UVP 5.720 €
Baujahr von 2024 bis 2026~
UVP 17.490 €
Baujahr von 2022 bis 2025
Test des Scrambler-Roadsters mit 40 PS und 40 Nm für deutlich unter 6.000 Euro
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Sandkasten-Spieler
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Pro und Kontra

Pro:
  • exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • vitaler Motor
  • sehr leichtes und gutmütiges Handling
  • ideal für Einsteiger und Stadtverkehr
  • Tripper-Dash-TFT-Display mit integrierter Kartennavigation
  • Bequeme, aufrechte und zugängliche Ergonomie
Kontra:
  • eingeschränkte Langstreckentauglichkeit
  • Brems- und Kupplungshebel sind nicht einstellbar
  • geringer Windschutz
Pro:
  • Motor
  • Wertigkeit
  • Fahrwerk
  • Display / Bedienung
Kontra:
  • Soziustauglichkeit

Abmessungen & Gewicht

Gewicht184kg
Radstand1.440mm
Länge2.145mm
Radstand1.440mm
Sitzhöhe: 780 mm
Höhe1.125mm
Gewicht237kg
Radstand1.525mm
Länge2.223mm
Radstand1.525mm
Sitzhöhe: 780 mm
Höhe1.295mm

Motor

Motor-BauartEinzylinder, flüssigkeitsgekühlt, 4 Ventile
Hubraum452ccm
Hub82mm
Bohrung84mm
Kühlungflüssig
AntriebKette
Gänge6
Motor-BauartV2
Hubraum1.203ccm
Hub74mm
Bohrung102mm
Kühlungflüssig
AntriebKette
Gänge6

Fahrleistungen

Leistung40 PS bei 8.000 U/Min
Drehmoment40 NM bei 5.000 U/Min
Höchstgeschw.150km/h
Tankinhalt11Liter
Verbrauch3l pro 100km
Reichweite324km
Leistung123 PS bei 8.250 U/Min
Drehmoment118 NM bei 6.000 U/Min
Höchstgeschw.193km/h
Tankinhalt13Liter
Verbrauch6l pro 100km
Reichweite220km

Fahrwerk

RahmenbauartStahlrohrrahmen
Federung vorneØ43-mm Telegabel (Federweg 150)mm
Federung hintenMono-Federbein (Federweg 145)mm
Aufhängung hintenZweiarmschwinge
Reifen vorne120/70-17
Reifen hinten160/60-17
RahmenbauartGitterrohrrahmen
Federung vorne Sachs USD 43mm Gabel, voll einstellbar (Federweg 120)mm
Federung hintenSachs Monofederbein ohne Umlenkung, voll einstellbar (Federweg 120)mm
Aufhängung hintenZweiarmschwinge
Reifen vorne120/70ZR17 58W
Reifen hinten180/55ZR17 73W

Bremsen

Bremsen vorneEinzelscheibe mit Zweikolben-Bremssattel ( Ø 310 mm)
Bremsen hintenEinzelscheibe mit Einkolben-Bremssattel ( Ø 270 mm)
Bremsen vorneDoppelbremsscheiben, Brembo 4-Kolben-Festsattel ( Ø 320 mm)
Bremsen hintenEinzelscheibe, Brembo Zweikolben-Festsattel ( Ø 260 mm)

Fazit: Kein Poser, sondern ein Kumpel auf zwei Rädern

Die Royal Enfield Guerrilla 450 ist kein Motorrad für Stammtisch-Superlative. Sie gewinnt keine Leistungsduelle, sie protzt nicht mit Elektronik, und sie tut nicht so, als wäre sie ein verkleideter Rennstrecken-Drache. Genau deshalb ist sie so sympathisch. Sie konzentriert sich auf das, was auf echten Straßen zählt: einfache Bedienung, gutes Gefühl, genug Leistung, ehrliches Handling und einen Preis, bei dem man nicht sofort die Lebensplanung neu aufstellen muss.

Besonders stark ist sie für A2-Fahrerinnen und -Fahrer, Pendler, Wiedereinsteiger und alle, die ein unkompliziertes Naked Bike mit Charakter suchen. Die Guerrilla 450 kann seriös, aber sie bleibt dabei frech. Sie ist bequem genug für den Alltag, agil genug für die Hausstrecke und charmant genug, um auch nach Wochen noch gern den langen Weg nach Hause zu nehmen. Wer viel Autobahn fährt oder maximale Sportlichkeit sucht, sollte sich woanders umsehen. Wer aber ein Motorrad möchte, das nach fünf Minuten vertraut wirkt und nach zehn Minuten Laune macht, liegt hier ziemlich richtig.

Preis/Verfügbarkeit/Farben/Baujahre

  • Preis: 5.720 €
  • Verfügbarkeit: seit 08/2024
  • Farben: viele (siehe oben)

Es geht ohne Scrambler

Was also ist das Revier der Indian? Lange Reisen eher nicht. Dem stehen der nur 13 Liter fassende (dafür wunderschöne) Tank entgegen, der schon erwähnte fehlende Windschutz und die Tatsache, dass die Sozia nicht gerade verwöhnt wird. Auf dem Platz in der zweiten Reihe ist leiden angesagt, er ist knapp, und die Fußrasten liegen sehr hoch.

Auch hier ähnelte unser Fast Tracker also den Scramblern der Konkurrenz. Ich persönlich würde nie eine Scrambler kaufen: Ob Ducati, Triumph oder BMW – bei allen saß ich auf dem Motorrad. Die Indian hingegen versteht es sehr schön, den Fahrer zu integrieren, er ist stärker als bei der Konkurrenz ins Fahrzeug eingefasst.

Jetzt müsste ich für ein typisches Zweit- oder Hobbybike nur noch knapp 16.000 Euro auftreiben … schön ist sie schon und in ihrer Durchzugskraft … aber ich wiederhole mich, deshalb ist hier jetzt Schluss. Fazit: Alle haben eine Scrambler, nur Indian nicht. Macht nichts: Es gibt ja die FTR 1200 S.

Das Testbike wurden uns von Legendary Motorcycles in Hamburg zur Verfügung gestellt. 

Preis / Verfügbarkeit / Farben / Baujahre

  • Preis: 15.990€
  • Gebraucht (1 Jahr alt): 13.500€
  • Baujahre: seit 2019
  • Verfügbarkeit: mittel
  • Farben: rot/grau; silber/schwarz

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Royal Enfield Guerrilla 450 vs. Indian FTR 1200 Sport – Vergleich, Stärken und Schwächen

Wenn zwei Motorräder aus unterschiedlichen Welten kommen, wird der Vergleich besonders spannend. Die Royal Enfield Guerrilla 450 steht für moderne Alltagstauglichkeit mit klassischem Look und einem Motor, der sich unkompliziert anfühlt. Die Indian FTR 1200 Sport dagegen ist deutlich sportlicher ausgerichtet: bulliger Charakter, spürbare Performance und ein Setup, das auf Dynamik ausgelegt ist. Wer sich zwischen beiden entscheidet, sucht im Grunde nach der passenden Mischung aus Fahrgefühl, Komfort und Anspruch.

Im folgenden Vergleich werden die wichtigsten Punkte gegenübergestellt – ohne Zahlen-Fokus, dafür mit Blick auf das, was im Alltag und auf der Strecke wirklich zählt: Motorcharakter, Fahrwerk und Handling, Bremsen, Sitzposition sowie der Gesamteindruck beim Fahren.

Motor und Fahrcharakter: entspannt & alltagstauglich vs. kraftvoll & sportlich

Royal Enfield Guerrilla 450: souverän, aber zugänglich

Die Guerrilla 450 wirkt wie ein Motorrad, das man schnell versteht. Der Motor liefert Schub in einem Bereich, der sich für Stadtverkehr und Landstraße gleichermaßen gut eignet. Das Ansprechverhalten ist dabei eher harmonisch: Gas geben fühlt sich nicht nach „Anschlag“ an, sondern nach kontrollierter Beschleunigung. Dadurch entsteht ein Fahrgefühl, das Einsteiger ebenso abholt wie Fahrer, die einfach entspannt unterwegs sein wollen.

Indian FTR 1200 Sport: Druck von unten, Fokus auf Dynamik

Die FTR 1200 Sport ist deutlich darauf ausgelegt, Tempo und Fahrspaß zu betonen. Der Motorcharakter wirkt kräftiger und „präsenter“, wodurch Beschleunigung schneller als Erlebnis wahrgenommen wird. In flotten Passagen zeigt sich, dass das Motorrad nicht nur mitfährt, sondern aktiv nach vorne drückt. Das macht sie besonders interessant für alle, die gern zügig unterwegs sind und das Motorrad als sportliches Werkzeug sehen.

Unterschied im Alltag

Während die Guerrilla 450 eher „easy“ und planbar bleibt, verlangt die FTR 1200 Sport mehr Respekt – nicht im Sinne von kompliziert, sondern weil die Dynamik schneller spürbar ist. Wer häufig im Stadtverkehr unterwegs ist, wird die Royal Enfield als entspannter empfinden. Wer dagegen regelmäßig sportliche Strecken fährt oder gern zügig beschleunigt, wird die Indian als motivierender erleben.

Fahrwerk und Handling: leicht zu bewegen vs. sportlich ausgerichtet

Guerrilla 450: agil und alltagstauglich

Das Fahrwerk der Guerrilla 450 unterstützt ein unkompliziertes Handling. Kurven lassen sich zügig anfahren, ohne dass das Motorrad „zu viel“ verlangt. Gerade bei wechselnden Straßenverhältnissen wirkt die Abstimmung so, dass man sich schnell wohlfühlt. Das Motorrad vermittelt das Gefühl, dass es für viele Situationen gemacht ist: vom Feierabend-Ritt bis zur spontanen Tour.

FTR 1200 Sport: stabil, direkt und zielorientiert

Die FTR 1200 Sport ist spürbar sportlicher abgestimmt. Das Handling wirkt direkter, und das Motorrad „steht“ in schnellen Richtungswechseln stabiler im Fokus. Dadurch entsteht ein Fahrgefühl, das eher nach Performance als nach Komfort-Relax klingt. Auf der Landstraße macht das richtig Spaß – vor allem, wenn Kurven nicht nur durchfahren, sondern bewusst genutzt werden.

Stärken und Schwächen im Vergleich

Die Stärke der Guerrilla 450 liegt darin, dass sie in vielen Situationen angenehm bleibt und nicht ständig nach Aufmerksamkeit verlangt. Schwäche kann sein, dass sie bei sehr sportlichem Tempo weniger „Biss“ vermittelt als die Indian. Umgekehrt ist die Indian bei sportlicher Fahrweise klar im Vorteil, kann aber im Alltag – je nach Fahrstil und Streckenprofil – etwas weniger „entspannt“ wirken.

Bremsen und Sicherheit: dosierbar vs. sportlich aggressiv

Guerrilla 450: gut dosierbar

Die Bremsen der Guerrilla 450 sind so ausgelegt, dass sich Verzögerung sauber dosieren lässt. Das ist besonders praktisch im Stadtverkehr und bei wechselnden Bedingungen. Wer häufig an Ampeln, im Stop-and-Go oder auf unruhigen Straßen unterwegs ist, profitiert von einem Gefühl, das nicht überfordert.

FTR 1200 Sport: kräftig und leistungsorientiert

Die FTR 1200 Sport bietet Bremsleistung mit klarer sportlicher Ausrichtung. Das macht sie attraktiv, wenn häufig aus höheren Geschwindigkeiten verzögert wird oder wenn Kurvenfahrten dynamischer geplant sind. Die Bremsen wirken dabei eher „bereit“, sobald es ernst wird.

Vergleich der Bremsphilosophie

Die Royal Enfield wirkt wie ein Motorrad, das Sicherheit über Kontrolle vermittelt. Die Indian setzt stärker auf Performance und spricht Fahrer an, die gern zügig fahren und dabei ein direktes Feedback möchten.

Sitzposition und Ergonomie: entspannt & vielseitig vs. sportlich & kompakt

Guerrilla 450: komfortorientiert für viele Fahrprofile

Die Sitzposition der Guerrilla 450 wirkt so, dass sie für unterschiedliche Tagesformen passt. Für längere Fahrten bleibt das Gefühl eher „machbar“, weil die Ergonomie nicht zu stark auf sportliche Extremhaltung getrimmt ist. Das unterstützt auch Fahrer, die nicht jeden Ausflug als Renntraining sehen.

FTR 1200 Sport: sportliche Haltung mit Fokus auf Dynamik

Die FTR 1200 Sport ist ergonomisch stärker auf sportliches Fahren ausgelegt. Das macht sie besonders interessant, wenn Kurven und Beschleunigung im Mittelpunkt stehen. Wer viel im Alltag unterwegs ist, kann die sportlichere Haltung je nach Körpergröße und Fahrgewohnheiten als weniger „entspannt“ wahrnehmen.

Für wen ist welche Haltung angenehmer?

Die Guerrilla 450 ist die passendere Wahl, wenn häufig kurze bis mittlere Strecken gefahren werden und ein vielseitiges Setup gefragt ist. Die Indian ist ideal, wenn sportliche Ausfahrten Priorität haben und eine kompakter wirkende Sitzposition zum Fahrstil passt.

Ausstattung, Alltagstauglichkeit und Gesamteindruck

Royal Enfield Guerrilla 450: unkompliziert, modern und nah am Alltag

Die Guerrilla 450 wirkt wie ein Motorrad, das man gern nutzt. Der Gesamteindruck ist stimmig: Das Bike fühlt sich nicht wie ein Spezialgerät an, sondern wie ein echter Alltagsbegleiter. Gerade wenn das Motorrad auch für Besorgungen, Pendeln oder spontane Feierabendrunden genutzt wird, spielt die Royal Enfield ihre Stärken aus.

Indian FTR 1200 Sport: Charakter, Präsenz und sportlicher Anspruch

Die FTR 1200 Sport bringt deutlich mehr „Show“ und sportlichen Anspruch mit. Sie wirkt wie ein Motorrad, das man bewusst auswählt, um Fahrspaß zu erleben. Wer gern mit dem Motorrad unterwegs ist, weil es sich nach etwas anfühlt, wird die Indian besonders genießen.

Stärken und Schwächen im Gesamtpaket

Die Guerrilla 450 punktet mit Zugänglichkeit, Alltagstauglichkeit und einem Fahrgefühl, das schnell Vertrauen schafft. Eine mögliche Schwäche ist, dass sie bei sehr ambitionierter Fahrweise weniger „Sport-Drive“ vermittelt als die Indian. Die FTR 1200 Sport ist dagegen stark, wenn es um Dynamik, sportliche Rückmeldung und Performance geht. Als mögliche Schwäche kann sich je nach Nutzung zeigen, dass sie im Alltag weniger „locker“ wirkt und mehr sportliche Erwartungshaltung mitbringt.

Welches Motorrad passt zu welchem Fahrstil?

Guerrilla 450: die Wahl für vielseitige Nutzung

Die Royal Enfield Guerrilla 450 ist besonders passend, wenn das Motorrad für unterschiedliche Situationen genutzt wird: Stadt, Landstraße, Feierabendtouren und auch längere Strecken, bei denen Komfort und entspanntes Handling wichtiger sind als maximale Performance. Wer ein Motorrad sucht, das schnell Spaß macht, ohne ständig „arbeiten“ zu müssen, trifft hier eine gute Wahl.

FTR 1200 Sport: die Wahl für sportliche Ausfahrten

Die Indian FTR 1200 Sport empfiehlt sich, wenn sportliche Fahrten im Vordergrund stehen. Wer gern zügig beschleunigt, Kurven dynamisch angeht und ein Motorrad möchte, das die eigene Fahrweise aktiv unterstützt, wird mit der Indian deutlich mehr „Biss“ erleben. Auch wer Wert auf Charakter und Präsenz legt, findet hier ein starkes Gesamtpaket.

Fazit

Die Royal Enfield Guerrilla 450 ist die bessere Wahl, wenn ein vielseitiges Motorrad gesucht wird, das im Alltag unkompliziert bleibt und auf Landstraße sowie in der Stadt zuverlässig Spaß macht. Das Fahrgefühl wirkt zugänglich, die Ergonomie eher alltagstauglich und die Bremsen lassen sich gut dosieren – ideal für viele Fahrprofile und entspannte Touren.

Die Indian FTR 1200 Sport passt dagegen besser zu Fahrern, die sportliche Dynamik priorisieren. Der Motorcharakter, das direktere Handling und die leistungsorientierte Bremswirkung machen sie besonders attraktiv für zügige Strecken und kurvenreiche Ausfahrten. Wer ein Motorrad möchte, das spürbar nach Performance verlangt und genau dort seine Stärken ausspielt, trifft mit der Indian die richtige Entscheidung.

Kurz gesagt: Guerrilla 450 für vielseitig, entspannt und leicht zu fahren – FTR 1200 Sport für sportlich, dynamisch und mit viel Charakter.

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