UVP 7.270 €
Baujahr von 2025 bis 2026~
UVP
Baujahr von 2007 bis 2012
Der neue, stylische Retro-Klassiker mit dem 47 PS Reihentwin aus Indien.
Weiter zum Testbericht

Pro und Kontra

Pro:
  • wunderschöne, kompromisslose Klassik-Optik
Kontra:
  • mittelmässige Bremsleistung
Pro:
  • hält ewig. Das Telefon geht: "Morgen nach Marokko?" "Warum nicht jetzt gleich???"
  • muss man nie putzen. Sieht einfach cooler aus
  • Geländetauglichkeit
  • langsteckentauglich
Kontra:
  • hält ewig: die nächsten 20 Jahre kein logischer Grund für einen Neukauf
  • nichts für Sportfahrer
  • Pendelneigung

Abmessungen & Gewicht

Gewicht243kg
Radstand1.475mm
Länge2.318mm
Radstand1.475mm
Sitzhöhe: 800 mm
Höhe1.137mm
Gewicht220kg
Radstand1.515mm
Länge2.255mm
Radstand1.515mm
Sitzhöhe: 837 mm
Höhe1.305mm

Motor

Motor-Bauart2 -Zylinder 4 Takt Reihenmotor
Hubraum648ccm
Hub68mm
Bohrung78mm
KühlungLuft-Öl
AntriebKette
Gänge6
Motor-BauartV-Motor, vier Ventile
Hubraum680ccm
Hub66mm
Bohrung81mm
KühlungFlüssig
AntriebKette
Gänge5

Fahrleistungen

Leistung47 PS bei 7.250 U/Min
Drehmoment52 NM bei 5.650 U/Min
Höchstgeschw.170km/h
Tankinhalt15Liter
Verbrauch5l pro 100km
Reichweite343km
Leistung60 PS bei 7.750 U/Min
Drehmoment60 NM bei 6.000 U/Min
Höchstgeschw.172km/h
Tankinhalt18Liter
Verbrauch5l pro 100km
Reichweite300km

Fahrwerk

RahmenbauartStahlrohrrahmen
Federung vorneTelegabel 43mm (Federweg 120)mm
Federung hintenStereo-Federbeine (Federweg 90)mm
Aufhängung hintenZweiarmschwinge
Reifen vorne100/90-19
Reifen hinten140/70-18
RahmenbauartEinschleifenrahmen
Federung vorneTeleskopgabel (Federweg 177)mm
Federung hintenPro-​Link-​Schwinge (Federweg 173)mm
Aufhängung hintenZentralfederbein
Reifen vorne100/90 19
Reifen hinten130/80 17

Bremsen

Bremsen vorneEinzelscheibe, Zweikolben Schwimmsattel ( Ø 320 mm)
Bremsen hintenEinzelscheibe, Einkolben-Schwimmsattel ( Ø 300 mm)
Bremsen vorneDoppelscheibe ( Ø 256 mm)
Bremsen hintenEinzelscheibe ( Ø 240 mm)

Fazit

Die neue Royal Enfield 650 hält, was sie verspricht: Das Fahrgefühl eines klassischen Retro-Bikes mit dem Charme einer Vorkriegsmaschine. Sie ist aber nicht nur hübsch anzusehen, sondern bietet mit ihrem 47 PS Reihentwin auch ordentlich Leistung, die zum Fahrspaß beitragen. Kritikpunkte sind die schwache Bremse vorne sowie das Gewicht, dass gerne etwas geringer hätte ausfallen dürfen. Andererseits: Früher waren Maschinen dieser Art auch nicht leichter und irgendwie darf man das auch als Zeugnis solider Schwermetall-Technik ansehen.
 
Alles in allem ein gelungenes Update zur Classic 350, die sicherlich auch Ihre Schokoladenseiten hat, bei der Leistung aber gegen die 650er Schwester eindeutig den Kürzeren zieht.

Preis/Verfügbarkeit/Farben/Baujahre

  • Preis: 7.090€
  • Verfügbarkeit: seit 03/2025
  • Farben: Türkis, Schwarz, Weiß-Rot

Fazit - was bleibt hängen

Um nochmal auf den Einstieg zurückzukommen: Wir konnten bei unserem Test nicht herausbekommen, ob die Honda weitere 42.000 Kilometer durchgehalten hätte. Das gilt auch für andere Dinge bei uns: Beispielsweise können wir nicht bestätigen, dass Kakerlaken einen Atomkrieg überleben würden, ebenfalls ein Ruf wie Donnerhall. Allerdings würden wir stark annehmen, dass die Kakerlaken im Falle eines Atomkriegs Motorradfahren lernen müssten, weil alle Honda Transalp noch da sind.
Wie komme ich von dem ekligen Insekt wieder zurück zum Motorrad? Gar nicht, deshalb ist hier jetzt Schluss.

Preis/Verfügbarkeit/Farben/Baujahre

  • Preis (2009): 7.090 €
  • Gebraucht: ab 4.400 €
  • Baujahre: 2007-2012
  • Verfügbarkeit: über alle Baujahre: gut

MotorradTest.de auf YouTube

Royal Enfield Classic 650 vs Honda XL 700 V Transalp: Vergleich & Kaufberatung

Wer zwischen Royal Enfield Classic 650 und Honda XL 700 V Transalp schwankt, entscheidet im Grunde über zwei sehr unterschiedliche Motorradwelten: Auf der einen Seite steht der klassische Retro-Charakter der Classic 650 – mit viel Stil, spürbarem Motorgefühl und einer eher entspannten Art, Kilometer zu sammeln. Auf der anderen Seite bietet die Honda XL 700 V Transalp den Ansatz „Allround-Tourer“: aufrechte Ergonomie, Reiseenduro-Genen und ein Fahrkonzept, das auch längere Strecken und wechselnde Straßenverhältnisse souverän mitmacht.

Im Folgenden geht es nicht nur um Daten, sondern um das, was im Alltag wirklich zählt: Wie fühlt sich das Motorrad an? Wie gut passt es zu bestimmten Touren? Und wo liegen die typischen Stärken und Schwächen der beiden Modelle im direkten Vergleich?

Grundcharakter: Retro-Cruiser vs. Reiseenduro

Royal Enfield Classic 650 – Stil und Motorgefühl im Vordergrund

Die Royal Enfield Classic 650 wirkt bereits beim ersten Blick wie ein Motorrad, das bewusst auf „Genuss statt Eile“ ausgelegt ist. Der Fokus liegt auf dem klassischen Look, dem warmen, markanten Motorlauf und einer Fahrweise, die eher fließt als presst. Wer gerne mit Gefühl fährt, sich an Vibrationen und dem „mechanischen“ Eindruck erfreut und das Motorrad als Teil des Erlebnisses sieht, findet hier schnell den richtigen Ton.

Honda XL 700 V Transalp – Tourenkomfort und Alltagstauglichkeit

Die Honda XL 700 V Transalp ist dagegen ein Motorrad, das man oft als „funktional und verlässlich“ beschreibt. Sie ist weniger auf Show und mehr auf Allround-Einsatz gebaut: Pendeln, längere Touren, Landstraße und auch mal unwegsameres Terrain. Die Transalp vermittelt dabei das Gefühl, dass sie für weite Strecken gemacht ist – mit einer Sitzposition, die den Rücken entlastet, und einem Fahrwerk, das auf Stabilität und Kontrolle setzt.

Sitzposition und Ergonomie: Wie bequem ist die Fahrt?

Im Vergleich zeigt sich ein klarer Unterschied: Die Classic 650 lädt eher zu einer entspannten, cruiserartigen Haltung ein. Das ist angenehm, wenn die Fahrt nicht ständig „sportlich“ sein muss. Allerdings kann die Sitzposition je nach Körpergröße und Fahrgewohnheit weniger „neutral“ wirken, wenn lange Autobahnabschnitte oder sehr dynamische Passagen anstehen.

Die Transalp zielt stärker auf Ergonomie für lange Strecken. Die aufrechtere Sitzhaltung und die Art, wie sich das Motorrad führen lässt, machen es leichter, auch über längere Zeit konzentriert zu bleiben. Gerade wenn Touren mit wechselndem Tempo geplant sind, spielt die Transalp ihre Stärken aus.

Motor und Fahrgefühl: Drehmoment-Charakter vs. souveräne Tourenleistung

Beide Motorräder sind nicht als „Rennmaschinen“ gedacht, aber sie liefern ihr Leistungsbild auf unterschiedliche Weise.

Royal Enfield Classic 650: gleichmäßiger Antrieb mit Charakter

Die Classic 650 überzeugt durch einen Motor, der sich nicht nur nach Zahlen anfühlt, sondern nach Stimmung. Der Antrieb wirkt eher „drehmomentorientiert“ im Sinne von: sauber dosierbar, gut für gleichmäßiges Cruisen und angenehm, wenn man nicht ständig in hohe Drehzahlen will. Das ist besonders auf Landstraßen und in der Stadt spürbar, wo man oft mit moderaten Drehzahlen unterwegs ist.

Honda XL 700 V Transalp: kontrollierte Kraft für Strecke und Tempo

Die Honda XL 700 V Transalp ist im Vergleich oft die Wahl, wenn man konstanten Vortrieb und ein ruhiges, gutmütiges Ansprechverhalten sucht. Sie wirkt darauf ausgelegt, auch bei längeren Etappen gleichmäßig zu laufen und dabei nicht ständig „nachzuschieben“. Das macht sie besonders attraktiv, wenn die Tourenplanung nicht nur aus kurzen Ausfahrten besteht.

Fahrwerk und Handling: leichtfüßig oder stabil?

Beim Handling unterscheiden sich die beiden Motorräder deutlich in der Art, wie sie sich im Alltag bewegen.

Classic 650: angenehm im Stadt- und Landstraßenbetrieb

Die Royal Enfield Classic 650 spielt ihre Stärken vor allem dort aus, wo man entspannt fährt und das Motorrad nicht ständig „gegen“ die Physik arbeiten muss. In typischen Alltags- und Landstraßen-Situationen wirkt sie oft leicht zu kontrollieren, solange die Fahrweise zum Charakter passt. Wer allerdings sehr sportliche Linien fahren möchte oder häufig in engen, anspruchsvollen Situationen unterwegs ist, merkt schneller, dass die Classic eher auf Genuss als auf maximale Agilität ausgelegt ist.

Transalp: Stabilität und Sicherheit bei wechselnden Bedingungen

Die Honda XL 700 V Transalp ist im Vergleich häufig die „ruhigere“ Wahl. Sie vermittelt Stabilität, besonders wenn die Straße nicht perfekt ist oder wenn Tempo über längere Zeit anliegt. Das Fahrwerk und die Geometrie unterstützen ein sicheres Gefühl – auch dann, wenn man nicht ständig auf dem letzten Zehntel unterwegs ist. Dafür kann sie im direkten Vergleich zur Classic weniger „spielerisch“ wirken, wenn man nur kurze Strecken im urbanen Umfeld fährt.

Bremsen und Fahrassistenz: Vertrauen im Alltag

Beide Motorräder sind so konzipiert, dass sie im Alltag funktionieren. Im direkten Vergleich zeigt sich jedoch: Die Transalp wirkt oft wie das Motorrad, das man bei längeren Touren und häufigem Wechsel zwischen Landstraße und Autobahnabschnitten eher als „stressfrei“ empfindet. Die Classic 650 ist ebenfalls alltagstauglich, aber der Fokus liegt stärker auf dem Fahrgefühl und dem entspannten Rhythmus – wer sehr sportlich bremst oder häufig in anspruchsvollen Situationen unterwegs ist, sollte das eigene Fahrprofil im Blick behalten.

Verbrauch und Alltagskosten: Womit fährt man entspannter?

Beim Thema Verbrauch und Betriebskosten gilt: Beide Motorräder können je nach Fahrweise effizient sein, aber sie „belohnen“ unterschiedliche Stile. Die Classic 650 passt besonders gut zu einer Fahrweise, die gleichmäßig und ohne hektische Drehzahlwechsel auskommt. Die Transalp ist oft die bessere Wahl, wenn längere Strecken geplant sind und man dabei ein gleichmäßiges Tempo anstrebt.

Für die Gesamtkosten spielt außerdem die Verfügbarkeit von Teilen und die Wartungsfreundlichkeit eine Rolle. In der Praxis wird die Honda häufig als unkompliziert wahrgenommen, während bei der Royal Enfield – je nach Region und Händlernetz – die Ersatzteilversorgung und Wartungsplanung stärker in die persönliche Planung einbezogen werden sollte.

Stärken und Schwächen im direkten Vergleich

Stärken der Royal Enfield Classic 650

  • Retro-Charakter und ein Motorradgefühl, das Spaß macht, ohne ständig „Action“ zu verlangen.
  • Motor mit eigenem Stil: gut dosierbar für entspanntes Fahren.
  • Alltagstauglichkeit für kurze bis mittlere Strecken, besonders bei ruhigem Fahrstil.

Schwächen der Royal Enfield Classic 650

  • Weniger „Reiseenduro“-Fokus: Für sehr lange Touren oder häufiges wechselndes Terrain ist die Transalp oft im Vorteil.
  • Je nach Körpergröße kann die Ergonomie weniger neutral wirken als bei einer Reiseorientierung.
  • Wer sportlich-agil fahren will, muss prüfen, ob der Charakter zur eigenen Fahrweise passt.

Stärken der Honda XL 700 V Transalp

  • Tourenorientierte Ergonomie: aufrechter, komfortabler und oft entspannter über längere Zeit.
  • Souveränes Fahrverhalten bei wechselnden Bedingungen.
  • Allround-Ansatz: geeignet für Alltag, Landstraße und „mehr als nur Asphalt“.

Schwächen der Honda XL 700 V Transalp

  • Weniger Retro-Feeling: Wer vor allem Stil und Cruiser-Charakter sucht, findet bei der Classic mehr „Seele“.
  • Im direkten Vergleich zur Classic kann sie sich im Stadtverkehr weniger „leicht“ anfühlen.
  • Wer ausschließlich kurze, gemütliche Fahrten plant, braucht nicht zwingend den Reiseenduro-Fokus.

Für wen passt welches Motorrad?

Die Entscheidung hängt weniger davon ab, welches Motorrad „besser“ ist, sondern welches besser zum eigenen Fahrprofil passt.

Royal Enfield Classic 650 – die richtige Wahl für…

  • Fahrer, die Retro-Optik und ein Motorrad-Erlebnis mit Charakter suchen.
  • Menschen, die gerne entspannt fahren und das Motorgefühl genießen.
  • Touren, die eher aus Landstraße, Stadt und gemütlichen Ausfahrten bestehen.

Honda XL 700 V Transalp – die richtige Wahl für…

  • Fahrer, die regelmäßig längere Strecken fahren und dabei Komfort priorisieren.
  • Menschen, die ein Allround-Motorrad für Alltag und Touren möchten.
  • Wer auch mal abseits des perfekten Asphalts unterwegs ist oder sich dafür offen hält.

Kaufberatung: Worauf beim Vergleich im Markt achten?

Gerade bei gebrauchten Modellen lohnt sich ein Blick auf den Zustand und die Historie. Bei beiden Motorrädern sind Probefahrt und eine ehrliche Bestandsaufnahme entscheidend: Fahrwerk, Bremsen, Schaltung, Geräuschverhalten und Wartungsnachweise sollten geprüft werden. Bei der Classic 650 ist es besonders sinnvoll, auf das individuelle Fahrgefühl zu achten und zu prüfen, ob Ergonomie und Motorcharakter langfristig passen. Bei der Transalp lohnt sich ein genauer Blick auf Verschleißteile und den Gesamteindruck, weil sie oft als Touren- und Allroundmaschine genutzt wurde.

Unabhängig vom Modell gilt: Ein Motorrad, das sich auf der Probefahrt „richtig“ anfühlt, ist häufig die bessere Wahl als eines, das nur auf dem Papier überzeugt.

Fazit:

Die Royal Enfield Classic 650 ist die bessere Wahl, wenn der Fokus auf Retro-Charakter, einem markanten Motorgefühl und entspanntem Fahren liegt. Sie passt besonders gut zu Fahrern, die das Motorrad als Erlebnis sehen und vor allem Landstraße, Stadt und gemütliche Touren genießen. Wer dagegen ein Motorrad sucht, das über längere Zeit komfortabel bleibt, bei wechselnden Bedingungen souverän wirkt und als Allround-Tourer gedacht ist, findet in der Honda XL 700 V Transalp meist die stimmigere Lösung. Die Transalp spielt ihre Stärken vor allem bei Ergonomie, Stabilität und dem „einfach weiterfahren“-Gefühl aus – ideal für regelmäßige längere Strecken und vielseitige Einsätze. Kurz gesagt: Classic 650 für Stil und Genuss, Transalp für Tourenkomfort und Vielseitigkeit.

An unhandled error has occurred. Reload 🗙