| UVP | 5.620 € | |
| Baujahr | von 2025 bis 2026~ | |
| UVP | 10.645 € | |
| Baujahr | von 2011 bis 2024 | |
Pro und Kontra
- lässige Optik
- cooler Sound
- einfaches Fahrverhalten
- einfachste Bedienung
- viel Chrome
- Bremsen könnten stärker zupacken
- teilweise Vibrationen
- überschaubare Leistung
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 195 | kg |
| Radstand | 1.390 | mm |
| Länge | 2.145 | mm |
| Radstand | 1.390 | mm |
| Sitzhöhe: | 805 | mm |
| Höhe | 1.090 | mm |
| Gewicht | 221 | kg |
| Radstand | 1.465 | mm |
| Länge | 2.180 | mm |
| Radstand | 1.465 | mm |
| Sitzhöhe: | 790 | mm |
| Höhe | 1.075 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Einzylinder 4-Takt | |
| Hubraum | 349 | ccm |
| Hub | 86 | mm |
| Bohrung | 72 | mm |
| Kühlung | luftgekühlt | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 5 | |
| Motor-Bauart | Reihe | |
| Hubraum | 773 | ccm |
| Hub | 83 | mm |
| Bohrung | 77 | mm |
| Kühlung | Luft | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 5 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 20 PS bei 6.100 U/Min | |
| Drehmoment | 27 NM bei 4.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 114 | km/h |
| Tankinhalt | 13 | Liter |
| Verbrauch | 3 | l pro 100km |
| Reichweite | 480 | km |
| Leistung | 48 PS bei 6.500 U/Min | |
| Drehmoment | 60 NM bei 2.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 170 | km/h |
| Tankinhalt | 14 | Liter |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Stahlrohrrahmen mit doppeltem Unterrohr | |
| Federung vorne | Teleskopgabel, 41mm (Federweg 130)mm | |
| Federung hinten | Stereo Federbein , sechsfach einstellbare Federvorspannung (Federweg 90)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 100/90-19 | |
| Reifen hinten | 120/80-18 | |
| Rahmenbauart | Doppelschleife | |
| Federung vorne | Telegabel 41mm, nicht einstellbar (Federweg 130)mm | |
| Federung hinten | Stereofederbeine, Federbasis einstellbar (Federweg 107)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 100/90-19 Zoll | |
| Reifen hinten | 130/80-18 Zoll | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Einzelscheibe, Zweikolben Schwimmsattel ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Einkolben-Schwimmsattel ( Ø 270 mm) | |
| Bremsen vorne | Einzelscheibe ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe | |
Fazit: Stay wild, aber bitte gemütlich
Die Royal Enfield Goan Classic 350 ist kein Motorrad, das man rein rational kauft. Wenn man nur nach Leistung, Vielseitigkeit und maximaler Vernunft geht, gibt es praktischere Optionen. Aber Motorräder sind zum Glück selten reine Tabellenentscheidungen. Die Goan überzeugt mit Charakter, lässigem Look, zugänglichem Handling und einem Motor, der zwar keine Bäume ausreißt, aber dafür genau die richtige Portion Ruhe und Charme liefert.Sie ist am besten, wenn man sie nicht hetzt. Dann wird aus den rund 20 PS kein Mangel, sondern eine Einladung. Eine Einladung, früher loszufahren, später anzukommen und unterwegs mehr mitzubekommen. Das klingt kitschig, passt aber zu diesem Bike. Die Goan Classic 350 macht aus Langsamkeit keinen Kompromiss, sondern ein Konzept.
Testurteil: Sehr charmant, sehr lässig, angenehm einfach. Keine Maschine für Tempojäger, aber eine richtig starke Wahl für alle, die einen coolen, bezahlbaren Bobber mit echtem Royal-Enfield-Gefühl suchen. Die Goan Classic 350 fährt nicht vorneweg. Sie fährt daneben, grinst und sagt: „Komm, lass uns noch einen Umweg nehmen.“
Fazit - was bleibt hängen
Keine Ganganzeige, kein Benzinfüllstandsanzeige, keine Fahrmodi, kein gar nichts. Die Kawasaki W800 verzichtet bewusst auf alles, was heutige moderne Maschinen an Technik an Bord haben. Ist das schlimm? Im Gegenteil, bei einem Retrobike wie der W800 ist das genau richtig. Statt in irgendwelchen Menüs herumzufummeln starten wir einfach den Motor und fahren los. Herrlich. Übrigens hätte der W800 ein Kickstarter irgendwie auch gut zu Gesicht gestanden. Naja, im Alltag ist so ein Anlasser per Knopfdruck dann vielleicht doch ganz okay. Moderne Technik eben...Vielen Dank an Thomas aus Meldorf, der uns seine Kawasaki W800 für diesen Test zur Verfügung gestellt hat. Einen Kaffee und ein interessantes Gespräch zur Lage der Nation war auch noch drin - insgesamt daher ein schöner Tag mit einem schönen Motorrad.
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Royal Enfield Goan Classic 350 vs Kawasaki W 800: Vergleich für Alltag, Landstraße und Retro-Vibes
Wenn es um klassische Motorräder geht, treffen bei diesem Vergleich zwei sehr unterschiedliche Philosophien aufeinander: Die Royal Enfield Goan Classic 350 steht für bodenständigen Retro-Charme, unkomplizierte Handhabung und ein Fahrgefühl, das eher zum Genießen als zum „Durchziehen“ einlädt. Die Kawasaki W 800 dagegen wirkt wie ein erwachsener Klassiker mit stärkerem Fokus auf souveräne Straßenperformance, ruhige Stabilität und einen Motor, der sich eher nach „großem Motorrad“ anfühlt.
Beide Modelle sind optisch nah an der klassischen Linie, aber sie spielen ihre Stärken an unterschiedlichen Stellen aus. Genau darum lohnt sich der Blick auf die wichtigsten Vergleichspunkte: Motorcharakter, Fahrkomfort, Handling, Bremsen und Fahrwerk, sowie die Frage, wie gut die jeweiligen Motorräder zu unterschiedlichen Fahrstilen passen.
Erster Eindruck: Retro-Design trifft auf unterschiedliche Motorrad-Identität
Royal Enfield Goan Classic 350 – kompakt, nahbar, authentisch
Die Goan Classic 350 wirkt wie ein Motorrad, das bewusst „einfach“ bleiben will. Die Proportionen sind stimmig, die Sitzposition ist so ausgelegt, dass man schnell Vertrauen fasst, und das Gesamtgefühl ist eher leicht und alltagstauglich. Wer ein Motorrad sucht, das nicht einschüchtert, sondern schnell in den Alltag integriert werden kann, findet hier eine klare Richtung.
Kawasaki W 800 – erwachsen, ruhig, mit mehr Präsenz
Die W 800 strahlt dagegen mehr Ruhe und „Straßenmittelpunkt“-Charakter aus. Das Motorrad wirkt stabil und gesetzt, die Linien sind klassisch, aber die Ausstrahlung ist deutlich „erwachsener“. Wer auf der Suche nach einem Retro-Motorrad ist, das auch auf längeren Strecken souverän bleibt und sich nicht nur wie ein Schönwetter-Bike anfühlt, wird die W 800 oft als stimmiger empfinden.
Motorcharakter im Vergleich: Einzylinder vs. Parallel-Twin
Goan Classic 350: gleichmäßige Gelassenheit statt sportlicher Attacke
Die Goan Classic 350 setzt auf den typischen Einzylinder-Charakter: spürbar, direkt und mit einem Fahrgefühl, das eher aus dem Drehzahlbereich heraus lebt, in dem man entspannt unterwegs ist. Das macht das Motorrad besonders angenehm für Stadtverkehr und Landstraßen, auf denen man nicht ständig „arbeiten“ muss. Die Stärke liegt weniger in maximaler Durchzugskraft, sondern in der Art, wie der Motor das Fahren begleitet: unkompliziert, gut dosierbar und mit einem Sound, der zur klassischen Optik passt.
W 800: mehr „Bumms“ im Alltag und ein ruhigerer Lauf
Die Kawasaki W 800 bringt als Parallel-Twin einen anderen Charakter mit: Der Motor läuft oft gleichmäßiger und vermittelt mehr Reserven, wenn es zügiger werden soll. Gerade beim Überholen oder beim Fahren mit Gepäck bzw. Sozius zeigt sich der Vorteil eines stärkeren Antriebs. Die W 800 wirkt dadurch weniger „drehzahlabhängig“ und eignet sich häufig besser für längere Strecken, auf denen man konstant unterwegs sein möchte.
Fahrkomfort und Ergonomie: Wie gut lässt sich das Motorrad im Alltag bewegen?
Goan Classic 350: leicht zu handeln, angenehm in der Stadt
Die Goan Classic 350 spielt ihre Stärken vor allem dort aus, wo man häufig rangiert, stop-and-go fährt oder einfach viel im Stadtverkehr unterwegs ist. Die Sitzposition wirkt alltagstauglich, das Handling ist meist intuitiv, und das Motorrad lässt sich im Alltag spürbar leichter bewegen. Das ist ein klarer Pluspunkt für Einsteiger oder für alle, die ein klassisches Motorrad suchen, das nicht ständig „Arbeit“ macht.
W 800: stabiler Komfort für längere Touren
Die W 800 ist eher das Motorrad, das man auswählt, wenn man auch an Wochenenden und auf längeren Strecken gerne unterwegs ist. Die Sitzposition und die Art, wie das Motorrad auf der Straße liegt, vermitteln häufig mehr Ruhe. Das Fahrwerk und die Gesamtabstimmung zielen stärker auf gleichmäßiges Gleiten statt auf maximale Wendigkeit. Wer viel Landstraße fährt oder Touren plant, wird den Komfortvorteil oft deutlicher merken.
Handling und Fahrwerk: Unterschiede zwischen „agil“ und „souverän“
Goan Classic 350: wendig und unkompliziert
Beim Handling wirkt die Goan Classic 350 eher wie ein Motorrad, das man gerne „mitnimmt“. Kurvenfahrten fühlen sich oft direkt an, und das Motorrad lässt sich im Alltag gut kontrollieren. Das ist besonders dann ein Vorteil, wenn man nicht nur die perfekte Linie sucht, sondern einfach entspannt fahren möchte.
W 800: souverän, aber weniger „leichtfüßig“
Die W 800 ist in der Regel stabiler und vermittelt mehr Fahrbahnkontakt. Das kann in schnellen Kurven oder bei wechselnden Straßenverhältnissen ein Plus sein. Gleichzeitig ist das Motorrad meist nicht ganz so „spielerisch“ wie die Goan Classic 350. Wer ein Motorrad sucht, das sich wie ein kleines Bike anfühlt, wird die W 800 möglicherweise als etwas schwerer im Handling wahrnehmen. Wer aber Souveränität priorisiert, bekommt dafür ein sehr stimmiges Gesamtpaket.
Bremsen und Sicherheit: Vertrauen beim Anhalten und Dosieren
Im Vergleich zeigt sich häufig ein typisches Muster: Die Goan Classic 350 ist auf ein unkompliziertes, gut dosierbares Bremsverhalten ausgelegt, das im Stadtverkehr angenehm ist. Die W 800 zielt stärker auf ein kräftigeres, stabileres Gefühl bei höheren Geschwindigkeiten und auf längeren Strecken. Beide Motorräder können sicher gefahren werden, aber die Art, wie sich das Vertrauen aufbaut, unterscheidet sich: Die Goan Classic 350 punktet mit einfacher Beherrschbarkeit, die W 800 mit dem Eindruck, auch bei mehr Tempo ruhig zu bleiben.
Ausstattung und Alltag: Was zählt wirklich im täglichen Einsatz?
Goan Classic 350: Fokus auf das Wesentliche
Die Goan Classic 350 wirkt wie ein Motorrad, das bewusst nicht überladen ist. Das kann ein Vorteil sein, weil man sich schnell auf das Fahren konzentriert. Für viele Fahrer ist das genau der Punkt: weniger Technikballast, mehr „klassisches Motorradgefühl“. Wer Wert auf einfache Bedienung und ein stimmiges Gesamtpaket legt, wird das als Stärke sehen.
W 800: mehr Motorrad-Feeling für Touren
Die W 800 fühlt sich oft wie ein Motorrad an, das für längere Einsätze gemacht ist. Das merkt man nicht nur am Motor, sondern auch an der Art, wie das Motorrad insgesamt abgestimmt ist. Wer regelmäßig weitere Strecken fährt oder das Motorrad auch mal mit Gepäck nutzt, profitiert häufig von der tourentauglicheren Auslegung.
Stärken und Schwächen: Direkter Vergleich ohne Schönreden
Stärken der Royal Enfield Goan Classic 350
- Einfaches Handling – besonders im Stadtverkehr und beim Rangieren.
- Charaktervoller Einzylinder – macht das Fahren angenehm und direkt.
- Retro-Feeling – stimmig im Look und im Fahrgefühl.
- Alltagstauglichkeit – das Motorrad wirkt nicht überfordernd.
Schwächen der Royal Enfield Goan Classic 350
- Begrenzte Reserven bei sehr ambitioniertem Tempo oder häufigem Überholen.
- Weniger „Tour-Drive“ im Vergleich zur W 800, wenn man viel Strecke zügig fahren möchte.
Stärken der Kawasaki W 800
- Mehr Souveränität – besonders auf Landstraße und bei längeren Touren.
- Gleichmäßiger Motorlauf durch den Parallel-Twin-Charakter.
- Stabiles Fahrgefühl – vermittelt Ruhe und Kontrolle.
- Mehr Reserven für dynamischere Situationen.
Schwächen der Kawasaki W 800
- Weniger „leichtfüßig“ als die Goan Classic 350 – im Stadtverkehr kann das spürbar sein.
- Anspruch an den Fahrstil – wer maximal entspannt und langsam unterwegs ist, könnte die W 800 als „zu groß“ im Gefühl empfinden.
Für wen lohnt sich welches Motorrad?
Royal Enfield Goan Classic 350: die richtige Wahl für entspannte Fahrer
Die Goan Classic 350 passt besonders gut, wenn das Motorrad im Alltag überzeugen soll: kurze Strecken, Stadtverkehr, gelegentliche Ausflüge auf der Landstraße und ein Fahrgefühl, das nicht nach „Leistung abrufen“ verlangt. Auch für Einsteiger oder Fahrer, die ein klassisches Motorrad suchen, das schnell Vertrauen aufbaut, ist sie oft die passendere Wahl.
Kawasaki W 800: die richtige Wahl für Touren und mehr Reserven
Die W 800 ist ideal, wenn längere Strecken, ruhiges Dahingleiten und ein souveräner Motorcharakter im Vordergrund stehen. Wer regelmäßig weiter fährt, gerne zügiger unterwegs ist oder einfach ein Motorrad möchte, das sich auch bei mehr Tempo stabil anfühlt, findet in der Kawasaki häufig die stimmigere Lösung.
Fazit:
Die Royal Enfield Goan Classic 350 ist die bessere Wahl, wenn ein klassisches Motorrad vor allem im Alltag überzeugen soll: leicht zu bewegen, unkompliziert im Handling und mit einem Motorcharakter, der entspanntes Fahren belohnt. Sie eignet sich besonders für kurze Wege, Stadtverkehr und für alle, die Retro-Feeling ohne großen Leistungsdruck suchen. Die Kawasaki W 800 ist dagegen die passendere Option, wenn mehr Reserven, ein ruhigerer und gleichmäßigerer Motorlauf sowie ein souveränes Fahrgefühl auf längeren Strecken gefragt sind. Wer Touren plant, häufiger Landstraße fährt oder dynamischer unterwegs sein möchte, wird die W 800 als stimmiger empfinden. Kurz gesagt: Goan Classic 350 für nahbare Alltagsklassik, W 800 für erwachsene Tourenromantik.