UVP 20.545 €
Baujahr von 2022 bis 2026~
UVP 5.620 €
Baujahr von 2025 bis 2026~
Angriff aus England auf die BMW GS: Geglückt oder misslungen?
Weiter zum Testbericht
Schicker Slow-Down Bobber mit Charakter für wenig Geld
Weiter zum Testbericht

Pro und Kontra

Pro:
  • Bulliger Motor
  • Viel Platz für Fahrer & Sozius
  • Komplette Ausstattung
  • Semiaktives Fahrwerk
  • Langstreckentaugliche Sitzposition
Kontra:
  • leichte Lastwechselreaktionen

Abmessungen & Gewicht

Gewicht245kg
Radstand1.560mm
Länge2.230mm
Radstand1.560mm
Sitzhöhe: 850-870 mm
Höhe1.436mm
Gewicht195kg
Radstand1.390mm
Länge2.145mm
Radstand1.390mm
Sitzhöhe: 805 mm
Höhe1.090mm

Motor

Motor-Bauart3-Zylinder-12V-DOHC-Reihenmotor
Hubraum1.160ccm
Hub61mm
Bohrung90mm
Kühlungflüssig
AntriebKardan
Gänge6
Motor-BauartEinzylinder 4-Takt
Hubraum349ccm
Hub86mm
Bohrung72mm
Kühlungluftgekühlt
AntriebKette
Gänge5

Fahrleistungen

Leistung150 PS bei 9.000 U/Min
Drehmoment130 NM bei 7.000 U/Min
Höchstgeschw.220km/h
Tankinhalt20Liter
Verbrauch6l pro 100km
Reichweite350km
Leistung20 PS bei 6.100 U/Min
Drehmoment27 NM bei 4.000 U/Min
Höchstgeschw.114km/h
Tankinhalt13Liter
Verbrauch3l pro 100km
Reichweite480km

Fahrwerk

RahmenbauartGitterrohrrahmenStahlrohrrahmen mit geschmiedeten Aluminium-Auslegern. Verschraubter Aluminium-Heckrahmen.
Federung vorneShowa 49 mm Upside-Down-Vorderradgabel mit semi-aktiver Dämpfung. (Federweg 200)mm
Federung hintenShowa Zentralfederbein mit semi-aktiver Dämpfung und automatischer elektronischer Vorspannungseinstellung. (Federweg 200)mm
Aufhängung hinten„Tri-Link“ Zweiarm-Aluminiumschwinge mit zwei Aluminium-Drehmomentstützen.
Reifen vorne120/70R19
Reifen hinten150/70R18
RahmenbauartStahlrohrrahmen mit doppeltem Unterrohr
Federung vorneTeleskopgabel, 41mm (Federweg 130)mm
Federung hintenStereo Federbein , sechsfach einstellbare Federvorspannung (Federweg 90)mm
Aufhängung hintenZweiarmschwinge
Reifen vorne100/90-19
Reifen hinten120/80-18

Bremsen

Bremsen vorneDoppelscheibe, Brembo M4.30 Stylema Monoblock-Bremssättel ( Ø 320 mm)
Bremsen hintenEinzelscheibe, Brembo Einzelkolben-Bremssattel ( Ø 282 mm)
Bremsen vorneEinzelscheibe, Zweikolben Schwimmsattel ( Ø 300 mm)
Bremsen hintenEinzelscheibe, Einkolben-Schwimmsattel ( Ø 270 mm)

Fazit: Stay wild, aber bitte gemütlich

Die Royal Enfield Goan Classic 350 ist kein Motorrad, das man rein rational kauft. Wenn man nur nach Leistung, Vielseitigkeit und maximaler Vernunft geht, gibt es praktischere Optionen. Aber Motorräder sind zum Glück selten reine Tabellenentscheidungen. Die Goan überzeugt mit Charakter, lässigem Look, zugänglichem Handling und einem Motor, der zwar keine Bäume ausreißt, aber dafür genau die richtige Portion Ruhe und Charme liefert.

Sie ist am besten, wenn man sie nicht hetzt. Dann wird aus den rund 20 PS kein Mangel, sondern eine Einladung. Eine Einladung, früher loszufahren, später anzukommen und unterwegs mehr mitzubekommen. Das klingt kitschig, passt aber zu diesem Bike. Die Goan Classic 350 macht aus Langsamkeit keinen Kompromiss, sondern ein Konzept.
Testurteil: Sehr charmant, sehr lässig, angenehm einfach. Keine Maschine für Tempojäger, aber eine richtig starke Wahl für alle, die einen coolen, bezahlbaren Bobber mit echtem Royal-Enfield-Gefühl suchen. Die Goan Classic 350 fährt nicht vorneweg. Sie fährt daneben, grinst und sagt: „Komm, lass uns noch einen Umweg nehmen.“

Preis/Verfügbarkeit/Farben/Baujahre

  • Preis: 5.620 €
  • Verfügbarkeit: seit 2026
  • Farben: rot-schwarz

MotorradTest.de auf YouTube

Triumph Tiger 1200 GT Pro vs. Royal Enfield Goan Classic 350 – Vergleich

Wenn zwei Motorräder so unterschiedlich wirken wie die Triumph Tiger 1200 GT Pro und die Royal Enfield Goan Classic 350, wird der Vergleich besonders spannend. Hier treffen Welten aufeinander: Auf der einen Seite ein großes, reiseorientiertes Motorrad mit Fokus auf Komfort, Leistung und Langstrecke. Auf der anderen Seite ein klassisch geprägtes 350er, das vor allem durch seine Leichtigkeit, den entspannten Charakter und die typische Royal-Enfield-Atmosphäre punktet. Genau darum geht es in diesem Vergleich: Welche Stärken bringen die Modelle in der Praxis mit, wo liegen die Grenzen – und für wen passt welches Bike am besten?

Grundidee der beiden Motorräder

Die Triumph Tiger 1200 GT Pro ist als Reiseenduro gedacht: Sie soll lange Strecken souverän abspulen, dabei komfortabel bleiben und auch auf wechselndem Untergrund eine gute Figur machen. Die Royal Enfield Goan Classic 350 dagegen steht für entspanntes Fahren im Alltag und auf der Landstraße. Sie ist weniger auf „Maximalleistung“ ausgelegt, sondern auf ein zugängliches Fahrerlebnis, das sich leicht anfühlt und Spaß macht – auch wenn die Ansprüche an Tempo und Dynamik deutlich anders sind.

Motor und Fahrgefühl im Vergleich

Der größte Unterschied zeigt sich bereits beim Motorcharakter. Die Triumph Tiger 1200 GT Pro bietet durch ihren großen Hubraum und die Auslegung als Reise-Maschine eine deutlich andere Art von Durchzug. Das spürt man vor allem beim Beschleunigen aus niedrigeren Drehzahlen und beim entspannten Dahingleiten auf Autobahn- und Landstraßenetappen. Die Leistungsentfaltung wirkt dabei „tourentauglich“: Man muss selten hektisch werden, weil das Motorrad Reserven mitbringt.

Die Royal Enfield Goan Classic 350 setzt dagegen auf einen eher ruhigen, klassischen Charakter. Das 350er fühlt sich besonders dann stimmig an, wenn gleichmäßiges Fahren im Vordergrund steht: Stadtverkehr, kurze Ausfahrten, Landstraßen mit moderatem Tempo. Der Motor ist weniger darauf getrimmt, gegen große Geschwindigkeiten anzukämpfen, sondern darauf, ein angenehmes, unkompliziertes Fahrgefühl zu liefern. Wer häufig im Stop-and-Go unterwegs ist oder einfach entspannt fahren möchte, wird hier schnell warm.

Stärken und Schwächen beim Antrieb

Triumph-Stärken: mehr Reserven für zügiges Fahren, souveräner Charakter bei längeren Etappen, insgesamt „gelassene“ Dynamik.

Triumph-Schwächen: wer nur kurze Strecken fährt oder sehr leichtes Handling im Fokus hat, kann das größere Motorrad als „zu viel“ empfinden.

Royal-Enfield-Stärken: unkompliziertes Ansprechverhalten, angenehmer Rhythmus für den Alltag, klassisches Fahrgefühl.

Royal-Enfield-Schwächen: bei hohen Tempi oder wenn viel Leistung „auf Knopfdruck“ erwartet wird, stößt das 350er schneller an Grenzen.

Fahrwerk, Handling und Alltagstauglichkeit

Beim Handling unterscheiden sich die beiden Konzepte deutlich. Die Triumph Tiger 1200 GT Pro ist schwerer und größer dimensioniert. Das wirkt sich vor allem auf das Gefühl in engen Situationen aus: In der Stadt oder beim Rangieren ist sie weniger „spielerisch“. Dafür spielt sie ihre Stärken auf längeren Strecken aus. Das Fahrwerk zielt auf Stabilität und Komfort ab – gerade dann, wenn die Straße nicht perfekt ist oder wenn man mehrere Stunden unterwegs ist.

Die Royal Enfield Goan Classic 350 wirkt dagegen leichter und direkter. Das macht sie besonders attraktiv, wenn häufig kurze Strecken gefahren werden, wenn Parken und Rangieren eine Rolle spielen oder wenn man einfach Lust auf unkompliziertes Motorradfahren hat. Das Handling passt gut zu einem entspannten Fahrstil. Auf der anderen Seite ist die Erwartungshaltung wichtig: Für sehr sportliche Manöver oder extreme Belastungen ist das 350er nicht die erste Wahl.

Komfort und Fahrruhe

Komfort ist bei der Triumph ein zentrales Thema. Durch die Reiseausrichtung profitieren Fahrerinnen und Fahrer vor allem von einer ruhigen, stabilen Art zu fahren. Auch der Windschutz und die generelle „Langstrecken-Logik“ spielen hier eine Rolle: Das Motorrad soll das Tempo und die Distanz angenehm machen.

Die Royal Enfield bietet Komfort in einer anderen Form: eher durch Einfachheit und eine entspannte Sitz- und Fahrhaltung. Für viele ist das genau der Punkt – weniger „Hightech-Reisegefühl“, mehr „klassisches Motorrad-Erlebnis“.

Ausstattung und Komfort-Features

Bei der Ausstattung sind die Unterschiede ebenfalls klar. Die Triumph Tiger 1200 GT Pro ist als Premium-Reiseenduro positioniert. Entsprechend ist sie auf Komfort und Funktion im Alltag und auf Tour ausgelegt. Dazu gehören typischerweise Features, die das Fahren über längere Zeit angenehmer machen – etwa durch bessere Ergonomie, sinnvolle Windschutz- und Verkleidungsansätze sowie eine Reise-orientierte Gesamtanmutung.

Die Royal Enfield Goan Classic 350 setzt stärker auf den klassischen Look und eine stimmige, bodenständige Ausstattung. Das Motorrad wirkt weniger „vollgepackt“, sondern eher wie ein Bike, das man gerne fährt, weil es sich vertraut anfühlt. Wer Wert auf moderne Assistenzsysteme legt, wird bei einem klassischen 350er naturgemäß weniger finden als bei einer großen Reiseenduro.

Stärken und Schwächen bei der Ausstattung

Triumph-Stärken: Reise- und Komfortfokus, durchdachte Funktionalität für längere Strecken, insgesamt „Tour-ready“.

Triumph-Schwächen: mehr Gewicht und Größe – nicht ideal, wenn das Motorrad vor allem in der Stadt bewegt wird.

Royal-Enfield-Stärken: klassischer Charakter, angenehme Zugänglichkeit, unkomplizierte Nutzung.

Royal-Enfield-Schwächen: weniger Reise-„Komfortpaket“ im Vergleich zu einer großen GT-Variante.

Verbrauch und Kosten im Blick

Beim Thema Kosten und Verbrauch zeigt sich ein typischer Unterschied zwischen den Klassen. Die Royal Enfield Goan Classic 350 ist aufgrund des kleineren Hubraums naturgemäß effizienter im Alltag. Das macht sie besonders attraktiv, wenn viele Kilometer im Stadt- und Landstraßenbetrieb anfallen oder wenn der Fokus auf günstigen Betriebskosten liegt.

Die Triumph Tiger 1200 GT Pro ist dagegen ein großes Motorrad. Entsprechend sind Verbrauch und Betriebskosten in der Regel höher als bei einem 350er. Dafür bekommt man aber auch deutlich mehr Leistung, Reserven und Reise-Komfort. Wer häufig lange Strecken fährt oder regelmäßig zügig unterwegs ist, kann den Mehrverbrauch als „Preis“ für das komfortable Reisegefühl sehen.

Für welche Fahrprofile passt welches Motorrad?

Triumph Tiger 1200 GT Pro: ideal für…

Die Triumph Tiger 1200 GT Pro passt besonders gut, wenn lange Touren, Autobahnabschnitte und ein souveränes Fahrgefühl im Vordergrund stehen. Wer ein Motorrad sucht, das auch bei wechselnden Bedingungen stabil bleibt und das Fahren über Stunden angenehm macht, findet hier eine starke Basis. Auch wenn häufig Gepäck oder längere Etappen geplant sind, spielt die Reiseenduro-Philosophie ihre Vorteile aus.

Royal Enfield Goan Classic 350: ideal für…

Die Royal Enfield Goan Classic 350 ist eine gute Wahl, wenn das Motorrad vor allem für Alltag, Feierabendfahrten und entspannte Touren genutzt wird. Wer ein leicht zu handhabendes Bike möchte, das sich im Stadtverkehr gut bewegen lässt und auf der Landstraße nicht „unter Druck“ gesetzt werden muss, wird mit dem 350er sehr zufrieden sein. Außerdem ist es für Einsteigerinnen und Einsteiger oder für Fahrerinnen und Fahrer interessant, die bewusst auf ein klassisches, unkompliziertes Motorrad-Erlebnis setzen.

Fazit:

Die Triumph Tiger 1200 GT Pro und die Royal Enfield Goan Classic 350 sind keine direkten Gegenspieler, sondern zwei unterschiedliche Antworten auf die Frage: „Wie soll sich Motorradfahren anfühlen?“ Die Triumph ist die bessere Wahl, wenn lange Strecken, Komfort, Reserven und ein souveränes Reisegefühl zählen. Sie spielt ihre Stärken besonders dann aus, wenn zügiges Fahren, Stabilität und eine tourentaugliche Ausstattung im Vordergrund stehen – dafür nimmt man das größere Format und das höhere Gewicht in Kauf.

Die Royal Enfield ist dagegen die stimmigere Option, wenn Alltagstauglichkeit, Leichtigkeit und ein klassischer Fahrspaß wichtiger sind als maximale Dynamik. Wer effizient unterwegs sein möchte, häufig kurze bis mittlere Strecken fährt und ein Motorrad sucht, das unkompliziert wirkt, findet im 350er eine sehr passende Lösung. Kurz gesagt: Triumph für Reisen und Komfort über Distanz, Royal Enfield für entspanntes Fahren und Alltag mit Charakter.

An unhandled error has occurred. Reload 🗙