| UVP | 7.270 € | |
| Baujahr | von 2025 bis 2026~ | |
| UVP | 4.999 € | |
| Baujahr | von 2026 bis 2026~ | |
Pro und Kontra
- wunderschöne, kompromisslose Klassik-Optik
- mittelmässige Bremsleistung
- sehr leicht
- agiles Handling & komplett Geländegängig
- VVA-Motor mit knapp 15 PS
- günstiger Verbrauch, günstiger Unterhalt
- dürftige Bremsleistung auf der Straße
- kein ABS hinten
- auf der Autobahn etwas nervös
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 243 | kg |
| Radstand | 1.475 | mm |
| Länge | 2.318 | mm |
| Radstand | 1.475 | mm |
| Sitzhöhe: | 800 | mm |
| Höhe | 1.137 | mm |
| Gewicht | 138 | kg |
| Radstand | 1.430 | mm |
| Länge | 2.160 | mm |
| Radstand | 1.430 | mm |
| Sitzhöhe: | 875 | mm |
| Höhe | 1.195 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | 2 -Zylinder 4 Takt Reihenmotor | |
| Hubraum | 648 | ccm |
| Hub | 68 | mm |
| Bohrung | 78 | mm |
| Kühlung | Luft-Öl | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | 4-Takt, Flüssigkeitsgekühlt, OHC, 1-Zylinder-Motor | |
| Hubraum | 125 | ccm |
| Hub | 59 | mm |
| Bohrung | 52 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 47 PS bei 7.250 U/Min | |
| Drehmoment | 52 NM bei 5.650 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 170 | km/h |
| Tankinhalt | 15 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 343 | km |
| Leistung | 14 PS bei 10.000 U/Min | |
| Drehmoment | 11 NM bei 6.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 104 | km/h |
| Tankinhalt | 8 | Liter |
| Verbrauch | 2 | l pro 100km |
| Reichweite | 352 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Stahlrohrrahmen | |
| Federung vorne | Telegabel 43mm (Federweg 120)mm | |
| Federung hinten | Stereo-Federbeine (Federweg 90)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 100/90-19 | |
| Reifen hinten | 140/70-18 | |
| Rahmenbauart | Semi-Doppelschleifenrahmen | |
| Federung vorne | KYB Telegabel, Ø 41 mm, nicht einstellbar (Federweg 215)mm | |
| Federung hinten | Über Hebelsystem angelenktes KYB Federbein, Federvorspannung einstellbar (Federweg 187)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge Aluminium | |
| Reifen vorne | 21 Zoll | |
| Reifen hinten | 18 Zoll | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Einzelscheibe, Zweikolben Schwimmsattel ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Einkolben-Schwimmsattel ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen vorne | Einzelscheibe, 2-Kolben Bremszange ( Ø 267 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, 1-Kolben Bremszange ( Ø 220 mm) | |
Fazit
Die neue Royal Enfield 650 hält, was sie verspricht: Das Fahrgefühl eines klassischen Retro-Bikes mit dem Charme einer Vorkriegsmaschine. Sie ist aber nicht nur hübsch anzusehen, sondern bietet mit ihrem 47 PS Reihentwin auch ordentlich Leistung, die zum Fahrspaß beitragen. Kritikpunkte sind die schwache Bremse vorne sowie das Gewicht, dass gerne etwas geringer hätte ausfallen dürfen. Andererseits: Früher waren Maschinen dieser Art auch nicht leichter und irgendwie darf man das auch als Zeugnis solider Schwermetall-Technik ansehen.Alles in allem ein gelungenes Update zur Classic 350, die sicherlich auch Ihre Schokoladenseiten hat, bei der Leistung aber gegen die 650er Schwester eindeutig den Kürzeren zieht.
Fazit
Die Yamaha WR125R (2026) ist kein Motorrad für Stammtisch-Übertreibungen, sondern eine durchdachte kleine Enduro mit klarem Einsatzzweck. Sie kombiniert moderne Technik wie VVA, LCD-Cockpit und LED-Licht mit einem Fahrwerkslayout, das den Begriff Dual-Sport tatsächlich verdient. Auf der Straße wirkt sie vielseitig, komfortabel und gutmütig, im leichten Gelände glaubwürdig und motivierend. Ihre Grenzen liegen dort, wo harte Offroad-Spezialisten oder deutlich stärkere Maschinen ins Spiel kommen – aber das ist keine Schwäche, sondern Teil ihres ehrlichen Charakters.
Für A1-Fahrer, B196-Umsteiger und alle, die eine unkomplizierte, sparsame und gleichzeitig abenteuerlustige 125er suchen, gehört die WR125R schon jetzt zu den interessantesten Neuerscheinungen des Jahres 2026. Sie ist nicht die stärkste, nicht die niedrigste und nicht die sportlichste 125er. Aber sie könnte eine der vielseitigsten sein – und gerade das macht sie so attraktiv.
Das Testbike wurde uns netterweise zur Verfügung gestellt von Tecius & Reimers von Yamaha Zentrum Hamburg. Dort steht ein Vorführer in Schwarz und wartet auf Probefahrer. Wer nicht fahren, sondern nur schauen will, ist aber bei Tecius & Reimers ebenfalls Herzlich Willkommen. Nicht vergessen: Im Keller stehen jede Menge gebrauchte Bikes.
MotorradTest.de auf YouTube
Royal Enfield Classic 650 vs Yamaha WR 125 R: Vergleich für Alltag, Tour und Fahrspaß
Wer vor der Wahl zwischen Royal Enfield Classic 650 und Yamaha WR 125 R steht, entscheidet im Grunde zwischen zwei sehr unterschiedlichen Motorradwelten. Die Classic 650 steht für entspanntes Cruisen, einen charaktervollen Motor und ein klassisches Auftreten. Die WR 125 R dagegen ist auf Agilität, Leichtbau und Offroad-Nähe ausgelegt – mit dem Fokus auf Kontrolle, Dynamik und Fahrspaß auch abseits befestigter Wege.
Im folgenden Vergleich werden die typischen Stärken und Schwächen beider Modelle gegenübergestellt – damit klar wird, welches Motorrad eher zu welchem Alltag und zu welchem Fahrstil passt.
Grundcharakter: Cruiser-Vibe vs. Offroad-orientierte Agilität
Royal Enfield Classic 650: entspannter Charakter und klassischer Look
Die Royal Enfield Classic 650 wirkt wie gemacht für ruhige bis zügige Fahrten. Der Motorcharakter ist auf gleichmäßiges Vorankommen ausgelegt: weniger hektisch, mehr „genussorientiert“. Das spürt man besonders im Alltag, wenn es nicht darum geht, ständig am Limit zu fahren, sondern entspannt zu gleiten.
Yamaha WR 125 R: leicht, wendig und bereit für Abwechslung
Die Yamaha WR 125 R ist dagegen ein Motorrad, das sich schnell „in die Hand“ nimmt. Die Auslegung zielt auf Beweglichkeit und Kontrolle ab – ideal, wenn der Weg zur Strecke nicht immer perfekt asphaltiert ist oder wenn Kurven und wechselnde Untergründe mehr Spaß machen als reine Autobahnkilometer.
Motor und Fahrgefühl: Drehmoment-Logik vs. Drehzahlspaß
Beim Vergleich der Leistungs- und Drehmomentcharakteristik zeigt sich der größte Unterschied im Fahrgefühl. Die Classic 650 spielt ihre Stärken vor allem im unteren bis mittleren Drehzahlbereich aus. Dadurch wirkt das Motorrad souverän, ohne dass ständig nachgeschoben werden muss. Das macht sie besonders attraktiv für Fahrten, bei denen häufiges Schalten zwar dazugehört, aber nicht zur Daueraufgabe werden soll.
Die WR 125 R setzt dagegen stärker auf den Bereich, in dem das Motorrad lebendig wird. Wer die Drehzahl nutzt, bekommt ein agiles Ansprechverhalten und fühlt sich schnell „mit dem Motorrad verbunden“. Das ist ein Vorteil, wenn kurze Beschleunigungen, enge Kehren und wechselnde Strecken im Vordergrund stehen.
Fahrwerk und Handling: Komfort und Stabilität vs. Wendigkeit und Kontrolle
Classic 650: ruhigeres Setup für entspannte Strecken
Die Royal Enfield Classic 650 ist tendenziell auf Stabilität und komfortables Rollen ausgelegt. Das zeigt sich besonders auf längeren Strecken: Das Motorrad bleibt gut berechenbar, und die Fahrweise fühlt sich weniger „nervös“ an. Für Alltag und Touren ist das ein klarer Pluspunkt.
WR 125 R: leichtes Handling für enge Passagen
Die Yamaha WR 125 R punktet mit Agilität. Gerade in Situationen, in denen es schnell gehen muss – etwa beim Rangieren, beim Wechsel zwischen Fahrspuren oder auf holprigen Abschnitten – wirkt das Motorrad handlicher. Gleichzeitig ist das Fahrwerk so abgestimmt, dass es auch auf unebenem Untergrund nicht sofort „aus der Spur“ gerät.
Sitzposition und Ergonomie: Cruiser-Relax vs. sportlich-aufrechte Haltung
Auch wenn beide Motorräder für unterschiedliche Einsatzzwecke gedacht sind, beeinflusst die Sitzposition den Alltag spürbar. Die Classic 650 bietet eine eher entspannte Haltung, die zu längeren Fahrten einlädt. Das ist besonders dann angenehm, wenn der Fokus auf komfortablem Tempo liegt.
Die WR 125 R bringt eine aufrechte, eher aktive Sitzposition mit. Das unterstützt Kontrolle und Beweglichkeit – vor allem, wenn es über unebene Strecken geht oder wenn das Motorrad in Kurven „mitgearbeitet“ werden soll.
Bremsen und Sicherheit: Dosierbarkeit im Alltag
Im Vergleich der Bremsleistung und des Bremsgefühls zeigt sich: Beide Motorräder sind grundsätzlich alltagstauglich, aber sie liefern unterschiedliche Prioritäten. Die Classic 650 zielt eher auf gut dosierbare Verzögerung im normalen Verkehr ab – passend zu ihrem entspannten Charakter. Die WR 125 R wirkt dagegen so, als sei sie stärker auf Situationen vorbereitet, in denen Traktion und Untergrund variieren. Das macht sie interessant, wenn nicht immer nur glatter Asphalt zählt.
Alltagstauglichkeit: Stadt, Pendeln und Touren im Vergleich
Royal Enfield Classic 650 im Alltag
Die Classic 650 ist besonders stark, wenn der Alltag aus Stadtverkehr, Landstraße und gelegentlichen Touren besteht. Der Motorcharakter und die eher komfortorientierte Auslegung sorgen dafür, dass sich das Motorrad auch bei längeren Fahrten nicht „anstrengend“ anfühlt. Wer gern gleichmäßig fährt und den klassischen Stil mag, bekommt hier ein stimmiges Gesamtpaket.
Yamaha WR 125 R im Alltag
Die WR 125 R ist eine gute Wahl, wenn der Weg zur Strecke abwechslungsreich ist oder wenn das Motorrad auch mal abseits der perfekten Fahrbahn genutzt wird. In der Stadt hilft die Wendigkeit, auf Landstraßen macht die lebendige Art Spaß. Für reine Langstreckenkomfort-Fans ist sie weniger die erste Wahl – aber für alle, die „Fahren“ als Erlebnis sehen, ist sie sehr passend.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
Stärken der Royal Enfield Classic 650
- Charaktervoller Motor mit entspanntem Fahrgefühl
- Komfortorientierte Abstimmung für längere Strecken
- Klassisches Design, das im Alltag auffällt und nicht austauschbar wirkt
- Souveränes Vorankommen ohne ständiges Hochdrehen
Schwächen der Royal Enfield Classic 650
- Weniger „leichtfüßig“ als ein offroad-nahes Motorrad – bei sehr engen oder holprigen Passagen ist die WR im Vorteil
- Wer maximale Agilität im Gelände sucht, wird eher bei der WR fündig
Stärken der Yamaha WR 125 R
- Agiles Handling und gutes Gefühl für Kontrolle
- Offroad-nahe Auslegung für wechselnden Untergrund
- Drehzahlspaß und lebendiges Ansprechverhalten
- Viel Fahrspaß pro Kilometer, besonders auf kurvigen oder unebenen Strecken
Schwächen der Yamaha WR 125 R
- Für sehr lange, entspannte Autobahn- oder Reiseetappen ist der Charakter weniger auf „Cruise“ ausgelegt
- Der Fahrstil profitiert davon, die Leistung im passenden Bereich zu nutzen
Für wen lohnt sich welches Motorrad?
Die Entscheidung zwischen Royal Enfield Classic 650 und Yamaha WR 125 R hängt stark davon ab, wie die Fahrten typischerweise aussehen.
Royal Enfield Classic 650: die bessere Wahl für…
- Fahrten, bei denen Komfort und entspanntes Tempo im Vordergrund stehen
- Menschen, die einen klassischen Stil mögen und gern mit Charakter fahren
- Alltag und Touren, bei denen gleichmäßiges Vorankommen wichtiger ist als maximale Agilität
Yamaha WR 125 R: die bessere Wahl für…
- Strecken mit wechselndem Untergrund oder gelegentlichen Abstechern abseits des Asphalts
- Fahrspaß durch Wendigkeit und aktives Mitfahren in Kurven
- Menschen, die lieber dynamisch fahren und die Leistung im passenden Bereich nutzen
Fazit:
Die Royal Enfield Classic 650 ist die stimmige Wahl, wenn der Fokus auf entspanntem Fahrgefühl, klassischem Look und komfortableren Touren liegt. Ihr Motorcharakter und die eher ruhige Abstimmung machen sie besonders attraktiv für Alltag und längere Strecken, bei denen gleichmäßiges Vorankommen wichtiger ist als hektische Beschleunigungsmanöver.
Die Yamaha WR 125 R spielt ihre Stärken aus, wenn Agilität, Kontrolle und ein offroad-naher Charakter gefragt sind. Wer gern wendig unterwegs ist, auch mal unebene Abschnitte mitnimmt und Fahrspaß durch aktives Fahren sucht, findet in ihr ein sehr lebendiges Motorrad.
Kurz gesagt: Classic 650 für Genuss und Stil auf Straße, WR 125 R für Beweglichkeit und Abwechslung – je nachdem, wie die eigenen Fahrten wirklich aussehen.