieren, ohne dass man ständig am Gas „arbeiten“ muss. Gerade auf Touren oder bei wechselndem Tempo ist das ein Vorteil, weil sich das Motorrad weniger nach „Sportmodus“ anfühlt, sondern eher nach souveräner Alltagsdynamik.
Stärken und Schwächen beim Motor
KTM 990 RC R: Stärken liegen im direkten Ansprechverhalten und im sportlichen Vortrieb, der Kurvenfahrten besonders lebendig macht. Schwäche kann sein, dass der sportliche Charakter nicht jedem liegt – wer eher entspannt cruisen möchte, empfindet die KTM manchmal als „zu präsent“.
Honda VFR 800: Stärken liegen in der gleichmäßigen Fahrbarkeit und dem tourentauglichen Charakter. Schwäche kann sein, dass das Gefühl weniger „spontan“ wirkt als bei der KTM, wenn man maximale Sportlichkeit in den Vordergrund stellt.
Fahrwerk, Handling und Kurvenarbeit
Im Handling zeigt sich die unterschiedliche Auslegung beider Maschinen. Die KTM 990 RC R vermittelt ein sehr sportliches, agiles Fahrgefühl. Das Motorrad will in die Linie, unterstützt schnelle Richtungswechsel und wirkt in Kurven wie ein Werkzeug, das man aktiv einsetzen kann. Wer gerne früh bremst, sauber einlenkt und das Motorrad dann dynamisch durch die Kurve führt, bekommt hier eine passende Basis.
Die Honda VFR 800 setzt eher auf Stabilität und ruhige Kontrolle. In flotten Passagen bleibt sie berechenbar, und auch auf längeren Strecken wirkt das Fahrwerk weniger „angespannt“. Das ist besonders dann spürbar, wenn die Straße wellig ist oder die Bedingungen nicht perfekt sind. Die VFR 800 lädt dazu ein, gleichmäßig zu fahren, statt ständig nachzujustieren.
Bremsen und Fahrstabilität
Bei den Bremsen zeigt sich ein typischer Unterschied zwischen sportlicher Ausrichtung und Tourenfokus. Die KTM 990 RC R wirkt in der Bremsphase sehr direkt und unterstützt sportliches Verzögern. Das passt gut zu Fahrern, die gerne mit klaren Bremspunkten arbeiten. Die Honda VFR 800 punktet dagegen mit einem insgesamt stimmigen Gefühl aus Verzögerung und Stabilität: Man kann zügig fahren, ohne dass das Motorrad „nervös“ wirkt.
Beide Motorräder können sportlich bewegt werden – die KTM eher mit dem Anspruch, aktiv zu fahren, die Honda eher mit dem Anspruch, kontrolliert zu bleiben.
Ergonomie, Sitzposition und Komfort
Die Sitzposition ist einer der größten Unterschiede im Alltag. Die KTM 990 RC R ist sportlich ausgelegt. Das bedeutet: Der Oberkörper ist stärker nach vorne orientiert, die Haltung wirkt kompakter und die Bewegungsfreiheit ist eher auf dynamisches Fahren abgestimmt. Für kurze bis mittlere Fahrten kann das sehr motivierend sein. Auf längeren Strecken kann die sportliche Position aber eher anstrengend werden, vor allem, wenn man häufig in aufrechter Haltung entspannen möchte.
Die Honda VFR 800 bietet im Vergleich eine entspanntere Grundhaltung. Der Fahrer sitzt so, dass längere Fahrten weniger „kampfhaft“ wirken. Dazu kommt, dass die VFR 800 im Gesamteindruck oft als Reise- und Tourenmaschine wahrgenommen wird: Windschutz und Ergonomie unterstützen das Fahren über Stunden, ohne dass man ständig gegen die Haltung arbeiten muss.
Alltagstauglichkeit
Im Alltag – also beim Pendeln, im Stadtverkehr oder auf wechselnden Strecken – spielt die Honda VFR 800 ihre Stärken häufig leichter aus. Die KTM kann zwar auch im Alltag funktionieren, aber die sportliche Auslegung verlangt mehr Aufmerksamkeit bei der Fahrweise. Wer häufig kurze Strecken fährt und dabei nicht ständig „sportlich“ unterwegs sein will, wird die VFR 800 oft als angenehmer empfinden.
Windschutz, Verkleidung und Langstrecke
Gerade auf längeren Strecken wird sichtbar, wie unterschiedlich die Hersteller die Nutzung gedacht haben. Die Honda VFR 800 ist stärker auf Touren ausgelegt. Das zeigt sich im Gesamtkonzept: Windschutz, ruhigeres Fahrgefühl und eine Sitzposition, die weniger ermüdet. Dadurch wird die VFR 800 besonders interessant für Fahrer, die regelmäßig längere Strecken fahren und dabei nicht nur „schnell“, sondern auch komfortabel ankommen möchten.
Die KTM 990 RC R kann ebenfalls auf längeren Strecken Spaß machen, aber sie fühlt sich eher wie ein Motorrad an, das man für sportliche Abschnitte nutzt. Wer Touren liebt, aber zwischendurch gerne zügig unterwegs ist, kann die KTM als „Spaßmaschine“ einsetzen. Wer dagegen vor allem lange Autobahn- oder Landstraßenetappen plant, wird die Honda meist als entspannter erleben.
Technik, Zuverlässigkeit und Wartungsgefühl
Bei der Technik und beim „Wartungsgefühl“ gibt es keine pauschale Wahrheit für jedes Motorrad – aber die Grundtendenz ist klar: Honda wird häufig mit einem sehr alltagstauglichen Ansatz verbunden, während KTM eher für sportliche Performance und ein direkteres Fahrkonzept steht. In der Praxis bedeutet das: Die VFR 800 wirkt oft wie ein Motorrad, das man einfach nutzen möchte, ohne ständig über das „Wie“ nachdenken zu müssen.
Die KTM 990 RC R kann ebenfalls zuverlässig sein, aber sie ist stärker auf sportliche Nutzung ausgerichtet. Das heißt nicht, dass sie unpraktisch ist – eher, dass sie im Alltag manchmal mehr „Fahrerfokus“ verlangt, wenn man sie nicht nur im sportlichen Modus bewegen möchte.
Für wen welches Motorrad?
Die Entscheidung zwischen KTM 990 RC R und Honda VFR 800 hängt weniger von reinen Daten ab, sondern davon, welche Art von Fahrspaß gesucht wird.
KTM 990 RC R – ideal für
Die KTM 990 RC R passt besonders gut, wenn Kurvenfahrten, dynamisches Beschleunigen und ein sehr direktes Feedback im Vordergrund stehen. Wer gerne aktiv fährt, Bremspunkte setzt, früh einlenkt und das Motorrad als sportliches Werkzeug nutzt, wird die KTM als sehr motivierend erleben. Auch Fahrer, die gelegentlich die sportliche Seite auf der Landstraße ausleben möchten, finden hier ein stimmiges Gesamtpaket.
Honda VFR 800 – ideal für
Die Honda VFR 800 ist die bessere Wahl, wenn ein ausgewogenes Motorrad für Alltag und Touren gesucht wird. Wer regelmäßig längere Strecken fährt, Wert auf eine entspanntere Sitzposition legt und ein gleichmäßiges, souveränes Fahrgefühl bevorzugt, wird mit der VFR 800 deutlich zufriedener sein. Auch wenn das Tempo sportlich sein darf, bleibt die VFR 800 eher „komfortorientiert“ im Charakter.
Fazit:
Die KTM 990 RC R und die Honda VFR 800 sind beide starke Motorräder, aber sie spielen ihre Stärken in unterschiedlichen Szenarien aus. Die KTM 990 RC R überzeugt vor allem durch ihr sportliches, direktes Fahrgefühl: Motoransprache, Handling und das Bremsverhalten wirken auf zügige Kurvenfahrten zugeschnitten. Wer ein Motorrad sucht, das aktiv gefahren werden will und bei dynamischen Passagen besonders viel Spaß macht, trifft mit der KTM eine klare Wahl. Gleichzeitig kann die sportlichere Auslegung im Alltag und auf längeren Strecken schneller anstrengend werden, wenn man eher entspannt unterwegs sein möchte.
Die Honda VFR 800 punktet dagegen mit einem runden Gesamtpaket aus Fahrbarkeit, Komfort und Tourentauglichkeit. Das Motorrad wirkt gleichmäßiger und ruhiger, lässt sich gut dosieren und unterstützt längere Fahrten spürbar. Wer ein vielseitiges Motorrad für Alltag, längere Strecken und gelegentlich sportliche Abschnitte sucht, bekommt mit der VFR 800 die passendere Basis. Kurz gesagt: KTM für sportliche Kurvenleidenschaft, Honda für souveräne Touren und entspanntes Fahren mit Dynamik.