UVP 5.720 €
Baujahr von 2024 bis 2026~
UVP 13.995 €
Baujahr von 2013 bis 2016
Test des Scrambler-Roadsters mit 40 PS und 40 Nm für deutlich unter 6.000 Euro
Weiter zum Testbericht

Pro und Kontra

Pro:
  • exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • vitaler Motor
  • sehr leichtes und gutmütiges Handling
  • ideal für Einsteiger und Stadtverkehr
  • Tripper-Dash-TFT-Display mit integrierter Kartennavigation
  • Bequeme, aufrechte und zugängliche Ergonomie
Kontra:
  • eingeschränkte Langstreckentauglichkeit
  • Brems- und Kupplungshebel sind nicht einstellbar
  • geringer Windschutz
Pro:
  • Sportlicher Motor
  • Fahrwerksabstimmung
  • Sound
  • Langstreckentauglichkeit
Kontra:
  • Gewicht
  • Geländetauglichkeit

Abmessungen & Gewicht

Gewicht184kg
Radstand1.440mm
Länge2.145mm
Radstand1.440mm
Sitzhöhe: 780 mm
Höhe1.125mm
Gewicht238kg
Radstand1.560mm
Länge2.255mm
Radstand1.560mm
Sitzhöhe: 860 mm
Höhe1.485mm

Motor

Motor-BauartEinzylinder, flüssigkeitsgekühlt, 4 Ventile
Hubraum452ccm
Hub82mm
Bohrung84mm
Kühlungflüssig
AntriebKette
Gänge6
Motor-BauartV2 LC8 4-Takt
Hubraum1.195ccm
Hub69mm
Bohrung105mm
Kühlungflüssig
AntriebX-Ring Kette
Gänge6

Fahrleistungen

Leistung40 PS bei 8.000 U/Min
Drehmoment40 NM bei 5.000 U/Min
Höchstgeschw.150km/h
Tankinhalt11Liter
Verbrauch3l pro 100km
Reichweite324km
Leistung150 PS bei 9.500 U/Min
Drehmoment125 NM bei 7.500 U/Min
Höchstgeschw.246km/h
Tankinhalt23Liter
Verbrauch6l pro 100km
Reichweite411km

Fahrwerk

RahmenbauartStahlrohrrahmen
Federung vorneØ43-mm Telegabel (Federweg 150)mm
Federung hintenMono-Federbein (Federweg 145)mm
Aufhängung hintenZweiarmschwinge
Reifen vorne120/70-17
Reifen hinten160/60-17
RahmenbauartGitterrohrrahmen
Federung vorne Upside-down-Gabel, Ø 48 mm (Federweg 190)mm
Federung hinten Zentralfederbein, direkt angelenkt (Federweg 190)mm
Aufhängung hintenZweiarmschwinge aus Aluminium
Reifen vorne120/70 ZR 19
Reifen hinten170/60 ZR 17

Bremsen

Bremsen vorneEinzelscheibe mit Zweikolben-Bremssattel ( Ø 310 mm)
Bremsen hintenEinzelscheibe mit Einkolben-Bremssattel ( Ø 270 mm)
Bremsen vorneDoppelscheibe, radial verschraubter 4-Kolben-Festsattel, Brembo, schwimmend gelagerte Bremszangen ( Ø 320 mm)
Bremsen hintenEinzelscheibe mit Zweikolben-Festsattel ( Ø 267 mm)

Fazit: Kein Poser, sondern ein Kumpel auf zwei Rädern

Die Royal Enfield Guerrilla 450 ist kein Motorrad für Stammtisch-Superlative. Sie gewinnt keine Leistungsduelle, sie protzt nicht mit Elektronik, und sie tut nicht so, als wäre sie ein verkleideter Rennstrecken-Drache. Genau deshalb ist sie so sympathisch. Sie konzentriert sich auf das, was auf echten Straßen zählt: einfache Bedienung, gutes Gefühl, genug Leistung, ehrliches Handling und einen Preis, bei dem man nicht sofort die Lebensplanung neu aufstellen muss.

Besonders stark ist sie für A2-Fahrerinnen und -Fahrer, Pendler, Wiedereinsteiger und alle, die ein unkompliziertes Naked Bike mit Charakter suchen. Die Guerrilla 450 kann seriös, aber sie bleibt dabei frech. Sie ist bequem genug für den Alltag, agil genug für die Hausstrecke und charmant genug, um auch nach Wochen noch gern den langen Weg nach Hause zu nehmen. Wer viel Autobahn fährt oder maximale Sportlichkeit sucht, sollte sich woanders umsehen. Wer aber ein Motorrad möchte, das nach fünf Minuten vertraut wirkt und nach zehn Minuten Laune macht, liegt hier ziemlich richtig.

Preis/Verfügbarkeit/Farben/Baujahre

  • Preis: 5.720 €
  • Verfügbarkeit: seit 08/2024
  • Farben: viele (siehe oben)

Fazit 

Die KTM 1190 Adventure ist eher der Handwerker unter den Adventure-Bikes. Praktisch, sinnvoll, aber für die Oper nicht geeignet. Sie hat viel von Ducatis Multistrada, mehr jedenfalls als aus der BMW GS-Serie. Sie ist wegen der sehr speziellen Motorauslegung nicht der ideale Allrounder, will sie auch nicht sein. 
Wer ein sportliches, rauhes Adventure-Bike sucht und die körperlichen Voraussetzungen mitbringt, hat hier eine gute Alternative zum Musterschüler aus Deutschland und macht ganz bestimmt nichts falsch.

Das Testbike wurde uns von Motorrad Ruser zur Verfügung gestellt.

Preis / Verfügbarkeit / Farben / Baujahre

  • Preis (Testbike): 8.990€
  • Gebraucht (6 Jahre alt): 8.000€
  • Baujahre: 2013-2016
  • Verfügbarkeit: gut
  • Farben: orange, schwarz, grau

MotorradTest.de auf YouTube

Royal Enfield Guerrilla 450 vs KTM 1190 Adventure – Vergleich, Stärken & Schwächen

Wenn zwei Motorräder aufeinandertreffen, die auf den ersten Blick aus unterschiedlichen Welten kommen, wird der Vergleich besonders spannend. Die Royal Enfield Guerrilla 450 steht für einen modernen, handlichen Ansatz mit klarer Ausrichtung auf den Alltag und das entspannte Cruisen. Die KTM 1190 Adventure dagegen ist ein ausgewachsenes Adventure-Bike, das auf mehr Reserven, mehr Durchzug und eine deutlich größere Bandbreite an Einsatzmöglichkeiten setzt. Genau darum geht es hier: nicht nur darum, was auf dem Papier steht, sondern darum, wie sich die Unterschiede im Fahrgefühl bemerkbar machen.

Grundcharakter: Urban & entspannt vs. groß & abenteuerlustig

Royal Enfield Guerrilla 450: leicht zu bewegen

Die Royal Enfield Guerrilla 450 wirkt wie ein Motorrad, das man gern jeden Tag nutzt. Die Auslegung zielt auf ein kontrolliertes, gutmütiges Handling ab. Gerade im Stadtverkehr und auf kürzeren Strecken spielt die kompaktere Ausrichtung ihre Vorteile aus: weniger Aufwand beim Rangieren, ein agiles Gefühl in engen Situationen und ein Fahrstil, der nicht ständig nach „mehr“ ruft.

KTM 1190 Adventure: Reserven für lange Strecken

Die KTM 1190 Adventure ist dagegen deutlich mehr „Werkzeug für große Pläne“. Das Motorrad ist auf Dynamik und Reichweite ausgelegt – sowohl in der Geschwindigkeit als auch im Einsatzradius. Wer gern zügig fährt, häufig Autobahnanteile hat oder auch mal längere Touren plant, spürt schnell, dass die KTM mehr Reserven mitbringt. Das Fahrgefühl ist insgesamt souveräner, aber auch fordernder: Das Bike will bewegt werden und belohnt eine aktive Fahrweise.

Motor & Antrieb: Wie sich die Unterschiede im Alltag zeigen

Leistung und Drehmoment im Vergleich

Im direkten Vergleich zeigt sich: Die KTM 1190 Adventure bringt deutlich mehr „Biss“ in den oberen und mittleren Bereichen. Dadurch wirkt das Motorrad besonders auf Überholvorgängen und beim zügigen Fahren entspannter, weil weniger nachgeschaltet werden muss. Die Royal Enfield Guerrilla 450 ist dagegen stärker auf gleichmäßiges Vorankommen und einen harmonischen Rhythmus ausgelegt. Das heißt nicht, dass sie träge wäre – aber sie spielt ihre Stärken eher in einem Bereich aus, in dem man nicht ständig das Maximum sucht.

Gasannahme und Fahrbarkeit

Die Guerrilla 450 fühlt sich im Alltag oft „direkter“ an, weil sie leichter zu dosieren ist und das Motorrad insgesamt weniger Masse mit sich bringt. Die KTM 1190 Adventure wirkt dagegen wie ein Motor, der unter Last souverän bleibt. Wer häufig mit Gepäck unterwegs ist oder längere Strecken am Stück fährt, profitiert von dieser Art von Durchzug und Stabilität.

Fahrwerk & Handling: Agilität vs. Stabilität

Gewicht, Schwerpunktgefühl und Wendigkeit

Beim Handling ist der Unterschied klar: Die Royal Enfield Guerrilla 450 wirkt wendiger und leichter im Handling. Das macht sie besonders attraktiv für Strecken mit vielen Richtungswechseln, für kurvige Landstraßen und für Situationen, in denen man das Motorrad häufig „mitdenken“ muss. Die KTM 1190 Adventure ist spürbar schwerer und verlangt mehr Platz und mehr Ruhe in der Fahrweise. Dafür bietet sie bei höheren Geschwindigkeiten und bei wechselndem Untergrund ein stabileres Gesamtgefühl.

Komfort und Kontrolle

Beide Motorräder können komfortabel sein – aber auf unterschiedliche Weise. Die Guerrilla 450 setzt eher auf ein unkompliziertes, alltagstaugliches Setup. Die KTM 1190 Adventure ist stärker auf Kontrolle bei längeren Fahrten und auf wechselnde Bedingungen ausgelegt. Gerade wenn die Strecke nicht nur aus glattem Asphalt besteht, spielt die KTM ihre Adventure-DNA aus.

Bremsen & Sicherheit: Vertrauen beim Verzögern

Beim Vergleich der Bremsen zeigt sich: Die KTM 1190 Adventure wirkt insgesamt „durchsetzungsstärker“, vor allem dann, wenn man zügig unterwegs ist oder das Motorrad stärker belastet. Die Royal Enfield Guerrilla 450 bremst ebenfalls zuverlässig, aber sie passt sich stärker dem Charakter an: eher sportlich-präzise im Alltag als maximal aggressiv. Wer viel dynamisch fährt, wird die KTM-Bremsperformance als Vorteil wahrnehmen. Wer dagegen überwiegend entspannt unterwegs ist, findet an der Guerrilla 450 eine stimmige Balance.

Ausstattung & Ergonomie: Was passt zu welcher Nutzung?

Sitzposition und Alltagstauglichkeit

Die Royal Enfield Guerrilla 450 ist so gestaltet, dass sie im Alltag nicht „zu viel“ ist. Die Sitzposition wirkt eher zugänglich, wodurch sich auch längere Fahrten ohne ständiges Umgreifen gut anfühlen können. Die KTM 1190 Adventure bietet eine ergonomische Ausrichtung, die auf Touren ausgelegt ist: stabil, mit Fokus auf Kontrolle und Fahrbarkeit über längere Zeit. Dafür kann sie je nach Körpergröße und Fahrstil etwas mehr Anpassung verlangen.

Bedienung und Übersicht

Beide Motorräder sind so konzipiert, dass man sich schnell zurechtfindet. Die KTM wirkt dabei wie ein Bike, das für unterschiedliche Situationen „bereit“ sein soll – vom schnellen Landstraßen-Tempo bis zur längeren Reise. Die Guerrilla 450 ist eher auf den unkomplizierten Alltag ausgelegt: weniger Technik-Overload, mehr „einfach losfahren“.

Verbrauch, Reichweite und Kostengefühl

Beim Thema Verbrauch und Reichweite zeigt sich ein typischer Unterschied zwischen den Konzepten: Die Royal Enfield Guerrilla 450 liegt im Alltag meist näher an einem effizienten Nutzungsszenario, während die KTM 1190 Adventure durch ihren größeren Leistungsanspruch und die Adventure-Auslegung eher in Richtung „Tourenbudget“ tendiert. Das bedeutet nicht, dass die KTM unvernünftig wäre – aber sie fühlt sich am wohlsten, wenn man sie auch wirklich nutzt: für längere Strecken, für zügiges Fahren und für Fahrten, bei denen Reserven zählen.

Stärken und Schwächen im direkten Vergleich

Royal Enfield Guerrilla 450 – Stärken

  • Agiles Handling und unkomplizierte Bedienung im Alltag
  • Gute Dosierbarkeit für entspannte bis sportliche Fahrten
  • Allround-Charakter für Stadt, Feierabendrunde und Wochenendtour
  • Weniger „Aufwand“ beim Manövrieren und bei häufigen Richtungswechseln

Royal Enfield Guerrilla 450 – Schwächen

  • Bei sehr dynamischem Fahren fehlt gegenüber der KTM spürbar die „große Reserve“
  • Für ambitionierte Langstrecken mit viel Gepäck wirkt die KTM insgesamt passender

KTM 1190 Adventure – Stärken

  • Mehr Durchzug und souveränes Fahrgefühl bei Tempo
  • Adventure-Kompetenz für längere Touren und wechselnde Bedingungen
  • Stabilität bei höheren Geschwindigkeiten
  • Brems- und Fahrwerksgefühl für dynamische Einsätze

KTM 1190 Adventure – Schwächen

  • Mehr Gewicht bedeutet: weniger „leichtfüßig“ in engen Situationen
  • Im reinen Stadtbetrieb kann der Charakter schneller „zu groß“ wirken

Welche Kaufentscheidung ergibt sich daraus?

Der Vergleich wird am Ende vor allem eine Frage: Wie und wo wird gefahren? Die Royal Enfield Guerrilla 450 ist die bessere Wahl, wenn der Alltag dominiert – mit vielen kurzen Strecken, Stadtanteilen, gelegentlichen Ausflügen und dem Wunsch nach einem Motorrad, das schnell verfügbar ist und nicht ständig „eingesetzt“ werden muss. Sie passt besonders gut zu Fahrern, die ein Motorrad suchen, das sich leicht anfühlt und trotzdem Charakter hat.

Die KTM 1190 Adventure ist die bessere Wahl, wenn Touren im Vordergrund stehen: längere Strecken, zügiges Fahren, mehr Gepäck oder auch mal unebener Untergrund. Wer gern Reserven nutzt und ein Motorrad möchte, das auch bei Tempo und Belastung souverän bleibt, wird mit der KTM deutlich glücklicher.

Fazit:

Die Royal Enfield Guerrilla 450 ist die stimmige Wahl für alle, die ein agiles, alltagstaugliches Motorrad suchen: leicht zu bewegen, gut dosierbar und ideal für Stadt, Feierabendrunde und entspannte Wochenendtouren. Ihre Stärke liegt darin, dass sie schnell Spaß macht, ohne dass man ständig ans Limit gehen muss. Wer dagegen regelmäßig längere Strecken fährt, zügig unterwegs ist oder ein Bike möchte, das auch mit Gepäck und wechselnden Bedingungen souverän bleibt, trifft mit der KTM 1190 Adventure die passendere Entscheidung. Sie bietet spürbar mehr Reserven bei Motor, Bremsen und Fahrstabilität und fühlt sich besonders dann richtig an, wenn aus einer Tour mehr wird als nur eine kurze Ausfahrt. Kurz gesagt: Guerrilla für unkomplizierten Alltag und Wendigkeit, KTM für große Pläne, Stabilität und Durchzug.

An unhandled error has occurred. Reload 🗙