| UVP | 5.920 € | |
| Baujahr | von 2018 bis 2026~ | |
| UVP | 10.645 € | |
| Baujahr | von 2011 bis 2024 | |
Pro und Kontra
- Preis-Leistung
- Geländetauglichkeit
- Fahrkomfort
- Ausstattung
- Laue Bremsen
- Nichts für Leistungsfetischisten
- lässige Optik
- cooler Sound
- einfaches Fahrverhalten
- einfachste Bedienung
- viel Chrome
- Bremsen könnten stärker zupacken
- teilweise Vibrationen
- überschaubare Leistung
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 199 | kg |
| Radstand | 1.465 | mm |
| Länge | 2.190 | mm |
| Radstand | 1.465 | mm |
| Sitzhöhe: | 800 | mm |
| Höhe | 1.360 | mm |
| Gewicht | 221 | kg |
| Radstand | 1.465 | mm |
| Länge | 2.180 | mm |
| Radstand | 1.465 | mm |
| Sitzhöhe: | 790 | mm |
| Höhe | 1.075 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | 1 -Zylinder 4 Takt Reihenmotor | |
| Hubraum | 411 | ccm |
| Hub | 86 | mm |
| Bohrung | 78 | mm |
| Kühlung | luftgekühlt mit Ölkühler | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 5 | |
| Motor-Bauart | Reihe | |
| Hubraum | 773 | ccm |
| Hub | 83 | mm |
| Bohrung | 77 | mm |
| Kühlung | Luft | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 5 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 24 PS bei 6.500 U/Min | |
| Drehmoment | 32 NM bei 4.250 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 127 | km/h |
| Tankinhalt | 15 | Liter |
| Verbrauch | 3 | l pro 100km |
| Reichweite | 469 | km |
| Leistung | 48 PS bei 6.500 U/Min | |
| Drehmoment | 60 NM bei 2.500 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 170 | km/h |
| Tankinhalt | 14 | Liter |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Halbduplex | |
| Federung vorne | Teleskopgabel 41 mm (Federweg 200)mm | |
| Federung hinten | Monofederbein (Federweg 180)mm | |
| Aufhängung hinten | Progressives Zentralfederbein 5-fach einstellbar | |
| Reifen vorne | 90/90-21 MC 56H | |
| Reifen hinten | 120/90-17 MC 64S | |
| Rahmenbauart | Doppelschleife | |
| Federung vorne | Telegabel 41mm, nicht einstellbar (Federweg 130)mm | |
| Federung hinten | Stereofederbeine, Federbasis einstellbar (Federweg 107)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 100/90-19 Zoll | |
| Reifen hinten | 130/80-18 Zoll | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Scheibenbremse, Zweikolben-Festsattel ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen hinten | Scheibenbremse, Einkolben-Schwimmsattel ( Ø 240 mm) | |
| Bremsen vorne | Einzelscheibe ( Ø 300 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe | |
Fazit - was bleibt hängen
Keine Ganganzeige, kein Benzinfüllstandsanzeige, keine Fahrmodi, kein gar nichts. Die Kawasaki W800 verzichtet bewusst auf alles, was heutige moderne Maschinen an Technik an Bord haben. Ist das schlimm? Im Gegenteil, bei einem Retrobike wie der W800 ist das genau richtig. Statt in irgendwelchen Menüs herumzufummeln starten wir einfach den Motor und fahren los. Herrlich. Übrigens hätte der W800 ein Kickstarter irgendwie auch gut zu Gesicht gestanden. Naja, im Alltag ist so ein Anlasser per Knopfdruck dann vielleicht doch ganz okay. Moderne Technik eben...Vielen Dank an Thomas aus Meldorf, der uns seine Kawasaki W800 für diesen Test zur Verfügung gestellt hat. Einen Kaffee und ein interessantes Gespräch zur Lage der Nation war auch noch drin - insgesamt daher ein schöner Tag mit einem schönen Motorrad.
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Royal Enfield Himalayan vs Kawasaki W 800: Vergleich für Alltag, Tour und Fahrgefühl
Wenn zwei Motorräder so unterschiedlich wirken wie die Royal Enfield Himalayan und die Kawasaki W 800, wird die Entscheidung oft nicht nur eine Frage von Datenblättern. Es geht um das Gefühl beim Losfahren, um den Charakter des Motors, um die Art, wie sich das Motorrad im Alltag bewegt – und darum, wofür man die Maschine wirklich nutzen möchte. Genau darum geht es in diesem Vergleich: Die Himalayan steht für Abenteuerlust und unkomplizierte Touren, während die W 800 mit ihrem Retro-Cruiser-Ansatz eher auf entspanntes Fahren, Stil und ein ruhiges, gleichmäßiges Fahrbild setzt.
Erster Eindruck: Charakter statt reiner Leistung
Royal Enfield Himalayan – bereit für mehr als nur Asphalt
Die Himalayan wirkt wie ein Motorrad, das man nicht nur für die nächste Ausfahrt, sondern auch für längere Reisen und gelegentliche Schotterpassagen mitnimmt. Das Design und die Auslegung zielen auf eine robuste, alltagstaugliche Nutzung. Wer gerne mal abseits der üblichen Strecken unterwegs ist oder Touren plant, bei denen nicht alles perfekt geteert ist, findet hier eine passende Basis.
Kawasaki W 800 – Retro-Cruiser mit Fokus auf entspanntes Gleiten
Die W 800 spielt dagegen ihre Stärken im entspannten Fahrstil aus. Der Cruiser-Charakter sorgt für eine entspannte Sitzhaltung und ein Fahrgefühl, das eher nach „genießen“ als nach „durchziehen“ aussieht. Das Motorrad wirkt wie gemacht für ruhige Landstraßen, längere Strecken ohne Stress und für alle, die den Look und die klassische Motoranmutung besonders schätzen.
Motorcharakter im Vergleich: Wie sich die Leistung anfühlt
Beide Modelle liefern Fahrspaß, aber auf unterschiedliche Art. Die Himalayan ist spürbar auf Durchzug und Alltagstauglichkeit ausgelegt. Der Motor wirkt so, als würde er lieber gleichmäßig mitarbeiten, statt hektisch zu wirken. Das ist besonders praktisch, wenn man im Stadtverkehr flexibel bleiben will oder auf Touren häufig zwischen Tempo- und Streckenwechseln unterwegs ist.
Die W 800 setzt stärker auf einen gleichmäßigen, „rund“ wirkenden Motorlauf. Das Fahrgefühl ist weniger von sportlichem Antritt geprägt, sondern mehr von einem kontrollierten, ruhigen Vortrieb. Dadurch passt sie gut zu Fahrern, die lieber entspannt unterwegs sind und das Motorrad nicht ständig „in den Bereich“ bringen müssen, um Vortrieb zu bekommen.
Sitzposition und Ergonomie: Unterschiedliche Körperhaltung, unterschiedlicher Fokus
Himalayan: aufrecht und tourorientiert
Die Himalayan bietet eine Sitzposition, die auf Übersicht und Alltagstauglichkeit ausgelegt ist. Das hilft besonders, wenn man längere Strecken fährt oder öfter mal die Position wechselt. Auch für Fahrten, bei denen die Strecke nicht komplett planbar ist, ist die aufrechtere Haltung ein Vorteil, weil sie das Handling in wechselndem Gelände erleichtert.
W 800: entspannt, cruiser-typisch
Die W 800 setzt auf eine cruiserfreundliche Sitzhaltung. Das bedeutet: weniger „auf Spannung“, mehr „entspannt sitzen“. Wer gerne lange fährt und dabei nicht ständig gegen die Sitzposition arbeiten möchte, bekommt hier ein stimmiges Gesamtpaket. Gleichzeitig ist das Motorrad eher auf Straßenkomfort ausgelegt – wer häufig dynamisch um die Kurve sprintet oder viel auf unebenem Untergrund unterwegs ist, wird die Unterschiede zur Himalayan deutlicher merken.
Handling und Fahrwerk: Wie beide Motorräder mit der Straße umgehen
Im Alltag zeigt sich schnell, wie unterschiedlich die beiden Konzepte sind. Die Himalayan fühlt sich so an, als wäre sie für wechselnde Bedingungen gemacht: Straßen, die plötzlich schlechter werden, Feldwege, die „doch noch gehen“, oder Strecken, bei denen man nicht jedes Detail vorher kennt. Das Motorrad wirkt dabei eher wie ein Werkzeug für Touren, das man auch mal pragmatisch einsetzt.
Die W 800 spielt ihre Stärken vor allem auf sauberem Asphalt aus. Das Fahrwerk und die Geometrie unterstützen ein ruhiges, kontrolliertes Gleiten. Das ist ein Plus für entspannte Fahrten und für Fahrer, die ein gleichmäßiges Fahrbild bevorzugen. Wer dagegen regelmäßig mit Unebenheiten, Schotter oder häufig wechselnden Untergründen rechnet, wird die Himalayan als „flexibler“ wahrnehmen.
Alltagstauglichkeit: Parken, Rangieren, Sicht und Komfort
Beide Motorräder sind grundsätzlich alltagstauglich, aber sie lösen den Alltag auf unterschiedliche Weise. Die Himalayan wirkt wie die Maschine, die man einfach nutzt: für kurze Wege, für längere Touren und für Situationen, in denen man nicht nur auf perfekte Straßenverhältnisse setzt. Gerade das „Mitnehmen-Können“ ist ein starkes Argument.
Die W 800 punktet im Alltag eher über Komfort und das entspannte Fahrgefühl. Das Motorrad lädt dazu ein, Strecken zu genießen, statt sie „abzuarbeiten“. In der Stadt kann das Handling angenehm sein, aber der Charakter bleibt klar cruiser-orientiert: weniger Abenteuer-Feeling, mehr Genuss.
Stärken und Schwächen: Direkter Vergleich ohne Schönreden
Stärken der Royal Enfield Himalayan
- Tour- und Abenteuerfokus: passt gut zu Reisen und gemischten Strecken.
- Pragmatisches Fahrgefühl: wirkt unkompliziert im Alltag und auf längeren Strecken.
- Flexibilität: fühlt sich auch dann stimmig an, wenn die Route nicht zu 100% planbar ist.
Schwächen der Royal Enfield Himalayan
- Anspruch an den Fahrstil: Wer ein sehr „cruisiges“ und ruhiges Fahrbild wie bei der W 800 erwartet, wird Unterschiede spüren.
- Fokus auf Vielseitigkeit: Gerade diese Ausrichtung kann sich auf reinem Asphalt weniger „edel“ anfühlen als bei einem straßenorientierten Cruiser.
Stärken der Kawasaki W 800
- Entspanntes Cruiser-Fahren: angenehm für lange Fahrten und ruhige Landstraßen.
- Gleichmäßiger Motorlauf: macht das Fahren stressarm und harmonisch.
- Stil und Fahrkultur: Retro-Charakter trifft auf ein stimmiges Gesamtgefühl.
Schwächen der Kawasaki W 800
- Weniger „Offroad-Feeling“: Für Schotter und unebene Strecken ist die Himalayan die passendere Wahl.
- Konzept ist klar straßenorientiert: Wer häufig abseits der üblichen Strecken fährt, wird die Grenzen schneller merken.
Für wen passt welches Motorrad?
Die Entscheidung hängt stark davon ab, wie die eigenen Fahrten aussehen. Wer gerne plant, aber auch spontan bleibt – und dabei Touren fährt, bei denen nicht alles perfekt geteert ist – findet in der Royal Enfield Himalayan ein Motorrad, das diese Art von Freiheit unterstützt. Sie wirkt wie eine Maschine, die man mit Gepäck, Neugier und dem Wunsch nach „mehr Strecke“ nutzt.
Wer dagegen vor allem auf Asphalt unterwegs ist, lange Touren genießt und dabei ein ruhiges, klassisches Fahrgefühl sucht, wird mit der Kawasaki W 800 deutlich glücklicher. Sie passt besonders zu Fahrern, die das Motorrad als Erlebnis sehen: Motorlauf, Sitzposition und das entspannte Tempo stehen im Vordergrund.
Fazit:
Die Royal Enfield Himalayan ist die bessere Wahl für alle, die ein vielseitiges Motorrad suchen: Touren mit wechselnden Untergründen, spontane Abstecher und ein pragmatisches Fahrgefühl stehen hier im Mittelpunkt. Sie punktet mit ihrem Abenteuer-Ansatz und wirkt wie eine Maschine, die man gerne „einfach mitnimmt“ – auch wenn die Route unterwegs anders wird.
Die Kawasaki W 800 empfiehlt sich vor allem für Fahrer, die den Fokus auf entspanntes Cruiser-Fahren legen: ruhiger Motorlauf, stimmige Ergonomie und ein klares Straßen-Setup machen sie besonders attraktiv für lange Fahrten auf gutem Asphalt. Wer Stil und Fahrkultur sucht und weniger Wert auf Offroad-Flexibilität legt, findet in der W 800 die passendere Option.
Kurz gesagt: Himalayan für Abenteuer und Vielseitigkeit, W 800 für Genuss, Ruhe und klassisches Cruiser-Feeling.