| UVP | 7.779 € | |
| Baujahr | von 2005 bis 2026~ | |
| UVP | 20.299 € | |
| Baujahr | von 2013 bis 2025 | |
Pro und Kontra
- Preis
- echter V2
- Harmonischer Gesamteindruck
- Soziustauglichkeit im Vergleich
- Materialqualität
- Kraftvoller Motor
- Stabiles Fahrwerk
- Bedienung
- Elektronische Helfer
- Bremsen
- Soziustauglichkeit
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 197 | kg |
| Radstand | 1.445 | mm |
| Länge | 2.140 | mm |
| Radstand | 1.445 | mm |
| Sitzhöhe: | 785 | mm |
| Höhe | 1.090 | mm |
| Gewicht | 198 | kg |
| Radstand | 1.497 | mm |
| Radstand | 1.497 | mm |
| Sitzhöhe: | 835 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | V | |
| Hubraum | 645 | ccm |
| Hub | 63 | mm |
| Bohrung | 81 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | 2-Zylinder, 4-Takt, V2 75° | |
| Hubraum | 1.301 | ccm |
| Hub | 71 | mm |
| Bohrung | 108 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 73 PS bei 8.500 U/Min | |
| Drehmoment | 64 NM bei 8.100 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 205 | km/h |
| Tankinhalt | 14 | Liter |
| Verbrauch | 4 | l pro 100km |
| Reichweite | 363 | km |
| Leistung | 180 PS bei 9.500 U/Min | |
| Drehmoment | 140 NM bei 8.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 250 | km/h |
| Tankinhalt | 16 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 287 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Gitterrohr | |
| Federung vorne | Telegabel 41 mm (Federweg 125)mm | |
| Federung hinten | Zentralfederbein (Federweg 130)mm | |
| Aufhängung hinten | Kastenschwinge | |
| Reifen vorne | 17 M/C x MT 3.50 120/70ZR17 M/C (58W) | |
| Reifen hinten | 17 M/C x MT 5.00 160/60ZR17 M/C (69W) | |
| Rahmenbauart | Gitterrohrrahmen, pulverbeschichtet | |
| Federung vorne | WP-USD Ø 48 mm (Federweg 125)mm | |
| Federung hinten | WP-Monoshock per Umlenkung (Federweg 140)mm | |
| Aufhängung hinten | Einarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70 ZR17 | |
| Reifen hinten | 200/55-17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe ( Ø 290 mm) | |
| Bremsen hinten | Scheibe ( Ø 240 mm) | |
| Bremsen vorne | 2 x Brembo Stylema Monoblock Vierkolben-Radialfestsattel, Bremsscheiben, schwimmend ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, Brembo Zweikolben-Festsattel ( Ø 240 mm) | |
Fazit - was bleibt hängen
Für den Bikeralltag der meisten Motorradfahrer reicht eine Suzuki SV 650 allemal aus. Sie erfüllt die Bedürfnisse des Motorradfahrens ohne große Auffälligkeiten, den schönen V2-Motor gibt es als Alleinstellungsmerkmal dazu. Natürlich könnte die Materialqualität manchmal besser sein, namentlich die Carbon-Nachbildungen am Tank.
Aber: Für 6.595 Euro kann man noch in Windschutz, Koffer oder das Fahrwerk investieren – oder aber in alles oder nichts. Im Kern bleibt die Suzuki der unproblematische Begleiter für jeden Tag. Wer’s mag kann mehr Geld ausgeben: Den V2 hat natürlich auch die "X“-Variante der SV im Rahmen stecken, die 7.300 statt 6.595 Euro teuer ist. Dafür gibt es eine edle, gesteppte Sitzbank, Metallic-Lack, eine kleine Verkleidung und Retro-Look.
Das Testbike wurde uns von Zweirad-Technik Schielmann in Hamburg zur Verfügung gestellt.
Fazit - doch kein Biest
Ist die Super Duke das Biest, wie KTM sie selber nennt? Nein. Trotz all der formidablen Leistung, die immer zur Verfügung steht: Kaum je wurde diese so verantwortungsbewusst dargeboten. Biestig ist hier nichts, was für ein Glück. Die Super Duke wird öfter Freudentränen statt Angstschweiß produzieren.
Die KTM ist ein umgängliches Motorrad, das sich selbst in der Stadt nicht unwohl fühlt. Für ein Naked Bike ist die Soziustauglichkeit verträglich, der Windschutz hingegen … nunja. Wer jemals die Höchstgeschwindigkeit von 280 km/h ausprobieren will, sollte sich gut festhalten oder mit 30 Metern doppelseitigem Klebeband am Bike fixieren.
Ansonsten: Daumen hoch!
Das Test-Bike wurde uns von Motorrad-Ruser zur Verfügung gestellt.
MotorradTest.de auf YouTube
Suzuki SV 650 vs. KTM 1290 Super Duke R: Vergleich der Naked-Bike-Charaktere
Wenn zwei Motorräder aufeinander treffen, die auf den ersten Blick kaum unterschiedlicher wirken, wird der Vergleich besonders spannend. Die Suzuki SV 650 steht für zugänglichen Fahrspaß, unkomplizierte Handhabung und einen Motor, der sich im Alltag ebenso wohlfühlt wie auf der Feierabendrunde. Die KTM 1290 Super Duke R dagegen ist ein Statement: deutlich sportlicher, deutlich kraftvoller und mit einer Ausrichtung, die klar auf Dynamik und Temperament setzt. Genau hier lohnt sich der Blick auf die wichtigsten Vergleichspunkte – denn am Ende geht es nicht nur um Zahlen, sondern darum, wie sich die Stärken im echten Fahrbetrieb anfühlen.
Grundidee im Vergleich: Alltagstauglichkeit vs. maximale Performance
Die Suzuki SV 650 ist ein Motorrad, das sich schnell einordnet: leicht zu fahren, gutmütig genug für viele Situationen und gleichzeitig sportlich genug, um Kurvenfahrten zu genießen. Die KTM 1290 Super Duke R verfolgt eine andere Philosophie. Sie ist auf „mehr“ ausgelegt – mehr Antrieb, mehr Ansprechverhalten, mehr Druck im Fahrgefühl. Das zeigt sich bereits beim Einstieg: Während die SV 650 eher nach „einfach losfahren“ wirkt, fühlt sich die Super Duke R eher nach „kontrolliert fordern“ an.
Motor und Fahrgefühl: Wie sich die Leistung im Alltag bemerkbar macht
Leistungsentfaltung und Drehmoment-Charakter
Im Vergleich der Motorcharaktere zeigt sich ein klarer Unterschied: Die Suzuki SV 650 liefert ihre Kraft so, dass sie sich harmonisch dosieren lässt. Gerade im Stadtverkehr oder bei wechselnden Geschwindigkeiten ist das ein Vorteil, weil das Motorrad nicht „drängt“, sondern mitgeht. Die KTM 1290 Super Duke R dagegen wirkt spürbar aggressiver in der Leistungsentfaltung. Die Kraft steht nicht nur zur Verfügung, sie will auch genutzt werden. Das kann auf der Landstraße extrem motivierend sein – gleichzeitig erfordert es mehr Aufmerksamkeit, weil das Motorrad schneller in den Bereich kommt, in dem Fahrfehler sofort sichtbar werden.
Gasannahme und Kontrolle
Beide Motorräder machen Spaß, aber auf unterschiedliche Weise. Die SV 650 belohnt gleichmäßiges Fahren und saubere Linien. Die KTM 1290 Super Duke R belohnt zusätzlich das aktive Arbeiten mit Gas und Drehzahl. Wer gerne dynamisch beschleunigt und das Motorrad als Werkzeug für sportliche Passagen nutzt, wird die KTM besonders stark erleben. Wer dagegen ein Motorrad sucht, das sich auch ohne „Rennmodus“ souverän bewegt, findet in der SV 650 einen entspannteren Begleiter.
Fahrwerk und Handling: Agilität vs. Stabilität
Lenkverhalten und Kurvengefühl
Beim Handling zeigt sich die typische Klassen-Differenz: Die Suzuki SV 650 wirkt leichter zu dirigieren. Das macht sie besonders attraktiv für enge Kurven, für häufiges Richtungswechseln und für Strecken, auf denen man nicht permanent „auf Kante“ fährt. Die KTM 1290 Super Duke R spielt dagegen ihre Stärken aus, wenn Tempo und Dynamik steigen. Sie vermittelt ein stabileres, sportlicheres Gefühl – als würde das Motorrad die Linie „festhalten“, während die SV 650 eher „mitlenkt“ und agil bleibt.
Komfort und Alltag
Komfort ist nicht nur eine Frage der Federung, sondern auch davon, wie das Motorrad auf Unebenheiten reagiert. Die SV 650 ist in der Regel die entspanntere Wahl für längere Alltagsfahrten, weil sie weniger „anspringt“ und sich dadurch ruhiger anfühlt. Die Super Duke R kann zwar ebenfalls tourentauglich sein, aber sie ist stärker auf sportliche Nutzung ausgelegt. Wer häufig in wechselnden Bedingungen fährt, merkt den Unterschied: Die SV 650 bleibt gelassener, die KTM fordert mehr „aktive“ Fahrweise.
Bremsen und Sicherheit: Vertrauen aus dem Druckpunkt
Im Vergleich der Bremsanlage zeigt sich: Beide Motorräder zielen auf kontrollierte Verzögerung, aber die KTM 1290 Super Duke R ist klar auf höhere Performance ausgelegt. Das bedeutet in der Praxis: Bei sportlicher Fahrweise fühlt sich die KTM besonders souverän an, weil sie die höhere Geschwindigkeit und das stärkere Beschleunigungsniveau besser „abfedert“. Die SV 650 bremst ebenfalls zuverlässig, wirkt aber eher als „Allrounder“ – stark genug für den Alltag und für sportliche Ausflüge, ohne dass man ständig das Gefühl hat, das Motorrad müsse erst „auf Touren“ gebracht werden.
Ausstattung und Fahrassistenz: Wie viel Technik wirklich hilft
Bei modernen Motorrädern entscheidet nicht nur die Motorleistung, sondern auch die Art, wie das Motorrad die Leistung in Bewegung umsetzt. Die KTM 1290 Super Duke R ist typischerweise deutlich stärker auf elektronische Unterstützung und sportliche Abstimmung ausgelegt. Das kann das Fahren berechenbarer machen, gerade wenn man dynamisch unterwegs ist. Die SV 650 setzt dagegen stärker auf das direkte Zusammenspiel aus Motor, Fahrwerk und Fahrergefühl. Das ist nicht „weniger“, sondern anders: weniger Technikballast, dafür ein unmittelbares Fahrgefühl.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
Suzuki SV 650: Stärken
- Einfacher Einstieg: Das Motorrad wirkt schnell vertraut und lässt sich unkompliziert bewegen.
- Alltagstauglichkeit: Im Stadtverkehr und auf kurzen Strecken bleibt die SV 650 angenehm handlich.
- Harmonische Kraftentfaltung: Der Motor unterstützt gleichmäßiges Fahren und macht das Dosieren leicht.
- Viel Fahrspaß für vergleichsweise geringe „Hürde“: Sportlich genug, ohne ständig zu fordern.
Suzuki SV 650: Schwächen
- Begrenzter Fokus auf maximale Performance: Wer konsequent hohe Dynamik sucht, wird die KTM als „nächstes Level“ empfinden.
- Weniger „Druck“ bei sehr sportlicher Fahrweise: Die SV 650 kann mit Spaß überzeugen, aber nicht mit dem gleichen Temperament wie die Super Duke R.
KTM 1290 Super Duke R: Stärken
- Deutlich sportlicher Charakter: Der Motor und die Abstimmung sind klar auf Dynamik ausgelegt.
- Stabilität bei Tempo: Das Motorrad fühlt sich besonders dann stark an, wenn die Fahrweise zügig wird.
- Brems- und Fahrperformance: Für ambitionierte Fahrten wirkt das Gesamtpaket sehr stimmig.
- Motivation durch Kraft: Beschleunigung und Antrieb machen spürbar mehr „Action“.
KTM 1290 Super Duke R: Schwächen
- Mehr Anspruch an die Fahrweise: Die Leistung will kontrolliert werden, besonders in Situationen mit wenig Grip.
- Weniger „entspanntes“ Gefühl im Alltag: Wer häufig gemütlich fährt, könnte die KTM als zu präsent empfinden.
- Passendheit hängt stärker vom Einsatz ab: Für reine Kurzstrecken oder sehr ruhige Fahrprofile ist die KTM oft „overkill“.
Für wen eignet sich welches Motorrad?
Die Entscheidung zwischen Suzuki SV 650 und KTM 1290 Super Duke R ist weniger eine Frage von „besser“ und mehr eine Frage von Fahrprofil. Die SV 650 passt besonders gut, wenn ein Motorrad gesucht wird, das vielseitig ist: für Stadt, Landstraße, spontane Touren und für alle, die ein Motorrad möchten, das schnell Spaß macht, ohne ständig die Grenzen zu suchen. Die KTM 1290 Super Duke R ist die Wahl, wenn der Fokus klar auf sportlicher Dynamik liegt: wenn Beschleunigung, Stabilität bei Tempo und ein deutlich aggressiveres Fahrgefühl im Vordergrund stehen.
Typische Käuferprofile
- SV 650: ideal für Einsteiger, Umsteiger oder alle, die ein unkompliziertes Naked Bike wollen, das zuverlässig im Alltag funktioniert.
- Super Duke R: ideal für Fahrer, die Leistung aktiv nutzen möchten, sportlich fahren und ein Motorrad suchen, das auch bei ambitionierter Fahrweise souverän bleibt.
Fazit:
Die Suzuki SV 650 gewinnt den Vergleich vor allem dort, wo Alltagstauglichkeit und unkomplizierter Fahrspaß zählen. Das Motorrad wirkt harmonisch, leicht zu bewegen und macht es einfach, Kurven zu genießen, ohne ständig „aufpassen“ zu müssen. Die KTM 1290 Super Duke R ist dagegen die bessere Wahl, wenn der Schwerpunkt auf maximaler Dynamik liegt: mehr Druck beim Beschleunigen, sportlicheres Handling und ein Gesamtpaket, das bei Tempo besonders stark wirkt. Wer ein Motorrad sucht, das sich vielseitig einsetzen lässt und schnell vertraut wird, fährt mit der SV 650 meist entspannter. Wer dagegen das Gefühl von Performance sucht und bereit ist, die Kraft aktiv zu kontrollieren, wird mit der Super Duke R deutlich mehr „Biss“ erleben. Kurz gesagt: SV 650 für den vielseitigen Allround-Spaß, Super Duke R für sportliche Ansprüche und Fahrfreude auf hohem Niveau.