UVP 5.720 €
Baujahr von 2024 bis 2026~
UVP 13.000 €
Baujahr von 2018 bis 2023
Test des Scrambler-Roadsters mit 40 PS und 40 Nm für deutlich unter 6.000 Euro
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Deutlich erwachsener und nicht mehr weit von der großen Boxer-Schwester entfernt.
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Pro und Kontra

Pro:
  • exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • vitaler Motor
  • sehr leichtes und gutmütiges Handling
  • ideal für Einsteiger und Stadtverkehr
  • Tripper-Dash-TFT-Display mit integrierter Kartennavigation
  • Bequeme, aufrechte und zugängliche Ergonomie
Kontra:
  • eingeschränkte Langstreckentauglichkeit
  • Brems- und Kupplungshebel sind nicht einstellbar
  • geringer Windschutz
Pro:
  • erhabene Sitzposition
  • gutes Fahrverhalten auf Straße und im Gelände
  • reichhaltiges Angebot an Extras und Zubehörartikeln
  • gelungene Optik
Kontra:
  • Windschild könnte etwas größer ausfallen
  • Preis schnellt durch Extras in die Höhe
  • nicht ganz so wendig

Abmessungen & Gewicht

Gewicht184kg
Radstand1.440mm
Länge2.145mm
Radstand1.440mm
Sitzhöhe: 780 mm
Höhe1.125mm
Gewicht229kg
Radstand1.593mm
Länge2.305mm
Radstand1.593mm
Sitzhöhe: 860-880 mm
Höhe1.356mm

Motor

Motor-BauartEinzylinder, flüssigkeitsgekühlt, 4 Ventile
Hubraum452ccm
Hub82mm
Bohrung84mm
Kühlungflüssig
AntriebKette
Gänge6
Motor-BauartReihe
Hubraum853ccm
Hub77mm
Bohrung84mm
Kühlungwassergekühlt
AntriebKette
Gänge6

Fahrleistungen

Leistung40 PS bei 8.000 U/Min
Drehmoment40 NM bei 5.000 U/Min
Höchstgeschw.150km/h
Tankinhalt11Liter
Verbrauch3l pro 100km
Reichweite324km
Leistung95 PS bei 8.250 U/Min
Drehmoment92 NM bei 6.250 U/Min
Höchstgeschw.204km/h
Tankinhalt15Liter
Verbrauch4l pro 100km
Reichweite341km

Fahrwerk

RahmenbauartStahlrohrrahmen
Federung vorneØ43-mm Telegabel (Federweg 150)mm
Federung hintenMono-Federbein (Federweg 145)mm
Aufhängung hintenZweiarmschwinge
Reifen vorne120/70-17
Reifen hinten160/60-17
RahmenbauartStahlbrückenrahmen in Schalenbauweise
Federung vorneUpside-down Gabel, Ø 43 mm (Federweg 204)mm
Federung hintenMonofederbein (Federweg 219)mm
Aufhängung hintenZweiarmschwinge
Reifen vorne90/90 21
Reifen hinten150/70 R17

Bremsen

Bremsen vorneEinzelscheibe mit Zweikolben-Bremssattel ( Ø 310 mm)
Bremsen hintenEinzelscheibe mit Einkolben-Bremssattel ( Ø 270 mm)
Bremsen vorneDoppelscheibe ( Ø 305 mm)
Bremsen hintenScheibe ( Ø 265 mm)

Fazit: Kein Poser, sondern ein Kumpel auf zwei Rädern

Die Royal Enfield Guerrilla 450 ist kein Motorrad für Stammtisch-Superlative. Sie gewinnt keine Leistungsduelle, sie protzt nicht mit Elektronik, und sie tut nicht so, als wäre sie ein verkleideter Rennstrecken-Drache. Genau deshalb ist sie so sympathisch. Sie konzentriert sich auf das, was auf echten Straßen zählt: einfache Bedienung, gutes Gefühl, genug Leistung, ehrliches Handling und einen Preis, bei dem man nicht sofort die Lebensplanung neu aufstellen muss.

Besonders stark ist sie für A2-Fahrerinnen und -Fahrer, Pendler, Wiedereinsteiger und alle, die ein unkompliziertes Naked Bike mit Charakter suchen. Die Guerrilla 450 kann seriös, aber sie bleibt dabei frech. Sie ist bequem genug für den Alltag, agil genug für die Hausstrecke und charmant genug, um auch nach Wochen noch gern den langen Weg nach Hause zu nehmen. Wer viel Autobahn fährt oder maximale Sportlichkeit sucht, sollte sich woanders umsehen. Wer aber ein Motorrad möchte, das nach fünf Minuten vertraut wirkt und nach zehn Minuten Laune macht, liegt hier ziemlich richtig.

Preis/Verfügbarkeit/Farben/Baujahre

  • Preis: 5.720 €
  • Verfügbarkeit: seit 08/2024
  • Farben: viele (siehe oben)

Fazit - was bleibt hängen

An der BMW F 850 GS werden zu Weilen Preis und Herkunft kritisiert. So finden sich in unserem Testkanal auf YouTube zum Beispiel Kommentare wie: "... Motorrad aus China, Preis aus Bayern..." "... ohne Navi, mit 'nem Chinamotor (da spart nur BMW richtig Geld)..." oder "... China Böller als Premiummarke...".

Sicherlich, BMW-Motorräder haben Ihren Preis, das ist keine Frage. Allerdings finden wir den Einstiegspreis für das Serienmodell mit 11.900 € (die aktuelle CRF1000L Africa Twin kostet immerhin 13.490 € in der Basisvariante) nicht so überzogen. Problematisch ist eher, dass - und darüber lässt sich auch trefflich diskutieren - die lange Liste an Sonderausstattunsmöglichkeiten den Preis schnell in die Höhe steigen lässt. Da landet man je nach Wunschliste problemlos auch mal bei 15.000 € und mehr. Und ja, auch das ist leider typisch BMW.

Aber es hilft am Ende nix: BMW Bikes erfreuen sich einer großen Fangemeinde, trotz des hohen Preises, weil es eben gelungene und solide Motorräder sind. Die These, dass die F 850 GS durch ihre Herkunft qualitativ nicht Schritt halten kann, können wir in unserem Test nicht stützen. In unseren Augen ist die BMW F 850 GS deutlich erwachsener geworden als ihre Vorgängerinnen und rückt damit ganz klar näher an ihre große Boxer-Schwestern. Inwieweit es allerdings gelingt, den Vorsprung der Africa Twin (die wollen wir uns übrigens in den nächsten Tagen mal für einen Test besorgen) von Konkurrent Honda einzuholen, muss man sehen. Wir drücken jedenfalls die Daumen denn die Bayerin hat uns an sich ganz gut gefallen.

MotorradTest.de auf YouTube

Royal Enfield Guerrilla 450 vs BMW F 850 GS: Vergleich für Alltag, Tour und Anspruch

Wenn zwei Motorräder so unterschiedlich wirken wie die Royal Enfield Guerrilla 450 und die BMW F 850 GS, wird der Vergleich besonders spannend. Auf der einen Seite steht ein Modell, das auf Charakter, moderne Ansätze und ein unkompliziertes Handling setzt. Auf der anderen Seite steht die BMW F 850 GS, die als Reise- und Allround-Referenz gilt und mit einem sehr breiten Einsatzspektrum punktet. Genau hier liegt der Kern des Vergleichs: Wie unterscheiden sich die beiden Maschinen in der Praxis – und welche Stärken bringen sie für unterschiedliche Fahrstile mit?

Grundidee und Einsatzprofil: Charakter vs. Vielseitigkeit

Die Royal Enfield Guerrilla 450 ist eher als Motorrad für den Alltag, für spontane Ausfahrten und für Touren gedacht, bei denen der Fokus auf Fahrspaß und einem stimmigen Gesamtgefühl liegt. Die Maschine wirkt dabei bewusst zugänglich: Die Bedienung ist intuitiv, das Motorrad lässt sich im Alltag gut bewegen und vermittelt ein direktes Feedback.

Die BMW F 850 GS verfolgt dagegen eine klar andere Philosophie. Sie ist auf Vielseitigkeit ausgelegt – vom entspannten Pendeln bis zur längeren Reise. Dabei spielt nicht nur der Motor eine Rolle, sondern auch die Art, wie das Motorrad mit unterschiedlichen Situationen umgeht: Komfort, Fahrwerkseinstellungen, Ergonomie und die typische GS-Ausstattung sind auf „immer bereit“ getrimmt.

Motor und Fahrgefühl: Wie sich Leistung und Drehmoment anfühlen

Im Vergleich der Motorcharakteristik zeigt sich ein typischer Unterschied zwischen den Konzepten. Die Royal Enfield Guerrilla 450 wirkt im Alltag oft lebendig und unkompliziert: Das Ansprechen ist so ausgelegt, dass man ohne großes Nachdenken zügig vorankommt. Gerade im Stadtverkehr und auf Landstraßen spielt das eine große Rolle, weil häufiges Beschleunigen und Anfahren den Charakter eines Motorrads stark prägen.

Die BMW F 850 GS ist dagegen stärker auf gleichmäßiges Vorankommen und souveräne Reserven ausgelegt. Das Fahrgefühl ist häufig „ruhiger“ und stabiler, besonders bei längeren Strecken. Wenn das Tempo steigt oder wenn es bergauf und bergab geht, zeigt sich die Stärke eines Reise-Allrounders: Die Maschine bleibt berechenbar, und das Zusammenspiel aus Motor und Fahrwerk wirkt auf Distanz besonders stimmig.

Stärken und Schwächen im Motorvergleich

  • Royal Enfield Guerrilla 450: Stärken liegen im direkten Ansprechverhalten und im unkomplizierten Fahrgefühl. Schwäche kann sein, dass sie nicht ganz die „Reise-Souveränität“ einer GS erreicht, wenn es um lange, gleichmäßige Autobahnabschnitte oder sehr hohe Dauerlast geht.
  • BMW F 850 GS: Stärken liegen in der souveränen Leistungsentfaltung und der Art, wie sie Tempo und Strecke „mitnimmt“. Schwäche kann sein, dass das Motorrad im Alltag manchmal mehr Motorrad ist als nötig – vor allem, wenn der Fokus rein auf leichter Handhabung und günstigerem Handling im engen Umfeld liegt.

Fahrwerk und Handling: Agilität vs. Stabilität

Beim Fahrwerk und beim Handling trennen sich die Wege deutlich. Die Royal Enfield Guerrilla 450 spielt ihre Stärken vor allem dort aus, wo es um Wendigkeit, Übersicht und ein leichtes Gefühl geht. Auf kurvigen Strecken oder bei wechselnden Bedingungen wirkt sie oft spontan und macht Lust auf „einfach fahren“.

Die BMW F 850 GS ist dagegen auf Stabilität und Kontrolle ausgelegt. Das Fahrwerk unterstützt das Motorrad dabei, auch bei längeren Touren oder wechselndem Untergrund ruhig zu bleiben. Gerade wenn die Strecke nicht nur aus glattem Asphalt besteht, zeigt sich die GS-typische Stärke: Sie vermittelt Sicherheit und lässt sich dennoch sportlich bewegen, wenn es die Situation erlaubt.

Bremsen und Fahrstabilität

Im Vergleich der Bremsleistung und der Bremsdosierung zeigt sich ein ähnliches Muster: Die Royal Enfield liefert eine direkte, gut nachvollziehbare Bremswirkung, die im Alltag schnell Vertrauen schafft. Die BMW punktet zusätzlich mit einem sehr kontrollierten Gesamtpaket aus Bremsen, Fahrwerk und Stabilität – besonders dann, wenn es um wiederholtes Verzögern aus höheren Geschwindigkeiten oder um längere Abfahrten geht.

Ergonomie und Sitzposition: Wer sitzt wie gut?

Die Sitzposition ist ein entscheidender Punkt, weil sie direkt beeinflusst, wie lange man sich wohlfühlt. Die Royal Enfield Guerrilla 450 wirkt tendenziell so, dass sie für viele Fahrerinnen und Fahrer eine natürliche, alltagstaugliche Haltung ermöglicht. Das macht sie interessant, wenn kurze Wege, häufiges Rangieren und entspannte Ausfahrten im Vordergrund stehen.

Die BMW F 850 GS ist stärker auf Tourenkomfort ausgelegt. Die Ergonomie ist so gestaltet, dass man auch über längere Zeit in einer Position bleibt, die nicht nach kurzer Zeit „ermüdet“. Das ist vor allem dann ein Vorteil, wenn die Touren länger werden oder wenn mehrere Stunden am Stück gefahren werden.

Stärken und Schwächen bei Komfort

  • Royal Enfield Guerrilla 450: Stärken bei der unkomplizierten Alltags-Ergonomie und beim schnellen „Einschwingen“ in die Fahrhaltung. Schwäche: Bei sehr langen Strecken kann der Komfort nicht ganz so tourorientiert wirken wie bei der GS.
  • BMW F 850 GS: Stärken bei Tourenkomfort und entspannter Langstreckenhaltung. Schwäche: Durch das Reise-Setup kann sie im engen Stadtbetrieb schwerer wirken als ein kompakteres Konzept.

Ausstattung und Alltag: Was hilft wirklich?

Im Bereich Ausstattung und Alltagstauglichkeit zeigt sich, wie unterschiedlich die Zielgruppen gedacht sind. Die Royal Enfield Guerrilla 450 setzt auf ein stimmiges Gesamtpaket, das sich auf das Wesentliche konzentriert. Das ist ein Vorteil, wenn ein Motorrad nicht überladen wirken soll und wenn die Bedienung schnell klar ist.

Die BMW F 850 GS bringt dagegen typischerweise mehr „Reise- und Sicherheitslogik“ mit. Dazu gehören Features, die das Fahren planbarer machen – etwa durch Assistenz- und Komfortelemente, die auf längere Strecken und unterschiedliche Bedingungen ausgelegt sind. Wer häufig unterwegs ist, profitiert davon spürbar.

Technik und Fahrmodi: Wie wirkt sich das aus?

Im Vergleich der Fahrmodi und der Art, wie Elektronik das Fahrgefühl beeinflusst, zeigt sich: Die Royal Enfield bietet eine klare, direkte Linie, die sich eher nach „Maschine und Fahrer“ anfühlt. Die BMW nutzt Elektronik stärker als Werkzeug, um das Motorrad an unterschiedliche Situationen anzupassen. Das ist besonders dann ein Plus, wenn das Wetter wechselt, wenn die Strecke unruhig ist oder wenn unterschiedliche Fahrstile genutzt werden.

Wirtschaftlichkeit und Wartung: Was zählt im Alltag?

Bei der Wirtschaftlichkeit spielen nicht nur reine Kosten eine Rolle, sondern auch die Frage, wie unkompliziert das Motorrad im Alltag bleibt. Die Royal Enfield Guerrilla 450 kann hier punkten, wenn ein Fahrer oder eine Fahrerin ein Motorrad sucht, das sich „einfach“ in den Alltag integrieren lässt und nicht nach jeder Tour ein großes Thema wird.

Die BMW F 850 GS ist häufig dann die bessere Wahl, wenn man Wert auf ein sehr ausgereiftes Gesamtsystem legt und wenn man bereit ist, für den Reise-Charakter und die typische GS-Qualität mehr einzuplanen. Dafür bekommt man ein Motorrad, das auf Langstrecke und Vielnutzer ausgelegt ist.

Für wen eignet sich welches Motorrad?

Der Vergleich lässt sich am besten über die Frage entscheiden, welche Art von Fahrten im Vordergrund steht.

Royal Enfield Guerrilla 450: ideal für…

Die Royal Enfield Guerrilla 450 ist besonders passend, wenn der Fokus auf Alltag, Kurven und unkompliziertem Fahrspaß liegt. Wer ein Motorrad sucht, das schnell bereit ist, sich leicht bewegen lässt und bei dem man das Gefühl hat, „mit dem Motorrad zu verschmelzen“, wird hier viel Freude finden. Auch für Einsteigerinnen und Einsteiger oder für Fahrerinnen und Fahrer, die ein modernes, charakterstarkes Bike ohne großen Overhead möchten, ist sie eine starke Option.

BMW F 850 GS: ideal für…

Die BMW F 850 GS passt besonders gut, wenn Touren, Komfort und Vielseitigkeit Priorität haben. Wer regelmäßig längere Strecken fährt, Wert auf Stabilität und ein sehr kontrolliertes Gesamtpaket legt und das Motorrad auch dann nutzen möchte, wenn die Bedingungen nicht perfekt sind, bekommt mit der GS ein sehr stimmiges Werkzeug. Sie ist außerdem interessant für Fahrerinnen und Fahrer, die ein Motorrad suchen, das über Jahre hinweg als „Hauptmaschine“ funktionieren kann.

Fazit:

Die Royal Enfield Guerrilla 450 und die BMW F 850 GS sind beide überzeugend, aber sie spielen ihre Stärken in unterschiedlichen Szenarien aus. Die Guerrilla 450 überzeugt vor allem durch ihr direktes, unkompliziertes Fahrgefühl, das im Alltag und auf kurzen bis mittleren Strecken besonders viel Spaß macht. Sie wirkt leicht zu handhaben und bringt genau die Art von Charakter mit, die Lust auf spontane Fahrten macht. Wenn der Fokus auf Agilität, einfachem Handling und einem stimmigen Gesamtpaket liegt, ist sie die passendere Wahl.

Die BMW F 850 GS ist dagegen die bessere Entscheidung, wenn Komfort, Stabilität und Vielseitigkeit im Vordergrund stehen. Sie spielt ihre Stärken besonders auf längeren Touren aus und bietet ein Gesamtpaket, das auch bei wechselnden Bedingungen Ruhe und Kontrolle vermittelt. Wer ein Motorrad sucht, das als Reise- und Allroundmaschine funktioniert und dabei ein hohes Maß an Sicherheit und Komfort liefert, trifft mit der GS die richtige Wahl.

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