UVP 5.620 €
Baujahr von 2025 bis 2026~
UVP 20.400 €
Baujahr von 2022 bis 2024
Schicker Slow-Down Bobber mit Charakter für wenig Geld
Weiter zum Testbericht
Was kann der neue Mischling aus Café-Racer und Super-Sportler?
Weiter zum Testbericht

Pro und Kontra

Pro:
  • Wahsinns-Motor mit Raketen-Schubkraft
  • fauchender Triple-Sound
  • zupackende Brembo Stylema Bremsanlage
  • volle Hütte inkl. semi-aktiven Fahrwerk von Öhlins
  • nahezu einzigartiges Design
Kontra:
  • sportlich fordernde Sitzposition
  • Soziusbetrieb 1b
  • Standgeräusch 98 db (konnte auch bei Pro stehen)

Abmessungen & Gewicht

Gewicht195kg
Radstand1.390mm
Länge2.145mm
Radstand1.390mm
Sitzhöhe: 805 mm
Höhe1.090mm
Gewicht199kg
Radstand1.439mm
Länge2.090mm
Radstand1.439mm
Sitzhöhe: 830 mm
Höhe1.120mm

Motor

Motor-BauartEinzylinder 4-Takt
Hubraum349ccm
Hub86mm
Bohrung72mm
Kühlungluftgekühlt
AntriebKette
Gänge5
Motor-BauartDreizylinder-12V-DOHC-Reihenmotor
Hubraum1.160ccm
Hub61mm
Bohrung90mm
Kühlungflüssig
AntriebX-Ring-Kette
Gänge6

Fahrleistungen

Leistung20 PS bei 6.100 U/Min
Drehmoment27 NM bei 4.000 U/Min
Höchstgeschw.114km/h
Tankinhalt13Liter
Verbrauch3l pro 100km
Reichweite480km
Leistung180 PS bei 10.750 U/Min
Drehmoment125 NM bei 9.000 U/Min
Höchstgeschw.245km/h
Tankinhalt16Liter
Verbrauch6l pro 100km
Reichweite246km

Fahrwerk

RahmenbauartStahlrohrrahmen mit doppeltem Unterrohr
Federung vorneTeleskopgabel, 41mm (Federweg 130)mm
Federung hintenStereo Federbein , sechsfach einstellbare Federvorspannung (Federweg 90)mm
Aufhängung hintenZweiarmschwinge
Reifen vorne100/90-19
Reifen hinten120/80-18
RahmenbauartDoppelrohrrahmen mit verschraubtem Heckrahmen
Federung vorneVoll einstellbare 43 mm Öhlins Up-Side-Down-Gabel, Öhlins S-EC 2.0 OBTi Fahrwerk mit elektronisch einstellbarer Zug- und Druckstufendämpfung (Federweg 120)mm
Federung hintenÖhlins Monoshock Hinterradaufhängung mit Umlenkung, Öhlins S-EC 2.0 OBTi Fahrwerk mit elektronisch einstellbarer Zug- und Druckstufendämpfung (Federweg 120)mm
Aufhängung hintenAlu-Einarmschwinge
Reifen vorne120/70 ZR17
Reifen hinten190/55 ZR17

Bremsen

Bremsen vorneEinzelscheibe, Zweikolben Schwimmsattel ( Ø 300 mm)
Bremsen hintenEinzelscheibe, Einkolben-Schwimmsattel ( Ø 270 mm)
Bremsen vorneDoppelscheibe, Brembo Stylema Monoblock-Radialsättel, Kurven-ABS, radialer Handbremszylinder ( Ø 320 mm)
Bremsen hintenEinzelscheibe, Brembo-Doppelkolbenschwimmsattel ( Ø 220 mm)

Fazit: Stay wild, aber bitte gemütlich

Die Royal Enfield Goan Classic 350 ist kein Motorrad, das man rein rational kauft. Wenn man nur nach Leistung, Vielseitigkeit und maximaler Vernunft geht, gibt es praktischere Optionen. Aber Motorräder sind zum Glück selten reine Tabellenentscheidungen. Die Goan überzeugt mit Charakter, lässigem Look, zugänglichem Handling und einem Motor, der zwar keine Bäume ausreißt, aber dafür genau die richtige Portion Ruhe und Charme liefert.

Sie ist am besten, wenn man sie nicht hetzt. Dann wird aus den rund 20 PS kein Mangel, sondern eine Einladung. Eine Einladung, früher loszufahren, später anzukommen und unterwegs mehr mitzubekommen. Das klingt kitschig, passt aber zu diesem Bike. Die Goan Classic 350 macht aus Langsamkeit keinen Kompromiss, sondern ein Konzept.
Testurteil: Sehr charmant, sehr lässig, angenehm einfach. Keine Maschine für Tempojäger, aber eine richtig starke Wahl für alle, die einen coolen, bezahlbaren Bobber mit echtem Royal-Enfield-Gefühl suchen. Die Goan Classic 350 fährt nicht vorneweg. Sie fährt daneben, grinst und sagt: „Komm, lass uns noch einen Umweg nehmen.“

Preis/Verfügbarkeit/Farben/Baujahre

  • Preis: 5.620 €
  • Verfügbarkeit: seit 2026
  • Farben: rot-schwarz

Fazit - was bleibt hängen

Was für ein Traumbike, die Speed Triple 1200RR! Vor allem der Motor und das Fahrwerk werden uns im Gedächtnis bleiben. Die Sitzposition allerdings auch: Wie gesagt, das ist nichts für Bandscheiben-Geschädigte oder die, die es werden wollen. Ansonsten ist das Konzept der RR relativ einzigartig. Lediglich die MV Agusta Superveloce verfolgt einen ähnlichen Ansatz: Optik Café-Racer, alles andere Racer-Racer. Wir hatten jedenfalls jede Menge Spaß mit der Triumph Speed Triple 1200 RR.
 
Das Testbike wurde uns zur Verfügung gestellt von Triumph-Hamburg. Wer Bock hat auf eine Probefahrt: Dort steht sie als Vorführer und freut sich schon auf jede Menge Probefahrten, dazu ist sie schließlich da.

Preis/Verfügbarkeit/Farben/Baujahre

  • Preis: ab 20.400€
  • Verfügbarkeit: ab 04/2022
  • Farben: rot, weiß

MotorradTest.de auf YouTube

Royal Enfield Goan Classic 350 vs Triumph Speed Triple 1200 RR – Vergleich im Motorradtest

Wenn zwei Motorräder aufeinandertreffen, die optisch und technisch fast unterschiedlicher nicht sein könnten, wird der Vergleich besonders spannend. Die Royal Enfield Goan Classic 350 steht für entspanntes, klassisches Motorradfahren mit einem Motor, der eher zum Mitrollen und Genießen einlädt. Die Triumph Speed Triple 1200 RR dagegen ist ein echtes Performance-Naked-Bike: aggressiver Look, sportliche Haltung und ein Antrieb, der auf Dynamik ausgelegt ist. Genau diese Gegensätze machen den Vergleich so hilfreich – denn am Ende geht es nicht nur um Daten, sondern um das Fahrgefühl, das im Alltag wirklich zählt.

Grundidee der beiden Motorräder: Retro-Charme vs. Performance-Fokus

Die Goan Classic 350 wirkt wie ein Motorrad, das bewusst auf das Wesentliche reduziert ist. Das Konzept zielt auf unkompliziertes Fahren ab: leicht zugänglich, angenehm im Stadtverkehr und ideal für Touren, bei denen man nicht ständig ans Limit denkt. Die Speed Triple 1200 RR ist dagegen ein Motorrad, das schon beim Anblick nach Tempo und Präzision ruft. Hier steht die sportliche Linie im Vordergrund – mit einer Sitzposition, die den Fahrer aktiv in die Kurve bringt, und einem Setup, das auf zügiges Fahren ausgelegt ist.

Motor und Charakter: Wie sich die Leistung im Alltag anfühlt

Beim Motorvergleich zeigt sich der größte Unterschied in der Art, wie beide Maschinen ihre Kraft bereitstellen. Die Royal Enfield Goan Classic 350 setzt auf einen Motorcharakter, der eher gleichmäßig und drehzahlfreundlich wirkt. Das bedeutet: Man kann entspannt fahren, ohne ständig hohe Drehzahlen zu suchen. Gerade im Stadtverkehr und auf Landstraßen ist das ein Vorteil, weil der Motor nicht „laut“ nach Aufmerksamkeit verlangt, sondern einfach mitmacht.

Die Triumph Speed Triple 1200 RR spielt in einer anderen Liga. Der Motor ist auf Durchzug und sportliche Beschleunigung ausgelegt. In der Praxis merkt man das vor allem beim Herausbeschleunigen aus Kurven und beim zügigen Überholen. Während die Goan Classic 350 eher zum ruhigen Fließen einlädt, fordert die Speed Triple 1200 RR dazu auf, die Gänge sauber zu nutzen und die Leistung gezielt abzurufen. Wer gern dynamisch fährt, findet hier ein Motorrad, das sich wie ein Werkzeug für sportliches Fahren anfühlt.

Fahrwerk und Handling: Komfort vs. Agilität

Auch beim Fahrwerk-Vergleich sind die Philosophien klar erkennbar. Die Royal Enfield Goan Classic 350 wirkt darauf ausgelegt, den Alltag souverän zu begleiten. Das Fahrverhalten ist eher ruhig und berechenbar, wodurch sich lange Strecken angenehm anfühlen können. In Kombination mit einer Sitzposition, die nicht zu sportlich „zieht“, entsteht ein entspanntes Gesamtbild.

Die Triumph Speed Triple 1200 RR ist dagegen auf Agilität und präzises Einlenken ausgelegt. Das Motorrad liegt spürbar sportlicher, unterstützt das zügige Kurvenfahren und vermittelt ein direktes Feedback. Gleichzeitig kann das Setup – je nach Fahrstil und Streckentyp – auch mehr Aufmerksamkeit verlangen. Wer gern dynamisch fährt, wird die Rückmeldung und die Stabilität in schnellen Passagen besonders schätzen. Wer dagegen vor allem gemütlich unterwegs ist, könnte die sportliche Auslegung als „zu viel“ empfinden.

Bremsen und Sicherheit: Vertrauen beim Verzögern

Beim Thema Bremsen zeigt sich, wie stark die Zielgruppe beider Motorräder auseinanderliegt. Die Goan Classic 350 bietet Bremsleistung, die zum entspannten Charakter passt: ausreichend, gut dosierbar und im Alltag angenehm. Das ist genau das, was man im Stadtverkehr und auf moderaten Landstraßen braucht.

Die Speed Triple 1200 RR ist hingegen auf anspruchsvolleres Fahren ausgelegt. Die Bremsen wirken darauf abgestimmt, auch bei sportlicher Gangart wiederholt stark zu verzögern. Dadurch entsteht ein höheres Sicherheitsgefühl, wenn es schneller wird oder wenn Kurven enger und die Abstände kürzer werden. Wer häufig zügig fährt, profitiert von dieser Reserven-Logik deutlich.

Sitzposition und Ergonomie: Wer sitzt wie?

Die Sitzposition ist im Vergleich entscheidend, weil sie den Alltag prägt. Die Royal Enfield Goan Classic 350 bietet eine Haltung, die eher auf Komfort und entspanntes Fahren ausgelegt ist. Das macht sie besonders interessant für Fahrten, bei denen man nicht ständig „sportlich“ unterwegs sein muss, sondern einfach ankommen möchte.

Die Triumph Speed Triple 1200 RR setzt auf eine sportlichere Ergonomie. Das hilft beim aktiven Fahren, weil der Körper automatisch in die Dynamik eingebunden wird. Gleichzeitig kann das für längere, gemütliche Touren weniger angenehm sein, wenn man eher auf entspannte Haltung setzt. Wer jedoch Kurven mag und gern zügig unterwegs ist, wird die sportliche Position als Vorteil erleben.

Ausstattung und Fahrmodi: Wie viel „Hilfe“ braucht man?

Im Bereich Ausstattung und Fahrmodi unterscheiden sich die beiden Motorräder ebenfalls deutlich. Die Goan Classic 350 wirkt bewusst bodenständig: Sie konzentriert sich auf ein stimmiges Gesamtpaket, das nicht überladen ist. Das ist ein Plus, wenn man ein Motorrad möchte, das sich unkompliziert bedienen lässt und sich auf das Wesentliche fokussiert.

Die Speed Triple 1200 RR bringt dagegen moderne Technik mit, die sportliches Fahren unterstützt. Das kann je nach Fahrstil helfen, weil Regelungen und Einstellungen das Motorrad berechenbarer machen. Wer gern experimentiert oder sich beim sportlichen Fahren auf ein abgestimmtes Setup verlassen möchte, bekommt hier mehr „Werkzeug“ an die Hand.

Design und Charakter: Zwei unterschiedliche Arten, Motorrad zu leben

Design ist nicht nur Optik, sondern oft auch ein Hinweis auf die Fahrphilosophie. Die Royal Enfield Goan Classic 350 wirkt klassisch und zeitlos. Sie passt zu Fahrern, die Motorradfahren als Lifestyle sehen: entspannt, authentisch und mit einem gewissen Retro-Charme. Die Maschine wirkt wie gemacht für ruhige Touren, kurze Ausfahrten und das gute Gefühl, einfach loszufahren.

Die Triumph Speed Triple 1200 RR ist dagegen ein Statement. Das Motorrad wirkt aggressiv, sportlich und auf Tempo getrimmt. Wer sich in der Optik wiederfindet und gern zügig fährt, bekommt ein Bike, das nicht nur schnell ist, sondern auch so wirkt, als würde es jederzeit bereitstehen.

Stärken und Schwächen im direkten Vergleich

Royal Enfield Goan Classic 350 – Stärken

  • Entspanntes Fahrgefühl durch einen eher gleichmäßigen Motorcharakter
  • Alltagstauglichkeit für Stadt und Landstraße
  • Komfortorientierte Ergonomie für längere, gemütliche Fahrten
  • Unkompliziertes Gesamtpaket ohne übertriebene Komplexität

Royal Enfield Goan Classic 350 – Schwächen

  • Wer maximale Sportdynamik sucht, wird die Grenzen schneller erreichen
  • Für sehr zügiges Fahren fehlt die „Performance-Reserve“ im Vergleich zur Speed Triple

Triumph Speed Triple 1200 RR – Stärken

  • Sportlicher Motor und starker Durchzug für dynamisches Fahren
  • Präzises Handling und agiles Fahrverhalten in Kurven
  • Bremsen mit Reserven für anspruchsvollere Situationen
  • Moderne Technik, die sportliches Fahren unterstützt

Triumph Speed Triple 1200 RR – Schwächen

  • Die sportliche Auslegung kann im Alltag weniger „entspannt“ wirken
  • Für rein gemütliche Fahrten ist der Fokus auf Performance möglicherweise überdimensioniert

Für wen lohnt sich welches Motorrad?

Die Royal Enfield Goan Classic 350 ist besonders passend für Fahrerinnen und Fahrer, die ein Motorrad suchen, das unkompliziert ist, Spaß macht und im Alltag nicht kompliziert wird. Sie eignet sich gut für Stadtfahrten, entspannte Landstraßen und für alle, die Motorradfahren vor allem als Genuss sehen. Wer gern mit ruhigem Tempo unterwegs ist und dabei Wert auf eine angenehme Sitzposition und ein stimmiges Gesamtgefühl legt, findet hier eine sehr passende Wahl.

Die Triumph Speed Triple 1200 RR richtet sich an Menschen, die sportlich fahren möchten – mit Fokus auf Kurven, Beschleunigung und ein Motorrad, das sich in dynamischen Situationen souverän anfühlt. Sie ist ideal für Fahrer, die gern zügig unterwegs sind, Reserven bei Motor und Bremsen schätzen und eine sportliche Ergonomie als Vorteil sehen. Wer ein Motorrad sucht, das nicht nur „mitfährt“, sondern aktiv fordert und belohnt, wird mit der Speed Triple besonders glücklich.

Fazit:

Die Royal Enfield Goan Classic 350 ist die bessere Wahl, wenn im Vordergrund steht, entspannt zu fahren, unkompliziert unterwegs zu sein und ein Motorrad zu erleben, das vor allem durch Charakter und Alltagstauglichkeit überzeugt. Sie passt zu Touren ohne Stress, zu Stadtfahrten und zu Fahrern, die Motorradfahren genießen möchten, ohne ständig sportliche Ansprüche erfüllen zu müssen. Die Triumph Speed Triple 1200 RR ist dagegen die richtige Entscheidung, wenn sportliche Dynamik Priorität hat: starker Antrieb, präzises Handling, Bremsen mit Reserven und eine moderne, performanceorientierte Auslegung. Wer Kurven liebt, gern zügig fährt und ein Motorrad sucht, das in anspruchsvollen Momenten souverän bleibt, findet in der Speed Triple den klaren Gewinner. Kurz gesagt: Genuss und Gelassenheit auf der einen Seite, Performance und Agilität auf der anderen.

An unhandled error has occurred. Reload 🗙