UVP 10.195 €
Baujahr von 2016 bis 2026~
UVP 15.190 €
Baujahr von 2021 bis 2025
Mehr Dampf, mehr Technik, mehr Spaß?
Weiter zum Testbericht

Pro und Kontra

Pro:
  • Schöne Details
  • enorm durchzugskräftig
  • Sound
  • Verarbeitung
Kontra:
  • Windschutz
Pro:
  • Bremsen und Fahrwerk
  • nicht zu schwer
  • technisch gut ausgestattet
  • toller Motor mit ordentlich Bums
  • handlich dank tiefem Schwerpunkt
Kontra:
  • Tank polarisiert optisch
  • Turbulenzen und Lärm am Helm
  • Tempomat-Schalter zwar vorhanden, Funktion muss aber freigeschaltet werden (Aufpreis)

Abmessungen & Gewicht

Gewicht216kg
Radstand1.435mm
Länge2.090mm
Radstand1.435mm
Sitzhöhe: 780 mm
Höhe1.115mm
Gewicht196kg
Radstand1.528mm
Radstand1.528mm
Sitzhöhe: 850 mm

Motor

Motor-BauartParallel-Twin, 8 Ventile, SOHC, 270°-Zündfolge
Hubraum900ccm
Hub80mm
Bohrung85mm
Kühlungflüssig
AntriebX-Ring-Kette
Gänge5
Motor-BauartReihe, Viertakt
Hubraum889ccm
Hub69mm
Bohrung91mm
Kühlungflüssig
AntriebKette
Gänge6

Fahrleistungen

Leistung65 PS bei 7.500 U/Min
Drehmoment80 NM bei 3.800 U/Min
Höchstgeschw.180km/h
Tankinhalt12Liter
Verbrauch4l pro 100km
Reichweite293km
Leistung105 PS bei 8.000 U/Min
Drehmoment100 NM bei 6.500 U/Min
Höchstgeschw.239km/h
Tankinhalt20Liter
Verbrauch4l pro 100km
Reichweite444km

Fahrwerk

RahmenbauartZentralrohrrahmen mit zwei Unterzügen
Federung vorne43 mm Upside-Down-Gabel von Marzocchi (Federweg 120)mm
Federung hintenMarzocchi Stereo-Federbeine mit externen Reservoiren (Piggy Back), einstellbare Vorspannung (Federweg 116)mm
Aufhängung hintenAlu-Zweiarmschwinge
Reifen vorne100/90-18
Reifen hinten150/70 R17
RahmenbauartChrom-Molybdän-Stahlrahmen, Motor ist struktureller Bestandteil, pulverbeschichtet
Federung vorneWP APEX USD 43mm (Federweg 200)mm
Federung hintenWP APEX Monoshock (Federweg 200)mm
Aufhängung hintenAluminium-Zweiarmschwinge
Reifen vorne21 Zoll
Reifen hinten18 Zoll

Bremsen

Bremsen vorneschwimmend gelagerte Ø 320 mm-Bremsscheibe, radialer Vierkolben- Bremssattel ( Ø 320 mm)
Bremsen hintenEinzelscheibe, Nissin 2-Kolben-Schwimmsattel ( Ø 255 mm)
Bremsen vorneVierkolben-Radialfestsattel, Doppelscheibe ( Ø 320 mm)
Bremsen hintenBrembo Zweikolben-Schwimmsattel, Einzelscheibe ( Ø 260 mm)

Fazit - was bleibt hängen?

Mehr Dampf, mehr Technik, mehr Spaß? Diese Eingangsfrage können wir nach unserem Test mit Ja beantworten. Allerdings müssen Inhaber einer 790 Adventure jetzt nicht gleich zum KTM-Händler laufen und sich eine 890er kaufen. Die Unterschiede zwischen diesen beiden Bikes sind nicht so groß, wie KTM es gerne darstellt. Trotzdem: Die 890 Adventure ist das bessere Motorrad.
 
Wettbewerber sind die Triumph Tiger 900, die Suzuki V-Strom 1050 und die Ducati Multistrada 950 - also die Reise-Enduros der gehobenen Mittelklasse. Der Unterschied zu den Oberklasse-Dickschiffen wie BMW GS 1250 und 1290 SAS ist deutlich spürbar, was aber wie oben beschrieben sowohl Vor- als auch Nachteile hat.
 
Das Test-Motorrad wurde uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Motorrad-Ruser aus Haseldorf - vielen Dank.

Preis/Verfügbarkeit/Farben/Baujahre

  • Preis: 13.295 €
  • Verfügbarkeit: ab 2021
  • Farben: orange, schwarz

MotorradTest.de auf YouTube

Triumph Speed Twin 900 vs KTM 890 Adventure – welcher Motorradtyp passt besser?

Wenn zwei Motorräder so unterschiedlich auftreten wie die Triumph Speed Twin 900 und die KTM 890 Adventure, geht es im Vergleich selten nur um Zahlen. Es geht vor allem darum, wie sich das Fahren anfühlt, welche Prioritäten im Alltag zählen und wie gut das jeweilige Bike zu den eigenen Touren passt. Die Speed Twin 900 steht für klassisches Roadster-Design, direktes Ansprechverhalten und eine Fahrweise, die schnell Spaß macht. Die KTM 890 Adventure dagegen ist der Typ Motorrad, der nicht nur auf der Straße glänzen will, sondern auch dann überzeugt, wenn die Route mehr will als nur Asphalt.

Im Folgenden werden die beiden Modelle anhand der typischen Vergleichspunkte gegenübergestellt: Motorcharakter, Fahrwerk und Handling, Ergonomie, Bremsen, Elektronik und Ausstattung sowie die Frage, wie alltagstauglich und tourenfreundlich die jeweiligen Stärken wirklich sind. Dabei werden die Werte der Modelle nicht isoliert betrachtet, sondern miteinander eingeordnet.

Motorcharakter: Roadster-Dynamik vs. Adventure-Temperament

Triumph Speed Twin 900 – spürbar, kompakt, straßenfokussiert

Die Triumph Speed Twin 900 wirkt im Vergleich wie ein Motorrad, das auf der Straße zu Hause ist. Der Motor liefert ein Ansprechverhalten, das sich schnell „richtig“ anfühlt: nicht nur im Durchzug, sondern auch in der Art, wie Leistung und Drehmoment nutzbar werden. Gerade im Stadtverkehr und auf kurvigen Landstraßen spielt die Speed Twin ihre Stärken aus, weil sie sich harmonisch dosieren lässt und die Fahrweise eher aus dem Gefühl heraus funktioniert.

KTM 890 Adventure – mehr Reserven für lange Strecken

Die KTM 890 Adventure ist dagegen stärker auf Vielseitigkeit ausgelegt. Im Vergleich zeigt sich das vor allem in der Art, wie der Motor auch bei wechselnden Bedingungen souverän bleibt. Die Leistungsentfaltung ist so gestaltet, dass sie sowohl zügiges Fahren auf der Straße als auch dynamisches Vorankommen auf längeren Etappen unterstützt. Wer häufig unterwegs ist, merkt schnell: Das Motorrad wirkt wie ein „Allrounder“, der nicht nach ein paar Kurven müde wird, sondern eher nach mehr verlangt.

Fahrwerk und Handling: leichtfüßig vs. stabil und geländetauglich gedacht

Speed Twin 900: agiles Handling für Kurven und Alltag

Beim Handling ist die Speed Twin 900 klar im Vorteil, wenn die Priorität auf flüssigem Kurvenfahren und einem sportlich-eleganten Fahrgefühl liegt. Die Geometrie und die Abstimmung wirken so, dass das Motorrad schnell in die gewünschte Linie kommt. Im Vergleich mit der KTM zeigt sich: Die Triumph macht das Fahren „einfach“, weil sie sich direkt anfühlt und die Schräglage schnell Vertrauen aufbaut.

890 Adventure: Komfort und Stabilität für wechselnde Strecken

Die KTM 890 Adventure ist im Vergleich weniger auf „nur Kurve“ getrimmt, sondern auf Stabilität und Kontrolle über längere Strecken. Das Fahrwerk ist so gedacht, dass es Unebenheiten abfedert und das Motorrad auch dann ruhig bleibt, wenn die Straße nicht perfekt ist. Auf der Straße fühlt sich das oft wie souveräne Gelassenheit an – und abseits davon wie ein echtes Konzept für Abenteuer.

Ergonomie: Sitzposition und Alltagstauglichkeit im direkten Vergleich

Ergonomie ist bei der Kaufentscheidung häufig der heimliche Hauptgrund. Beide Motorräder bieten eine andere Sitzphilosophie: Die Triumph Speed Twin 900 wirkt eher wie ein Roadster, der den Fahrer nah an der Maschine hält und eine sportlich-kompakte Haltung unterstützt. Die KTM 890 Adventure positioniert den Fahrer so, dass längere Fahrten entspannter wirken können – besonders, wenn die Route variiert und man nicht nur auf „kurz und knackig“ setzt.

Im Vergleich fällt auf: Wer häufig in der Stadt unterwegs ist oder kurze Strecken mit viel Kurvenanteil fährt, profitiert von der intuitiven, straßenorientierten Ergonomie der Triumph. Wer dagegen regelmäßig längere Touren plant oder auch mal auf schlechteren Untergrund trifft, wird die KTM-typische Haltung und die Reise-Logik eher zu schätzen wissen.

Bremsen und Fahrstabilität: Vertrauen bei Tempo und in der Praxis

Bei Bremsen und Fahrstabilität zeigen beide Modelle eine klare Zielrichtung: Die Triumph will sportlich und direkt wirken, die KTM will kontrolliert und belastbar bleiben. Im Vergleich bedeutet das: Die Speed Twin 900 vermittelt ein unmittelbares Gefühl beim Verzögern, während die KTM eher mit Ruhe und Stabilität punktet – besonders dann, wenn die Bedingungen nicht konstant sind oder man auch mal zügig aus dem Stand heraus beschleunigt und anschließend wieder sauber verzögert.

Elektronik und Assistenz: Roadster-Fokus vs. Adventure-Umfeld

Elektronik ist heute ein großer Teil des Fahrgefühls. Die Triumph Speed Twin 900 setzt im Vergleich auf eine Bedienbarkeit, die sich nach „einfach nutzen“ anfühlt: Fahrmodi und Assistenzfunktionen unterstützen das Fahren, ohne dass man ständig daran denken muss. Die KTM 890 Adventure geht einen Schritt weiter in Richtung vielseitiger Einsatz: Die Elektronik wirkt wie ein Werkzeugkasten, der unterschiedliche Fahrstile und Streckenprofile mitdenkt.

Wer vor allem auf der Straße unterwegs ist und das Motorrad gern „direkt“ fährt, wird die Triumph als unkompliziert wahrnehmen. Wer dagegen gern anpasst, experimentiert oder sich auf wechselnde Bedingungen verlassen möchte, bekommt bei der KTM mehr Reserven im System.

Ausstattung und Komfort: Was zählt auf Tour?

Im Vergleich zeigt sich ein typischer Unterschied: Die Triumph Speed Twin 900 wirkt wie ein Motorrad, das den Fokus auf Fahrspaß und eine stimmige Gesamtwirkung legt. Das bedeutet nicht, dass Komfort unwichtig wäre – aber die Priorität liegt stärker auf dem Gefühl beim Fahren. Die KTM 890 Adventure ist dagegen stärker auf Tourenlogik ausgelegt: Komfort über längere Zeit, sinnvolle Features für unterwegs und ein Gesamtpaket, das sich für Reisen „von selbst“ anfühlt.

Praktisch betrachtet heißt das: Für Wochenendfahrten, bei denen die Strecke das Ziel ist, passt die Triumph oft besser. Für längere Touren, bei denen Route, Wetter und Untergrund variieren, spielt die KTM ihre Stärken aus.

Stärken und Schwächen im direkten Vergleich

Triumph Speed Twin 900 – Stärken

  • Straßenfokussiertes Fahrgefühl: schnell, direkt und angenehm zu dosieren.
  • Agiles Handling im Vergleich: wirkt leichtfüßig und kurvenfreundlich.
  • Motorkonzept mit gut nutzbarer Leistung für Alltag und Landstraße.
  • Komfort im Alltag ohne „Reise-Overkill“: eher unkompliziert als sperrig.

Triumph Speed Twin 900 – mögliche Schwächen

  • Wenn die Touren regelmäßig abseits der Straße stattfinden, wirkt das Konzept weniger „bereit“ als bei der Adventure.
  • Für sehr lange Etappen kann die Reiseausrichtung der KTM im Vergleich entspannter wirken.

KTM 890 Adventure – Stärken

  • Vielseitigkeit: im Vergleich stärker auf wechselnde Strecken ausgelegt.
  • Stabilität und Kontrolle bei Tempo und Unebenheiten.
  • Elektronik-Umfeld mit mehr Spielraum für unterschiedliche Fahrweisen.
  • Tourenorientierter Gesamteindruck: das Motorrad „will“ lange Strecken.

KTM 890 Adventure – mögliche Schwächen

  • Wenn das Hauptziel reines Roadster-Feeling und maximale Leichtigkeit ist, kann die KTM im Vergleich etwas „größer“ wirken.
  • Für sehr kurze Stadtfahrten kann die Adventure-Logik weniger spontan wirken als die Triumph.

Welche Entscheidung ist sinnvoll? Typische Käuferprofile

Im Vergleich wird schnell klar, dass beide Motorräder ihre Berechtigung haben – aber für unterschiedliche Lebensstile. Die Triumph Speed Twin 900 ist besonders attraktiv, wenn der Fokus auf Straßenfahrspaß, direktem Ansprechverhalten und einem Motorrad liegt, das sich schnell „richtig“ anfühlt. Sie passt gut zu Fahrern, die gern kurvenreiche Strecken fahren, das Motorrad im Alltag unkompliziert nutzen und dabei Wert auf ein stimmiges Gesamtpaket legen.

Die KTM 890 Adventure ist die bessere Wahl, wenn das Motorrad nicht nur für eine Art von Strecke gedacht ist. Wer Touren plant, bei denen Wetter und Untergrund variieren, wer gern weiter fährt und dabei Komfort sowie Kontrolle schätzt, bekommt mit der KTM im Vergleich das rundere Abenteuer-Paket. Auch dann, wenn der Alltag viel Pendeln oder längere Fahrten umfasst, wirkt die Adventure-Philosophie oft entspannter.

Fazit:

Die Triumph Speed Twin 900 ist das Motorrad für alle, die vor allem auf der Straße unterwegs sind und ein direktes, leichtfüßiges Fahrgefühl suchen. Im Vergleich punktet sie mit straßenfokussierter Agilität, einem Motor, der sich gut dosieren lässt, und einem Gesamtpaket, das schnell Spaß macht – besonders auf kurzen bis mittleren Strecken. Wer dagegen regelmäßig längere Touren fährt, unterschiedliche Strecken erwartet oder auch mal abseits des perfekten Asphalts unterwegs ist, wird mit der KTM 890 Adventure glücklicher. Sie wirkt im Vergleich stabiler und vielseitiger, bietet mehr Reserven im Elektronik- und Fahrkonzept und passt besser zu einem „Route ist egal“-Lebensstil. Kurz gesagt: Speed Twin für Roadster-Fokus und Kurvenspaß, Adventure für Touren, Variation und Kontrolle.

An unhandled error has occurred. Reload 🗙