UVP 7.779 €
Baujahr von 2005 bis 2026~
UVP 10.399 €
Baujahr von 2022 bis 2025
Alles, was man braucht
Weiter zum Testbericht
1200er Retro-Roadster aus Österreich für unter 10.000 €
Weiter zum Testbericht

Pro und Kontra

Pro:
  • Preis
  • echter V2
  • Harmonischer Gesamteindruck
  • Soziustauglichkeit im Vergleich
Kontra:
  • Materialqualität
Pro:
  • konsequente Retro-Optik
  • feine Verarbeitung
  • passender Braaaap-Sound
  • ordentliches Kayaba-Fahrwerk
  • kräftiger Drehmoment-Motor
Kontra:
  • Konstantfahrruckeln

Abmessungen & Gewicht

Gewicht197kg
Radstand1.445mm
Länge2.140mm
Radstand1.445mm
Sitzhöhe: 785 mm
Höhe1.090mm
Gewicht235kg
Radstand1.450mm
Länge2.180mm
Radstand1.450mm
Sitzhöhe: 800 mm
Höhe1.115mm

Motor

Motor-BauartV
Hubraum645ccm
Hub63mm
Bohrung81mm
Kühlungflüssig
AntriebKette
Gänge6
Motor-BauartR2-Zylinder, 4 Ventile/ Zylinder, 4-Takt
Hubraum1.222ccm
Hub80mm
Bohrung99mm
Kühlungflüssig
AntriebKette
Gänge6

Fahrleistungen

Leistung73 PS bei 8.500 U/Min
Drehmoment64 NM bei 8.100 U/Min
Höchstgeschw.205km/h
Tankinhalt14Liter
Verbrauch4l pro 100km
Reichweite363km
Leistung83 PS bei 6.550 U/Min
Drehmoment108 NM bei 3.500 U/Min
Höchstgeschw.198km/h
Tankinhalt16Liter
Verbrauch4l pro 100km
Reichweite356km

Fahrwerk

RahmenbauartGitterrohr
Federung vorneTelegabel 41 mm (Federweg 125)mm
Federung hintenZentralfederbein (Federweg 130)mm
Aufhängung hintenKastenschwinge
Reifen vorne17 M/C x MT 3.50 120/70ZR17 M/C (58W)
Reifen hinten17 M/C x MT 5.00 160/60ZR17 M/C (69W)
RahmenbauartDoppelschleifen-Rohrrahmen
Federung vornekonventionelle Telegabel, 41 mm (Federweg 120)mm
Federung hintenStereo-Federbeine (Federweg 87)mm
Aufhängung hintenZweiarmschwinge
Reifen vorne100/90-18
Reifen hinten150/70-17

Bremsen

Bremsen vorneDoppelscheibe ( Ø 290 mm)
Bremsen hintenScheibe ( Ø 240 mm)
Bremsen vorneDoppelscheibe ( Ø 310 mm)
Bremsen hintenEinzelscheibe ( Ø 260 mm)

Fazit - was bleibt hängen

Für den Bikeralltag der meisten Motorradfahrer reicht eine Suzuki SV 650 allemal aus. Sie erfüllt die Bedürfnisse des Motorradfahrens ohne  große Auffälligkeiten, den schönen V2-Motor gibt es als Alleinstellungsmerkmal dazu. Natürlich könnte die Materialqualität manchmal besser sein, namentlich die Carbon-Nachbildungen am Tank.

Aber: Für 6.595 Euro kann man noch in Windschutz, Koffer oder das Fahrwerk investieren – oder aber in alles oder nichts. Im Kern bleibt die Suzuki der unproblematische Begleiter für jeden Tag. Wer’s mag kann mehr Geld ausgeben: Den V2 hat natürlich auch die "X“-Variante der SV im Rahmen stecken, die 7.300 statt 6.595 Euro teuer ist. Dafür gibt es eine edle, gesteppte Sitzbank, Metallic-Lack, eine kleine Verkleidung und Retro-Look.

Das Testbike wurde uns von Zweirad-Technik Schielmann in Hamburg zur Verfügung gestellt.

Preis / Verfügbarkeit / Farben / Baujahre

  • Preis: 6.590€
  • Gebraucht (3 Jahre alt): 4.300€
  • Baujahre: 1999 bis 2010, wieder seit 2016
  • Verfügbarkeit: sehr gut
  • Farben: schwarz, grau, weiß

Fazit - was bleibt hängen

Sehr guter Einstand von Brixton in diesem Segment! Die Cromwell 1200 macht genau das, was man von ihr erwartet. Sie vermittelt klassisches Retro-Roadster Feeling, fährt sich gut, bremst gut, klingt gut, ist gut verarbeitet und sieht gut aus. Den Feinschliff der britischen Konkurrenz hat sich zwar noch nicht, aber dafür ist sie auch günstiger.
 
Das Testbike wurde uns freundlicherweise von 2Rad Stadie in Pinneberg für diesen Test zur Verfügung gestellt. Dort steht sie in der unserer Meinung nach schönsten Farbvariante als Vorführer und freut sich über Probefahrer. Wer die graue Version schöner findet: Die gibt es dort auch.  Und außerdem gibt es schöne Landstraßen zum Probefahren und der Laden liegt auch noch verkehrsgünstig direkt an der Autobahn A23. Also, auf geht`s zur Probe fahrt - Gruß an Ralf und seinen tollen Hund!

Preis/Verfügbarkeit/Farben/Baujahre

  • Preis: 9.999 €
  • Verfügbarkeit: ab 10/2022
  • Farben: schwarz, grau, grün

MotorradTest.de auf YouTube

Suzuki SV 650 vs Brixton Cromwell 1200: Vergleich für Alltag, Tour & Fahrgefühl

Wer zwei Motorräder gegenüberstellt, merkt schnell: Es geht nicht nur um Zahlen, sondern um das Gesamtpaket aus Motorcharakter, Fahrwerk, Bremsgefühl und dem, was sich im Alltag wirklich gut anfühlt. Der Vergleich zwischen der Suzuki SV 650 und der Brixton Cromwell 1200 zeigt genau das. Beide Bikes wirken auf den ersten Blick wie „klassische“ Roadster, doch sie verfolgen unterschiedliche Konzepte: Die SV 650 steht für ein agiles, leicht zu beherrschendes Gesamtbild, während die Cromwell 1200 stärker auf den Eindruck von Kraft und Präsenz setzt.

Grundidee der beiden Motorräder

Suzuki SV 650: bewährtes Roadster-Konzept

Die Suzuki SV 650 ist seit Jahren ein gern gewähltes Motorrad, weil sie sich in vielen Situationen unkompliziert bewegt. Der Motor liefert eine gleichmäßige, gut nutzbare Kraft und unterstützt ein Fahrgefühl, das sowohl im Stadtverkehr als auch auf Landstraßen funktioniert. Dazu kommt eine Abstimmung, die nicht überfordert, sondern „mitarbeitet“.

Brixton Cromwell 1200: mehr Hubraum, mehr Auftreten

Die Brixton Cromwell 1200 zielt spürbar auf ein anderes Erlebnis: mehr Hubraum und ein Charakter, der sich oft als „durchziehend“ anfühlt. Das Motorrad wirkt insgesamt kräftiger im Antritt und vermittelt das Gefühl, dass man auch mit weniger Drehzahl zügig vorankommt. Wer gern entspannt fährt und dabei trotzdem Reserven spürt, findet hier einen starken Ansatz.

Motor und Kraftentfaltung im direkten Vergleich

Beim Vergleich der Motoren fällt auf, dass die SV 650 eher auf ein ausgewogenes Zusammenspiel aus Drehzahl und Schub ausgelegt ist. Die Kraft baut sich so auf, dass man sie sehr gut dosieren kann. Dadurch eignet sich die Suzuki besonders für dynamische Fahrten, bei denen man häufig zwischen Schub und Schaltvorgängen wechselt.

Die Cromwell 1200 dagegen setzt stärker auf „Druck“ aus dem unteren und mittleren Drehzahlbereich. Im Alltag bedeutet das: weniger häufiges Zurückschalten, mehr entspanntes Rollen und ein Gefühl von souveräner Durchzugskraft. Wer lange Strecken fährt oder im Stadtverkehr gern mit ruhiger Hand am Gas unterwegs ist, profitiert häufig von diesem Ansatz.

Stärken der Suzuki: fein dosierbare Kraft, sportliches Ansprechverhalten, sehr gutes Zusammenspiel mit dem Fahrwerk für zügige Kurvenfahrten.
Schwächen der Suzuki: wer ausschließlich „großen Druck“ aus sehr niedrigen Drehzahlen erwartet, muss die SV 650 etwas mehr im passenden Drehzahlfenster bewegen.

Stärken der Brixton: kräftiger Eindruck, oft angenehmer Durchzug, entspannteres Fahren bei moderaten Drehzahlen.
Schwächen der Brixton: je nach Fahrstil kann das sportliche „Feuer“ der SV 650 beim Herausbeschleunigen aus engen Kurven lebendiger wirken.

Fahrwerk, Handling und Fahrgefühl

Das Handling ist bei beiden Motorrädern ein wichtiger Punkt, aber die Art, wie es sich anfühlt, unterscheidet sich. Die SV 650 wirkt leichtfüßiger und unterstützt ein zügiges Umlegen in Kurven. Das macht sie besonders attraktiv, wenn häufig zwischen Stadt, Landstraße und kurvigen Strecken gewechselt wird. Die Maschine vermittelt ein direktes Feedback, das Vertrauen schafft.

Die Cromwell 1200 spielt dagegen stärker mit Stabilität und „Standfestigkeit“. Das Motorrad wirkt oft ruhiger in der Linie und kann bei längeren Autobahn- oder Landstraßenabschnitten angenehm sein. In engen Kehren kann das größere Konzept je nach Setup und Fahrweise etwas mehr Aufmerksamkeit verlangen, während die Suzuki in solchen Situationen meist spontaner wirkt.

Stärken der Suzuki: agiles Handling, gutes Kurvengefühl, unkompliziertes Fahrtempo.
Schwächen der Suzuki: bei sehr ruppigen Straßen kann man je nach Beladung schneller das Limit der Komfortreserven spüren.

Stärken der Brixton: souveränes Rollen, oft angenehme Stabilität bei längeren Strecken, kraftorientiertes Fahrgefühl.
Schwächen der Brixton: in sehr engen, häufig wechselnden Kurven kann die Agilität der SV 650 im direkten Vergleich „mehr Spaß“ machen.

Bremsen und Sicherheitsempfinden

Beim Bremsen geht es nicht nur um die reine Verzögerung, sondern um das Gefühl am Hebel und die Dosierbarkeit. Die Suzuki SV 650 punktet typischerweise mit einem gut kontrollierbaren Ansprechverhalten. Das erleichtert es, in Alltagssituationen schnell und sauber zu reagieren – etwa beim häufigen Stop-and-go oder beim zügigen Verzögern vor Ampeln.

Die Brixton Cromwell 1200 kann ebenfalls überzeugend bremsen, wirkt aber im Vergleich häufig „massiver“ im Gesamtgefühl. Das kann sich positiv anfühlen, wenn man gern mit ruhiger, gleichmäßiger Bremsdosierung arbeitet. Wer sehr feinfühlig und sportlich bremst, wird bei der Suzuki oft schneller ein vertrautes Gefühl entwickeln.

Stärken der Suzuki: präzise Dosierung, leichtes Gefühl für den Bremsdruck.
Schwächen der Suzuki: bei sehr sportlicher Fahrweise kann man je nach Reifen und Beladung eher an die Grenzen kommen.

Stärken der Brixton: souveränes Gesamtbremsgefühl, stabiler Eindruck beim Verzögern.
Schwächen der Brixton: das feinste „Sport-Bremsgefühl“ fühlt sich im direkten Vergleich oft bei der SV 650 einen Tick unmittelbarer an.

Komfort, Sitzposition und Alltagstauglichkeit

Komfort entscheidet sich im Alltag: Sitzposition, Windschutz, Erschütterungen und die Frage, wie entspannt man nach einer längeren Fahrt ankommt. Die SV 650 ist in vielen Situationen ein „einfach gutes“ Motorrad. Die Sitzposition wirkt meist so, dass man nicht verkrampft, und der Alltag lässt sich ohne großes Umdenken bewältigen. Für Pendeln, kurze Touren und Wochenendfahrten ist das ein klarer Vorteil.

Die Cromwell 1200 kann ebenfalls komfortabel sein, aber der Charakter ist anders: Durch den kräftigeren Motor und das oft ruhigere Fahrgefühl entsteht häufig eine entspannte Grundstimmung. Wer gern mit mehr „Hubraum-Charme“ unterwegs ist und längere Strecken ohne ständiges Nachregeln fährt, wird das schätzen.

Stärken der Suzuki: unkomplizierte Ergonomie, gute Alltagsbalance, schnelle Eingewöhnung.
Schwächen der Suzuki: bei sehr langen Autobahnabschnitten kann der Wind- und Komfortfaktor je nach Setup stärker ins Gewicht fallen.

Stärken der Brixton: entspannter Eindruck durch Durchzug, oft angenehmes Langstrecken-Feeling.
Schwächen der Brixton: wer maximale Leichtigkeit in der Bewegung sucht, findet die SV 650 meist spontaner.

Wirtschaftlichkeit: Unterhalt, Service und Kaufentscheidung

Bei der Wirtschaftlichkeit spielen mehrere Faktoren zusammen: Verbrauch, Verschleißteile, Wartungsintervalle und die Frage, wie gut sich ein Motorrad im Alltag „einfach halten“ lässt. Die Suzuki SV 650 profitiert häufig von der breiten Verfügbarkeit von Ersatzteilen und dem etablierten Ruf des Modells. Das kann beim Gebrauchtkauf oder bei der Planung von Wartungsterminen ein Plus sein.

Die Brixton Cromwell 1200 kann preislich und konzeptionell attraktiv sein, besonders wenn das Ziel klar ist: ein großes, kraftvolles Roadster-Gefühl zu einem Einstieg, der im Vergleich oft interessant wirkt. Wichtig ist hier, wie gut die Service-Struktur vor Ort passt und wie die eigene Nutzung aussieht.

Stärken der Suzuki: bewährte Plattform, oft unkomplizierte Ersatzteil- und Service-Situation.
Schwächen der Suzuki: wer ausschließlich „maximale Motorpräsenz“ sucht, könnte sich mit dem Charakter der SV 650 weniger „groß“ fühlen.

Stärken der Brixton: starker Auftritt, viel Hubraum-Feeling, häufig gutes Preis-Leistungs-Konzept im Segment.
Schwächen der Brixton: je nach Region kann die Service-Erreichbarkeit ein entscheidender Punkt sein.

Für wen passt welches Motorrad?

Die Suzuki SV 650 ist besonders passend für Fahrerinnen und Fahrer, die ein Motorrad suchen, das in vielen Situationen funktioniert: Stadt, Landstraße, kurvige Strecken und auch mal eine längere Tour. Wer gern agil unterwegs ist, die Kraft fein dosieren möchte und ein Motorrad bevorzugt, das schnell „versteht“, wie man fahren will, trifft mit der SV 650 oft eine sehr gute Wahl.

Die Brixton Cromwell 1200 passt besonders gut zu Menschen, die mehr Hubraum-Charakter wollen und sich beim Fahren vor allem an Durchzug und souveränem Vorankommen erfreuen. Wer entspannt fährt, weniger Schaltarbeit mag und dem Motorrad gern eine gewisse Präsenz gibt, findet in der Cromwell 1200 häufig den passenden Gegenentwurf.

Typische Entscheidungsszenarien

  • Kurven, Fahrspaß und Agilität: eher Richtung SV 650.
  • Durchzug, entspanntes Rollen und kräftiger Eindruck: eher Richtung Cromwell 1200.
  • Alltag mit wechselnden Strecken: beide möglich, aber die Suzuki wirkt oft „universeller“ im Handling.
  • Langstrecke mit ruhigem Fahrgefühl: die Brixton kann durch ihren Charakter besonders gefallen.

Fazit:

Die Suzuki SV 650 und die Brixton Cromwell 1200 sind beide spannende Roadster, aber sie bedienen unterschiedliche Bedürfnisse. Die SV 650 überzeugt im direkten Vergleich vor allem durch ihr agiles Handling, die gut dosierbare Kraftentfaltung und das unkomplizierte Fahrgefühl – besonders dann, wenn häufig zwischen Stadtverkehr, Landstraße und kurvigen Abschnitten gewechselt wird. Die Cromwell 1200 spielt ihre Stärken eher im souveränen Durchzug und im kräftigen Gesamteindruck aus: Wer entspannt fahren möchte, weniger Drehzahlarbeit erwartet und sich an einem „großen“ Motorgefühl erfreut, findet hier einen starken Partner.

Wer ein vielseitiges Motorrad für den Alltag sucht und sportlich-reaktives Fahrverhalten bevorzugt, liegt mit der SV 650 meist näher am Ziel. Wer dagegen mehr Hubraum-Charme, ruhiges Vorankommen und eine kraftvolle Ausstrahlung priorisiert, trifft mit der Brixton Cromwell 1200 die passendere Wahl.

An unhandled error has occurred. Reload 🗙