| UVP | 15.490 € | |
| Baujahr | von 2026 bis 2026~ | |
| UVP | 12.499 € | |
| Baujahr | von 2012 bis 2026~ | |
Pro und Kontra
- sportliche Sitzposition, dennoch alltagstauglich
- cooler V2-Sound
- Motor mit ordentlich Dampf schon in der Mitte
- sehr gute Reifenwahl
- sehr gute Bremsen
- sehr gute Serien-Ausstattung
- sehr gelungenes, neues Cockpit mit Karten-Navigation
- einfache Bedienung
- Sitzhaltung auf Dauer etwas anstrengend
- schmaler Lenkeinschlag
- Tempomat nur gegen Aufpreis
- Sportlich
- Unglaublich wendig
- Preis
- Alltagsnutzen
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 195 | kg |
| Radstand | 1.481 | mm |
| Länge | 2.090 | mm |
| Radstand | 1.481 | mm |
| Sitzhöhe: | 845 | mm |
| Höhe | 1.128 | mm |
| Gewicht | 162 | kg |
| Radstand | 1.476 | mm |
| Radstand | 1.476 | mm |
| Sitzhöhe: | 899 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | 2-Zylinder, 4-Takt, Reihenmotor | |
| Hubraum | 947 | ccm |
| Hub | 70 | mm |
| Bohrung | 92 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | 1-Zylinder 4-Takt Motor | |
| Hubraum | 693 | ccm |
| Hub | 80 | mm |
| Bohrung | 105 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | X-Ring Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 128 PS bei 9.500 U/Min | |
| Drehmoment | 103 NM bei 6.750 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 240 | km/h |
| Tankinhalt | 16 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 334 | km |
| Leistung | 79 PS bei 8.000 U/Min | |
| Drehmoment | 73 NM bei 6.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 200 | km/h |
| Tankinhalt | 13 | Liter |
| Verbrauch | 4 | l pro 100km |
| Reichweite | 320 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Chrom-Molybdän-Stahlrahmen, Motor ist struktureller Bestandteil, pulverbeschichtet | |
| Federung vorne | WP APEX 48, voll einstellbar (Federweg 147)mm | |
| Federung hinten | WP APEX Umlenkdämpfer (Federweg 134)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120 / 70 ZR 17 | |
| Reifen hinten | 180 / 55 ZR 17 | |
| Rahmenbauart | Gitterrohr | |
| Federung vorne | WP-USD Apex Ø 48 mm (Federweg 224)mm | |
| Federung hinten | WP APEX mit Pro-Lever Umlenkung (Federweg 240)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70 ZR 17 | |
| Reifen hinten | 160/60 ZR 17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, 2 x radial montierter Vierkolben-Bremssattel ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, 1-Kolben-Schwimmsattel ( Ø 240 mm) | |
| Bremsen vorne | Scheibe, Brembo Vierkolben-Radialfestsattel ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen hinten | Scheibe, 1-Kolben-Schwimmsattel ( Ø 240 mm) | |
Fazit: kein braves Bike, sondern ein ehrlicher Pulsbeschleuniger
Die KTM 990 RC-R ist ein Motorrad für Leute, die Sport nicht nur anschauen, sondern fühlen wollen. Sie ist scharf, direkt, laut im Charakter und dabei deutlich vernünftiger, als ihr Auftritt vermuten lässt. Ja, sie fordert. Ja, sie ist im Alltag nicht immer bequem. Und ja, sie macht aus einer kurzen Ausfahrt schnell eine kleine persönliche Qualifying-Session. Aber genau deshalb funktioniert sie. Sie bringt KTM zurück in ein Segment, das lange auf ein echtes orangefarbenes Ausrufezeichen gewartet hat.
Unterm Strich ist die 990 RC-R kein Motorrad für alle. Sie ist zu fokussiert für Komfortfans, zu eigenwillig für Design-Konservative und zu sportlich für Menschen, die beim Wort „Sitzposition“ sofort an Bandscheiben denken. Aber für Fahrerinnen und Fahrer, die eine alltagstaugliche Supersport-Maschine mit Charakter, Punch und echter Rennstrecken-DNA suchen, ist sie ein ziemlich heißer Kandidat. Nicht perfekt, nicht brav, nicht leise – aber verdammt unterhaltsam. Und manchmal ist genau das der Punkt.
Die Testmaschine haben wir von Bergmann & Söhne in Tornesch zur Verfügung gestellt bekommen. Dort steht sie für eine ausgiebige Probefahrt bereit. Ein Besuch bei Bergmann & Söhne in Tornesch lohnt sich immer, alleine schon wegen des umfangreichen Angebots an gebrauchten Maschinen - und wegen des stets frisch gebrühten Kaffees.
Fazit: Man will sie mögen, aber einfach ist es nicht
Bekommt sie von uns den Daumen hoch? Schwierige Entscheidung. Denn trotzdem sie im Vergleich zur Konkurrenz die agilste und konsequenteste Supermoto ist, hat sie einfach zu viele Mängel für die meisten Interessenten. Dabei geht es nicht um solche Dinge wie die fehlende Soziustauglichkeit oder den nicht existierenden Windschutz. Über solche Dinge können engagierte KTM SMC R 690-Treiber nur Grinsen, und sie haben recht damit. Fans gibt es übrigens viele: Die Maschine liegt in der aktuellen Zulassungsstatistik auf Platz 15.
Nein, einen großen Nachteil gibt es: Sie liefert in ihrer Paradedisziplin nicht ab, denn wirklich schnell ist sie nur dann, wenn man das Treppenhaus des Hamburger Michel hochfahren möchte. Ansonsten ist da mehr Show als Shine. Wenn der stärkste Einzylinder der Welt nur 75 PS liefert, ist das eben das entscheidende Leistungsmanko im Vergleich zur nicht viel weniger wendigen Ducati Hypermotard mit ihren 114 PS. Das sind über 50% mehr.
Dass Vergleiche mit Ducatis überhaupt auftauchen, liegt an der sportlichen Preispolitik der Österreicher, von der selbst BMW noch etwas lernen könnte. Für die roh ausgestattete SMC R 690 verlangt KTM tatsächlich 10.799 Euro. Zum Vergleich: Der gleiche Motor wird in der 690 Enduro R für ebenfalls 10.799 Euro verbaut, im Naked Bike Duke 690 gibt es ihn für 8.899 Euro.
Motorräder der Marke Ducati gelten eigentlich nicht als Softies. Mag die Hypermotard das im Vergleich zur SMC sein, aber für einen Sitzplatz mehr, die umfangreiche Ausstattung und 114 PS verlangt Ducati 12.490 Euro und damit nur 1.691 Euro mehr.
Aber wahrscheinlich ist das alles nichts für die KTMler. Ja, sie ist die konsequenteste Supermoto auf dem Markt. Und damit ein Statement, wunderbar.
Danke an M.A.S. für das Testbike.
MotorradTest.de auf YouTube
KTM 990 RC R vs. KTM 690 SMC R Vergleich
Wenn zwei KTM-Modelle aufeinandertreffen, die auf den ersten Blick völlig unterschiedliche Welten bedienen, wird der Vergleich besonders spannend. Die KTM 990 RC R steht für sportliche Linie, kompromissloses Kurventempo und ein Setup, das auf der Straße richtig Spaß macht. Die KTM 690 SMC R dagegen wirkt wie ein Schweizer Taschenmesser: leicht, agil und mit dem Charakter eines Supermotos, das auch abseits des perfekten Asphalts nicht sofort die Flinte ins Korn wirft. Genau hier liegt der Reiz: Beide Motorräder haben ihre eigenen Stärken – und je nach Fahrstil kann das eine Modell das andere deutlich in den Schatten stellen.
Grundidee: Sport-Roadster vs. Supermoto-Feeling
Die RC R ist klar auf sportliche Fahrdynamik ausgelegt. Der Fokus liegt auf zügigem Vorankommen, präzisem Handling und einem Fahrgefühl, das sich in schnellen Passagen besonders wohlfühlt. Die SMC R ist hingegen ein Motorrad, das mit seiner agilen Art und dem supermoto-typischen Offroad-Charakter überrascht. Wer häufig in der Stadt unterwegs ist, enge Kurven mag oder auch mal auf schlechteren Untergrund trifft, findet hier eine andere Art von Spaß.
Motor und Leistungsentfaltung im Vergleich
Beim Motorcharakter trennen sich die Wege deutlich. Die KTM 990 RC R wirkt wie ein sportliches Gesamtpaket: Die Leistungsentfaltung ist darauf ausgelegt, das Motorrad in flotten Drehzahlbereichen dynamisch zu beschleunigen. Das macht sie besonders interessant, wenn häufig zügig beschleunigt und das Motorrad aktiv bewegt wird. Die KTM 690 SMC R spielt dagegen ihre Stärken im direkten Ansprechverhalten aus. Durch den kleineren Hubraum und die supermoto-nahe Auslegung fühlt sich die SMC R oft spontaner an – ideal für häufiges Beschleunigen aus dem Stand, für kurze Sprints und für das schnelle Umsetzen von Fahrimpulsen.
Im Alltag zeigt sich damit ein typischer Unterschied: Die RC R belohnt eher eine sportliche Fahrweise mit klaren Drehzahlfenstern, während die SMC R häufig schon mit weniger „Vorbereitung“ aus dem Tritt heraus Spaß macht. Wer gern vorausschauend fährt und das Motorrad in Schwung bringt, wird die RC R lieben. Wer dagegen oft spontan reagiert, findet in der SMC R die passendere Charakteristik.
Fahrwerk und Handling: Präzision vs. Agilität
Beim Fahrwerk geht es nicht nur um „hart oder weich“, sondern um das Gesamtgefühl. Die KTM 990 RC R ist auf sportliche Stabilität ausgelegt. In schnellen Kurven vermittelt sie ein Gefühl von Kontrolle und Ruhe, besonders wenn das Tempo hoch ist. Das Motorrad wirkt dann wie „auf Schiene“: Man kann Linien sauber halten und das Bike lässt sich gut in Schräglage bewegen.
Die KTM 690 SMC R setzt dagegen auf Agilität. Durch die supermoto-orientierte Geometrie und den leichteren Charakter wirkt sie in engen Passagen oft wendiger. Schlaglöcher, Unebenheiten und wechselnder Untergrund werden zwar nicht „weggezaubert“, aber das Motorrad bleibt in vielen Situationen handlich. Das macht sie besonders attraktiv, wenn die Strecke nicht immer perfekt ist oder wenn häufig zwischen engen Kurven und kurzen Geraden gewechselt wird.
Kurvenverhalten: Wie sich die Stärken zeigen
In schnellen, flüssigen Kurven kann die RC R ihre sportliche Ausrichtung ausspielen. Sie fühlt sich dann besonders stimmig an, wenn das Motorrad konsequent geführt wird. Die SMC R punktet dagegen bei Richtungswechseln und in Situationen, in denen man das Bike „durchschiebt“ oder bewusst aktiv bewegt. Wer Kurven eher dynamisch und sprunghaft angeht, wird die SMC R als leichter zu handeln empfinden.
Bremsen und Fahrstabilität
Auch bei den Bremsen zeigt sich eine klare Philosophie. Die KTM 990 RC R ist darauf ausgelegt, sportliche Verzögerungen zuverlässig zu unterstützen. Das ist besonders wichtig, wenn man aus höheren Geschwindigkeiten zügig in die Kurve hinein bremst und dabei Stabilität erwartet. Die KTM 690 SMC R kann ebenfalls kräftig verzögern, wirkt aber im Gesamtpaket oft „direkter“ in der Rückmeldung. Gerade bei häufigen Brems- und Beschleunigungswechseln im Stadt- oder Landstraßenbetrieb kann das sehr angenehm sein.
In der Praxis bedeutet das: Die RC R ist die bessere Wahl, wenn der Fokus auf sportlicher Fahrweise mit klaren Bremszonen liegt. Die SMC R ist die passendere Option, wenn das Motorrad häufig in wechselnden Situationen eingesetzt wird und man eine intuitive, unkomplizierte Bremswirkung schätzt.
Ergonomie und Alltag: Wer sitzt wie bequem?
Ergonomie ist bei diesem Vergleich ein entscheidender Punkt. Die KTM 990 RC R ist sportlich positioniert. Das bedeutet: Wer gern in einer aktiven Haltung fährt, findet schnell ein gutes Gefühl. Für lange Strecken kann die sportliche Sitzposition jedoch stärker ins Gewicht fallen, vor allem wenn Pausen fehlen oder die Fahrt eher entspannt sein soll.
Die KTM 690 SMC R wirkt im Vergleich oft alltagstauglicher, weil sie durch ihre supermoto-nahe Auslegung und die insgesamt „aufrechte“ Anmutung entspannter zu fahren ist. Das macht sie interessant für Pendler, für Touren mit vielen Stopps oder für alle, die ein Motorrad suchen, das nicht nur am Wochenende funktioniert.
Stärken und Schwächen im Alltag
Die RC R hat ihre Schwäche dort, wo es weniger um Tempo und mehr um Komfort geht. Sie ist dann weniger „entspannt“, sondern eher auf sportliche Nutzung getrimmt. Die SMC R hat im Gegenzug ihre Stärke dort, wo Flexibilität gefragt ist: Stadt, Landstraße, wechselnder Untergrund – das Motorrad bleibt meist unkompliziert. Dafür ist sie nicht die erste Wahl, wenn der Schwerpunkt ausschließlich auf maximaler Sportlichkeit in schnellen Passagen liegt.
Reisetauglichkeit und Einsatzspektrum
Reisen ist bei beiden Motorrädern möglich, aber mit unterschiedlichem Charakter. Die KTM 990 RC R eignet sich besonders, wenn die Tour aus zügigen Etappen besteht und man gern sportlich fährt. Dann fühlt sie sich wie gemacht an, weil das Motorrad in seinem Element ist. Wer dagegen lange, gleichmäßige Strecken eher gemütlich abspulen möchte, sollte die sportliche Ausrichtung im Hinterkopf behalten.
Die KTM 690 SMC R ist für Reisen dann interessant, wenn die Route nicht nur aus glattem Asphalt besteht oder wenn häufig angehalten wird. Durch die agile Art und die unkomplizierte Handhabung kann sie auf gemischten Strecken sehr überzeugen. Allerdings hängt die „Komfortwahrnehmung“ stark davon ab, wie man selbst fährt und wie die Strecke beschaffen ist.
Für wen lohnt sich welches Motorrad?
Der Vergleich lässt sich am besten über den eigenen Fahrstil entscheiden. Die KTM 990 RC R ist die Wahl für alle, die ein sportliches Motorrad suchen, das in schnellen Kurven und bei aktiver Fahrweise besonders viel Freude macht. Wer gern die Grenzen auslotet, präzise Linien fährt und das Motorrad als sportliches Werkzeug versteht, wird mit der RC R sehr glücklich.
Die KTM 690 SMC R ist dagegen die bessere Wahl für diejenigen, die ein vielseitiges Motorrad möchten: agil, lebendig und mit dem Charme eines Supermotos. Wer häufig in der Stadt unterwegs ist, enge Strecken mag oder auch mal auf weniger perfekten Untergrund trifft, bekommt hier ein Motorrad, das sich nicht so schnell „festfährt“.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
KTM 990 RC R: Stärken liegen in sportlicher Stabilität, sportlicher Bremsunterstützung und einem Fahrgefühl, das auf zügige Passagen ausgelegt ist. Schwächen zeigen sich eher dort, wo Komfort und entspannte Nutzung im Vordergrund stehen.
KTM 690 SMC R: Stärken liegen in Agilität, direkter Rückmeldung und dem vielseitigen Einsatzspektrum. Schwächen zeigen sich vor allem dann, wenn man ausschließlich maximale Sportlichkeit in sehr schnellen, flüssigen Abschnitten erwartet.
Fazit:
Die KTM 990 RC R ist das Motorrad für sportlich orientierte Fahrerinnen und Fahrer, die auf der Straße gern zügig unterwegs sind, Kurven präzise ansteuern und ein stabil-dynamisches Fahrgefühl suchen. Sie passt besonders gut, wenn der Fokus auf sportlicher Linie, aktiver Fahrweise und souveräner Unterstützung beim Bremsen und Beschleunigen liegt.
Die KTM 690 SMC R empfiehlt sich dagegen für alle, die ein agiles, vielseitiges Motorrad wollen: für Stadtverkehr, kurvige Landstraßen und Strecken, die nicht immer perfekt sind. Wer ein Motorrad sucht, das spontan reagiert, leicht zu bewegen ist und auch außerhalb der „Traumstrecke“ Spaß macht, trifft mit der SMC R die bessere Wahl.
Kurz gesagt: RC R für sportliche Performance auf Asphalt, SMC R für Beweglichkeit und Allround-Fahrspaß.