| UVP | 15.490 € | |
| Baujahr | von 2026 bis 2026~ | |
| UVP | 15.390 € | |
| Baujahr | von 2018 bis 2025 | |
Pro und Kontra
- sportliche Sitzposition, dennoch alltagstauglich
- cooler V2-Sound
- Motor mit ordentlich Dampf schon in der Mitte
- sehr gute Reifenwahl
- sehr gute Bremsen
- sehr gute Serien-Ausstattung
- sehr gelungenes, neues Cockpit mit Karten-Navigation
- einfache Bedienung
- Sitzhaltung auf Dauer etwas anstrengend
- schmaler Lenkeinschlag
- Tempomat nur gegen Aufpreis
- 1. der Motor!
- 2. der Motor!
- 3. der Motor!
- 4. der Motor!
- 5 ...
- Stößige Hinterradfederung
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 195 | kg |
| Radstand | 1.481 | mm |
| Länge | 2.090 | mm |
| Radstand | 1.481 | mm |
| Sitzhöhe: | 845 | mm |
| Höhe | 1.128 | mm |
| Gewicht | 261 | kg |
| Sitzhöhe: | 649 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | 2-Zylinder, 4-Takt, Reihenmotor | |
| Hubraum | 947 | ccm |
| Hub | 70 | mm |
| Bohrung | 92 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Hubraum | 1.133 | ccm |
Fahrleistungen
| Leistung | 128 PS bei 9.500 U/Min | |
| Drehmoment | 103 NM bei 6.750 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 240 | km/h |
| Tankinhalt | 16 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 334 | km |
| Leistung | 95 PS | |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Chrom-Molybdän-Stahlrahmen, Motor ist struktureller Bestandteil, pulverbeschichtet | |
| Federung vorne | WP APEX 48, voll einstellbar (Federweg 147)mm | |
| Federung hinten | WP APEX Umlenkdämpfer (Federweg 134)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120 / 70 ZR 17 | |
| Reifen hinten | 180 / 55 ZR 17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, 2 x radial montierter Vierkolben-Bremssattel ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, 1-Kolben-Schwimmsattel ( Ø 240 mm) | |
Fazit: kein braves Bike, sondern ein ehrlicher Pulsbeschleuniger
Die KTM 990 RC-R ist ein Motorrad für Leute, die Sport nicht nur anschauen, sondern fühlen wollen. Sie ist scharf, direkt, laut im Charakter und dabei deutlich vernünftiger, als ihr Auftritt vermuten lässt. Ja, sie fordert. Ja, sie ist im Alltag nicht immer bequem. Und ja, sie macht aus einer kurzen Ausfahrt schnell eine kleine persönliche Qualifying-Session. Aber genau deshalb funktioniert sie. Sie bringt KTM zurück in ein Segment, das lange auf ein echtes orangefarbenes Ausrufezeichen gewartet hat.
Unterm Strich ist die 990 RC-R kein Motorrad für alle. Sie ist zu fokussiert für Komfortfans, zu eigenwillig für Design-Konservative und zu sportlich für Menschen, die beim Wort „Sitzposition“ sofort an Bandscheiben denken. Aber für Fahrerinnen und Fahrer, die eine alltagstaugliche Supersport-Maschine mit Charakter, Punch und echter Rennstrecken-DNA suchen, ist sie ein ziemlich heißer Kandidat. Nicht perfekt, nicht brav, nicht leise – aber verdammt unterhaltsam. Und manchmal ist genau das der Punkt.
Die Testmaschine haben wir von Bergmann & Söhne in Tornesch zur Verfügung gestellt bekommen. Dort steht sie für eine ausgiebige Probefahrt bereit. Ein Besuch bei Bergmann & Söhne in Tornesch lohnt sich immer, alleine schon wegen des umfangreichen Angebots an gebrauchten Maschinen - und wegen des stets frisch gebrühten Kaffees.
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KTM 990 RC R vs. Indian Scout Bobber: Vergleich der Charaktere
Wenn zwei Motorräder so unterschiedlich wirken wie die KTM 990 RC R und die Indian Scout Bobber, geht es im Vergleich selten nur um Zahlen. Es geht um den Charakter: Die KTM steht für sportliche Dynamik, präzises Ansprechverhalten und ein Setup, das auf zügiges Fahren ausgelegt ist. Die Indian Scout Bobber dagegen verkörpert den klassischen Bobber-Look, einen entspannten Cruiser-Ansatz und ein Motorgefühl, das eher auf Drehmoment und Gelassenheit setzt. Genau diese Gegensätze machen den Vergleich spannend.
Grundidee und Fahrgefühl: Sportlichkeit vs. Cruiser-Flow
Die KTM 990 RC R ist vom Konzept her ein Bike, das Kurven nicht nur „mitnimmt“, sondern aktiv einfordert. Das Fahrwerk und die Geometrie zielen auf Stabilität bei zügigem Tempo und auf ein direktes Feedback. Wer gern früh bremst, sauber einlenkt und das Motorrad spürbar arbeiten lässt, bekommt hier ein sehr sportliches Gesamtpaket.
Die Indian Scout Bobber verfolgt dagegen eine andere Philosophie: Sie wirkt kompakt, aber nicht „renntauglich“ im klassischen Sinn. Statt maximaler Schärfe steht ein stimmiges Gesamtgefühl im Vordergrund. Das Motorrad lädt dazu ein, gleichmäßig zu fahren, den Motor zu nutzen und den Weg eher zu genießen als ihn zu attackieren.
Motor und Antrieb: Wie sich Leistung und Drehmoment anfühlen
Im Vergleich der Motorwerte zeigt sich schnell, dass beide Modelle unterschiedliche Schwerpunkte setzen. Die KTM 990 RC R ist auf ein sportliches Leistungsbild ausgelegt: Das Ansprechverhalten wirkt lebendig, und die Kraft steht so bereit, dass sich dynamische Beschleunigung gut dosieren lässt. Gerade beim Herausbeschleunigen aus Kurven oder beim zügigen Überholen spielt die KTM ihre Stärken aus.
Die Indian Scout Bobber setzt dagegen stärker auf das Drehmomentgefühl und auf eine gleichmäßige Kraftentfaltung. Das macht sie besonders angenehm im Alltag: Gas auf, Tempo aufbauen, ohne dass ständig hohe Drehzahlen nötig sind. Das ist ein großer Vorteil, wenn Streckenführung und Verkehr eher wechselhaft sind.
Stärken und Schwächen beim Antrieb
- KTM 990 RC R: Stärken liegen in der sportlichen Dynamik und dem „direkten“ Motorgefühl. Schwäche kann sein, dass das sportliche Setup mehr Aufmerksamkeit fordert, wenn es eher gemütlich zugehen soll.
- Indian Scout Bobber: Stärken liegen im entspannten Drehmoment-Charakter und der Alltagstauglichkeit. Schwäche kann sein, dass bei sehr sportlicher Fahrweise die maximale Schärfe nicht im gleichen Maß wie bei der KTM im Vordergrund steht.
Fahrwerk und Handling: Präzision vs. souveräne Gelassenheit
Beim Fahrwerk wird der Unterschied besonders deutlich. Die KTM 990 RC R ist auf präzises Einlenken und ein kontrolliertes Fahrverhalten ausgelegt. Das Motorrad vermittelt ein Gefühl von „Führung“, gerade wenn die Straße nicht ganz glatt ist oder wenn die Linie in Kurven konsequent gehalten werden soll. Auch das Zusammenspiel aus Reifenaufstand und Federung wirkt auf zügiges Fahren abgestimmt.
Die Indian Scout Bobber ist eher auf komfortorientiertes Rollen ausgelegt. Das Fahrgefühl bleibt dabei stabil und ruhig, ohne den Anspruch, jede Unebenheit in sportliche Rückmeldung zu verwandeln. In der Praxis bedeutet das: Die Scout wirkt sehr stimmig für längere Fahrten, bei denen nicht jede Kurve maximal ausgereizt werden muss.
Kurvenverhalten im Vergleich
Die KTM spielt ihre Vorteile aus, wenn es um frühes Einlenken, zügige Richtungswechsel und ein sportliches Tempo geht. Die Indian Scout Bobber ist stark, wenn Kurven „fließen“ dürfen und das Motorrad dabei souverän bleibt. Wer häufig sportlich unterwegs ist, wird die KTM als klarer empfinden. Wer eher cruiser-typisch fährt, bekommt mit der Indian ein sehr harmonisches Gesamtpaket.
Bremsen und Sicherheit: Wie schnell das Motorrad wieder ruhig wird
Auch bei den Bremsen zeigt sich die Ausrichtung der beiden Bikes. Die KTM 990 RC R wirkt darauf abgestimmt, wiederholt kräftig zu verzögern und dabei kontrollierbar zu bleiben. Das ist besonders relevant, wenn man sportlich fährt und öfter aus höheren Geschwindigkeiten in Kurven hinein bremst.
Die Indian Scout Bobber bietet ebenfalls zuverlässige Verzögerung, setzt aber weniger auf „Rennstrecken-Feeling“, sondern auf gut dosierbares Bremsverhalten im Alltag. Das passt zur Cruiser-Philosophie: gleichmäßig, berechenbar und ohne ständiges Nachjustieren.
Stärken und Schwächen bei der Bremswirkung
- KTM 990 RC R: Stärken: sportliche Bremsperformance und Kontrolle bei dynamischer Fahrweise. Schwäche: Wer nur entspannt fährt, spürt die sportliche Auslegung möglicherweise als „zu viel“.
- Indian Scout Bobber: Stärken: angenehme Dosierbarkeit und souveräne Alltagsbremsen. Schwäche: Bei sehr aggressiver Fahrweise kann die sportliche KTM-Charakteristik im Vorteil sein.
Ergonomie und Alltag: Sitzposition, Reichweite im Kopf und Komfort
Bei der Ergonomie unterscheiden sich die Motorräder deutlich. Die KTM 990 RC R ist eher auf eine sportliche Sitzhaltung ausgelegt: Das Motorrad wirkt „bereit“, wenn es um zügiges Fahren geht. Das kann im Alltag super sein, wenn man gern aktiv fährt. Bei längeren, entspannten Fahrten kann die sportlichere Haltung aber spürbarer werden.
Die Indian Scout Bobber bietet eine Sitzposition, die zum Cruiser passt: aufrechter, entspannter und mit einem Gefühl von „Ankommen“. Gerade für Stadtfahrten, Feierabendrunden und Touren, bei denen man nicht ständig in den sportlichen Modus wechseln möchte, ist das ein Pluspunkt.
Für wen ist die Sitzposition besser?
Wer gern sportlich sitzt und das Motorrad als Werkzeug für dynamische Fahrten nutzt, wird mit der KTM zufriedener sein. Wer eine entspannte Haltung bevorzugt und den Fokus auf Komfort und Stil legt, findet in der Indian Scout Bobber meist die passendere Basis.
Gewicht, Abmessungen und Fahrbarkeit: Wie leicht sich das Motorrad „anfühlt“
Im Vergleich der Gewichts- und Größenwerte zeigt sich: Beide Motorräder sind nicht „riesig“, aber sie vermitteln unterschiedliche Eindrücke. Die KTM wirkt durch ihre sportliche Auslegung handlicher und direkter, besonders beim aktiven Fahren. Die Indian Scout Bobber fühlt sich dagegen eher wie ein massiver Cruiser an, der stabil steht und ruhig rollt.
In der Praxis bedeutet das: Bei häufigen Richtungswechseln und sportlicher Fahrweise spielt die KTM ihre Vorteile aus. Bei gleichmäßigen Strecken und entspanntem Tempo ist die Indian sehr angenehm, weil sie nicht ständig „überredet“ werden muss.
Stärken und Schwächen im Gesamtpaket
KTM 990 RC R – typische Stärken
- Sportliches Fahrgefühl mit direktem Feedback
- Dynamischer Motorcharakter für zügige Beschleunigung
- Fahrwerk und Bremsen mit Fokus auf Kontrolle bei Tempo
- Kurvenorientierung für Fahrer, die Linien aktiv gestalten
KTM 990 RC R – mögliche Schwächen
- Sportliche Auslegung kann bei reinem „Cruisen“ weniger passend wirken
- Aktive Fahrweise wird eher belohnt als gemütliches Dahingleiten
Indian Scout Bobber – typische Stärken
- Entspanntes Drehmomentgefühl für Alltag und Touren
- Komfortorientierte Ergonomie mit Cruiser-Charakter
- Ruhiges, souveränes Fahrverhalten
- Stimmiges Gesamtbild aus Stil und Fahrgefühl
Indian Scout Bobber – mögliche Schwächen
- Bei sehr sportlicher Fahrweise kann die KTM-Charakteristik überlegen wirken
- Wer maximale Schärfe sucht, findet sie eher bei der sportlichen Ausrichtung der KTM
Welches Motorrad passt besser zu welchem Fahrstil?
Der Vergleich lässt sich am besten über den eigenen Anspruch entscheiden. Die KTM 990 RC R ist besonders attraktiv, wenn Fahrten häufig dynamisch sind: Landstraße mit Tempo, Kurven mit klarer Linie, Bremsen und Beschleunigen als Teil des Fahrspaßes. Sie ist ein Motorrad, das man spürt und das man aktiv bewegt.
Die Indian Scout Bobber ist die bessere Wahl, wenn der Fokus auf einem stimmigen Cruiser-Erlebnis liegt: entspanntes Fahren, Drehmoment nutzen statt ständig hochzudrehen, und eine Sitzposition, die lange Strecken angenehm macht. Sie eignet sich besonders für Menschen, die Motorradfahren als Lifestyle und Genuss sehen.
Fazit:
Die KTM 990 RC R ist das Motorrad für alle, die sportliche Dynamik suchen: ein lebendiges Motorgefühl, präzises Handling und Bremsen, die bei zügiger Fahrweise Vertrauen geben. Sie passt besonders zu Fahrten, bei denen Kurven und Tempo im Mittelpunkt stehen und bei denen das Motorrad aktiv „mitgefahren“ werden soll.
Die Indian Scout Bobber ist die richtige Wahl, wenn Komfort, Drehmoment und ein ruhiger Cruiser-Flow wichtiger sind als maximale Sportschärfe. Wer gern entspannt unterwegs ist, im Alltag unkompliziert fährt und auch auf Touren eine angenehme Sitzposition sowie ein souveränes Fahrverhalten bevorzugt, wird mit der Scout Bobber deutlich glücklicher.
Kurz gesagt: KTM für sportliche Ansprüche und dynamisches Fahren, Indian für Cruiser-Genuss, Stil und entspannte Kraftentfaltung.