UVP 16.499 €
Baujahr von 2024 bis 2026~
UVP 19.950 €
Baujahr von 2019 bis 2025
Das schöne Adventure-Bike vom Comer See im Test
Weiter zum Testbericht
Deutschland auf zwei Rädern
Weiter zum Testbericht

Pro und Kontra

Pro:
  • sehr angenehme Sitzposition
  • sehr gute Bremsen
  • V2 mit tonnenweise Character
  • Einarmschwinge mit integrierten Kardanantrieb
  • 95 dbA und schöner Sound
  • allerschönstes Rücklicht in Triebwerks-Optik
  • Drahtspeichenfelgen ohne Aufpreis
Kontra:
  • Heizgriffe, QuickShifter und Hauptständer nur gegen Aufpreis
  • Sitzbank nicht in der Höhe verstellbar
  • Blinker zwar LED, aber etwas dunkel
Pro:
  • Fahrwerk komfortabel und sportlich
  • Leistungsstarker Motor
  • Soziuskomfort
  • Sicherheitspaket
Kontra:
  • Aufpreispolitik

Abmessungen & Gewicht

Gewicht246kg
Radstand1.520mm
Länge2.190mm
Radstand1.520mm
Sitzhöhe: 830 mm
Gewicht268kg
Radstand1.504mm
Länge2.270mm
Radstand1.504mm
Sitzhöhe: 890 mm
Höhe1.460mm

Motor

Motor-BauartV2 90 Grad
Hubraum1.042ccm
Kühlungflüssig
AntriebKardan
Gänge6
Motor-BauartBoxer
Hubraum1.254ccm
Hub76mm
Bohrung102mm
KühlungLuft-/Flüssigkeitsgekühlt
AntriebKardan
Gänge6

Fahrleistungen

Leistung115 PS bei 8.700 U/Min
Drehmoment105 NM bei 6.750 U/Min
Höchstgeschw.220km/h
Tankinhalt21Liter
Verbrauch5l pro 100km
Reichweite412km
Leistung136 PS bei 7.750 U/Min
Drehmoment143 NM bei 6.250 U/Min
Höchstgeschw.200km/h
Tankinhalt30Liter
Verbrauch5l pro 100km
Reichweite600km

Fahrwerk

RahmenbauartStahlrohrrahmen
Federung vorneSachs USD-Gabel 46 mm, Zugstufe und Federvorspannung einstellbar (Federweg 170)mm
Federung hintenKayaba Zentralfederbein, Zugstufe und Federvorspannung einstellbar (Federweg 170)mm
Aufhängung hintenEinarmschwinge
Reifen vorne120/70 19 Zoll
Reifen hinten170/60 17 Zoll
RahmenbauartZweiteiliges Rahmenkonzept
Federung vorneTelelever 37cm (Federweg 210)mm
Federung hintenWAD Mono-Federbein mit Paralever (Federweg 220)mm
Aufhängung hintenAluminiumguss-Einarmschwinge
Reifen vorne120/70 R19
Reifen hinten170/60 R17

Bremsen

Bremsen vorneDoppelscheibe, Brembo 4-Kolben Monobloc ( Ø 320 mm)
Bremsen hintenEinzelscheibe, Brembo 2-Kolben Schwimmsattel ( Ø 280 mm)
Bremsen vorneDoppelscheibe ( Ø 305 mm)
Bremsen hintenEinscheibenbremse ( Ø 276 mm)

Fazit

Die neue Stelvio ist ein sehr gelungenes Adventure-Bike mit klarer Tendenz zur Nutzung auf der Straße. Sie ist nicht nur wunderschön, sondern bietet auch einen sehr eigenständigen Charakter. Ihr V2 feuert keine übertriebene Leistungs-Show ab, bietet aber stets genug Power für zügiges und falls gewollt auch sportliches Vorankommen. Sie hat tolle Bremsen und gute Reifen ab Werk (Michelin Anakee Adventure), allerdings sind einige Features nur gegen Aufpreis erhältlich. Insgesamt eine sehr schöne Maschine mit viel Fahrspaß, die so manchen potentiellen GS-Kunden ins Grübeln kommen lassen wird.

Die Testmaschine wurde uns freundlicherweise von Moto Italia in Lübeck zur Verfügung gestellt. Dort stehen die Moto Guzzi Stelvio und ihr Schwestermodell, die V100 Mandello als Vorführer für eine ausgiebige Probefahrt auf schönen, kurvigen Landstraßen bereit.

Preis/Verfügbarkeit/Farben/Baujahre

  • Preis: 16.499 €
  • Verfügbarkeit: seit 03/2024
  • Farben: Grau-Schwarz, Gelb-Silber

MotorradTest.de auf YouTube

Moto Guzzi Stelvio vs. BMW R 1250 GS Adventure: Welches Adventure passt besser?

Wenn zwei Reiseenduros gegeneinander antreten, geht es selten nur um Zahlen. Bei der Moto Guzzi Stelvio und der BMW R 1250 GS Adventure treffen zwei sehr unterschiedliche Philosophien aufeinander: Die Stelvio wirkt wie ein stimmiger, charakterstarker Tourer mit eigenem V2-Feeling, während die GS Adventure vor allem für ein Maximum an Systemkompetenz, Komfort und Langstrecken-Absicherung steht. Genau diese Unterschiede zeigen sich in der Praxis – beim Anfahren, in der Kurve, auf langen Etappen und auch dann, wenn die Strecke plötzlich weniger planbar wird.

Grundcharakter: Fahrgefühl statt reines Datenblatt

Die Moto Guzzi Stelvio setzt auf einen Motor, der sich weniger wie ein „Werkzeug“ und mehr wie ein echter Charakterzug anfühlt. Das merkt man besonders beim ruhigen Fahren: Gasannahme und Drehmomententfaltung wirken oft harmonisch, sodass die Stelvio auch ohne ständiges „Nachhelfen“ flott vorankommt. Wer gerne gleichmäßig fährt und den Motor als Teil des Fahrgefühls betrachtet, wird hier schnell warm.

Die BMW R 1250 GS Adventure dagegen ist stärker auf das abgestimmt, was viele an der GS-Reihe lieben: souveräne Leistungsentfaltung, ein sehr breites nutzbares Spektrum und ein Gesamtpaket, das sich wie ein Reisebegleiter anfühlt. Die Art, wie die Maschine beschleunigt und dabei stabil bleibt, unterstützt entspanntes Fahren – egal ob Landstraße, Autobahn oder wechselnde Untergründe. Die GS wirkt dabei oft „geleitet“, während die Stelvio mehr „mitnimmt“.

Motor und Antrieb: Wie sich Leistung und Drehmoment anfühlen

Im direkten Vergleich zeigt sich: Die Stelvio spielt ihre Stärken dort aus, wo man nicht ständig im oberen Drehzahlbereich unterwegs sein muss. Das macht sie besonders attraktiv für Touren mit vielen gleichmäßigen Passagen. Die BMW punktet hingegen mit einer sehr souveränen Durchzugskraft über einen großen Bereich. Dadurch entsteht ein Gefühl von Reserven – selbst dann, wenn die Strecke anzieht oder man zügig überholen möchte.

Wichtig ist auch der Umgang mit dem Drehmoment: Die Stelvio wirkt oft „direkt“ und vermittelt ein klares Gefühl dafür, wie viel Schub gerade anliegt. Die GS Adventure dagegen ist in der Regel stärker darauf ausgelegt, dass das Motorrad auch bei wechselnden Bedingungen stabil und berechenbar bleibt. Das ist gerade auf langen Reisen ein Komfortfaktor, weil man weniger „arbeiten“ muss, um das Bike im richtigen Bereich zu halten.

Fahrwerk und Handling: Stabilität vs. Agilität

Beide Motorräder sind für Reisen gebaut, aber sie fühlen sich nicht gleich an. Die BMW R 1250 GS Adventure ist häufig die Wahl für Fahrer, die maximale Stabilität und ein sehr sicheres Fahrverhalten suchen. Gerade bei höheren Geschwindigkeiten oder bei längeren Autobahnabschnitten wirkt die GS oft wie ein „Anker“: Sie bleibt ruhig, die Linie lässt sich gut halten, und das Motorrad vermittelt Vertrauen.

Die Moto Guzzi Stelvio ist dagegen häufig dann im Vorteil, wenn es kurviger wird oder wenn man das Motorrad aktiver bewegen möchte. Das Handling wirkt oft lebendiger, und die Stelvio lädt dazu ein, die Linie bewusst zu fahren. Auf kurvigen Landstraßen kann das ein echter Pluspunkt sein, weil das Motorrad nicht nur „durchzieht“, sondern auch Spaß macht, wenn man die Strecke genießt.

Kurven, Schräglage und Fahrbahnwechsel

Auf wechselnden Belägen zeigt sich ein weiterer Unterschied: Die BMW ist in der Regel sehr stark darin, Fahrstabilität und Traktion zusammenzubringen. Das hilft besonders, wenn der Untergrund unruhig ist oder wenn man nicht jedes Detail der Strecke vorher kennt. Die Stelvio kann ebenfalls überzeugen, wirkt aber oft mehr wie ein Motorrad, das man „mit Gefühl“ bewegt. Wer gerne fein dosiert, wird das mögen – wer maximale Assistenz erwartet, fühlt sich bei der GS Adventure schneller zuhause.

Elektronik und Assistenz: Komfort auf Knopfdruck

Die BMW R 1250 GS Adventure steht in diesem Vergleich klar für ein sehr breites Elektronik- und Komfortpaket. Fahrmodi, Assistenzsysteme und die insgesamt moderne Auslegung sorgen dafür, dass sich das Motorrad an unterschiedliche Situationen anpassen kann. Das ist besonders auf langen Strecken spürbar: Man kann sich stärker auf die Straße konzentrieren, während das Motorrad viele Aufgaben im Hintergrund übernimmt.

Die Moto Guzzi Stelvio ist ebenfalls alltagstauglich und modern, aber sie wirkt in der Gesamtheit oft weniger „systemgetrieben“. Das kann ein Vorteil sein, wenn man ein Motorrad bevorzugt, das sich direkter anfühlt und weniger nach „Regie“ verlangt. Wer gerne selbst fährt und die Maschine als Werkzeug sieht, wird die Stelvio häufig als angenehmer empfinden.

Komfort und Ergonomie: Langstrecke entscheidet

Bei Reiseenduros ist Komfort nicht nur eine Frage von Sitzbank und Lenkerhöhe. Es geht auch um Windschutz, Vibrationen, Übersicht und die Frage, wie entspannt man nach mehreren Stunden noch ankommt. Die GS Adventure ist hier typischerweise stark: Sie ist auf lange Etappen ausgelegt und vermittelt oft das Gefühl, dass das Motorrad für „Dauerbetrieb“ gemacht ist. Dazu passt auch die Art, wie sie sich im Alltag und auf Autobahnabschnitten anfühlt.

Die Stelvio kann ebenfalls sehr komfortabel sein, besonders für Fahrer, die eine natürliche, nicht zu „aufgesetzte“ Sitzposition mögen. In der Praxis zeigt sich: Wer gerne sportlich-tourig unterwegs ist, findet an der Stelvio oft eine stimmige Balance. Wer hingegen maximalen Reise-Komfort priorisiert, landet häufig eher bei der GS Adventure.

Windschutz und Alltagstauglichkeit

Auf längeren Strecken macht sich der Windschutz besonders bemerkbar. Die BMW ist in der Regel so ausgelegt, dass man auch bei wechselnden Bedingungen weniger „gegen den Wind“ arbeiten muss. Die Stelvio kann ebenfalls gut funktionieren, wirkt aber oft stärker davon abhängig, wie die persönliche Sitzposition und die Einstellung zum eigenen Körper passen.

Bremsen und Sicherheit: Vertrauen in jeder Situation

Beide Motorräder sind auf sicheres Fahren ausgelegt. Die BMW R 1250 GS Adventure punktet häufig mit einem sehr konsistenten Bremsgefühl und einer starken Gesamtabstimmung, die sich auch bei wechselnden Bedingungen gut anfühlt. Die Stelvio kann ebenfalls mit guter Verzögerung und einem nachvollziehbaren Druckpunkt überzeugen. Der Unterschied liegt eher im „Gesamtpaket“: Die GS Adventure wirkt oft wie ein System, das Sicherheit aktiv unterstützt, während die Stelvio mehr über das direkte Fahrgefühl überzeugt.

Stärken und Schwächen im direkten Vergleich

Moto Guzzi Stelvio – Stärken

  • Charaktervolles Fahrgefühl mit einem Motor, der sich nicht austauschbar anfühlt.
  • Lebendigeres Handling auf kurvigen Strecken und bei aktiver Fahrweise.
  • Touren-Fokus mit einem natürlichen, weniger „überregulierten“ Eindruck.

Moto Guzzi Stelvio – mögliche Schwächen

  • Wer maximale Assistenz und ein sehr breites Elektronikpaket erwartet, könnte sich bei der BMW stärker aufgehoben fühlen.
  • Je nach persönlicher Ergonomie kann der Komfort stärker von der individuellen Einstellung abhängen.

BMW R 1250 GS Adventure – Stärken

  • Sehr souveränes Langstrecken-Gefühl und hohe Stabilität bei Tempo und Distanz.
  • Umfangreiche Elektronik für unterschiedliche Situationen und Fahrstile.
  • Breites nutzbares Leistungsbild, das entspanntes Fahren erleichtert.

BMW R 1250 GS Adventure – mögliche Schwächen

  • Die GS Adventure kann sich für Fahrer, die maximale Direktheit suchen, etwas „systematischer“ anfühlen.
  • Durch den Reise- und Komfortfokus kann das Motorrad in manchen Situationen weniger verspielt wirken.

Für wen lohnt sich welches Motorrad?

Die Entscheidung zwischen Moto Guzzi Stelvio und BMW R 1250 GS Adventure hängt vor allem davon ab, wie man Motorradfahren erlebt: als aktives Genießen mit eigenem Charakter oder als möglichst rundes Gesamtsystem für lange Strecken.

Stelvio ist besonders passend, wenn…

  • Kurvenfahrten und ein lebendiges Fahrgefühl im Vordergrund stehen.
  • Der Motorcharakter wichtiger ist als „maximale Assistenz“.
  • Reisen mit einem Motorrad geplant werden, das sich eher natürlich als technisch anfühlt.

GS Adventure ist besonders passend, wenn…

  • Langstrecke, Komfort und Stabilität Priorität haben.
  • Elektronik und Assistenzsysteme im Alltag wirklich genutzt werden sollen.
  • Das Motorrad möglichst vielseitig für unterschiedliche Bedingungen sein soll.

Fazit:

Die Moto Guzzi Stelvio ist die bessere Wahl, wenn ein Motorrad vor allem über Charakter, Fahrgefühl und eine lebendige Art überzeugen soll. Wer gerne kurvige Strecken fährt, den Motor spürt und ein weniger „regiertes“ Gesamtbild bevorzugt, findet in der Stelvio einen stimmigen Reisebegleiter. Die BMW R 1250 GS Adventure spielt ihre Stärken vor allem dann aus, wenn maximale Langstreckensicherheit, Komfort und ein starkes Elektronikpaket gefragt sind. Für lange Etappen, wechselnde Bedingungen und Fahrer, die sich auf ein sehr souveränes Gesamtsetup verlassen möchten, ist die GS Adventure meist die passendere Entscheidung. Kurz gesagt: Stelvio für den Genuss mit eigenem V2-Charakter, GS Adventure für die große Reise mit viel Systemkompetenz.

An unhandled error has occurred. Reload 🗙