| UVP | 16.499 € | |
| Baujahr | von 2024 bis 2026~ | |
| UVP | 5.720 € | |
| Baujahr | von 2024 bis 2026~ | |
Pro und Kontra
- sehr angenehme Sitzposition
- sehr gute Bremsen
- V2 mit tonnenweise Character
- Einarmschwinge mit integrierten Kardanantrieb
- 95 dbA und schöner Sound
- allerschönstes Rücklicht in Triebwerks-Optik
- Drahtspeichenfelgen ohne Aufpreis
- Heizgriffe, QuickShifter und Hauptständer nur gegen Aufpreis
- Sitzbank nicht in der Höhe verstellbar
- Blinker zwar LED, aber etwas dunkel
- exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis
- vitaler Motor
- sehr leichtes und gutmütiges Handling
- ideal für Einsteiger und Stadtverkehr
- Tripper-Dash-TFT-Display mit integrierter Kartennavigation
- Bequeme, aufrechte und zugängliche Ergonomie
- eingeschränkte Langstreckentauglichkeit
- Brems- und Kupplungshebel sind nicht einstellbar
- geringer Windschutz
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 246 | kg |
| Radstand | 1.520 | mm |
| Länge | 2.190 | mm |
| Radstand | 1.520 | mm |
| Sitzhöhe: | 830 | mm |
| Gewicht | 184 | kg |
| Radstand | 1.440 | mm |
| Länge | 2.145 | mm |
| Radstand | 1.440 | mm |
| Sitzhöhe: | 780 | mm |
| Höhe | 1.125 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | V2 90 Grad | |
| Hubraum | 1.042 | ccm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kardan | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | Einzylinder, flüssigkeitsgekühlt, 4 Ventile | |
| Hubraum | 452 | ccm |
| Hub | 82 | mm |
| Bohrung | 84 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 115 PS bei 8.700 U/Min | |
| Drehmoment | 105 NM bei 6.750 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 220 | km/h |
| Tankinhalt | 21 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 412 | km |
| Leistung | 40 PS bei 8.000 U/Min | |
| Drehmoment | 40 NM bei 5.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 150 | km/h |
| Tankinhalt | 11 | Liter |
| Verbrauch | 3 | l pro 100km |
| Reichweite | 324 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Stahlrohrrahmen | |
| Federung vorne | Sachs USD-Gabel 46 mm, Zugstufe und Federvorspannung einstellbar (Federweg 170)mm | |
| Federung hinten | Kayaba Zentralfederbein, Zugstufe und Federvorspannung einstellbar (Federweg 170)mm | |
| Aufhängung hinten | Einarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70 19 Zoll | |
| Reifen hinten | 170/60 17 Zoll | |
| Rahmenbauart | Stahlrohrrahmen | |
| Federung vorne | Ø43-mm Telegabel (Federweg 150)mm | |
| Federung hinten | Mono-Federbein (Federweg 145)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70-17 | |
| Reifen hinten | 160/60-17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, Brembo 4-Kolben Monobloc ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Brembo 2-Kolben Schwimmsattel ( Ø 280 mm) | |
| Bremsen vorne | Einzelscheibe mit Zweikolben-Bremssattel ( Ø 310 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe mit Einkolben-Bremssattel ( Ø 270 mm) | |
Fazit
Die neue Stelvio ist ein sehr gelungenes Adventure-Bike mit klarer Tendenz zur Nutzung auf der Straße. Sie ist nicht nur wunderschön, sondern bietet auch einen sehr eigenständigen Charakter. Ihr V2 feuert keine übertriebene Leistungs-Show ab, bietet aber stets genug Power für zügiges und falls gewollt auch sportliches Vorankommen. Sie hat tolle Bremsen und gute Reifen ab Werk (Michelin Anakee Adventure), allerdings sind einige Features nur gegen Aufpreis erhältlich. Insgesamt eine sehr schöne Maschine mit viel Fahrspaß, die so manchen potentiellen GS-Kunden ins Grübeln kommen lassen wird.Die Testmaschine wurde uns freundlicherweise von Moto Italia in Lübeck zur Verfügung gestellt. Dort stehen die Moto Guzzi Stelvio und ihr Schwestermodell, die V100 Mandello als Vorführer für eine ausgiebige Probefahrt auf schönen, kurvigen Landstraßen bereit.
Fazit: Kein Poser, sondern ein Kumpel auf zwei Rädern
Die Royal Enfield Guerrilla 450 ist kein Motorrad für Stammtisch-Superlative. Sie gewinnt keine Leistungsduelle, sie protzt nicht mit Elektronik, und sie tut nicht so, als wäre sie ein verkleideter Rennstrecken-Drache. Genau deshalb ist sie so sympathisch. Sie konzentriert sich auf das, was auf echten Straßen zählt: einfache Bedienung, gutes Gefühl, genug Leistung, ehrliches Handling und einen Preis, bei dem man nicht sofort die Lebensplanung neu aufstellen muss.
Besonders stark ist sie für A2-Fahrerinnen und -Fahrer, Pendler, Wiedereinsteiger und alle, die ein unkompliziertes Naked Bike mit Charakter suchen. Die Guerrilla 450 kann seriös, aber sie bleibt dabei frech. Sie ist bequem genug für den Alltag, agil genug für die Hausstrecke und charmant genug, um auch nach Wochen noch gern den langen Weg nach Hause zu nehmen. Wer viel Autobahn fährt oder maximale Sportlichkeit sucht, sollte sich woanders umsehen. Wer aber ein Motorrad möchte, das nach fünf Minuten vertraut wirkt und nach zehn Minuten Laune macht, liegt hier ziemlich richtig.MotorradTest.de auf YouTube
Moto Guzzi Stelvio vs. Royal Enfield Guerrilla 450 – Vergleich & Empfehlung
Wenn zwei Motorräder auf den ersten Blick unterschiedlich wirken, liegt das meist nicht nur am Design, sondern vor allem am Konzept. Genau darum geht es in diesem Vergleich: Die Moto Guzzi Stelvio steht für einen Reise- und Tourenanspruch mit Fokus auf Komfort und souveränes Fahren über längere Strecken. Die Royal Enfield Guerrilla 450 dagegen wirkt wie ein moderner Alltags- und Street-Charakter: kompakt, lebendig und mit dem Anspruch, sich im Alltag genauso wohlzufühlen wie auf kurzen Ausfahrten. Wer sich zwischen beiden entscheidet, sollte deshalb weniger nach „besser“ suchen, sondern nach „passender“.
Grundidee im Vergleich: Tourer-Feeling vs. Street-Charakter
Die Moto Guzzi Stelvio ist in ihrer Ausrichtung klar auf längere Strecken und entspanntes Reisen getrimmt. Das merkt man an der Art, wie sie sich als Gesamtkonzept präsentiert: Ergonomie, Fahrwerkstendenz und die Art, wie der Motor die Fahrt trägt, zielen auf Ruhe und Kontrolle. Die Royal Enfield Guerrilla 450 ist dagegen stärker auf Agilität und unmittelbares Ansprechverhalten ausgelegt. Sie wirkt wie ein Motorrad, das man gern bewegt – nicht nur „fährt“, sondern aktiv nutzt, um Wege zu verkürzen und Ausfahrten spontan zu gestalten.
Fahrgefühl und Motorcharakter: Wie sich die Leistung anfühlt
Im direkten Vergleich zeigen sich Unterschiede vor allem im Charakter. Die Stelvio spielt ihre Stärken dort aus, wo gleichmäßiges Tempo, sauberes Durchziehen und ein souveränes Gesamtgefühl gefragt sind. Der Motor wirkt dabei eher wie ein verlässlicher Begleiter: nicht hektisch, sondern mit dem Anspruch, die Strecke zu „tragen“. Das ist besonders angenehm, wenn der Fokus auf Komfort liegt oder wenn man öfter längere Strecken am Stück fährt.
Die Guerrilla 450 setzt dagegen stärker auf ein spürbar lebendiges Ansprechverhalten. Gerade im Alltag, bei wechselnden Geschwindigkeiten und in Situationen, in denen man schnell reagieren möchte, wirkt das Konzept dynamischer. Wo die Stelvio eher auf Gelassenheit und Stabilität setzt, bringt die Guerrilla mehr „Direktheit“ in die Fahrt. Das kann sich wie mehr Fahrspaß anfühlen, wenn man gern kurvig unterwegs ist oder öfter zwischen Stadtverkehr und Landstraße wechselt.
Fahrwerk und Komfort: Stabilität auf Strecke vs. Wendigkeit im Alltag
Beim Fahrwerk und dem daraus resultierenden Komfortprofil unterscheiden sich beide Motorräder deutlich. Die Moto Guzzi Stelvio ist darauf ausgelegt, Unebenheiten und längere Fahrten möglichst entspannt zu verarbeiten. Das hilft nicht nur auf Autobahn und Landstraße, sondern auch dann, wenn die Strecke nicht perfekt ist. Die Geometrie und die Abstimmung zielen auf ein ruhiges, kontrolliertes Fahrverhalten – ideal, wenn man häufig „durchfährt“ statt ständig neu zu justieren.
Die Royal Enfield Guerrilla 450 wirkt dagegen leichter und agiler. Das zeigt sich besonders in engen Situationen: beim Rangieren, beim Wechsel zwischen Fahrspuren oder wenn es in der Stadt öfter mal zügig gehen muss. Auch auf kurvigen Strecken kann die Guerrilla dadurch sehr zugänglich wirken. Der Fokus liegt weniger auf maximaler Langstreckenruhe, sondern mehr auf einem Motorrad, das sich schnell anfühlt und unkompliziert bewegt werden kann.
Ergonomie und Sitzposition: Für lange Touren oder für kurze Wege?
Die Ergonomie entscheidet oft darüber, wie gern man ein Motorrad am Ende wirklich nutzt. Die Stelvio ist tendenziell auf eine Sitzposition ausgelegt, die längere Fahrten angenehmer macht. Wer häufig unterwegs ist, profitiert von einem Konzept, das nicht nach kurzer Zeit „ermüdet“. Dazu passt auch die Art, wie sich die Maschine im Alltag anfühlt: eher wie ein Reisegerät, das man nicht ständig „neu sortieren“ muss.
Die Guerrilla 450 wirkt dagegen wie ein Motorrad, das man gern für den Alltag nimmt. Die Sitzposition und die Gesamthaltung unterstützen ein aktives Fahren, ohne dass man sich wie auf einem reinen Tourer „festgelegt“ fühlt. Das ist ein Vorteil für alle, die viel in der Stadt unterwegs sind oder regelmäßig kürzere Strecken fahren – dort, wo man öfter stoppt, ansetzt und die Haltung anpasst.
Bremsen und Fahrstabilität: Vertrauen in kritischen Momenten
Bei Bremsen und Fahrstabilität geht es im Vergleich vor allem um das Gefühl von Kontrolle. Die Stelvio spielt ihre Stärken besonders dann aus, wenn man zügig fährt oder wenn die Strecke mehr verlangt: Das Gesamtpaket aus Fahrwerk, Gewichtsbalance und Bremsverhalten wirkt auf Langstrecken oft souverän. Dadurch entsteht ein Sicherheitsgefühl, das gerade bei wechselnden Bedingungen hilft.
Die Guerrilla 450 kann im Alltag ebenfalls mit Vertrauen punkten, besonders weil sie durch ihre kompaktere Ausrichtung schneller „greifbar“ wirkt. In Situationen mit häufigen Geschwindigkeitswechseln ist das ein Plus. Wer jedoch sehr lange, anspruchsvolle Strecken am Stück fährt, wird die Tourenorientierung der Stelvio eher als Vorteil empfinden.
Alltagstauglichkeit: Handling, Alltagseindruck und Nutzung
Bei der Alltagstauglichkeit zeigt sich der größte Unterschied im Einsatzprofil. Die Stelvio ist ein Motorrad, das man gern als „Hauptmaschine“ nutzt: für Wochenendtouren, längere Fahrten und auch dann, wenn das Wetter oder die Strecke nicht planbar sind. Wer Wert auf Komfort, Stabilität und ein rundes Gesamtgefühl legt, wird hier schneller glücklich.
Die Guerrilla 450 ist dagegen besonders attraktiv, wenn das Motorrad im Alltag wirklich oft bewegt wird: kurze Wege, spontane Ausfahrten, Stadtverkehr und Landstraße im Wechsel. Die kompakter wirkende Ausrichtung macht sie zu einer Maschine, die man häufiger „einfach nimmt“, statt sie nur für große Touren aus dem Stall zu holen.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
Moto Guzzi Stelvio – Stärken
- Tourenfokus: Komfort und ruhiges Fahrverhalten auf längeren Strecken.
- Souveränität: gleichmäßiges Tempo und kontrolliertes Gesamtgefühl.
- Verlässliches Setup: Abstimmung, die auch bei wechselnden Bedingungen angenehm bleibt.
Moto Guzzi Stelvio – Schwächen
- Weniger „leichtfüßig“: im engen Stadtverkehr wirkt die Tourenorientierung weniger agil.
- Anspruch an den Einsatzzweck: wer fast nur kurze Strecken fährt, nutzt das Potenzial nicht immer voll.
Royal Enfield Guerrilla 450 – Stärken
- Alltagsdynamik: lebendiges Ansprechverhalten und unkomplizierte Handhabung.
- Agilität: wirkt in der Stadt und auf kurvigen Strecken schnell zugänglich.
- Spontane Nutzung: ideal für häufige kurze Fahrten und gemischte Strecken.
Royal Enfield Guerrilla 450 – Schwächen
- Tourenanspruch: für sehr lange Strecken kann der Fokus weniger auf maximaler Langstreckenruhe liegen.
- Konzeptabhängigkeit: wer vor allem „Reise-Komfort“ sucht, wird eher zur Stelvio tendieren.
Welche Entscheidung ist sinnvoll? Kriterien, die wirklich zählen
Damit die Wahl nicht nur nach Bauchgefühl ausfällt, lohnt sich ein Blick auf die eigenen Fahrgewohnheiten. Wenn der Alltag eher aus kurzen Wegen besteht, spricht vieles für die Royal Enfield Guerrilla 450. Wenn dagegen Wochenendtouren, längere Strecken und ein Motorrad im Fokus stehen, das auch nach vielen Kilometern noch entspannt bleibt, ist die Moto Guzzi Stelvio die passendere Wahl.
Auch die Frage „Wie oft wird gefahren?“ spielt eine Rolle: Eine Maschine, die sich im Alltag leicht anfühlt, wird häufiger genutzt. Eine Maschine, die auf Komfort und Stabilität ausgelegt ist, wird besonders dann geschätzt, wenn die Tour länger wird.
Fazit:
Die Moto Guzzi Stelvio ist die bessere Wahl für alle, die ein Motorrad vor allem als Reise- und Langstreckenmaschine sehen. Der Vergleich zeigt: Ihr Konzept zielt auf Komfort, ruhiges Fahrverhalten und ein souveränes Gesamtgefühl – besonders dann, wenn Strecken länger werden und man entspannt ankommen möchte. Die Royal Enfield Guerrilla 450 passt dagegen besser zu Fahrern, die ein Motorrad für den Alltag und spontane Ausfahrten suchen. Sie wirkt agiler, direkter im Ansprechverhalten und macht im gemischten Betrieb Spaß, weil sie sich schnell und unkompliziert bewegen lässt. Wer häufig kurze Strecken fährt, in der Stadt unterwegs ist oder gern dynamisch durch den Verkehr kommt, findet in der Guerrilla den passenderen Charakter. Wer dagegen regelmäßig größere Touren plant und dabei Wert auf Langstreckenkomfort legt, wird mit der Stelvio glücklicher. Kurz gesagt: Stelvio für Tourenkomfort, Guerrilla für Alltagsdynamik.