| UVP | 15.490 € | |
| Baujahr | von 2026 bis 2026~ | |
| UVP | 12.499 € | |
| Baujahr | von 2009 bis 2026~ | |
Pro und Kontra
- sportliche Sitzposition, dennoch alltagstauglich
- cooler V2-Sound
- Motor mit ordentlich Dampf schon in der Mitte
- sehr gute Reifenwahl
- sehr gute Bremsen
- sehr gute Serien-Ausstattung
- sehr gelungenes, neues Cockpit mit Karten-Navigation
- einfache Bedienung
- Sitzhaltung auf Dauer etwas anstrengend
- schmaler Lenkeinschlag
- Tempomat nur gegen Aufpreis
- leicht und wendig
- für Gelände und Straße (und Reise)
- kräftiger Einzylinder mit Charakter
- erstaunlich komplettes Elektronik-Paket
- voll einstellbares Fahrwerk
- wertige Details
- famoser QuickShifter
- spartanisches Display
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 195 | kg |
| Radstand | 1.481 | mm |
| Länge | 2.090 | mm |
| Radstand | 1.481 | mm |
| Sitzhöhe: | 845 | mm |
| Höhe | 1.128 | mm |
| Gewicht | 162 | kg |
| Radstand | 1.506 | mm |
| Radstand | 1.506 | mm |
| Sitzhöhe: | 935 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | 2-Zylinder, 4-Takt, Reihenmotor | |
| Hubraum | 947 | ccm |
| Hub | 70 | mm |
| Bohrung | 92 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | 1-Zylinder, 4-Takt Motor | |
| Hubraum | 693 | ccm |
| Hub | 80 | mm |
| Bohrung | 105 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 128 PS bei 9.500 U/Min | |
| Drehmoment | 103 NM bei 6.750 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 240 | km/h |
| Tankinhalt | 16 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 334 | km |
| Leistung | 79 PS bei 8.000 U/Min | |
| Drehmoment | 73 NM bei 6.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 160 | km/h |
| Tankinhalt | 14 | Liter |
| Verbrauch | 4 | l pro 100km |
| Reichweite | 300 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Chrom-Molybdän-Stahlrahmen, Motor ist struktureller Bestandteil, pulverbeschichtet | |
| Federung vorne | WP APEX 48, voll einstellbar (Federweg 147)mm | |
| Federung hinten | WP APEX Umlenkdämpfer (Federweg 134)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120 / 70 ZR 17 | |
| Reifen hinten | 180 / 55 ZR 17 | |
| Rahmenbauart | Gitterrohrrahmen | |
| Federung vorne | WP XPLOR-USD, Ø 48 mm (Federweg 265)mm | |
| Federung hinten | WP XPLOR mit Pro-Lever Umlenkung (Federweg 250)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 21 Zoll 90mm | |
| Reifen hinten | 18 Zoll 140mm | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, 2 x radial montierter Vierkolben-Bremssattel ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, 1-Kolben-Schwimmsattel ( Ø 240 mm) | |
| Bremsen vorne | Brembo Zweikolben-Schwimmsattel, Bremsscheibe ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen hinten | 1-Kolben-Schwimmsattel ( Ø 240 mm) | |
Fazit: kein braves Bike, sondern ein ehrlicher Pulsbeschleuniger
Die KTM 990 RC-R ist ein Motorrad für Leute, die Sport nicht nur anschauen, sondern fühlen wollen. Sie ist scharf, direkt, laut im Charakter und dabei deutlich vernünftiger, als ihr Auftritt vermuten lässt. Ja, sie fordert. Ja, sie ist im Alltag nicht immer bequem. Und ja, sie macht aus einer kurzen Ausfahrt schnell eine kleine persönliche Qualifying-Session. Aber genau deshalb funktioniert sie. Sie bringt KTM zurück in ein Segment, das lange auf ein echtes orangefarbenes Ausrufezeichen gewartet hat.
Unterm Strich ist die 990 RC-R kein Motorrad für alle. Sie ist zu fokussiert für Komfortfans, zu eigenwillig für Design-Konservative und zu sportlich für Menschen, die beim Wort „Sitzposition“ sofort an Bandscheiben denken. Aber für Fahrerinnen und Fahrer, die eine alltagstaugliche Supersport-Maschine mit Charakter, Punch und echter Rennstrecken-DNA suchen, ist sie ein ziemlich heißer Kandidat. Nicht perfekt, nicht brav, nicht leise – aber verdammt unterhaltsam. Und manchmal ist genau das der Punkt.
Die Testmaschine haben wir von Bergmann & Söhne in Tornesch zur Verfügung gestellt bekommen. Dort steht sie für eine ausgiebige Probefahrt bereit. Ein Besuch bei Bergmann & Söhne in Tornesch lohnt sich immer, alleine schon wegen des umfangreichen Angebots an gebrauchten Maschinen - und wegen des stets frisch gebrühten Kaffees.
MotorradTest.de auf YouTube
KTM 990 RC R vs KTM 690 Enduro R: Vergleich für Straße, Tour und Offroad
Wenn zwei KTM-Modelle so unterschiedlich wirken, aber beide einen klaren Fokus auf Fahrspaß haben, lohnt sich ein genauer Blick. Der KTM 990 RC R steht für sportliche Dynamik und eine straßenorientierte Auslegung, während die KTM 690 Enduro R deutlich mehr Richtung Abenteuer und gemischte Strecken denkt. In diesem Vergleich werden die typischen Eigenschaften beider Motorräder gegenübergestellt: Motorcharakter, Fahrwerk, Bremsen, Ergonomie, Alltagstauglichkeit und der praktische Nutzen im Alltag.
Grundidee der beiden Motorräder
Der KTM 990 RC R ist ein Motorrad, das seine Stärken vor allem dort ausspielt, wo es zügig und kurvig wird. Die Auslegung zielt auf präzises Handling, schnelle Richtungswechsel und ein sportliches Fahrgefühl. Wer häufig auf der Straße unterwegs ist und dabei gern sportlich fährt, findet hier eine Maschine, die genau dafür gemacht ist.
Die KTM 690 Enduro R dagegen ist eher die Antwort auf die Frage: „Was ist, wenn die Strecke nicht nur Asphalt ist?“ Sie verbindet eine alltagstaugliche Basis mit einem Setup, das auch auf Schotter, Feldwegen und leichtem Offroad-Einsatz nicht sofort die Grenzen erreicht. Das Motorrad wirkt dadurch vielseitiger – ohne dabei komplett den sportlichen Anspruch zu verlieren.
Motor und Fahrgefühl: Charakter statt nur Zahlen
Beim Motor geht es nicht nur um die reine Leistungsentfaltung, sondern um den Charakter. Der KTM 990 RC R wirkt im Vergleich deutlich „sportlicher“ in der Art, wie er Leistung aufbaut und wie dynamisch er sich in Schräglage anfühlt. Der Motor unterstützt ein zügiges Tempo und belohnt Fahrer, die gern im richtigen Drehzahlbereich arbeiten.
Die KTM 690 Enduro R spielt ihre Stärken stärker über das nutzbare Drehmoment und die Art, wie sie aus niedrigeren Bereichen herauszieht. Das ist besonders angenehm, wenn die Strecke unruhiger wird oder wenn man im Gelände häufiger dosieren muss. Gerade auf wechselndem Untergrund hilft ein Motor, der nicht nur obenrum begeistert, sondern auch unten und in der Mitte zuverlässig funktioniert.
Stärken und Schwächen im Alltag
Der 990 RC R punktet vor allem bei Fahrten, bei denen Tempo und Kurven im Vordergrund stehen. Die Schwäche liegt eher dort, wo man viel „stop-and-go“ oder sehr langsame Offroad-Passagen hat: Dann zählt nicht nur die Leistung, sondern auch die Art, wie das Motorrad mit niedrigen Geschwindigkeiten und wechselnden Bedingungen umgeht.
Die 690 Enduro R ist im Gegenzug im gemischten Einsatz oft im Vorteil. Sie wirkt weniger „auf die Rennstrecke“ zugeschnitten und mehr auf das echte Leben: kurze Wege, längere Touren, Schotterabschnitte und spontane Abstecher. Als mögliche Schwäche kann sich dabei ergeben, dass der Fokus nicht so kompromisslos auf maximaler Straßenperformance liegt wie beim RC R.
Fahrwerk und Handling: Präzision vs Vielseitigkeit
Das Fahrwerk entscheidet stark darüber, wie sich ein Motorrad in Kurven anfühlt und wie souverän es auf Unebenheiten reagiert. Der KTM 990 RC R ist klar auf sportliche Linienführung ausgelegt. Das Handling wirkt direkt, die Maschine vermittelt schnell ein Gefühl von Kontrolle – besonders bei zügiger Fahrweise auf der Straße. Wer gern aggressiv in Kurven einlenkt, wird hier schnell Vertrauen aufbauen.
Die KTM 690 Enduro R ist dagegen so abgestimmt, dass sie auch außerhalb des perfekten Asphalts funktioniert. Das Fahrwerk hilft dabei, Unebenheiten abzufangen und das Motorrad stabil zu halten, wenn der Untergrund weniger berechenbar ist. Dadurch fühlt sich die Enduro in vielen Situationen „entspannter“ an, weil sie nicht sofort mit jedem Schlagloch oder jeder Bodenwelle überfordert wirkt.
Kurvenverhalten und Stabilität
Im direkten Vergleich ist der 990 RC R im kurvigen Straßenbetrieb oft im Vorteil, weil er auf präzises Ansprechverhalten und sportliche Dynamik optimiert ist. Die 690 Enduro R kann im Gelände und auf gemischten Strecken punkten, weil sie dort nicht nur „durchkommt“, sondern sich auch kontrolliert anfühlt.
Bremsen und Fahrstabilität
Bremsen sind bei beiden Motorrädern ein zentrales Thema, weil sie direkt beeinflussen, wie sicher man in Kurven verzögert und wie gut man das Tempo dosieren kann. Der KTM 990 RC R zielt auf sportliche Verzögerung und ein Gefühl von direkter Rückmeldung. Das ist besonders wertvoll, wenn man häufig aus höheren Geschwindigkeiten in Kurven hinein bremst.
Die KTM 690 Enduro R muss dagegen auch auf wechselndem Untergrund funktionieren. Hier zählt nicht nur die Bremsleistung, sondern auch die Dosierbarkeit. Gerade auf Schotter oder bei rutschigen Abschnitten ist das Zusammenspiel aus Bremsgefühl und Stabilität entscheidend.
Ergonomie: Sitzposition und Alltag
Die Sitzposition ist ein unterschätzter Faktor, weil sie bestimmt, wie lange man sich wohlfühlt – und wie schnell Ermüdung einsetzt. Der KTM 990 RC R ist eher sportlich ausgelegt. Das kann auf kurzen bis mittleren Strecken sehr motivierend sein, während längere Touren je nach Fahrstil und Körpergröße anstrengender werden können.
Die KTM 690 Enduro R bietet im Vergleich eine deutlich „aufrechtere“ und tourentauglichere Grundhaltung. Das macht sie oft angenehmer, wenn der Tag nicht nur aus Autobahn und Landstraße besteht, sondern auch aus Pausen, wechselnden Straßen und unvorhergesehenen Umwegen.
Für welche Fahrprofile passt das?
Wer überwiegend sportlich auf der Straße unterwegs ist und gern in kurzer Zeit viele Kurven fährt, findet im 990 RC R den passenderen Charakter. Wer dagegen regelmäßig gemischte Strecken plant oder spontan abbiegt, wird mit der 690 Enduro R häufiger das Gefühl haben, „genau dafür“ gebaut zu sein.
Alltagstauglichkeit und Touren: Praktischer Nutzen
Im Alltag zählt, wie gut ein Motorrad sich im Alltag bewegt, wie unkompliziert es sich im Handling anfühlt und wie gut es für längere Strecken vorbereitet ist. Der KTM 990 RC R ist vor allem dann stark, wenn die Route klar ist: Straße, zügiges Fahren, sportliche Passagen. Für Touren kann er funktionieren, aber der Fokus liegt spürbar auf Fahrspaß und Performance.
Die KTM 690 Enduro R ist im Vergleich oft die bessere Wahl, wenn Touren flexibel geplant werden. Sie wirkt wie ein Motorrad, das man nicht nur für den „perfekten Tag“ nutzt, sondern auch dann, wenn die Strecke nicht perfekt ist. Gerade wenn Gepäck, längere Fahrten und unterschiedliche Untergründe zusammenkommen, spielt die Enduro ihre Vielseitigkeit aus.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
KTM 990 RC R – Stärken
- Sportliches Fahrgefühl und präzises Handling auf der Straße
- Starke Dynamik für zügige Fahrten und kurvige Strecken
- Brems- und Fahrstabilitätsgefühl mit Fokus auf sportliche Nutzung
KTM 990 RC R – Schwächen
- Weniger „entspannt“ bei sehr langsamen oder stark unruhigen Offroad-Situationen
- Sportliche Ergonomie kann bei langen Touren je nach Fahrer ermüden
KTM 690 Enduro R – Stärken
- Vielseitigkeit für gemischte Strecken und Offroad-Abstecher
- Motorcharakter mit gut nutzbarem Drehmoment für wechselnde Bedingungen
- Tourentaugliche Grundhaltung und alltagspraktischer Einsatz
KTM 690 Enduro R – Schwächen
- Auf reiner Straße nicht ganz so kompromisslos auf maximale Sportdynamik getrimmt
- Je nach Reifen- und Setup kann sich das Fahrgefühl stärker an den Untergrund anpassen müssen
Welche Wahl ist die richtige?
Der KTM 990 RC R ist die bessere Wahl, wenn der Schwerpunkt klar auf sportlicher Straßenfahrt liegt. Wer Kurven liebt, gern zügig unterwegs ist und ein Motorrad sucht, das sich wie ein sportliches Werkzeug anfühlt, wird mit dem RC R sehr zufrieden sein. Besonders dann, wenn die Touren überwiegend Asphalt sind und man die Performance konsequent ausspielen möchte.
Die KTM 690 Enduro R passt besser, wenn der Alltag und die Touren vielseitiger sind. Wenn Schotter, Feldwege oder spontane Offroad-Abschnitte regelmäßig vorkommen, spielt die Enduro ihre Stärken aus. Sie ist oft die „eine Maschine für alles“, weil sie nicht nur auf dem perfekten Untergrund Spaß macht, sondern auch dann, wenn die Strecke unplanbar wird.
Fazit:
Der KTM 990 RC R ist der sportlichere Begleiter für alle, die vor allem auf der Straße unterwegs sind und dort maximale Dynamik, präzises Handling und ein direktes Fahrgefühl suchen. Er wirkt wie gemacht für kurvige Strecken, sportliche Verzögerung und ein Motorrad, das Tempo und Linie unterstützt. Wer dagegen häufiger gemischte Routen fährt, Schotter und Feldwege nicht ausschließt und ein Motorrad möchte, das auch abseits des Asphalts souverän bleibt, liegt mit der KTM 690 Enduro R meist richtig. Sie überzeugt durch ihre Vielseitigkeit, den alltagstauglicheren Charakter und einen Motor, der sich auch bei wechselnden Bedingungen gut dosieren lässt. Kurz gesagt: RC R für Straße und Sportfokus, 690 Enduro R für Abenteuer und gemischte Einsätze.