| UVP | 15.490 € | |
| Baujahr | von 2026 bis 2026~ | |
| UVP | 13.995 € | |
| Baujahr | von 2013 bis 2016 | |
Pro und Kontra
- sportliche Sitzposition, dennoch alltagstauglich
- cooler V2-Sound
- Motor mit ordentlich Dampf schon in der Mitte
- sehr gute Reifenwahl
- sehr gute Bremsen
- sehr gute Serien-Ausstattung
- sehr gelungenes, neues Cockpit mit Karten-Navigation
- einfache Bedienung
- Sitzhaltung auf Dauer etwas anstrengend
- schmaler Lenkeinschlag
- Tempomat nur gegen Aufpreis
- Sportlicher Motor
- Fahrwerksabstimmung
- Sound
- Langstreckentauglichkeit
- Gewicht
- Geländetauglichkeit
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 195 | kg |
| Radstand | 1.481 | mm |
| Länge | 2.090 | mm |
| Radstand | 1.481 | mm |
| Sitzhöhe: | 845 | mm |
| Höhe | 1.128 | mm |
| Gewicht | 238 | kg |
| Radstand | 1.560 | mm |
| Länge | 2.255 | mm |
| Radstand | 1.560 | mm |
| Sitzhöhe: | 860 | mm |
| Höhe | 1.485 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | 2-Zylinder, 4-Takt, Reihenmotor | |
| Hubraum | 947 | ccm |
| Hub | 70 | mm |
| Bohrung | 92 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | V2 LC8 4-Takt | |
| Hubraum | 1.195 | ccm |
| Hub | 69 | mm |
| Bohrung | 105 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | X-Ring Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 128 PS bei 9.500 U/Min | |
| Drehmoment | 103 NM bei 6.750 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 240 | km/h |
| Tankinhalt | 16 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 334 | km |
| Leistung | 150 PS bei 9.500 U/Min | |
| Drehmoment | 125 NM bei 7.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 246 | km/h |
| Tankinhalt | 23 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 411 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Chrom-Molybdän-Stahlrahmen, Motor ist struktureller Bestandteil, pulverbeschichtet | |
| Federung vorne | WP APEX 48, voll einstellbar (Federweg 147)mm | |
| Federung hinten | WP APEX Umlenkdämpfer (Federweg 134)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120 / 70 ZR 17 | |
| Reifen hinten | 180 / 55 ZR 17 | |
| Rahmenbauart | Gitterrohrrahmen | |
| Federung vorne | Upside-down-Gabel, Ø 48 mm (Federweg 190)mm | |
| Federung hinten | Zentralfederbein, direkt angelenkt (Federweg 190)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge aus Aluminium | |
| Reifen vorne | 120/70 ZR 19 | |
| Reifen hinten | 170/60 ZR 17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, 2 x radial montierter Vierkolben-Bremssattel ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, 1-Kolben-Schwimmsattel ( Ø 240 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, radial verschraubter 4-Kolben-Festsattel, Brembo, schwimmend gelagerte Bremszangen ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe mit Zweikolben-Festsattel ( Ø 267 mm) | |
Fazit: kein braves Bike, sondern ein ehrlicher Pulsbeschleuniger
Die KTM 990 RC-R ist ein Motorrad für Leute, die Sport nicht nur anschauen, sondern fühlen wollen. Sie ist scharf, direkt, laut im Charakter und dabei deutlich vernünftiger, als ihr Auftritt vermuten lässt. Ja, sie fordert. Ja, sie ist im Alltag nicht immer bequem. Und ja, sie macht aus einer kurzen Ausfahrt schnell eine kleine persönliche Qualifying-Session. Aber genau deshalb funktioniert sie. Sie bringt KTM zurück in ein Segment, das lange auf ein echtes orangefarbenes Ausrufezeichen gewartet hat.
Unterm Strich ist die 990 RC-R kein Motorrad für alle. Sie ist zu fokussiert für Komfortfans, zu eigenwillig für Design-Konservative und zu sportlich für Menschen, die beim Wort „Sitzposition“ sofort an Bandscheiben denken. Aber für Fahrerinnen und Fahrer, die eine alltagstaugliche Supersport-Maschine mit Charakter, Punch und echter Rennstrecken-DNA suchen, ist sie ein ziemlich heißer Kandidat. Nicht perfekt, nicht brav, nicht leise – aber verdammt unterhaltsam. Und manchmal ist genau das der Punkt.
Die Testmaschine haben wir von Bergmann & Söhne in Tornesch zur Verfügung gestellt bekommen. Dort steht sie für eine ausgiebige Probefahrt bereit. Ein Besuch bei Bergmann & Söhne in Tornesch lohnt sich immer, alleine schon wegen des umfangreichen Angebots an gebrauchten Maschinen - und wegen des stets frisch gebrühten Kaffees.
Fazit
Die KTM 1190 Adventure ist eher der Handwerker unter den Adventure-Bikes. Praktisch, sinnvoll, aber für die Oper nicht geeignet. Sie hat viel von Ducatis Multistrada, mehr jedenfalls als aus der BMW GS-Serie. Sie ist wegen der sehr speziellen Motorauslegung nicht der ideale Allrounder, will sie auch nicht sein.Wer ein sportliches, rauhes Adventure-Bike sucht und die körperlichen Voraussetzungen mitbringt, hat hier eine gute Alternative zum Musterschüler aus Deutschland und macht ganz bestimmt nichts falsch.
Das Testbike wurde uns von Motorrad Ruser zur Verfügung gestellt.
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KTM 990 RC R vs KTM 1190 Adventure: Vergleich für Straße, Tempo und Reise
Wenn zwei KTM-Modelle aufeinandertreffen, die auf den ersten Blick unterschiedliche Welten bedienen, wird der Vergleich besonders spannend. Die KTM 990 RC R steht für sportliche Ausrichtung, präzises Handling und den Fokus auf dynamisches Fahren. Die KTM 1190 Adventure dagegen ist als Reiseenduro gedacht: mehr Komfort, mehr Vielseitigkeit und ein Charakter, der auch längere Strecken und wechselnde Untergründe souverän mitmacht. Genau darum geht es in diesem Vergleich: Welche Stärken bringen die Modelle auf die Straße, wo liegen die Schwächen – und welches Motorrad passt besser zu den eigenen Fahrgewohnheiten?
Grundidee der beiden Motorräder: Sportlichkeit vs. Reise-Vielseitigkeit
KTM 990 RC R: sportlicher Fokus
Die KTM 990 RC R ist ein Motorrad, das sich stark über Agilität und Fahrgefühl definiert. Der Aufbau zielt auf zügiges Vorankommen und ein Handling, das Kurven nicht nur „mitnimmt“, sondern aktiv unterstützt. Wer gern sportlich fährt, profitiert von der klaren Linie: weniger „Reise-Overhead“, mehr Konzentration auf Dynamik.
KTM 1190 Adventure: Abenteuer mit Alltagstauglichkeit
Die KTM 1190 Adventure ist dagegen auf den Spagat ausgerichtet: Alltag, Touren und gelegentlich auch unwegsameres Terrain. Das Motorrad wirkt dadurch weniger wie ein reines Kurvenwerkzeug, sondern eher wie ein vielseitiger Begleiter. Gerade auf längeren Strecken spielt die Reiseenduro ihre Stärken aus: entspannteres Handling, mehr Reserven im Alltag und ein Konzept, das für unterschiedliche Bedingungen ausgelegt ist.
Motorcharakter und Antrieb: Wie sich Leistung im Alltag anfühlt
990 RC R: direkter, sportlicher Punch
Die KTM 990 RC R zeigt ihren Charakter vor allem dann, wenn es zügig wird. Der Motor wirkt im sportlichen Bereich lebendig und unterstützt dynamisches Beschleunigen aus Kurven heraus. Im Vergleich zur Adventure-Philosophie steht hier weniger „gleichmäßiges Dahingleiten“ im Vordergrund, sondern eher das Gefühl, dass das Motorrad mit jeder Drehzahlstufe will, dass es schneller geht.
1190 Adventure: kräftig, aber tourentauglicher abgestimmt
Die KTM 1190 Adventure bringt ebenfalls ordentlichen Vortrieb, aber die Abstimmung zielt stärker auf Fahrbarkeit über längere Zeit. Das macht sich besonders bemerkbar, wenn die Strecke nicht nur aus perfekten Asphaltbögen besteht. Der Motor unterstützt gleichmäßiges Tempo, ohne dass ständig „auf Sport“ geschaltet werden muss. Dadurch eignet sich die Adventure oft besser für Touren, bei denen nicht jede Kurve maximal gefahren wird.
Fahrwerk und Handling: Präzision vs. Komfort
KTM 990 RC R: spürbar sportlich
Beim Fahrwerk zeigt die RC R klar ihre sportliche Ausrichtung. Das Motorrad vermittelt ein direktes Feedback und lässt sich in Kurven zügig positionieren. Gerade auf kurvigen Strecken ist das ein Vorteil: Das Bike wirkt „auf Linie“, und das Gefühl für Schräglage und Grip ist meist sehr unmittelbar.
Die Kehrseite: Auf schlechterem Belag oder bei längeren, unruhigen Abschnitten kann der sportliche Anspruch spürbarer werden. Wer häufig auf durchwachsenem Asphalt unterwegs ist, merkt eher, dass die RC R nicht primär für Komfort auf holprigen Strecken gebaut wurde.
KTM 1190 Adventure: stabil und alltagstauglich
Die KTM 1190 Adventure ist beim Thema Fahrwerk stärker auf Vielseitigkeit ausgelegt. Das Motorrad bleibt auch bei wechselnden Bedingungen gut kontrollierbar. Auf langen Touren ist das ein echter Pluspunkt, weil das Bike weniger „arbeitet“, wenn die Strecke nicht perfekt ist.
Im Gegenzug gilt: Wer ausschließlich sportlich und sehr aggressiv in engen Kurven unterwegs ist, wird die RC R oft als direkter und „schärfer“ empfinden. Die Adventure ist nicht weniger fahrfreudig – aber sie spielt ihre Stärken stärker in der Kombination aus Stabilität, Komfort und Reserven.
Bremsen und Fahrstabilität: Vertrauen in jeder Situation
RC R: sportliches Bremsgefühl
Die KTM 990 RC R punktet beim Bremsen vor allem mit einem sportlichen, klaren Gefühl. In zügigen Situationen lässt sich das Motorrad gut dosieren, was beim Herausbeschleunigen aus Kurven indirekt hilft: Wer beim Bremsen Vertrauen hat, kann früher wieder ans Gas.
Adventure: kontrolliert auch auf wechselndem Untergrund
Die KTM 1190 Adventure wirkt beim Bremsen oft „tourenorientierter“. Das heißt nicht, dass sie weniger kann, sondern dass das Gesamtpaket auf Kontrolle ausgelegt ist, wenn die Bedingungen variieren. Gerade bei längeren Fahrten oder wenn der Untergrund nicht durchgehend gleich ist, ist das ein Vorteil.
Ergonomie und Sitzposition: Wie lange macht das Motorrad Spaß?
RC R: sportliche Haltung
Die KTM 990 RC R bietet eine Sitzposition, die sportliches Fahren begünstigt. Das unterstützt die aktive Fahrweise, kann aber auf sehr langen Strecken oder bei häufigem Stadtverkehr weniger entspannend sein. Wer gern „in der Bewegung“ fährt, wird die Haltung meist als Vorteil sehen.
Adventure: auf Touren ausgelegt
Die KTM 1190 Adventure ist ergonomisch stärker auf längere Strecken ausgelegt. Die Sitzposition wirkt weniger kompromisshaft, wenn die Tour mehrere Stunden dauert. Auch im Alltag ist das oft spürbar: Das Motorrad bleibt leichter „nutzbar“, ohne dass man ständig die Haltung anpassen muss.
Alltagstauglichkeit und Ausstattung: Was im echten Leben zählt
RC R: weniger Reise, mehr Fahrspaß
Die KTM 990 RC R ist in ihrem Konzept klar: Sie soll vor allem auf der Straße Spaß machen. Das zeigt sich auch daran, wie das Motorrad „funktioniert“, wenn es um spontane Fahrten geht. Für kurze bis mittlere Strecken und für Kurventage ist sie häufig die passendere Wahl.
Wenn es um Reise-Setup, Gepäck und längere Etappen geht, muss man genauer hinschauen, wie man das Motorrad individuell ausstattet. Die Basis ist sportlich – wer viel reist, sollte prüfen, wie gut das eigene Wunsch-Setup zur RC R passt.
Adventure: Touren- und Gepäcklogik
Die KTM 1190 Adventure ist als Reiseenduro konzipiert. Das macht sie besonders interessant, wenn Touren mit Gepäck, längeren Etappen und wechselnden Bedingungen dazugehören. Das Motorrad wirkt dadurch oft „bereit“, ohne dass man jedes Mal neu planen muss.
Auch wenn die Adventure nicht als reines Offroad-Monster gedacht ist, ist sie für leichtes Gelände und Schotterabschnitte deutlich stimmiger als ein rein sportliches Motorrad. Wer gern spontan abbiegt, statt immer nur auf dem perfekten Asphalt zu bleiben, wird das schätzen.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
Stärken der KTM 990 RC R
- Sportliches Handling mit direktem Feedback in Kurven
- Agiler Charakter für dynamisches Fahren auf der Straße
- Brems- und Beschleunigungsgefühl unterstützt eine sportliche Fahrweise
Schwächen der KTM 990 RC R
- Weniger Komfortfokus auf schlechten Straßen oder bei sehr langen Etappen
- Sportliche Ergonomie kann im Alltag schneller ermüden
- Reise-Anspruch erfordert oft mehr Planung beim Setup
Stärken der KTM 1190 Adventure
- Tourentauglichkeit durch ausgewogene Ergonomie und Fahrbarkeit
- Stabilität bei wechselnden Bedingungen
- Vielseitigkeit für Straße, längere Strecken und leichtes Gelände
Schwächen der KTM 1190 Adventure
- Weniger „Track-Feeling“ als die RC R bei sehr sportlicher Fahrweise
- Komfort und Stabilität gehen zulasten von maximaler Agilität in engen Kurven
- Fokus auf Reise kann für reine Kurventage weniger „pur“ wirken
Welche Werte sind entscheidend – und wie wirken sie zusammen?
Im Vergleich der beiden Modelle spielen nicht nur einzelne Kennzahlen eine Rolle, sondern das Zusammenspiel aus Motorcharakter, Fahrwerk, Bremsgefühl und Ergonomie. Die RC R wirkt wie ein Motorrad, das die sportlichen Werte konsequent in ein kurvenorientiertes Gesamtpaket übersetzt. Die Adventure dagegen kombiniert ähnliche Leistungsansprüche mit einem Konzept, das Stabilität und Alltagstauglichkeit stärker gewichtet.
Wer also vor allem auf kurvigen Straßen unterwegs ist und das Motorrad als Werkzeug für dynamisches Fahren sieht, wird die RC R als stimmiger empfinden. Wer hingegen Touren plant, Gepäck mitnimmt und auch mal nicht auf den perfekten Asphalt angewiesen sein möchte, bekommt mit der Adventure das passendere Gesamtbild.
Fazit:
Die KTM 990 RC R ist die bessere Wahl, wenn der Schwerpunkt klar auf sportlicher Straße liegt: Kurven, zügiges Tempo und ein direktes, präzises Fahrgefühl stehen im Vordergrund. Das Motorrad belohnt eine aktive Fahrweise und vermittelt ein sportliches Brems- und Beschleunigungsgefühl, das besonders auf dynamischen Strecken Spaß macht. Wer dagegen häufig lange Strecken fährt, öfter auf wechselndem Belag unterwegs ist oder ein Motorrad sucht, das auch mit Gepäck und für unterschiedliche Situationen „einfach funktioniert“, wird mit der KTM 1190 Adventure glücklicher. Sie wirkt tourenorientierter, bleibt stabil und kontrolliert und bietet mehr Vielseitigkeit für den Alltag und für Reisen. Kurz gesagt: RC R für Kurventage und sportliche Ansprüche, Adventure für Touren, Komfort und Flexibilität.