| UVP | 5.720 € | |
| Baujahr | von 2024 bis 2026~ | |
| UVP | 22.100 € | |
| Baujahr | von 2020 bis 2025 | |
Pro und Kontra
- exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis
- vitaler Motor
- sehr leichtes und gutmütiges Handling
- ideal für Einsteiger und Stadtverkehr
- Tripper-Dash-TFT-Display mit integrierter Kartennavigation
- Bequeme, aufrechte und zugängliche Ergonomie
- eingeschränkte Langstreckentauglichkeit
- Brems- und Kupplungshebel sind nicht einstellbar
- geringer Windschutz
- Optik zum Niederknien
- Motor mit großem, nutzbaren Drehzahlband
- Modernste Technik
- Top Bremsen
- Triple-Sound vom Feinsten
- einstellbares Fahrwerk
- auf Dauer anstrengende Sitzposition
- Beifahrer nur für den Notfall
- bescheidener Lenkeinschlag inkl. Daumenklemm-Garantie
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 184 | kg |
| Radstand | 1.440 | mm |
| Länge | 2.145 | mm |
| Radstand | 1.440 | mm |
| Sitzhöhe: | 780 | mm |
| Höhe | 1.125 | mm |
| Gewicht | 198 | kg |
| Radstand | 1.380 | mm |
| Länge | 2.030 | mm |
| Radstand | 1.380 | mm |
| Sitzhöhe: | 830 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | Einzylinder, flüssigkeitsgekühlt, 4 Ventile | |
| Hubraum | 452 | ccm |
| Hub | 82 | mm |
| Bohrung | 84 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | 3-Zylinder Reihe, Viertakt | |
| Hubraum | 798 | ccm |
| Hub | 54 | mm |
| Bohrung | 79 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 40 PS bei 8.000 U/Min | |
| Drehmoment | 40 NM bei 5.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 150 | km/h |
| Tankinhalt | 11 | Liter |
| Verbrauch | 3 | l pro 100km |
| Reichweite | 324 | km |
| Leistung | 148 PS bei 13.000 U/Min | |
| Drehmoment | 88 NM bei 10.600 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 240 | km/h |
| Tankinhalt | 16 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 258 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Stahlrohrrahmen | |
| Federung vorne | Ø43-mm Telegabel (Federweg 150)mm | |
| Federung hinten | Mono-Federbein (Federweg 145)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70-17 | |
| Reifen hinten | 160/60-17 | |
| Rahmenbauart | ALS Steel tubular trellis | |
| Federung vorne | Marzocchi USD 43mm (Federweg 125)mm | |
| Federung hinten | Sachs Zentralfederbein (Federweg 123)mm | |
| Aufhängung hinten | Aluminiumguss-Einarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70 - ZR 17 | |
| Reifen hinten | 180/55 - ZR 17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Einzelscheibe mit Zweikolben-Bremssattel ( Ø 310 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe mit Einkolben-Bremssattel ( Ø 270 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe ( Ø 220 mm) | |
Fazit: Kein Poser, sondern ein Kumpel auf zwei Rädern
Die Royal Enfield Guerrilla 450 ist kein Motorrad für Stammtisch-Superlative. Sie gewinnt keine Leistungsduelle, sie protzt nicht mit Elektronik, und sie tut nicht so, als wäre sie ein verkleideter Rennstrecken-Drache. Genau deshalb ist sie so sympathisch. Sie konzentriert sich auf das, was auf echten Straßen zählt: einfache Bedienung, gutes Gefühl, genug Leistung, ehrliches Handling und einen Preis, bei dem man nicht sofort die Lebensplanung neu aufstellen muss.
Besonders stark ist sie für A2-Fahrerinnen und -Fahrer, Pendler, Wiedereinsteiger und alle, die ein unkompliziertes Naked Bike mit Charakter suchen. Die Guerrilla 450 kann seriös, aber sie bleibt dabei frech. Sie ist bequem genug für den Alltag, agil genug für die Hausstrecke und charmant genug, um auch nach Wochen noch gern den langen Weg nach Hause zu nehmen. Wer viel Autobahn fährt oder maximale Sportlichkeit sucht, sollte sich woanders umsehen. Wer aber ein Motorrad möchte, das nach fünf Minuten vertraut wirkt und nach zehn Minuten Laune macht, liegt hier ziemlich richtig.Fazit - was bleibt hängen
Gute Güte, was für eine Maschine! Seit dem Erscheinen der Superveloce 2020 habe ich mich nach einem ausführlichen Ausritt gesehnt. Und ich habe jede Minute mit der MV genossen. Natürlich ist auch die Superveloce in machen Dingen eine kleine italienische Diva, aber insgesamt war ich schon überrascht, wie ausgewogen sie ist. Sie ist herrlich unvernünftig laut und wenig alltagstauglich und wird daher entweder über Landstraßen und Rennstrecken gescheucht oder eben ins Wohnzimmer gestellt - obwohl sie dafür eigentlich zu schade wäre. Am besten für beide Zwecke gleich zwei bestellen!Das Testbike wurde uns freundlicherweise von Bergmann & Söhne in Hamburg zur Verfügung gestellt. Dort steht sie in Rot als Vorführer und in Gelb zum Anschauen. Überhaupt lohnt sich ein Besuch am Nedderfeld allemal, denn die MV-Ausstellung von Bergmann und Söhne ist für jeden Motorrad-Fan eine Offenbarung. Man darf sich doch tatsächlich kostenlos all diese Kunstwerke aus Varese ansehen und sich sogar draufsetzen. Leute, macht das, solange das noch möglich ist. Denn wer weiß, vielleicht müssen wir irgendwann einmal auch Motorräder online bestellen ... möge das bitte noch lange dauern.
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Royal Enfield Guerrilla 450 vs. MV Agusta Superveloce 800: Vergleich für Straße, Alltag und Fahrspaß
Wenn zwei Motorräder aufeinandertreffen, die optisch und charakterlich kaum unterschiedlicher sein könnten, wird der Vergleich besonders spannend. Auf der einen Seite steht die Royal Enfield Guerrilla 450 – kompakt, modern interpretiert und mit dem Anspruch, im Alltag unkompliziert zu funktionieren. Auf der anderen Seite die MV Agusta Superveloce 800 – ein Motorrad, das deutlich mehr nach Premium, Performance und sportlicher Ausrichtung klingt und sich auch so anfühlt. Genau darum geht es hier: nicht nur darum, was die beiden Modelle auf dem Papier versprechen, sondern darum, wie sich die Stärken und Schwächen im Fahralltag gegeneinander abzeichnen.
Erster Eindruck: Charakter und Design als Fahrgefühl
Die Royal Enfield Guerrilla 450 wirkt bewusst bodenständig und gleichzeitig frisch. Das Konzept zielt darauf ab, dass man sich schnell wohlfühlt: überschaubare Dimensionen, eine Haltung, die nicht zu extrem ausfällt, und ein Gesamtpaket, das eher nach „einsteigen und losfahren“ aussieht. Wer ein Motorrad sucht, das im Stadtverkehr und auf kurzen bis mittleren Strecken nicht nervt, findet hier eine klare Richtung.
Die MV Agusta Superveloce 800 dagegen ist ein Statement. Schon die Silhouette und die Anmutung machen deutlich, dass dieses Motorrad nicht nur transportieren will, sondern Aufmerksamkeit und Fahrspaß liefern soll. Die Superveloce wirkt wie ein sportliches Werkzeug: präzise, hochwertig und mit einem Anspruch, der sich besonders bei zügiger Fahrweise bemerkbar macht.
Motor und Antrieb: Wie sich Leistung und Drehmoment im Alltag auswirken
Beim Vergleich der Royal Enfield Guerrilla 450 und der MV Agusta Superveloce 800 zeigt sich schnell: Die beiden Motoren verfolgen unterschiedliche Philosophie. Die Guerrilla 450 ist darauf ausgelegt, dass der Antrieb im Alltag leicht dosierbar bleibt. Das macht sie besonders interessant, wenn häufig im Stadtverkehr gefahren wird oder wenn Strecken mit wechselndem Tempo anstehen. Der Motorcharakter wirkt dabei eher „zugänglich“: man kommt schnell in den Rhythmus, ohne ständig das Gefühl zu haben, den Motor ständig „ausdrehen“ zu müssen.
Die MV Agusta Superveloce 800 spielt dagegen in einer anderen Liga, wenn es um sportliche Reserven geht. Der größere Hubraum und die sportlichere Auslegung sorgen dafür, dass sich zügiges Beschleunigen und dynamisches Herausbeschleunigen aus Kurven deutlich souveräner anfühlen. Das ist vor allem dann ein Vorteil, wenn Überholmanöver, Landstraßenpassagen oder kurvige Strecken mit Tempo anstehen.
Stärken und Schwächen im Motorvergleich
- Royal Enfield Guerrilla 450: Stärken liegen in der unkomplizierten Nutzbarkeit und dem gutmütigen Ansprechverhalten. Schwäche kann sein, dass bei sehr sportlichen Fahrstilen die Reserven schneller „aufgebraucht“ wirken als bei größeren, leistungsorientierten Konzepten.
- MV Agusta Superveloce 800: Stärken liegen in der sportlichen Durchzugskraft und dem klaren Performance-Fokus. Schwäche kann sein, dass das Motorrad im Alltag – je nach Fahrstil – mehr „Anspruch“ an die Dosierung und das Fahrgefühl stellt, weil die Dynamik stärker nach vorne drückt.
Fahrwerk und Handling: Präzision vs. Alltagstauglichkeit
Im Handling zeigt sich ein typischer Unterschied zwischen einem eher alltagstauglichen Konzept und einem sportlich orientierten Motorrad. Die Royal Enfield Guerrilla 450 zielt darauf ab, dass sich das Motorrad sicher und stabil anfühlt, ohne dabei zu sperrig zu wirken. Gerade bei wechselnden Straßenverhältnissen – Kopfsteinpflaster, Baustellen, wechselnder Belag – ist das ein Plus. Das Motorrad wirkt so, als wäre es darauf ausgelegt, dass man sich auf die Strecke konzentriert, nicht auf das Motorrad.
Die MV Agusta Superveloce 800 ist spürbar darauf getrimmt, Kurven dynamisch zu nehmen. Das Fahrwerk und die Abstimmung unterstützen eine sportliche Linie, und das Motorrad vermittelt mehr „Feedback“ aus der Fahrbahn. Das ist ein Vorteil, wenn die Fahrt mehr als nur von A nach B sein soll. Gleichzeitig kann genau diese sportliche Ausrichtung im Alltag – etwa bei sehr langsamer Fahrt oder auf unruhigen Straßen – weniger „entspannt“ wirken als bei einem stärker auf Komfort ausgelegten Setup.
Bremsen und Fahrstabilität
Auch bei den Bremsen zeigt sich die unterschiedliche Ausrichtung. Die MV Agusta Superveloce 800 profitiert von einem Setup, das für zügige Fahrweise ausgelegt ist: starke Verzögerung und ein Gefühl von Kontrolle, wenn es schnell gehen soll. Die Royal Enfield Guerrilla 450 ist ebenfalls in der Lage, sicher zu bremsen, wirkt aber eher darauf ausgelegt, dass das Motorrad im Alltag zuverlässig bleibt und nicht zwingend auf maximale Sportwerte getrimmt ist.
Ergonomie und Sitzposition: Wer sitzt wie gut?
Die Sitzposition entscheidet oft darüber, ob ein Motorrad auf Dauer Freude macht. Die Royal Enfield Guerrilla 450 bietet eine Haltung, die eher auf Alltag und angenehme Kontrolle ausgelegt ist. Das macht sie besonders interessant für längere Fahrten, bei denen man nicht ständig „gegen“ die Sitzposition arbeiten möchte. Auch im Stadtverkehr hilft eine weniger extreme Ergonomie dabei, dass man entspannt bleibt.
Die MV Agusta Superveloce 800 wirkt sportlicher. Das kann ein echter Vorteil sein, wenn eine dynamische Fahrweise bevorzugt wird und wenn die Kurvenfahrt im Vordergrund steht. Wer jedoch häufig im Stop-and-Go-Verkehr unterwegs ist oder lange Strecken mit eher entspannter Gangart fährt, kann die sportlichere Ausrichtung als weniger „neutral“ empfinden.
Ausstattung und Alltag: Was man im echten Leben merkt
Im Alltag zählt nicht nur die reine Performance. Es geht auch um Dinge wie Übersichtlichkeit, Bedienbarkeit und das Gefühl, dass das Motorrad im Alltag „mitdenkt“. Die Royal Enfield Guerrilla 450 wirkt wie ein Motorrad, das auf praktische Nutzung ausgelegt ist: unkompliziert, stimmig und mit einem Fokus darauf, dass man schnell zurechtkommt. Das ist besonders relevant, wenn das Motorrad regelmäßig genutzt wird – nicht nur am Wochenende.
Die MV Agusta Superveloce 800 bringt dagegen mehr Premium-Charakter und sportliche Technikansätze mit. Das kann sich in einem insgesamt hochwertigeren Fahrgefühl äußern und die Motivation erhöhen, das Motorrad auch wirklich zu fahren – nicht nur anzuschauen. Gleichzeitig ist ein Premium-Fokus oft auch mit höheren Erwartungen an Pflege, Fahrweise und den Umgang mit dem Motorrad verbunden.
Stärken und Schwächen im Alltag
- Royal Enfield Guerrilla 450: Stärken: unkomplizierte Nutzung, angenehme Ergonomie, alltagstauglicher Charakter. Schwächen: weniger „Sport-Reserve“ für sehr ambitionierte Fahrstile.
- MV Agusta Superveloce 800: Stärken: sportliche Dynamik, präziseres Fahrgefühl bei zügiger Fahrt, Premium-Anspruch. Schwächen: sportlichere Ausrichtung kann im Alltag weniger entspannend wirken.
Für welchen Fahrstil passt welches Motorrad?
Die Royal Enfield Guerrilla 450 passt besonders gut, wenn ein Motorrad gesucht wird, das im Alltag funktioniert und dabei trotzdem Spaß macht. Wer häufig in der Stadt unterwegs ist, gern spontan fährt und ein Motorrad möchte, das nicht ständig „eingefordert“ wird, findet in der Guerrilla 450 eine stimmige Wahl. Auch für Fahrer, die sich weiterentwickeln wollen, ohne gleich in eine komplett sportliche Welt einzutauchen, ist das Konzept attraktiv.
Die MV Agusta Superveloce 800 ist die bessere Wahl, wenn die Fahrt öfter sportlich geplant ist: Landstraße, zügige Ausfahrten, Kurven mit Tempo und ein Motorrad, das Reserven bietet. Wer das Gefühl von Präzision und Performance sucht und bereit ist, die sportliche Ausrichtung zu mögen, wird mit der Superveloce deutlich mehr „Biss“ erleben.
Fazit:
Die Royal Enfield Guerrilla 450 ist die richtige Wahl, wenn ein Motorrad im Alltag überzeugen soll: unkompliziert, angenehm in der Handhabung und mit einem Motorcharakter, der sich leicht dosieren lässt. Sie punktet vor allem dort, wo häufig gefahren wird – in der Stadt, auf kurzen Strecken und auf Touren, bei denen Komfort und entspannte Kontrolle wichtiger sind als maximale Sportreserven.
Die MV Agusta Superveloce 800 empfiehlt sich, wenn sportliche Dynamik im Vordergrund steht. Sie spielt ihre Stärken besonders bei zügiger Fahrweise aus: mehr Durchzug, ein sportlich präzises Fahrgefühl und ein Setup, das Kurvenfahrten und dynamische Manöver deutlich unterstützt. Wer ein Motorrad sucht, das nicht nur zuverlässig ist, sondern auch spürbar mehr Performance-Anspruch mitbringt, trifft mit der Superveloce die passendere Entscheidung.
Kurz gesagt: Guerrilla 450 für den entspannten Alltags- und Tourenfokus, Superveloce 800 für Performance, Präzision und sportlichen Fahrspaß.