UVP 9.578 €
Baujahr von 2026 bis 2026~
UVP 14.750 €
Baujahr von 2016 bis 2023
Suzuki DR-Z4SM im Test: Kleine Supermoto, großer Spaßfaktor
Weiter zum Testbericht
Der Bulle unter den Scramblern
Weiter zum Testbericht

Pro und Kontra

Pro:
  • einstellbares, gutes Fahrwerk
  • sehr agiles, leicht zu fahrendes Motorrad
  • LED rundum in Serie
  • solide Bauweise
Kontra:
  • harte Sitzbank
  • Motor obenrum ohne Puste
  • nur 5 Gänge
Pro:
  • Qualität
  • Durchzugsvermögen
  • Details
  • Preis-Leistung
Kontra:
  • Langstreckenkomfort
  • Drehwilligkeit

Abmessungen & Gewicht

Gewicht154kg
Radstand1.465mm
Länge2.195mm
Radstand1.465mm
Sitzhöhe: 890 mm
Höhe1.190mm
Gewicht220kg
Radstand1.527mm
Länge2.175mm
Radstand1.527mm
Sitzhöhe: 820 mm
Höhe1.330mm

Motor

Motor-BauartEinzylinder, 4-Takt
Hubraum398ccm
Hub63mm
Bohrung90mm
Kühlungflüssig
AntriebKette
Gänge5
Motor-BauartBoxer
Hubraum1.170ccm
Hub73mm
Bohrung101mm
KühlungÖl-Luft
AntriebKardan
Gänge6

Fahrleistungen

Leistung38 PS bei 8.000 U/Min
Drehmoment37 NM bei 6.500 U/Min
Höchstgeschw.139km/h
Tankinhalt9Liter
Verbrauch4l pro 100km
Reichweite249km
Leistung110 PS bei 7.750 U/Min
Drehmoment116 NM bei 6.000 U/Min
Höchstgeschw.220km/h
Tankinhalt17Liter
Verbrauch5l pro 100km
Reichweite321km

Fahrwerk

RahmenbauartDoppelschleifenrahmen
Federung vorneUpside-Down Teleskopgabel 46 mm (Federweg 260)mm
Federung hintenKYB Monofederbein mit Ausgleichsbehälter / Öldämpfung (Federweg 277)mm
Aufhängung hintenZweiarmschwinge (Aluminium)
Reifen vorne120/70R17 M/C 58H (mit Schlauch)
Reifen hinten140/70R17 M/C 66H (mit Schlauch)
RahmenbauartGitterrohr
Federung vorneTelegabel 43 mm (Federweg 125)mm
Federung hintenZentralfederbein (Federweg 140)mm
Aufhängung hintenParalever
Reifen vorne120/70 R 19
Reifen hinten170/60 R 17

Bremsen

Bremsen vorneScheibenbremse, Zweikolben-Schwimmsattel, ABS abschaltbar ( Ø 310 mm)
Bremsen hintenScheibenbremse, Einkolben-Schwimmsattel, ABS abschaltbar ( Ø 240 mm)
Bremsen vorneDoppelscheibe ( Ø 320 mm)
Bremsen hintenScheibe ( Ø 265 mm)

MotorradTest.de auf YouTube

Suzuki DR-Z 4SM vs. BMW R nineT Scrambler: Vergleich für unterschiedliche Fahrstile

Wer zwischen der Suzuki DR-Z 4SM und der BMW R nineT Scrambler schwankt, entscheidet sich im Grunde für zwei sehr verschiedene Motorrad-Philosophien. Die DR-Z 4SM steht für ein direktes, leichtfüßiges Supermoto-Gefühl: kompakt, agil und mit dem Fokus auf Fahrspaß auf der Straße – gern auch dort, wo der Belag nicht perfekt ist. Die BMW R nineT Scrambler dagegen spielt in der Liga der modernen Classics: markantes Design, charaktervoller Motor und ein Fahrstil, der eher nach „entspannt genießen“ klingt, ohne dabei sportlich zu werden.

Im folgenden Vergleich geht es nicht um einzelne Zahlen, sondern darum, wie sich die Konzepte im Alltag und auf der Landstraße anfühlen. Dabei werden die typischen Stärken und Schwächen beider Modelle gegenübergestellt – damit klar wird, welches Motorrad besser zum eigenen Anspruch passt.

Grundkonzept: Supermoto-Agilität vs. Scrambler-Charakter

Wie sich die Suzuki DR-Z 4SM anfühlt

Die Suzuki DR-Z 4SM ist vom Grundgedanken her ein Motorrad, das schnell „in den Modus“ kommt. Das Fahrwerk und die Geometrie zielen auf Wendigkeit und ein klares Rückmeldesystem. Gerade in der Stadt oder auf kurvigen Landstraßen wirkt die DR-Z 4SM wie gemacht für zügiges Vorankommen: Sie nimmt Richtungswechsel willig an und vermittelt das Gefühl, dass man jederzeit nachlegen kann.

Die Supermoto-typische Ausrichtung zeigt sich auch darin, wie das Motorrad mit wechselnden Untergründen umgeht. Wo andere Maschinen eher „vorsichtig“ wirken, bleibt die DR-Z 4SM oft gelassen – vorausgesetzt, man fährt mit dem passenden Gefühl. Das macht sie besonders interessant, wenn der Alltag nicht nur aus glattem Asphalt besteht.

Wie sich die BMW R nineT Scrambler anfühlt

Die BMW R nineT Scrambler ist weniger auf „sofort maximal“ getrimmt, sondern auf einen stimmigen Gesamtauftritt. Der Motorcharakter und die Art, wie die Maschine auf Gasbefehle reagiert, wirken erwachsener und zugleich sehr präsent. Das Motorrad lädt dazu ein, die Fahrt zu genießen: gleichmäßige Beschleunigung, souveräne Drehmomententfaltung und ein Fahrgefühl, das eher nach Kontrolle als nach roher Aggressivität klingt.

Optisch und konzeptionell ist die Scrambler ein Statement. Wer Wert auf Stil legt, findet hier ein Motorrad, das nicht nur fährt, sondern auch im Stand überzeugt. Gleichzeitig bleibt die BMW nicht bei Show stehen: Sie ist für Landstraße und Alltag gemacht, ohne den Anspruch zu verlieren, sich auch mal sportlich zu bewegen.

Motor und Kraftentfaltung: Direktheit vs. souveräne Linie

Leistung und Ansprechverhalten der DR-Z 4SM

Bei der Suzuki DR-Z 4SM steht die direkte Verbindung zwischen Gasgriff und Fahrgefühl im Vordergrund. Das Motorrad wirkt besonders dann stark, wenn man aktiv fährt: Gangwahl, Drehzahl und Rhythmus passen zusammen und belohnen eine dynamische Fahrweise. In der Praxis bedeutet das: Wer Kurven nicht nur durchrollt, sondern „mitnimmt“, erlebt die DR-Z 4SM als sehr lebendig.

Die Stärke liegt damit weniger in einem „komfortablen Gleiten“ über lange Strecken, sondern in der Freude am Wechsel zwischen Beschleunigen, Einlenken und Herausbeschleunigen. Schwäche im Vergleich: Wer vor allem entspannt cruisen möchte, könnte die DR-Z 4SM als etwas fordernder empfinden, weil das Konzept mehr Aktivität vom Fahrer erwartet.

Leistung und Ansprechverhalten der R nineT Scrambler

Die BMW R nineT Scrambler spielt ihre Stärken eher in einer gleichmäßigen, souveränen Linie aus. Das Motorrad wirkt weniger wie ein „Drehzahlwerkzeug“ und mehr wie eine Maschine, die Kraft verfügbar macht, ohne dass man ständig am Limit der Drehzahl arbeiten muss. Dadurch entsteht ein Fahrgefühl, das sich auch auf längeren Strecken angenehm anfühlt.

Im Vergleich zur DR-Z 4SM ist die BMW tendenziell die Wahl für Fahrer, die sportlich fahren möchten, aber nicht permanent „arbeiten“ wollen. Schwäche im Vergleich: Wer maximale Agilität im Supermoto-Sinn sucht und das Motorrad wie ein Werkzeug für enge Kurven nutzen will, wird bei der Scrambler weniger „leicht“ und unmittelbarer unterwegs sein.

Fahrwerk und Handling: Agilität in Kurven vs. Stabilität im Fluss

Kurvengefühl der Suzuki

Die Suzuki DR-Z 4SM punktet vor allem beim Handling. Das Motorrad wirkt wendig und lässt sich in Kurven zügig positionieren. Gerade bei häufigen Richtungswechseln – etwa auf Landstraßen mit vielen Kehren oder in der Stadt – zeigt sich der Supermoto-Ansatz als Vorteil. Die Maschine vermittelt ein klares Feedback, sodass man das Tempo intuitiv dosieren kann.

Als Schwäche kann sich ergeben, dass die DR-Z 4SM je nach Fahrstil und Untergrund etwas mehr Aufmerksamkeit verlangt. Wer sehr komfortorientiert unterwegs sein möchte oder häufig lange Autobahnabschnitte fährt, könnte das Konzept als weniger „entspannt“ wahrnehmen als die BMW.

Kurvengefühl der BMW

Die BMW R nineT Scrambler wirkt im Vergleich oft stabiler im „Fahrfluss“. Sie nimmt Tempo auf, bleibt dabei kontrolliert und vermittelt das Gefühl, dass man die Linie sauber halten kann. Das macht sie besonders attraktiv, wenn die Fahrt nicht nur aus einzelnen sportlichen Momenten besteht, sondern aus längeren Strecken mit abwechslungsreichen Kurven.

Schwäche im Vergleich: In sehr engen, hektischen Situationen kann die DR-Z 4SM durch ihr Supermoto-Konzept einen Tick leichter wirken. Die BMW ist nicht „träge“, aber sie ist eher die Maschine für dynamisches, ruhiges Fahren als für extremes Zirkeln.

Bremsen und Fahrstabilität: Vertrauen beim Verzögern

Beide Motorräder sind so ausgelegt, dass sie in Alltagssituationen und auf der Landstraße zuverlässig funktionieren. Im direkten Vergleich zeigt sich jedoch ein Unterschied im Charakter: Die Suzuki DR-Z 4SM wirkt beim sportlichen Verzögern und schnellen Umlenken besonders passend, weil das Gesamtkonzept auf Agilität ausgelegt ist. Die BMW R nineT Scrambler punktet dagegen häufig mit einem sehr kontrollierten Gefühl unter Last – also beim stabilen Verzögern aus höheren Geschwindigkeiten und beim sauberen Einleiten in die Kurve.

Wer oft hart bremst und gern „spät rein“ fährt, wird die DR-Z 4SM als sehr stimmig empfinden. Wer dagegen Wert auf souveräne, gleichmäßige Bremsperformance legt, findet in der BMW eine sehr angenehme Basis.

Ergonomie und Alltag: Stadt, Landstraße und Komfort

Suzuki: kompakt und aktiv

Die Suzuki DR-Z 4SM ist vom Sitz- und Fahrgefühl her eher auf aktives Fahren ausgelegt. Das Motorrad wirkt kompakt, und das unterstützt das Handling. Für kurze bis mittlere Strecken in der Stadt und für kurvige Landstraßen ist das ein echter Pluspunkt. Wer häufig um die Ecke fährt, Ampeln überbrückt und gern schnell reagiert, wird sich schnell zurechtfinden.

Schwäche im Vergleich: Bei sehr langen Touren kann das „aktive“ Konzept je nach persönlicher Statur und Fahrweise anstrengender wirken als bei der BMW.

BMW: entspannt, aber mit Charakter

Die BMW R nineT Scrambler bietet im Vergleich oft eine angenehmere Sitzposition für längere Abschnitte. Das Motorrad wirkt weniger wie ein reines „Kurvenwerkzeug“ und mehr wie ein Allrounder, der auch über Stunden Spaß macht. Dazu kommt der Scrambler-Look, der viele Fahrer anspricht, weil er Stil und Alltagstauglichkeit verbindet.

Schwäche im Vergleich: Wer maximale Leichtigkeit im Handling sucht, muss sich bei der BMW etwas mehr auf den Fahrstil einstellen.

Unterhalt, Wartung und Praxis: Was im Alltag zählt

Bei der Wahl zwischen Suzuki DR-Z 4SM und BMW R nineT Scrambler spielt nicht nur das Fahrgefühl eine Rolle, sondern auch die Praxis: Wartungsintervalle, Teileverfügbarkeit, Servicekosten und der allgemeine Pflegeaufwand. Grundsätzlich gilt: Beide Motorräder sind so konzipiert, dass sie im Alltag funktionieren – aber die BMW ist typischerweise stärker im Premium-Umfeld verankert, während die Suzuki oft als pragmatische, fahrorientierte Alternative wahrgenommen wird.

Für die Entscheidung heißt das: Wer Wert auf unkomplizierte Wartung und ein eher „hands-on“-Gefühl legt, schaut häufig zuerst zur DR-Z 4SM. Wer dagegen bereit ist, mehr in Premium-Qualität und Servicekonzept zu investieren, findet in der R nineT Scrambler eine stimmige Lösung.

Stärken und Schwächen im direkten Vergleich

Stärken der Suzuki DR-Z 4SM

  • Agiles Handling für enge Kurven und schnelle Richtungswechsel
  • Direktes Fahrgefühl, das aktives Fahren belohnt
  • Supermoto-Charakter, der auch bei wechselndem Untergrund Spaß macht

Schwächen der Suzuki DR-Z 4SM

  • Weniger „entspanntes Cruisen“ im Vergleich zur BMW
  • Mehr Fahrerfokus für ein optimales Fahrgefühl

Stärken der BMW R nineT Scrambler

  • Souveräne Kraftentfaltung mit angenehmem Fahrfluss
  • Premium-Gesamtpaket aus Design, Motorcharakter und Verarbeitung
  • Stabilität für längere Strecken und dynamisches Fahren

Schwächen der BMW R nineT Scrambler

  • Weniger „leichtfüßig“ als die DR-Z 4SM in sehr engen Situationen
  • Anspruch an den Fahrstil, um den Scrambler-Charakter optimal zu nutzen

Welche Wahl passt? Kaufberatung nach Fahrprofil

Die Suzuki DR-Z 4SM ist die bessere Wahl, wenn das Motorrad vor allem eines sein soll: ein direktes, wendiges Gerät für Kurven, Stadtverkehr und spontane Fahrten. Wer gern aktiv fährt, das Motorrad spüren möchte und Spaß daran hat, Tempo über Rhythmus und Umlenken aufzubauen, wird mit der DR-Z 4SM sehr glücklich.

Die BMW R nineT Scrambler passt dagegen besser, wenn ein Motorrad gesucht wird, das Stil und Fahrkomfort verbindet. Wer längere Strecken plant, ein souveränes Ansprechverhalten bevorzugt und dabei nicht auf Charakter verzichten möchte, findet in der Scrambler eine sehr stimmige Option. Sie ist ideal für Fahrer, die dynamisch unterwegs sind, aber nicht ständig „arbeiten“ wollen.

Fazit:

Die Suzuki DR-Z 4SM ist für alle die richtige Wahl, die ein agiles Supermoto-Gefühl suchen: schnelle Richtungswechsel, direktes Feedback und Fahrspaß, der besonders in kurvigen Abschnitten und im Alltag funktioniert. Sie punktet mit einem Konzept, das aktives Fahren belohnt, und eignet sich damit hervorragend für Fahrer, die das Motorrad wie ein Werkzeug einsetzen möchten.

Die BMW R nineT Scrambler gewinnt dagegen dort, wo Komfort, Fahrfluss und Premium-Charakter im Vordergrund stehen. Sie bietet eine souveräne Kraftentfaltung und ein stabileres Gesamtgefühl, das sich besonders auf längeren Strecken und bei dynamischer, aber entspannter Fahrweise auszahlt. Wer ein Motorrad möchte, das sowohl optisch als auch fahrerisch „modern classic“ liefert, trifft mit der Scrambler die passendere Entscheidung.

Kurz gesagt: DR-Z 4SM für maximale Agilität und aktiven Kurvenspaß, R nineT Scrambler für Stil, Charakter und souveränen Fahrkomfort.

An unhandled error has occurred. Reload 🗙