| UVP | 19.200 € | |
| Baujahr | von 2015 bis 2026~ | |
| UVP | 21.599 € | |
| Baujahr | von 2018 bis 2025 | |
Pro und Kontra
- Verarbeitung
- Selten
- Fahrkomfort
- kraftvoller Motor
- handlich
- Händlernetz
- reichlich Power
- üppige Ausstattung
- gute Bedienbarkeit
- guter Reisekofort für Fahrer und Sozius
- gelungene Deitails
- reichlich Zubeör verfügbar
- hoher, aber in dieser Klasse nicht ungewöhnlicher Preis
- etwas eigenwillige Frontmaske (Geschmackssache)
- für manchen vielleicht etwas Techniküberladen
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 215 | kg |
| Radstand | 144 | mm |
| Länge | 2.120 | mm |
| Radstand | 144 | mm |
| Sitzhöhe: | 850 | mm |
| Gewicht | 243 | kg |
| Radstand | 1.560 | mm |
| Länge | 2.250 | mm |
| Radstand | 1.560 | mm |
| Sitzhöhe: | 849-869 | mm |
| Höhe | 1.520 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Reihe | |
| Hubraum | 798 | ccm |
| Kühlung | Flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | 2-Zylinder, 4-Takt, V 75° | |
| Hubraum | 1.301 | ccm |
| Hub | 71 | mm |
| Bohrung | 108 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 110 PS bei 10.150 U/Min | |
| Drehmoment | 80 NM bei 7.100 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 230 | km/h |
| Tankinhalt | 22 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 400 | km |
| Leistung | 160 PS bei 9.000 U/Min | |
| Drehmoment | 138 NM bei 6.750 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 250 | km/h |
| Tankinhalt | 23 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 404 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Gitterrohr | |
| Federung vorne | USD 43 mm (Federweg 160)mm | |
| Federung hinten | Monofederbein (Federweg 165)mm | |
| Aufhängung hinten | Einarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70 17 Zoll | |
| Reifen hinten | Reifen 190/55 17 | |
| Rahmenbauart | Gitterrohr | |
| Federung vorne | Semi-aktive WP-USD-Gabel Ø 48 mm (Federweg 200)mm | |
| Federung hinten | Semi-aktives WP-Monoshock-Federbein (Federweg 200)mm | |
| Aufhängung hinten | Druckguss-Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70 ZR19 | |
| Reifen hinten | 170/60 ZR17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe ( Ø 220 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe Brembo Vierkolben-Radialfestsattel ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Brembo Zweikolben-Festsattel ( Ø 267 mm) | |
Fazit - was bleibt hängen
Na gut, schlechte Motorräder werden heutzutage in dieser Klasse eigentlich ohnehin nicht mehr gebaut. Was bleibt da also noch zu sagen? Man muss die Fehler schon mit der Lupe suchen. Aber auch das haben wir natürlich gemacht und erwähnen daher folgende Kritikpunkte: Das Fach für das Mobiltelefon fällt für zahlreiche Modelle leider zu klein aus. Aus Sicht einer Reisemaschine wäre auch ein Kardan nett – aber klar es ist eben ´ne KTM.
Die Optik gerade der Frontmaske ist nicht jedermanns Sache – aber das fällt nun wirklich unter die Rubrik Geschmacksfrage. Der Kaufpreis ist recht üppig, aber auch damit ist die KTM nicht alleine. Kommen wir also zur Einstiegsfrage zurück, ob die KTM 1290 Super Adventure S der neue Maßstab ist. Der neue Maßstab ist vielleicht sehr ambitioniert ausgedrückt. Aber mithalten mit den großen Konkurrenzmaschinen aus diesem Segment kann die KTM allemal. Und man gewinnt fast den Eindruck, die Unterschiede werden immer kleiner.
Die Testmaschine wurde uns zur Verfügung gestellt von Motorrad Ruser.
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MV Agusta Turismo Veloce 800 Lusso SCS vs. KTM 1290 Super Adventure S – Vergleich
Wer zwei so unterschiedliche Motorräder nebeneinander betrachtet, merkt schnell: Hier treffen Welten aufeinander. Die MV Agusta Turismo Veloce 800 Lusso SCS steht für italienische Eleganz, sportlich gezeichnete Linien und einen Fokus auf Fahrgefühl und Stil. Die KTM 1290 Super Adventure S dagegen ist die große, kraftvolle Adventure-Interpretation – gebaut für weite Strecken, hohes Tempo und eine Portion „mehr“ in fast jeder Kategorie. Der Vergleich zeigt nicht nur, wie sich Motorcharakter und Fahrwerk anfühlen, sondern auch, wie sich die Elektronik und die jeweilige Philosophie im Alltag bemerkbar machen.
Grundcharakter: italienischer Tourer vs. große Adventure-Maschine
Die MV Agusta Turismo Veloce 800 Lusso SCS wirkt wie ein Sporttourer, der sich bewusst Zeit nimmt: Die Linie ist kompakt, die Ergonomie zielt auf aktives Fahren ab, und der Motor vermittelt ein kontrolliertes, dynamisches Ansprechverhalten. Gerade auf kurvigen Strecken zeigt sich der Vorteil: Die Maschine lädt dazu ein, den Schwung mitzunehmen, sauber zu dosieren und die Linie zu halten.
Die KTM 1290 Super Adventure S ist dagegen eher die „Langstrecken-Logik“: Der Charakter ist deutlich kräftiger und souveräner, die Maschine fühlt sich auf zügigen Autobahnpassagen und bei dynamischer Fahrweise besonders wohl. In der Praxis bedeutet das: Während die MV Agusta eher über Präzision und Fahrgefühl überzeugt, punktet die KTM über Durchzug, Reserven und eine Art Gelassenheit bei Tempo und Strecke.
Motor und Antrieb: wie sich Leistung und Drehmoment im Alltag anfühlen
Im direkten Vergleich wird klar, dass die KTM 1290 Super Adventure S durch ihre größere Leistungsbasis und den kräftigen Drehmoment-Charakter einen spürbaren Vorteil bei „einfach schnell sein“ hat. Über Landstraßen kann das bedeuten: weniger Schaltarbeit, mehr Reserven beim Überholen und ein entspanntes Gefühl, auch wenn die Strecke unruhiger wird.
Die MV Agusta Turismo Veloce 800 Lusso SCS spielt ihre Stärken eher in der Art aus, wie der Motor auf Gasbefehle reagiert. Die Maschine wirkt agiler, lässt sich leichter in den Rhythmus bringen und vermittelt ein sportliches, präzises Gefühl beim Herausbeschleunigen aus Kurven. Wer gern mit dem Vorderrad „arbeitet“, findet hier oft mehr unmittelbare Rückmeldung.
Schaltgefühl und Fahrbarkeit
Beide Motorräder sind tourentauglich, aber auf unterschiedliche Weise. Die KTM wirkt wie ein System, das auch bei wechselnden Bedingungen stabil bleibt: Gas auf, Tempo halten, weiter. Die MV Agusta dagegen belohnt ein aktiveres Fahren: Wer die Drehzahl bewusst nutzt und die Maschine im richtigen Bereich bewegt, bekommt ein besonders stimmiges Gesamtgefühl.
Fahrwerk und Handling: Stabilität vs. Agilität
Beim Fahrwerk zeigt sich der Unterschied zwischen „Adventure mit viel Power“ und „Tourer mit sportlichem Anspruch“. Die KTM 1290 Super Adventure S ist auf Stabilität und Kontrolle bei höheren Geschwindigkeiten ausgelegt. Das macht sich besonders bemerkbar, wenn die Strecke schneller wird oder wenn Wind und Fahrbahnunebenheiten stärker ins Spiel kommen. Die Maschine bleibt dabei ruhig und lässt sich auch bei zügiger Gangart gut führen.
Die MV Agusta Turismo Veloce 800 Lusso SCS ist im Handling spürbar leichter zu „lesen“. Das Motorrad wirkt wendiger, reagiert direkter auf Lenkimpulse und unterstützt damit ein kurvenorientiertes Fahren. Gerade auf kurvigen Strecken oder bei häufigem Richtungswechsel ist das ein echter Vorteil.
Reifen, Grip und Fahrbahngefühl
Beide Bikes sind für Straße gemacht, aber die Art, wie sie Grip aufbauen, unterscheidet sich. Die KTM vermittelt eher das Gefühl von „Sicherheit durch Reserven“, während die MV Agusta stärker über „präzise Rückmeldung“ überzeugt. Wer häufig auf Landstraßen unterwegs ist und gern die Linie optimiert, wird die MV Agusta oft als direkter empfinden. Wer dagegen lange Strecken mit konstantem Tempo fährt, profitiert eher von der KTM-typischen Stabilität.
Elektronik und Assistenzsysteme: moderne Unterstützung im Vergleich
Elektronik ist bei beiden Motorrädern ein wichtiges Thema, aber sie wird unterschiedlich eingesetzt. Die KTM 1290 Super Adventure S wirkt wie ein Paket, das den Fahrer entlastet und das Motorrad in vielen Situationen berechenbar macht. Das ist besonders auf wechselnden Untergründen oder bei Wetterwechseln spürbar, weil die Maschine das Zusammenspiel aus Traktion, Stabilität und Antrieb konsequent in den Griff bekommt.
Die MV Agusta Turismo Veloce 800 Lusso SCS setzt ebenfalls auf moderne Systeme, wirkt dabei aber stärker wie ein „Fahrgefühl-Enhancer“. Das System soll nicht nur absichern, sondern auch das dynamische Potenzial nutzbar machen. Gerade wenn es sportlich wird, zeigt sich: Die Elektronik unterstützt, ohne das Motorrad zu „tot“ zu machen.
SCS und Fahrmodi: was sich in der Praxis bemerkbar macht
Im Vergleich fällt auf, dass die KTM eher auf ein breites Spektrum an Fahrzuständen ausgelegt ist, während die MV Agusta die Dynamik stärker in den Vordergrund stellt. Das kann bedeuten: Die KTM fühlt sich in vielen Situationen sofort „rund“ an, während die MV Agusta besonders dann überzeugt, wenn die Fahrweise bewusst gewählt wird und die Maschine im passenden Modus bewegt wird.
Komfort und Ergonomie: Tourentauglichkeit im Detail
Komfort ist bei beiden Bikes ein Thema, aber die Zielrichtung ist unterschiedlich. Die KTM 1290 Super Adventure S ist auf lange Etappen ausgelegt: Sitzposition, Windschutz und die Art, wie das Motorrad über Distanz arbeitet, sind auf „durchkommen“ und „entspannt ankommen“ getrimmt. Wer häufig Autobahnanteile hat oder mehrere Stunden am Stück fährt, wird die KTM oft als stressärmer empfinden.
Die MV Agusta Turismo Veloce 800 Lusso SCS bietet ebenfalls Komfort, wirkt aber stärker wie ein Tourer, der sportlich bleibt. Die Ergonomie unterstützt aktives Fahren, ohne den Fokus komplett zu verlieren. Für Tage mit vielen Kurven und wechselndem Tempo ist das ein Vorteil: Man bleibt beweglich, ohne ständig das Gefühl zu haben, gegen die Geometrie zu arbeiten.
Windschutz und Alltag
Bei Wind und Tempo zeigt die KTM typischerweise ihre Stärke: Sie bleibt stabil und reduziert spürbar den Stress, der bei langen Autobahnfahrten entsteht. Die MV Agusta kann ebenfalls angenehm sein, wirkt aber stärker davon abhängig, wie die Strecke und die eigene Fahrhaltung zusammenpassen. Wer häufig „schnell und lang“ fährt, findet in der KTM meist den bequemeren Weg. Wer „kurvig und abwechslungsreich“ bevorzugt, wird mit der MV Agusta oft mehr Freude am Fahren haben.
Design, Ausstattung und Charakter: Luxus vs. Funktion
Die MV Agusta Turismo Veloce 800 Lusso SCS steht für Stil und eine gewisse Wertigkeit im Auftritt. Das Motorrad wirkt wie ein Statement: hochwertig, italienisch und mit einem klaren Anspruch, nicht nur zu funktionieren, sondern auch zu begeistern. Das merkt man besonders, wenn man das Bike nicht nur fährt, sondern auch betrachtet.
Die KTM 1290 Super Adventure S ist dagegen funktional und „ready for everything“. Der Look ist weniger Schmuck, mehr Werkzeug. Das passt zur Philosophie: viel Leistung, viel Kontrolle, viel Reserven. Wer gern plant, packt und losfährt, wird die KTM als konsequenten Reisebegleiter sehen.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
MV Agusta Turismo Veloce 800 Lusso SCS
Stärken: sportliches Fahrgefühl, präzise Rückmeldung, agiles Handling auf kurvigen Strecken und ein stimmiger Charakter, der Lust auf aktives Fahren macht. Die MV Agusta wirkt wie ein Motorrad, das man gern „ausfährt“, statt nur zu überstehen.
Schwächen: Wer vor allem sehr lange Strecken mit hohem Tempo und maximaler Souveränität sucht, wird die KTM als klar entspannter empfinden. Außerdem kann die MV Agusta weniger „Allround-Overkill“ bieten als die große KTM, wenn es um Reserven bei jeder Situation geht.
KTM 1290 Super Adventure S
Stärken: kräftiger Antrieb mit viel Reserven, hohe Stabilität bei Tempo, moderne Elektronik zur Absicherung und ein Komfort-Setup, das lange Etappen besonders angenehm macht. Die KTM eignet sich hervorragend für Fahrer, die häufig zügig unterwegs sind und dabei möglichst wenig Reibung im Alltag wollen.
Schwächen: Auf sehr engen, kurvenreichen Strecken kann die KTM im Vergleich etwas weniger „leichtfüßig“ wirken. Wer ein besonders direktes, sportlich-agiles Gefühl sucht, wird die MV Agusta oft als emotionaler und unmittelbarer empfinden.
Für wen passt welches Motorrad?
Die Wahl hängt weniger von „besser“ ab, sondern davon, welche Art von Touren im Vordergrund steht. Die MV Agusta Turismo Veloce 800 Lusso SCS ist ideal für Fahrer, die Kurven lieben, ein präzises Fahrgefühl suchen und Wert auf einen hochwertigen, sportlich-eleganten Auftritt legen. Sie passt besonders gut zu Strecken, auf denen man den Tag über aktiv fährt und das Motorrad als Teil des Fahrspaßes erlebt.
Die KTM 1290 Super Adventure S ist die bessere Wahl für alle, die lange Strecken, zügiges Tempo und maximale Reserven priorisieren. Wer häufig Autobahn oder schnelle Landstraßen fährt, dabei Komfort und Stabilität möchte und gern ein Motorrad fährt, das in vielen Situationen souverän bleibt, findet in der KTM den passenderen Reisebegleiter.
Fazit:
Die MV Agusta Turismo Veloce 800 Lusso SCS gewinnt vor allem dann, wenn Fahrgefühl, Agilität und ein sportlich-eleganter Charakter im Mittelpunkt stehen. Sie macht auf kurvigen Strecken besonders viel Spaß und belohnt eine aktive Fahrweise mit direkter Rückmeldung. Die KTM 1290 Super Adventure S ist dagegen die stimmigere Option für lange Etappen, hohes Tempo und ein Maximum an Reserven. Ihre Stärke liegt in Stabilität, Durchzug und einer Elektronik, die das Motorrad in vielen Situationen berechenbar und entspannt macht.
Wer eher „kurvig und bewusst“ fährt, findet in der MV Agusta den emotionalen Tourer. Wer dagegen „weit und schnell“ plant, wird mit der KTM 1290 Super Adventure S glücklicher. Beide Motorräder sind stark – aber sie sprechen unterschiedliche Fahrertypen an.