| UVP | 12.069 € | |
| Baujahr | von 2023 bis 2026~ | |
| UVP | 22.100 € | |
| Baujahr | von 2020 bis 2025 | |
Pro und Kontra
- starker Motor mit Charakter und Power
- gut funktionierender Quickshifter in Serie
- ausgewogenes Motorrad für viele Einsatzzwecke
- klasse Fahrwerk (einstellbar), sicheres Fahrverhalten
- Windschild nur mit Werkzeug verstellbar
- Kniewinkel etwas spitz für große Fahrer
- Optik zum Niederknien
- Motor mit großem, nutzbaren Drehzahlband
- Modernste Technik
- Top Bremsen
- Triple-Sound vom Feinsten
- einstellbares Fahrwerk
- auf Dauer anstrengende Sitzposition
- Beifahrer nur für den Notfall
- bescheidener Lenkeinschlag inkl. Daumenklemm-Garantie
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 230 | kg |
| Radstand | 1.570 | mm |
| Länge | 2.345 | mm |
| Radstand | 1.570 | mm |
| Sitzhöhe: | 855-885 | mm |
| Höhe | 1.310 | mm |
| Gewicht | 198 | kg |
| Radstand | 1.380 | mm |
| Länge | 2.030 | mm |
| Radstand | 1.380 | mm |
| Sitzhöhe: | 830 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | 2-Zylinder, 4-Takt Reihenmotor | |
| Hubraum | 776 | ccm |
| Hub | 70 | mm |
| Bohrung | 84 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | 3-Zylinder Reihe, Viertakt | |
| Hubraum | 798 | ccm |
| Hub | 54 | mm |
| Bohrung | 79 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 84 PS bei 8.500 U/Min | |
| Drehmoment | 78 NM bei 6.800 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 180 | km/h |
| Tankinhalt | 20 | Liter |
| Verbrauch | 4 | l pro 100km |
| Reichweite | 455 | km |
| Leistung | 148 PS bei 13.000 U/Min | |
| Drehmoment | 88 NM bei 10.600 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 240 | km/h |
| Tankinhalt | 16 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 258 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Brückenrahmen | |
| Federung vorne | SHOWA Upside-Down Teleskopgabel (Federweg 220)mm | |
| Federung hinten | Mono-Link Zentralfederbein mit progressiver Anlenkung (Federweg 220)mm | |
| Aufhängung hinten | Alu-Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 90/90 - 21 54H | |
| Reifen hinten | 150/70 R 17 69H | |
| Rahmenbauart | ALS Steel tubular trellis | |
| Federung vorne | Marzocchi USD 43mm (Federweg 125)mm | |
| Federung hinten | Sachs Zentralfederbein (Federweg 123)mm | |
| Aufhängung hinten | Aluminiumguss-Einarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70 - ZR 17 | |
| Reifen hinten | 180/55 - ZR 17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe, 2-Kolben Faustsattel ( Ø 310 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe, 1-Kolben Faustsattel ( Ø 260 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe ( Ø 320 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe ( Ø 220 mm) | |
Fazit
Die neue Suzuki V-Strom 800 DE bietet für 11.500 Euro eine ganze Menge Motorrad und dazu jede Menge Fahrspaß. Sie ist gut ausgestattet, geländegängig und wirkt hochwertig. Kritikpunkte gibt es nur sehr wenige und vor allem der Motor hat uns zu 100 Prozent überzeugt. Wir sind sehr gespannt, wie sich die neue Suzi im Umfeld der Mittelklasse Reise-Enduros schlagen wird.Das Testbike wurde uns freundlicherweise von Bergmann & Söhne in Bremervörde für diesen Test zur Verfügung gestellt. Dort steht sie als Vorführer und freut sich auf jede Menge Testfahrer. Wer sich für ein Adventure-Bike der Mittelklasse interessiert, sollte sich unabhängig vom günstigen Preis unbedingt einmal in den Sattel wagen - tolles Motorrad!
Fazit - was bleibt hängen
Gute Güte, was für eine Maschine! Seit dem Erscheinen der Superveloce 2020 habe ich mich nach einem ausführlichen Ausritt gesehnt. Und ich habe jede Minute mit der MV genossen. Natürlich ist auch die Superveloce in machen Dingen eine kleine italienische Diva, aber insgesamt war ich schon überrascht, wie ausgewogen sie ist. Sie ist herrlich unvernünftig laut und wenig alltagstauglich und wird daher entweder über Landstraßen und Rennstrecken gescheucht oder eben ins Wohnzimmer gestellt - obwohl sie dafür eigentlich zu schade wäre. Am besten für beide Zwecke gleich zwei bestellen!Das Testbike wurde uns freundlicherweise von Bergmann & Söhne in Hamburg zur Verfügung gestellt. Dort steht sie in Rot als Vorführer und in Gelb zum Anschauen. Überhaupt lohnt sich ein Besuch am Nedderfeld allemal, denn die MV-Ausstellung von Bergmann und Söhne ist für jeden Motorrad-Fan eine Offenbarung. Man darf sich doch tatsächlich kostenlos all diese Kunstwerke aus Varese ansehen und sich sogar draufsetzen. Leute, macht das, solange das noch möglich ist. Denn wer weiß, vielleicht müssen wir irgendwann einmal auch Motorräder online bestellen ... möge das bitte noch lange dauern.
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Suzuki V-Strom 800 DE vs. MV Agusta Superveloce 800 – Vergleich im Motorradtest
Wenn zwei Motorräder auf den ersten Blick nach „Allround“ klingen, aber aus unterschiedlichen Welten kommen, wird der Vergleich besonders spannend. Die Suzuki V-Strom 800 DE steht für pragmatische Vielseitigkeit: Sie wirkt wie ein Werkzeug, das man täglich nutzen kann – und das auch auf längeren Strecken zuverlässig bleibt. Die MV Agusta Superveloce 800 dagegen bringt einen deutlich sportlicheren Anspruch mit: mehr Emotion, mehr „Show“, mehr Fokus auf Dynamik. Genau hier liegt der Kern des Vergleichs: Wie fühlt sich das Motorrad an, wenn der Alltag vorbei ist und die Straße wirklich Spaß machen soll?
Grundcharakter: Reise-Allrounder vs. sportlicher Fokus
Die V-Strom 800 DE ist als Reise- und Tourenmaschine gedacht. Das merkt man an der Auslegung: Sie ist auf komfortables Vorankommen ausgelegt, mit einer Sitzposition, die nicht nach „Kampfstellung“ aussieht, und mit einem Gesamtpaket, das auf Alltagstauglichkeit optimiert ist. Die Superveloce 800 verfolgt einen anderen Ansatz. Sie wirkt wie ein Motorrad, das man nicht nur fährt, sondern „erlebt“. Der Charakter ist spürbar sportlicher, die Linien sind aggressiver, und das Fahrgefühl zielt stärker auf Kurven und zügiges Tempo.
Beide Motorräder können mehr als nur eine Aufgabe. Aber sie priorisieren unterschiedlich: Die Suzuki ist die Maschine für viele Kilometer mit wenig Drama, während die MV Agusta stärker auf Fahrspaß und Stil setzt.
Motor und Antrieb: Drehmoment-Logik vs. sportliche Direktheit
Beim Vergleich der Motorwerte zeigt sich ein typisches Muster: Die V-Strom 800 DE ist so abgestimmt, dass sie im Alltag und auf längeren Strecken gleichmäßig zieht. Das macht sie besonders angenehm, wenn die Route nicht nur aus schnellen Passagen besteht, sondern aus Stadtverkehr, Landstraße und Autobahnanteilen. Die Superveloce 800 wirkt dagegen „spitzer“. Sie ist weniger auf gleichmäßiges Dahingleiten optimiert und mehr darauf, dass sich Beschleunigung und Gasannahme sportlich anfühlen.
In der Praxis bedeutet das: Wer häufig moderat fährt, viel Strecke macht und dabei ein souveränes, gut kontrollierbares Ansprechverhalten möchte, findet in der V-Strom 800 DE einen sehr stimmigen Partner. Wer dagegen gern früher hochdreht, das Motorrad aktiv bewegt und das Gefühl von Dynamik stärker gewichtet, wird an der Superveloce 800 mehr „Biss“ spüren.
Fahrwerk und Handling: Stabilität für Touren vs. Agilität für Kurven
Beim Fahrwerk zeigt sich der Unterschied zwischen „Reise“ und „Sport“. Die V-Strom 800 DE ist auf Stabilität und Alltagstauglichkeit ausgelegt. Das hilft besonders bei wechselnden Straßenbedingungen: Kopfsteinpflaster, schlechte Fahrbahnen oder lange Autobahnabschnitte werden weniger zum Stressfaktor. Die Superveloce 800 ist dagegen stärker auf sportliche Rückmeldung und präzises Einlenken ausgelegt. Sie fühlt sich in zügigen Kurven oft direkter an und lädt dazu ein, die Linie aktiv zu fahren.
Wichtig ist: Beide Motorräder können Kurven. Aber die Art, wie sie dorthin führen, ist unterschiedlich. Die Suzuki vermittelt eher „Sicherheit und Ruhe“, die MV Agusta eher „Kontrolle und Tempo“.
Bremsen und Fahrgefühl: Konstanz vs. sportliche Performance
Auch bei den Bremsen zeigt sich die Ausrichtung. Die V-Strom 800 DE wirkt darauf ausgelegt, zuverlässig zu funktionieren – egal ob man entspannt unterwegs ist oder einmal kräftiger verzögert. Die Superveloce 800 bringt eine sportlichere Bremscharakteristik mit, die sich besonders dann lohnt, wenn man das Motorrad häufiger dynamisch bewegt. Das Zusammenspiel aus Bremsgefühl und Fahrwerk ist bei der MV Agusta stärker auf „Kurvenarbeit“ abgestimmt.
Wer häufig mit Gepäck unterwegs ist oder lange Strecken fährt, profitiert von der Suzuki-Logik: gleichmäßig, vorhersehbar, komfortabel. Wer dagegen gern sportlich bremst und das Motorrad als Werkzeug für dynamische Passagen nutzt, wird die MV Agusta als deutlich „zielgerichteter“ empfinden.
Elektronik und Assistenz: Komfort im Alltag vs. sportliche Unterstützung
Elektronik ist bei beiden Modellen ein Thema, aber mit unterschiedlicher Gewichtung. Die V-Strom 800 DE setzt stark auf Unterstützung, die den Alltag leichter macht: Fahrmodi und Assistenzfunktionen helfen dabei, das Motorrad an unterschiedliche Bedingungen anzupassen. Das ist besonders praktisch, wenn Wetter, Beladung oder Fahrstil variieren.
Die Superveloce 800 nutzt Elektronik ebenfalls, aber mit einem klareren sportlichen Fokus. Fahrmodi und Regelstrategien unterstützen eher das dynamische Fahren, ohne das Motorrad „zu glatt“ zu machen. Dadurch bleibt die Verbindung zwischen Fahrer und Maschine spürbar.
Unterm Strich gilt: Die Suzuki wirkt wie ein System, das Sicherheit und Komfort priorisiert, während die MV Agusta eher wie ein Setup funktioniert, das sportliche Ambitionen unterstützt.
Ergonomie und Sitzposition: entspannter Tourenkomfort vs. sportliche Haltung
Bei der Ergonomie entscheidet sich schnell, welches Motorrad besser zu den eigenen Gewohnheiten passt. Die V-Strom 800 DE bietet eine Sitzposition, die auf längeres Fahren ausgelegt ist. Das entlastet, wenn man nicht nur eine Runde dreht, sondern wirklich unterwegs ist. Auch die Gesamthöhe und die Art, wie man das Motorrad im Stand und beim Rangieren erlebt, wirken auf Alltagstauglichkeit getrimmt.
Die Superveloce 800 ist sportlicher positioniert. Das kann sich in schnellen Kurven sehr gut anfühlen, weil die Haltung das aktive Fahren unterstützt. Gleichzeitig ist sie weniger „neutral“ für lange, entspannte Fahrten. Wer häufig lange Strecken fährt, sollte besonders darauf achten, wie die Sitzposition zur eigenen Körpergröße und zum Fahrstil passt.
Windschutz, Alltag und Ausstattung: Tourenlogik vs. Premium-Charakter
Beim Thema Windschutz und Alltagstauglichkeit spielt die V-Strom 800 DE ihre Stärken aus. Sie ist so gedacht, dass man auch bei wechselnden Bedingungen angenehm unterwegs ist. Das Motorrad wirkt wie geschaffen für Pendeln, Wochenendtouren und längere Reisen, bei denen man nicht ständig an Komfortdetails denken möchte.
Die Superveloce 800 punktet weniger über „Reisebequemlichkeit“ und mehr über den Premium-Charakter. Das Motorrad wirkt hochwertig und bewusst gestaltet. Wer sich an Design, Verarbeitung und dem besonderen Gefühl beim Starten und Fahren erfreut, wird hier deutlich mehr „Motorradkultur“ finden.
Stärken und Schwächen im direkten Vergleich
Stärken der Suzuki V-Strom 800 DE
- Touren- und Alltagsfokus: angenehm bei wechselnden Strecken und Bedingungen
- Ruhiges, gut kontrollierbares Fahrgefühl für lange Fahrten
- Pragmatische Auslegung: wirkt wie ein Motorrad, das man einfach nutzt
- Komfortorientierte Ergonomie für mehr entspannte Kilometer
Schwächen der Suzuki V-Strom 800 DE
- Weniger „Show“ im Fahrgefühl: sportliche Emotion ist vorhanden, aber nicht der Hauptfokus
- Sportliche Spitzenwirkung ist eher zweitrangig gegenüber Alltagstauglichkeit
Stärken der MV Agusta Superveloce 800
- Sportlicher Charakter: dynamisches Ansprechverhalten und kurvenorientiertes Gefühl
- Agilität und Direktheit bei zügiger Fahrweise
- Premium-Anspruch in Design und Gesamtwirkung
- Elektronik als sportliche Unterstützung, nicht als „Beruhigung“
Schwächen der MV Agusta Superveloce 800
- Weniger „entspanntes Reisen“ im Vergleich zur Suzuki-Logik
- Sportliche Haltung kann bei sehr langen Fahrten stärker fordern
Für wen lohnt sich welcher Vergleichssieger?
Der Vergleich ist weniger „wer ist besser“, sondern „wer passt besser“. Die V-Strom 800 DE ist besonders dann die richtige Wahl, wenn das Motorrad im Alltag häufig genutzt wird, wenn Touren länger dauern und wenn Komfort, Stabilität und ein souveränes Gesamtpaket wichtiger sind als maximale Sportlichkeit. Sie ist ideal für Fahrerinnen und Fahrer, die ein Motorrad suchen, das zuverlässig funktioniert – auch wenn die Route nicht perfekt geplant ist.
Die Superveloce 800 ist dagegen die bessere Wahl, wenn Fahrspaß, sportliche Dynamik und ein besonderes Motorradgefühl im Vordergrund stehen. Wer gern zügig fährt, Kurven aktiv nutzt und das Motorrad als Erlebnis betrachtet, wird die MV Agusta stärker genießen. Auch für Menschen, die Wert auf Premium-Design und eine markante Ausstrahlung legen, ist sie eine sehr stimmige Option.
Fazit:
Die Suzuki V-Strom 800 DE ist die passendere Wahl für alle, die ein vielseitiges Motorrad für Alltag und Touren suchen: stabil, komfortabel und mit einem Fahrgefühl, das auch auf längeren Strecken entspannt bleibt. Sie spielt ihre Stärken aus, wenn Strecken variieren, Wetter nicht immer mitspielt und das Motorrad einfach zuverlässig funktionieren soll. Die MV Agusta Superveloce 800 gewinnt dagegen dort, wo sportliche Dynamik und ein intensiveres Fahrgefühl wichtiger sind. Sie wirkt direkter, kurvenorientierter und bringt mehr Premium-Charakter in den Alltag. Wer vor allem Spaß an zügiger Fahrweise hat und eine sportlichere Sitz- und Fahrhaltung akzeptiert, wird die MV Agusta als deutlich emotionaleres Gesamtpaket erleben. Kurz gesagt: Tourenkomfort und Alltagstauglichkeit sprechen für die Suzuki, sportliche Agilität und Motorrad-Emotion für die MV Agusta.