| UVP | 15.490 € | |
| Baujahr | von 2026 bis 2026~ | |
| UVP | ||
| Baujahr | von 2009 bis 2016 | |
Pro und Kontra
- sportliche Sitzposition, dennoch alltagstauglich
- cooler V2-Sound
- Motor mit ordentlich Dampf schon in der Mitte
- sehr gute Reifenwahl
- sehr gute Bremsen
- sehr gute Serien-Ausstattung
- sehr gelungenes, neues Cockpit mit Karten-Navigation
- einfache Bedienung
- Sitzhaltung auf Dauer etwas anstrengend
- schmaler Lenkeinschlag
- Tempomat nur gegen Aufpreis
- Extrem gute Bremsen
- Fährt sich wie ein Intercity
- Touring-tauglich
- guter Soziuskomfort
- bulliger Motor
- Traktionskontrolle erst ab 2012
- schwere Maschine, nix für Anfänger
- Drehmomentschwäche bis 3.500 UMin
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 195 | kg |
| Radstand | 1.481 | mm |
| Länge | 2.090 | mm |
| Radstand | 1.481 | mm |
| Sitzhöhe: | 845 | mm |
| Höhe | 1.128 | mm |
| Gewicht | 267 | kg |
| Radstand | 1.545 | mm |
| Länge | 2.250 | mm |
| Radstand | 1.545 | mm |
| Sitzhöhe: | 815 | mm |
| Höhe | 1.220 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | 2-Zylinder, 4-Takt, Reihenmotor | |
| Hubraum | 947 | ccm |
| Hub | 70 | mm |
| Bohrung | 92 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | Vierzylinder-Viertakt-V-Motor | |
| Hubraum | 1.237 | ccm |
| Hub | 60 | mm |
| Bohrung | 81 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kardan | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 128 PS bei 9.500 U/Min | |
| Drehmoment | 103 NM bei 6.750 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 240 | km/h |
| Tankinhalt | 16 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 334 | km |
| Leistung | 173 PS bei 10.000 U/Min | |
| Drehmoment | 129 NM bei 8.750 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 250 | km/h |
| Tankinhalt | 19 | Liter |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Chrom-Molybdän-Stahlrahmen, Motor ist struktureller Bestandteil, pulverbeschichtet | |
| Federung vorne | WP APEX 48, voll einstellbar (Federweg 147)mm | |
| Federung hinten | WP APEX Umlenkdämpfer (Federweg 134)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120 / 70 ZR 17 | |
| Reifen hinten | 180 / 55 ZR 17 | |
| Federung vorne | Teleskopgabel mit 43 mm Rohrdurchmesser (Federweg 109)mm | |
| Aufhängung hinten | Einarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70-ZR17 | |
| Reifen hinten | 190/55-ZR17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, 2 x radial montierter Vierkolben-Bremssattel ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, 1-Kolben-Schwimmsattel ( Ø 240 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibenbremse vorn mit Sechskolben-Festsättel, schwimmend gelagerte Bremsscheiben ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einscheibenbremse hinten mit Doppelkolbenbremszange ( Ø 276 mm) | |
Fazit: kein braves Bike, sondern ein ehrlicher Pulsbeschleuniger
Die KTM 990 RC-R ist ein Motorrad für Leute, die Sport nicht nur anschauen, sondern fühlen wollen. Sie ist scharf, direkt, laut im Charakter und dabei deutlich vernünftiger, als ihr Auftritt vermuten lässt. Ja, sie fordert. Ja, sie ist im Alltag nicht immer bequem. Und ja, sie macht aus einer kurzen Ausfahrt schnell eine kleine persönliche Qualifying-Session. Aber genau deshalb funktioniert sie. Sie bringt KTM zurück in ein Segment, das lange auf ein echtes orangefarbenes Ausrufezeichen gewartet hat.
Unterm Strich ist die 990 RC-R kein Motorrad für alle. Sie ist zu fokussiert für Komfortfans, zu eigenwillig für Design-Konservative und zu sportlich für Menschen, die beim Wort „Sitzposition“ sofort an Bandscheiben denken. Aber für Fahrerinnen und Fahrer, die eine alltagstaugliche Supersport-Maschine mit Charakter, Punch und echter Rennstrecken-DNA suchen, ist sie ein ziemlich heißer Kandidat. Nicht perfekt, nicht brav, nicht leise – aber verdammt unterhaltsam. Und manchmal ist genau das der Punkt.
Die Testmaschine haben wir von Bergmann & Söhne in Tornesch zur Verfügung gestellt bekommen. Dort steht sie für eine ausgiebige Probefahrt bereit. Ein Besuch bei Bergmann & Söhne in Tornesch lohnt sich immer, alleine schon wegen des umfangreichen Angebots an gebrauchten Maschinen - und wegen des stets frisch gebrühten Kaffees.
Fazit - was bleibt hängen
Die Honda VFR 1200 F zählt für mich zu den schönsten Motorrädern überhaupt. Sie ist nicht weniger als eine Design-Ikone und es gibt kein Motorrad, dass ihr auch nur annährend ähnlich sieht. Zugegeben: Design ist Geschmackssache, aber zumindest dürfte die VFR niemanden kalt lassen. Ihr Aussehen weckt Emotionen und genau das sollten Motorräder doch auch tun, oder?Die VFR ist sicherlich kein Anfänger-Motorrad, dafür hat sie viel zu viel Leistung und ist auch zu schwer. Doch wer schon Motorrad-Erfahrung mitbringt und auf Dickschiffe steht, der wird begeistert sein von der absolut souveränen Vorstellung, die die VFR auf Autobahn und Landstraße abliefert. Wer dagegen ein kleines, wendiges Motorrad für die Stadt sucht, wird diesen Testartikel vermutlich sowieso nicht bis hier gelesen haben. ;-)
Das Testmotorrad wurde uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Motorrad Ruser.
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KTM 990 RC R vs. Honda VFR1200 F – Motorradvergleich im Alltag und auf Tour
Wenn zwei Motorräder so unterschiedlich auftreten wie die KTM 990 RC R und die Honda VFR1200 F, wird der Vergleich besonders spannend. Hier treffen ein klar sportlich ausgerichtetes Konzept und ein eher tourenorientierter Ansatz aufeinander. Beide Maschinen können begeistern – aber auf unterschiedliche Art. Während die KTM 990 RC R vor allem mit ihrem agilen Charakter und dem Fokus auf dynamisches Fahren punktet, setzt die Honda VFR1200 F stärker auf souveräne Langstreckenqualitäten, Komfort und eine entspannte, aber dennoch sportliche Gangart.
Im Folgenden werden die typischen Stärken und Schwächen beider Modelle miteinander abgeglichen. Dabei geht es nicht um reine Zahlen, sondern um das, was im Fahralltag wirklich spürbar ist: Wie fühlt sich der Motor an, wie arbeitet das Fahrwerk, wie leicht lässt sich das Motorrad bewegen und wie gut funktioniert es auf längeren Strecken?
Grundidee der Motorräder: Sportfokus vs. Tourenkomfort
Die KTM 990 RC R ist vom Grundgedanken her ein Motorrad, das Lust auf Kurven macht. Die Sitzposition und die Ausrichtung des Fahrzeugs unterstützen ein aktives Fahren. Wer gerne früh bremst, zügig einlenkt und das Motorrad spürbar arbeiten lässt, findet hier eine Maschine, die genau dafür gemacht wirkt.
Die Honda VFR1200 F verfolgt dagegen eine andere Philosophie: Sie ist als Sporttourer gedacht, der auch über längere Distanzen eine ruhige, kontrollierte Fahrt ermöglicht. Das Motorrad wirkt weniger wie ein „nur für die Hausrunde“-Gerät, sondern eher wie ein Begleiter, der Kilometer sammelt, ohne dass der Fahrspaß verloren geht.
Motorcharakter im Vergleich: Dynamik vs. souveräne Durchzugskraft
Beim Motorcharakter zeigt sich schnell der Unterschied. Die KTM 990 RC R wirkt in der Praxis oft „direkter“ und forciert ein sportliches Fahrtempo. Der Motor unterstützt ein zügiges Beschleunigen und lässt sich so einsetzen, dass das Motorrad beim Herausbeschleunigen aus Kurven lebendig bleibt. Das macht sie besonders attraktiv, wenn das Fahren selbst im Vordergrund steht – also wenn es um Rhythmus, Linie und Tempo geht.
Die Honda VFR1200 F spielt ihre Stärken stärker im Bereich der gleichmäßigen Kraftentfaltung aus. Sie fühlt sich häufig dann besonders passend an, wenn nicht ständig „neu aufgebaut“ werden muss, sondern wenn der Motor zuverlässig zieht und dabei eine gewisse Gelassenheit vermittelt. Das ist vor allem auf längeren Strecken ein Vorteil: weniger ständiges Nacharbeiten, mehr fließendes Fahren.
Was das in der Praxis bedeutet
Wer gerne mit dem Gas arbeitet, den Motor „mitnimmt“ und das Motorrad aktiv führt, wird an der KTM 990 RC R mehr Freude haben. Wer hingegen Wert auf entspanntes Vorankommen legt, ohne auf sportliche Reserven zu verzichten, findet in der Honda VFR1200 F häufig die passendere Wahl.
Handling und Fahrgefühl: Agilität der KTM vs. Stabilität der Honda
Beim Handling ist die KTM 990 RC R klar auf Agilität ausgelegt. Das Motorrad lässt sich spürbar zügig in die Kurve bringen und wirkt dabei bereit, den Fahrer in einem dynamischen Stil zu unterstützen. Gerade auf kurvigen Strecken zeigt sich, dass die Maschine nicht nur „schnell aussehen“ soll, sondern auch so gefahren werden will.
Die Honda VFR1200 F wirkt dagegen eher stabil und souverän. Sie vermittelt das Gefühl, dass sie auch bei höheren Geschwindigkeiten und bei längeren Etappen ruhig bleibt. Das ist ein großer Pluspunkt, wenn die Strecke nicht nur aus Kurven besteht, sondern auch aus Autobahnabschnitten, Landstraßen mit wechselndem Tempo oder längeren Transfers.
Einordnung für unterschiedliche Fahrprofile
Die KTM 990 RC R passt besonders gut zu Fahrern, die Kurven als Hauptprogramm sehen und das Motorrad gerne „arbeiten“ lassen. Die Honda VFR1200 F ist eher für diejenigen interessant, die sportlich fahren möchten, aber dabei Komfort, Stabilität und ein entspanntes Gesamtgefühl priorisieren.
Bremsen und Fahrwerk: Präzision vs. Ausgewogenheit
Auch bei Bremsen und Fahrwerk zeigt sich die unterschiedliche Ausrichtung. Die KTM 990 RC R wirkt im sportlichen Einsatz tendenziell direkter: Das Motorrad spricht beim Einlenken und beim Bremsen oft so an, dass man schnell Vertrauen aufbaut. Das hilft, wenn es darum geht, zügig zu verzögern und kontrolliert in die Kurve zu gehen.
Die Honda VFR1200 F setzt stärker auf Ausgewogenheit. Das Fahrwerk unterstützt eine gleichmäßige Linie und sorgt dafür, dass sich die Maschine auch auf längeren Strecken nicht „anstrengend“ anfühlt. Gerade wenn die Straße nicht perfekt ist oder wenn nach mehreren Stunden noch Reserven gefragt sind, spielt diese Art von Abstimmung ihre Vorteile aus.
Komfort und Ergonomie: Kurze Wege vs. lange Etappen
Im Komfortbereich ist die KTM 990 RC R naturgemäß sportlicher positioniert. Das kann bedeuten, dass sie sich für kurze bis mittlere Touren sehr dynamisch anfühlt, während längere Fahrten je nach Körperbau und Fahrstil stärker fordern können. Wer gerne aktiv fährt und die Haltung als Teil des Fahrspaßes sieht, wird das eher als „sportliches Gesamtpaket“ wahrnehmen.
Die Honda VFR1200 F ist deutlich stärker auf längere Strecken ausgelegt. Die Ergonomie wirkt darauf abgestimmt, dass man auch nach mehreren Stunden noch konzentriert und entspannt unterwegs ist. Das macht sie besonders attraktiv für Touren, bei denen nicht nur die Kurven zählen, sondern auch die Strecke dorthin.
Reisetauglichkeit: KTM für Tempo, Honda für Distanz
Reisetauglichkeit bedeutet nicht nur „kann man damit fahren“, sondern auch „macht es auf Dauer Spaß“. Die KTM 990 RC R kann natürlich auch Touren absolvieren, aber sie wirkt eher wie ein Motorrad, das man für dynamische Abschnitte nutzt und bei dem man die Fahrt bewusst sportlich gestaltet. Wer auf der Tour häufig stoppt, die Route kurvig plant und das Tempo variiert, wird das Konzept mögen.
Die Honda VFR1200 F ist dagegen prädestiniert für längere Etappen. Sie wirkt wie ein Motorrad, das die Reise glättet: gleichmäßiger Rhythmus, ruhigeres Gesamtgefühl und ein Fahrstil, der nicht ständig neu „eingestellt“ werden muss. Damit wird sie für viele Fahrer zur besseren Wahl, wenn die Tourenplanung auch Autobahnanteile oder längere Landstraßenabschnitte umfasst.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
KTM 990 RC R – Stärken
- Sportliches Fahrgefühl mit Fokus auf dynamisches Kurvenfahren
- Agiles Handling, das aktives Fahren unterstützt
- Direkter Motoransatz, der zu zügigem Tempo einlädt
KTM 990 RC R – Schwächen
- Komfort und Ergonomie können bei längeren Fahrten je nach Fahrstil fordernder wirken
- Tourenfokus ist weniger im Vordergrund als bei klassischen Sporttourern
Honda VFR1200 F – Stärken
- Stabilität und Souveränität für längere Strecken
- Ausgewogene Abstimmung für entspanntes, aber sportliches Fahren
- Komfortorientierte Ergonomie für Touren
Honda VFR1200 F – Schwächen
- Agilitätsgefühl ist eher auf Stabilität als auf „leichtes Wegdrehen“ ausgelegt
- Sportlicher Fokus zeigt sich stärker im Fahrstil als in einer kompromisslosen Rennstrecken-Anmutung
Welche Wahl passt zu welchem Fahrstil?
Die Entscheidung zwischen KTM 990 RC R und Honda VFR1200 F hängt weniger davon ab, welches Motorrad „besser“ ist, sondern welches besser zum eigenen Profil passt. Wer häufig kurvige Strecken fährt, gerne zügig unterwegs ist und das Motorrad als aktiven Partner im Fahrprozess sieht, wird mit der KTM 990 RC R sehr wahrscheinlich mehr unmittelbaren Spaß erleben.
Wer dagegen regelmäßig längere Strecken fährt, Wert auf entspanntes Ankommen legt und dabei trotzdem sportlich unterwegs sein möchte, findet in der Honda VFR1200 F oft die stimmigere Gesamtlösung. Die Maschine wirkt wie gemacht für Touren, bei denen Komfort und Stabilität den Unterschied machen.
Fazit:
Die KTM 990 RC R ist die bessere Wahl für Fahrer, die vor allem dynamisches Kurvenfahren suchen und ein direktes, sportlich geprägtes Fahrgefühl genießen möchten. Sie punktet mit Agilität, einem lebendigen Motoransatz und einer Abstimmung, die aktives Fahren belohnt. Wer längere Etappen fährt, sollte jedoch darauf achten, ob die sportlichere Ergonomie zum eigenen Körperbau und Fahrstil passt.
Die Honda VFR1200 F eignet sich besonders für alle, die ein Motorrad für Distanz und souveräne Touren möchten. Stabilität, ausgewogene Abstimmung und eine komfortorientierte Haltung machen sie zur passenden Option, wenn auch nach vielen Kilometern noch Fahrspaß im Vordergrund steht. Wer sportlich fahren will, aber nicht auf entspanntes Gesamtgefühl verzichten möchte, trifft mit der Honda häufig die bessere Entscheidung.
Kurz gesagt: KTM für Kurven und Tempo, Honda für lange Strecken und Gelassenheit mit sportlicher Reserve.