UVP 15.490 €
Baujahr von 2026 bis 2026~
UVP
Baujahr von 2006 bis 2016
Der neue Sportler von KTM mit dem Motor der Duke 990.
Weiter zum Testbericht
Einmal hin, alles drin
Weiter zum Testbericht

Pro und Kontra

Pro:
  • sportliche Sitzposition, dennoch alltagstauglich
  • cooler V2-Sound
  • Motor mit ordentlich Dampf schon in der Mitte
  • sehr gute Reifenwahl
  • sehr gute Bremsen
  • sehr gute Serien-Ausstattung
  • sehr gelungenes, neues Cockpit mit Karten-Navigation
  • einfache Bedienung
Kontra:
  • Sitzhaltung auf Dauer etwas anstrengend
  • schmaler Lenkeinschlag
  • Tempomat nur gegen Aufpreis
Pro:
  • Wendig
  • Motor ausreichend kräftig
  • für Einsteiger geeignet
Kontra:
  • Windschutz

Abmessungen & Gewicht

Gewicht195kg
Radstand1.481mm
Länge2.090mm
Radstand1.481mm
Sitzhöhe: 845 mm
Höhe1.128mm
Gewicht206kg
Radstand1.410mm
Länge2.110mm
Radstand1.410mm
Sitzhöhe: 805 mm

Motor

Motor-Bauart2-Zylinder, 4-Takt, Reihenmotor
Hubraum947ccm
Hub70mm
Bohrung92mm
Kühlungflüssig
AntriebKette
Gänge6
Motor-BauartZweizylinder Reihe
Hubraum649ccm
Kühlungflüssig
AntriebKette
Gänge6

Fahrleistungen

Leistung128 PS bei 9.500 U/Min
Drehmoment103 NM bei 6.750 U/Min
Höchstgeschw.240km/h
Tankinhalt16Liter
Verbrauch5l pro 100km
Reichweite334km
Leistung72 PS bei 8.500 U/Min
Drehmoment64 NM bei 7.000 U/Min
Höchstgeschw.200km/h
Tankinhalt16Liter
Verbrauch4l pro 100km
Reichweite372km

Fahrwerk

RahmenbauartChrom-Molybdän-Stahlrahmen, Motor ist struktureller Bestandteil, pulverbeschichtet
Federung vorneWP APEX 48, voll einstellbar (Federweg 147)mm
Federung hintenWP APEX Umlenkdämpfer (Federweg 134)mm
Aufhängung hintenZweiarmschwinge
Reifen vorne120 / 70 ZR 17
Reifen hinten180 / 55 ZR 17
RahmenbauartGitterrohrrahmen
Federung vorneTelegabel (Federweg 125)mm
Federung hintenMonofederbein (Federweg 130)mm
Aufhängung hintenZweiarmschwinge
Reifen vorne120/70 ZR 17
Reifen hinten160/60 ZR 17

Bremsen

Bremsen vorneDoppelscheibe, 2 x radial montierter Vierkolben-Bremssattel ( Ø 320 mm)
Bremsen hintenEinzelscheibe, 1-Kolben-Schwimmsattel ( Ø 240 mm)
Bremsen vorneDoppelkolben-Schwimmsättel ( Ø 300 mm)
Bremsen hintenEinkolben-Schwimmsattel ( Ø 220 mm)

Fazit: kein braves Bike, sondern ein ehrlicher Pulsbeschleuniger

Die KTM 990 RC-R ist ein Motorrad für Leute, die Sport nicht nur anschauen, sondern fühlen wollen. Sie ist scharf, direkt, laut im Charakter und dabei deutlich vernünftiger, als ihr Auftritt vermuten lässt. Ja, sie fordert. Ja, sie ist im Alltag nicht immer bequem. Und ja, sie macht aus einer kurzen Ausfahrt schnell eine kleine persönliche Qualifying-Session. Aber genau deshalb funktioniert sie. Sie bringt KTM zurück in ein Segment, das lange auf ein echtes orangefarbenes Ausrufezeichen gewartet hat.

Unterm Strich ist die 990 RC-R kein Motorrad für alle. Sie ist zu fokussiert für Komfortfans, zu eigenwillig für Design-Konservative und zu sportlich für Menschen, die beim Wort „Sitzposition“ sofort an Bandscheiben denken. Aber für Fahrerinnen und Fahrer, die eine alltagstaugliche Supersport-Maschine mit Charakter, Punch und echter Rennstrecken-DNA suchen, ist sie ein ziemlich heißer Kandidat. Nicht perfekt, nicht brav, nicht leise – aber verdammt unterhaltsam. Und manchmal ist genau das der Punkt.

Die Testmaschine haben wir von Bergmann & Söhne in Tornesch zur Verfügung gestellt bekommen. Dort steht sie für eine ausgiebige Probefahrt bereit. Ein Besuch bei Bergmann & Söhne in Tornesch lohnt sich immer, alleine schon wegen des umfangreichen Angebots an gebrauchten Maschinen - und wegen des stets frisch gebrühten Kaffees.

Preis/Verfügbarkeit/Farben/Baujahre

  • Preis: 15.490 €
  • Verfügbarkeit: seit 2026
  • Farben: Orange, Schwarz

Fazit - was bleibt hängen

Die Kawasaki ER-6N ist ein Motorrad, welches überdurchschnittlich häufig als erstes Bike überhaupt gekauft wird, darunter viele Frauen. Kurz zusammengefasst lässt sich sagen, dass sie nichts falsch machen. Die Kawa stellt niemanden vor irgendwelche Probleme (jedenfalls mit dem Serienauspuff) und macht die Eingewöhnung leicht. Wer nur hin und wieder mal eine Runde drehen will, wer keine 20.000 Euro für ein Motorrad ausgeben kann oder möchte, wer ohne Technik-Schnickschnack unterwegs ist - Leute, dies ist euer Motorrad. Mehr braucht kein Mensch. Und ordentlich Geld gespart habt ihr auch.
Einmal hin zum Händler und gut ist für immer - das Leben kann so einfach sein.

Preis / Verfügbarkeit / Farben / Baujahre

  • Gebraucht (3 Jahre alt): 4.500€, ohne Bj-Beschränkung ab 1.500€ 
  • Baujahre: 2006-2016
  • Verfügbarkeit: sehr gut
  • Farben: über die Baujahre hinweg fast alle Farben erhältlich

MotorradTest.de auf YouTube

KTM 990 RC R vs. Kawasaki ER-6n – Motorradvergleich im Detail

Wenn zwei Motorräder aufeinandertreffen, die unterschiedlicher kaum sein könnten, wird ein Vergleich besonders spannend. Die KTM 990 RC R steht für sportliche Ausrichtung, knackiges Ansprechverhalten und den Anspruch, Kurven mit Dynamik zu nehmen. Die Kawasaki ER-6n dagegen ist als alltagstaugliches Naked Bike bekannt: unkompliziert, gutmütig und auf ein breites Einsatzspektrum ausgelegt. Genau hier liegt der Reiz dieses Vergleichs: Nicht nur die technischen Daten spielen eine Rolle, sondern vor allem, wie sich die Unterschiede im Alltag bemerkbar machen.

Grundcharakter: Sportliche KTM vs. pragmatische Kawasaki

Die KTM 990 RC R ist vom Grundgedanken her ein Motorrad für Fahrerinnen und Fahrer, die sportlich unterwegs sein möchten. Die Sitzposition und die Auslegung zielen darauf, zügig zu fahren und das Motorrad aktiv zu bewegen. Das merkt man besonders dann, wenn die Strecke kurvig wird oder wenn man das Gas bewusst einsetzt, um den Motor in seinem passenden Bereich zu halten.

Die Kawasaki ER-6n wirkt dagegen wie ein Motorrad, das man einfach nutzt. Die Ergonomie ist auf Alltag und Alltagstempo ausgelegt, das Handling ist leicht zu verstehen, und das Motorrad vermittelt schnell ein sicheres Gefühl. Gerade wenn der Fokus auf Pendeln, Stadtverkehr oder entspanntem Landstraßenfahren liegt, spielt die ER-6n ihre Stärken aus.

Motor und Antrieb: Wie sich die Leistung im Fahrgefühl unterscheidet

Beim Motorcharakter trennen sich die Wege deutlich. Die KTM 990 RC R setzt auf einen deutlich stärkeren, sportlich geprägten Antrieb. Im Vergleich zur Kawasaki ER-6n zeigt sich das vor allem in der Art, wie das Motorrad beschleunigt: Die KTM wirkt direkter und dynamischer, besonders wenn man zügig aus dem Winkel heraus beschleunigt oder wenn man auf der Landstraße mehr Reserven nutzen möchte.

Die Kawasaki ER-6n liefert ebenfalls spürbare Leistung, aber mit einem anderen Schwerpunkt. Sie ist weniger auf „sofort maximal“ getrimmt und eher auf kontrollierbares, gleichmäßiges Vorankommen. Dadurch ist sie oft angenehmer, wenn man nicht ständig im oberen Drehzahlbereich fahren möchte. Im Vergleich zur KTM ist die ER-6n weniger „auf Krawall“, sondern eher auf Alltag und Fahrbarkeit.

Stärken und Schwächen im Motorvergleich

  • KTM 990 RC R: Stärken liegen in der sportlichen Durchzugskraft und dem dynamischen Ansprechverhalten. Schwäche kann sein, dass der Fokus auf Performance im Alltag manchmal mehr Aufmerksamkeit und „Arbeit“ erfordert, um die Leistung passend zu dosieren.
  • Kawasaki ER-6n: Stärken liegen in der unkomplizierten Nutzbarkeit und dem gutmütigen Charakter. Schwäche im Vergleich zur KTM ist, dass bei sehr sportlicher Fahrweise die Reserven schneller „aufgebraucht“ wirken können.

Fahrwerk und Handling: Agilität vs. Alltagssicherheit

Beim Fahrwerk zeigt sich der Unterschied zwischen sportlicher Auslegung und alltagstauglicher Abstimmung. Die KTM 990 RC R ist darauf ausgelegt, Kurven aktiv zu fahren. Das Motorrad unterstützt eine dynamische Linie, reagiert zügig auf Lenkimpulse und fühlt sich in flotten Situationen stabil an. Wer gerne früh bremst, sauber einlenkt und das Motorrad in Schräglage „arbeitet“, wird die KTM als sehr passend empfinden.

Die Kawasaki ER-6n ist hingegen stärker auf Komfort und gut kontrollierbares Handling ausgelegt. Sie bleibt auch bei wechselnden Bedingungen berechenbar und vermittelt ein Gefühl von „einfach fahren“. Das ist besonders wertvoll, wenn der Einsatz nicht nur aus sportlichen Ausfahrten besteht, sondern auch aus Stadtverkehr, Stop-and-Go oder längeren Fahrten mit wechselnder Fahrbahnqualität.

Bremsen und Stabilität

Auch bei den Bremsen unterscheiden sich die Philosophien. Die KTM wirkt tendenziell darauf ausgelegt, sportliche Verzögerung und präzise Dosierung zu unterstützen. Dadurch kann sie bei zügiger Fahrweise überzeugen, weil man das Motorrad kontrolliert in die Kurve bringen kann. Die Kawasaki kann ebenfalls gut bremsen, aber sie spielt eher ihre Stärke aus, wenn es um gleichmäßige, alltagstaugliche Verzögerung geht. Im Vergleich zur KTM ist sie weniger „sportlich aggressiv“, dafür oft entspannter im Umgang.

Ergonomie und Sitzposition: Wer sitzt wie gut?

Ein Vergleich wäre nicht vollständig ohne die Frage, wie sich die Sitzposition anfühlt. Die KTM 990 RC R ist sportlich ausgelegt. Das bedeutet: Der Körper wird stärker in eine aktive Fahrhaltung gebracht, was bei flotter Gangart Vorteile bringt. Wer längere Strecken fährt oder viel im Alltag unterwegs ist, kann die sportliche Position jedoch als anstrengender empfinden, vor allem, wenn man nicht regelmäßig sportlich fährt.

Die Kawasaki ER-6n bietet eine eher neutrale, alltagstaugliche Haltung. Dadurch wirkt sie oft „sofort passend“, gerade wenn man ein Motorrad sucht, das man ohne große Umgewöhnung nutzen kann. Im Vergleich zur KTM ist die ER-6n damit häufig die entspanntere Wahl für längere Fahrten oder für Tage, an denen nicht jede Kurve maximal ausgereizt werden soll.

Alltagstauglichkeit: Stadt, Pendeln und längere Strecken

Im Alltag entscheidet selten nur die Leistung. Häufig sind es Kleinigkeiten: Übersicht, Handlichkeit, Fahrkomfort und das Gefühl, dass das Motorrad in jeder Situation „mitspielt“. Die Kawasaki ER-6n punktet hier typischerweise durch ihre unkomplizierte Art. Sie ist leicht zu bewegen, wirkt im Stadtverkehr weniger fordernd und passt gut zu Fahrten, bei denen man nicht ständig das Tempo „hochdrehen“ muss.

Die KTM 990 RC R kann im Alltag ebenfalls funktionieren, aber sie ist stärker auf sportliche Nutzung ausgelegt. Wer die KTM vor allem für Ausfahrten nutzt, bei denen Kurven und zügiges Fahren im Vordergrund stehen, wird die Stärken deutlich spüren. Wer dagegen überwiegend im Stadtverkehr unterwegs ist oder ein Motorrad sucht, das möglichst „stressfrei“ bleibt, wird die Kawasaki oft als angenehmer erleben.

Reisetauglichkeit: Komfort und Fahrspaß auf längeren Strecken

Für längere Strecken zählt, wie gut das Motorrad Ermüdung reduziert. Die Kawasaki ER-6n ist in dieser Hinsicht häufig im Vorteil, weil die Haltung entspannter ist und das Motorrad eher auf gleichmäßiges Fahren ausgelegt wirkt. Dadurch kann man auch über längere Zeit konzentriert bleiben, ohne dass der Körper ständig „gegenarbeitet“.

Die KTM 990 RC R kann auf Reisen Spaß machen, besonders wenn man das Motorrad als sportliches Werkzeug versteht. Allerdings ist die sportlichere Auslegung eher etwas für Fahrerinnen und Fahrer, die auch auf längeren Strecken aktiv fahren möchten. Wer häufig lange Autobahnabschnitte oder sehr entspannte Fahrten bevorzugt, könnte die Kawasaki als entspannter empfinden.

Für wen passt welches Motorrad?

Der Vergleich lässt sich am besten über den eigenen Fahrstil lösen. Die KTM 990 RC R ist besonders interessant, wenn sportliche Dynamik, aktives Fahren und ein direkteres Ansprechverhalten im Vordergrund stehen. Sie eignet sich für Menschen, die Kurven mögen, gerne zügig unterwegs sind und das Motorrad als „Fahrmaschine“ erleben möchten.

Die Kawasaki ER-6n ist die passendere Wahl, wenn Alltag, Pendeln und vielseitige Nutzung wichtiger sind. Sie richtet sich an Fahrerinnen und Fahrer, die ein Motorrad suchen, das leicht zu handhaben ist, schnell Vertrauen aufbaut und nicht ständig fordert. Wer ein Naked Bike möchte, das im Alltag funktioniert und auf der Landstraße zuverlässig Spaß macht, wird mit der ER-6n häufig sehr zufrieden sein.

Typische Entscheidungsszenarien

  • Kurvenreiche Wochenendtouren: Eher KTM 990 RC R, weil die sportliche Auslegung und das dynamische Fahrgefühl besonders gut zur Fahrweise passen.
  • Viel Stadt und gemischte Strecken: Eher Kawasaki ER-6n, weil die unkomplizierte Handhabung und die entspanntere Ergonomie im Alltag überzeugen.
  • Fahrspaß mit Fokus auf Alltag: Häufig ER-6n, weil sie weniger „sportlich“ fordert und dadurch entspannter bleibt.
  • Fahrspaß mit Fokus auf Performance: Häufig KTM 990 RC R, weil sie die sportliche Dynamik stärker in den Vordergrund stellt.

Fazit:

Die KTM 990 RC R und die Kawasaki ER-6n sind beide spannende Motorräder, aber sie erfüllen unterschiedliche Bedürfnisse. Die KTM spielt ihre Stärken besonders dann aus, wenn sportliches Fahren im Fokus steht: dynamisches Ansprechverhalten, aktives Handling und ein Fahrgefühl, das Kurven und zügige Beschleunigung belohnt. Wer ein Motorrad sucht, das sich wie eine Performance-Maschine anfühlt und bereit ist, bei flotter Gangart mitzugehen, wird mit der KTM deutlich mehr „Sport“ erleben.

Die Kawasaki ER-6n ist dagegen die bessere Wahl, wenn Alltagstauglichkeit, unkomplizierte Bedienung und entspannter Fahrkomfort wichtiger sind. Sie wirkt im täglichen Einsatz oft weniger fordernd, lässt sich gut bewegen und bietet eine solide Basis für vielseitige Fahrten. Wer ein Naked Bike möchte, das zuverlässig funktioniert und auch längere Strecken angenehm macht, trifft mit der ER-6n meist die passendere Entscheidung.

Kurz gesagt: KTM 990 RC R für sportliche Fahrerinnen und Fahrer mit Lust auf Dynamik – Kawasaki ER-6n für alle, die ein alltagstaugliches Motorrad suchen, das Spaß macht, ohne ständig zu fordern.

An unhandled error has occurred. Reload 🗙