| UVP | 15.490 € | |
| Baujahr | von 2026 bis 2026~ | |
| UVP | 10.645 € | |
| Baujahr | von 2011 bis 2024 | |
Pro und Kontra
- sportliche Sitzposition, dennoch alltagstauglich
- cooler V2-Sound
- Motor mit ordentlich Dampf schon in der Mitte
- sehr gute Reifenwahl
- sehr gute Bremsen
- sehr gute Serien-Ausstattung
- sehr gelungenes, neues Cockpit mit Karten-Navigation
- einfache Bedienung
- Sitzhaltung auf Dauer etwas anstrengend
- schmaler Lenkeinschlag
- Tempomat nur gegen Aufpreis
- lässige Optik
- cooler Sound
- einfaches Fahrverhalten
- einfachste Bedienung
- viel Chrome
- Bremsen könnten stärker zupacken
- teilweise Vibrationen
- überschaubare Leistung
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 195 | kg |
| Radstand | 1.481 | mm |
| Länge | 2.090 | mm |
| Radstand | 1.481 | mm |
| Sitzhöhe: | 845 | mm |
| Höhe | 1.128 | mm |
| Gewicht | 221 | kg |
| Radstand | 1.465 | mm |
| Länge | 2.180 | mm |
| Radstand | 1.465 | mm |
| Sitzhöhe: | 790 | mm |
| Höhe | 1.075 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | 2-Zylinder, 4-Takt, Reihenmotor | |
| Hubraum | 947 | ccm |
| Hub | 70 | mm |
| Bohrung | 92 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | Reihe | |
| Hubraum | 773 | ccm |
| Hub | 83 | mm |
| Bohrung | 77 | mm |
| Kühlung | Luft | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 5 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 128 PS bei 9.500 U/Min | |
| Drehmoment | 103 NM bei 6.750 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 240 | km/h |
| Tankinhalt | 16 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 334 | km |
| Leistung | 48 PS bei 6.500 U/Min | |
| Drehmoment | 60 NM bei 2.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 170 | km/h |
| Tankinhalt | 14 | Liter |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Chrom-Molybdän-Stahlrahmen, Motor ist struktureller Bestandteil, pulverbeschichtet | |
| Federung vorne | WP APEX 48, voll einstellbar (Federweg 147)mm | |
| Federung hinten | WP APEX Umlenkdämpfer (Federweg 134)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120 / 70 ZR 17 | |
| Reifen hinten | 180 / 55 ZR 17 | |
| Rahmenbauart | Doppelschleife | |
| Federung vorne | Telegabel 41mm, nicht einstellbar (Federweg 130)mm | |
| Federung hinten | Stereofederbeine, Federbasis einstellbar (Federweg 107)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 100/90-19 Zoll | |
| Reifen hinten | 130/80-18 Zoll | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, 2 x radial montierter Vierkolben-Bremssattel ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, 1-Kolben-Schwimmsattel ( Ø 240 mm) | |
| Bremsen vorne | Einzelscheibe ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe | |
Fazit: kein braves Bike, sondern ein ehrlicher Pulsbeschleuniger
Die KTM 990 RC-R ist ein Motorrad für Leute, die Sport nicht nur anschauen, sondern fühlen wollen. Sie ist scharf, direkt, laut im Charakter und dabei deutlich vernünftiger, als ihr Auftritt vermuten lässt. Ja, sie fordert. Ja, sie ist im Alltag nicht immer bequem. Und ja, sie macht aus einer kurzen Ausfahrt schnell eine kleine persönliche Qualifying-Session. Aber genau deshalb funktioniert sie. Sie bringt KTM zurück in ein Segment, das lange auf ein echtes orangefarbenes Ausrufezeichen gewartet hat.
Unterm Strich ist die 990 RC-R kein Motorrad für alle. Sie ist zu fokussiert für Komfortfans, zu eigenwillig für Design-Konservative und zu sportlich für Menschen, die beim Wort „Sitzposition“ sofort an Bandscheiben denken. Aber für Fahrerinnen und Fahrer, die eine alltagstaugliche Supersport-Maschine mit Charakter, Punch und echter Rennstrecken-DNA suchen, ist sie ein ziemlich heißer Kandidat. Nicht perfekt, nicht brav, nicht leise – aber verdammt unterhaltsam. Und manchmal ist genau das der Punkt.
Die Testmaschine haben wir von Bergmann & Söhne in Tornesch zur Verfügung gestellt bekommen. Dort steht sie für eine ausgiebige Probefahrt bereit. Ein Besuch bei Bergmann & Söhne in Tornesch lohnt sich immer, alleine schon wegen des umfangreichen Angebots an gebrauchten Maschinen - und wegen des stets frisch gebrühten Kaffees.
Fazit - was bleibt hängen
Keine Ganganzeige, kein Benzinfüllstandsanzeige, keine Fahrmodi, kein gar nichts. Die Kawasaki W800 verzichtet bewusst auf alles, was heutige moderne Maschinen an Technik an Bord haben. Ist das schlimm? Im Gegenteil, bei einem Retrobike wie der W800 ist das genau richtig. Statt in irgendwelchen Menüs herumzufummeln starten wir einfach den Motor und fahren los. Herrlich. Übrigens hätte der W800 ein Kickstarter irgendwie auch gut zu Gesicht gestanden. Naja, im Alltag ist so ein Anlasser per Knopfdruck dann vielleicht doch ganz okay. Moderne Technik eben...Vielen Dank an Thomas aus Meldorf, der uns seine Kawasaki W800 für diesen Test zur Verfügung gestellt hat. Einen Kaffee und ein interessantes Gespräch zur Lage der Nation war auch noch drin - insgesamt daher ein schöner Tag mit einem schönen Motorrad.
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KTM 990 RC R vs. Kawasaki W 800 Vergleich
Wenn zwei Motorräder so unterschiedlich wirken wie die KTM 990 RC R und die Kawasaki W 800, wird der Vergleich spannend: Hier trifft ein sportlich orientiertes Konzept auf einen klassischen Cruiser-Charakter. Genau diese Gegensätze machen die Entscheidung leichter, wenn klar ist, welche Art von Fahrgefühl gesucht wird. Im Folgenden werden die wichtigsten Unterschiede entlang der typischen Vergleichspunkte herausgearbeitet – ohne Zahlenfriedhof, aber mit Blick auf das, was im Alltag wirklich zählt.
Grundidee der beiden Motorräder
KTM 990 RC R: sportlicher Fokus
Die KTM 990 RC R ist auf Dynamik ausgelegt. Das merkt man am Gesamtkonzept: sportliche Geometrie, ein Motor, der auf zügiges Vorankommen und knackige Gasannahme ausgelegt ist, sowie ein Fahrstil, der eher nach „aktiv fahren“ verlangt. Wer Kurven mag, gerne zügig unterwegs ist und das Motorrad als Werkzeug für dynamische Fahrten sieht, findet hier eine klare Richtung.
Kawasaki W 800: klassischer Cruiser-Ansatz
Die Kawasaki W 800 verfolgt dagegen einen anderen Weg. Sie steht für entspanntes Dahingleiten, einen charaktervollen Motorlauf und eine Sitzposition, die eher an Komfort und Kontrolle bei moderaten Geschwindigkeiten denkt. Das Motorrad wirkt bewusst „retro“ und lädt dazu ein, Strecken zu genießen statt sie zu jagen.
Motorcharakter und Antrieb: Wie fühlt sich die Kraft an?
Der größte Unterschied zwischen beiden Modellen liegt im Motorgefühl. Die KTM 990 RC R ist darauf ausgelegt, Leistung und Drehmoment so zu liefern, dass sportliches Fahren leichtfällt. Das bedeutet: Beim Beschleunigen entsteht schnell das Gefühl, dass das Motorrad „mitzieht“. Besonders in Situationen, in denen zügig beschleunigt oder das Tempo in Kurven gehalten werden soll, wirkt der Antrieb wie ein direkter Verstärker für den Fahrstil.
Die Kawasaki W 800 spielt dagegen ihre Stärken in einem anderen Rhythmus aus. Der Motor wirkt weniger wie ein „Schalter“, mehr wie ein gleichmäßiger Begleiter. Wer gerne mit ruhigerem Gas arbeitet und den Klang sowie die gleichmäßige Zugkraft schätzt, bekommt ein sehr stimmiges Gesamtbild. Das Motorrad ist nicht darauf getrimmt, ständig maximal zu pushen, sondern eher darauf, dass sich jede Fahrt angenehm anfühlt.
Sitzposition und Ergonomie: Aktiv oder entspannt?
Die Sitzposition entscheidet oft schneller als man denkt. Die KTM 990 RC R verlangt eine sportlichere Haltung. Das unterstützt das schnelle Umsetzen von Fahrbefehlen: Lenkimpulse kommen direkter, der Fahrer kann das Motorrad dynamischer führen. Dafür ist die Haltung eher etwas „arbeitsintensiver“, besonders wenn längere Strecken in eher gemütlichem Tempo gefahren werden.
Die Kawasaki W 800 bietet eine entspanntere Ergonomie. Das macht sie besonders interessant für Fahrten, bei denen Komfort und Übersicht im Vordergrund stehen. Die Haltung unterstützt ein ruhiges Fahrgefühl und reduziert das „Sportbike-Gefühl“ zugunsten von Gelassenheit. Wer viel Stadtverkehr oder längere Landstraßenabschnitte fährt, profitiert häufig von dieser Ausrichtung.
Fahrverhalten und Handling: Kurvengefühl vs. Cruiser-Ruhe
KTM 990 RC R: präzise Führung
Im Handling zeigt die KTM 990 RC R ihre sportliche DNA. Das Motorrad lässt sich spürbar zielgerichtet bewegen. In Kurven wirkt die Linie stabil, und das Motorrad unterstützt das „Mitgehen“ in schnellen Richtungswechseln. Die Stärken liegen vor allem dort, wo das Tempo hoch genug ist, damit das Fahrwerk und die Geometrie ihre Vorteile ausspielen.
Schwächen ergeben sich eher indirekt: Wer sehr langsam und entspannt fährt, kann den sportlichen Charakter als „zu wach“ empfinden. Außerdem verlangt das Setup häufig mehr Aufmerksamkeit, wenn es um fein dosiertes Fahren im Alltag geht.
Kawasaki W 800: souverän und gelassen
Die Kawasaki W 800 wirkt im Fahrgefühl ruhiger. Das Motorrad vermittelt ein souveränes, gutmütiges Verhalten, das besonders auf Landstraßen und bei gleichmäßigem Tempo Spaß macht. Richtungswechsel sind nicht auf „Sport-Tempo“ ausgelegt, sondern auf flüssiges Vorankommen. Dadurch entsteht ein sehr angenehmes Fahrbild, das sich gut für längere Touren eignet.
Als Schwäche kann man sehen: Wer maximale sportliche Agilität sucht, wird eher nicht das gleiche „Kampfgewicht“ wie bei der KTM erwarten. Die W 800 ist eher die Wahl für Genussfahrten als für das schnelle Ausreizen von Reserven.
Bremsen und Fahrstabilität: Vertrauen in der Praxis
Beim Thema Bremsen und Stabilität zeigt sich der Unterschied zwischen sportlicher und cruiserorientierter Auslegung. Die KTM 990 RC R ist tendenziell darauf optimiert, auch bei zügiger Fahrweise schnell wieder Kontrolle herzustellen. Das unterstützt sportliche Manöver und gibt in dynamischen Situationen mehr Sicherheit beim Dosieren.
Die Kawasaki W 800 punktet eher mit einem gut abgestimmten Gefühl für kontrolliertes Bremsen im Alltag. In typischen Geschwindigkeitsbereichen wirkt das Motorrad sehr berechenbar. Wer jedoch konsequent sportlich fährt, könnte die KTM als klarer empfundenen „Werkzeugcharakter“ wahrnehmen.
Alltagstauglichkeit: Stadt, Landstraße und Tour
Im Alltag entscheidet oft, wie gut sich ein Motorrad in den Alltag integrieren lässt. Die KTM 990 RC R kann im Stadtverkehr funktionieren, aber sie ist stärker auf Fahrspaß und Dynamik getrimmt. Das bedeutet: Wer häufig im Stop-and-Go unterwegs ist oder sehr entspannt fährt, wird die sportliche Ausrichtung eher spüren. Dafür ist sie auf der Landstraße und bei zügigerem Fahren besonders stark.
Die Kawasaki W 800 ist im Alltag häufig die entspanntere Wahl. Sie passt gut zu Fahrten, bei denen weniger das Tempo im Fokus steht, sondern das Fahrgefühl und die Ruhe. Gerade für längere Strecken wirkt die Cruiser-Philosophie oft vorteilhaft, weil das Motorrad nicht ständig „nach Sport“ ruft.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
Stärken der KTM 990 RC R
- Dynamisches Fahrgefühl mit sportlicher Gasannahme und direkterem Antriebskonzept
- Präzises Handling für Kurvenfahrten und zügige Richtungswechsel
- Sportliche Stabilität bei dynamischer Fahrweise
Schwächen der KTM 990 RC R
- Weniger „entspanntes“ Gefühl bei sehr gemütlicher Fahrweise
- Sportliche Ergonomie kann auf langen Strecken je nach Fahrstil anstrengender wirken
Stärken der Kawasaki W 800
- Charaktervoller Cruiser-Ansatz mit ruhigerem, stimmigem Motorgefühl
- Komfortorientierte Sitzposition für Alltag und längere Touren
- Gelassenes Fahrverhalten mit gutem Gefühl für Kontrolle
Schwächen der Kawasaki W 800
- Weniger sportliche Agilität im Vergleich zur KTM bei zügiger Fahrweise
- Fokus auf Genuss statt auf konsequentes Ausreizen von Reserven
Welche Wahl passt besser?
Die Entscheidung hängt weniger davon ab, „wer besser ist“, sondern davon, was gesucht wird. Die KTM 990 RC R ist die passendere Wahl, wenn dynamisches Fahren, Kurvengefühl und ein sportlicheres Gesamtpaket im Vordergrund stehen. Sie belohnt aktive Fahrweise und unterstützt dabei, Tempo und Linie in Einklang zu bringen.
Die Kawasaki W 800 ist dagegen ideal, wenn ein klassisches Cruiser-Gefühl, Komfort und ein entspannterer Rhythmus wichtiger sind. Sie passt besonders gut zu Fahrten, bei denen der Weg das Ziel ist und das Motorrad vor allem durch Charakter und Ruhe überzeugt.
Fazit:
Die KTM 990 RC R ist für Fahrerinnen und Fahrer die bessere Wahl, die ein sportliches Motorrad suchen: präzises Handling, dynamisches Ansprechverhalten und ein Fahrgefühl, das Kurven und zügige Strecken besonders attraktiv macht. Wer gerne aktiv fährt und das Motorrad als Werkzeug für Fahrspaß nutzt, wird hier deutlich mehr „Sport“ erleben.
Die Kawasaki W 800 empfiehlt sich für alle, die Komfort, Charakter und eine entspannte Art des Fahrens priorisieren. Ihr Cruiser-Ansatz sorgt für ein ruhiges, souveränes Gesamtbild – ideal für Alltag, Landstraße und Touren, bei denen Genuss wichtiger ist als maximale Dynamik. Kurz gesagt: KTM für sportliche Ansprüche, Kawasaki für entspannten Fahrstil.