| UVP | 13.199 € | |
| Baujahr | von 2018 bis 2026~ | |
| UVP | 13.099 € | |
| Baujahr | von 2018 bis 2024 | |
Pro und Kontra
- Komfort
- Verarbeitung
- Fahrleistungen
- Drehfruede
- Windschutz
- Konstantfahrruckeln
Abmessungen & Gewicht
| Gewicht | 190 | kg |
| Radstand | 1.440 | mm |
| Länge | 2.090 | mm |
| Radstand | 1.440 | mm |
| Sitzhöhe: | 825 | mm |
| Höhe | 1.190 | mm |
| Gewicht | 213 | kg |
| Radstand | 1.455 | mm |
| Länge | 2.120 | mm |
| Radstand | 1.455 | mm |
| Sitzhöhe: | 830 | mm |
| Höhe | 1.090 | mm |
Motor
| Motor-Bauart | 3-Zylinder, 4-Takt | |
| Hubraum | 890 | ccm |
| Hub | 62 | mm |
| Bohrung | 78 | mm |
| Kühlung | flüssig | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
| Motor-Bauart | Viertakt-Reihenmotor | |
| Hubraum | 998 | ccm |
| Hub | 56 | mm |
| Bohrung | 75 | mm |
| Kühlung | wassergekühlt | |
| Antrieb | Kette | |
| Gänge | 6 | |
Fahrleistungen
| Leistung | 119 PS bei 10.000 U/Min | |
| Drehmoment | 93 NM bei 7.000 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 225 | km/h |
| Tankinhalt | 14 | Liter |
| Verbrauch | 5 | l pro 100km |
| Reichweite | 254 | km |
| Leistung | 145 PS bei 10.500 U/Min | |
| Drehmoment | 104 NM bei 8.250 U/Min | |
| Höchstgeschw. | 230 | km/h |
| Tankinhalt | 16 | Liter |
| Verbrauch | 6 | l pro 100km |
| Reichweite | 325 | km |
Fahrwerk
| Rahmenbauart | Brückenrohrrahmen | |
| Federung vorne | USD 41mm, voll einstellbar (Federweg 130)mm | |
| Federung hinten | Coil spring/Gas-hydraulic damper (Federweg 122)mm | |
| Aufhängung hinten | Zweiarmschwinge | |
| Reifen vorne | 120/70ZR17M/C (58W) (Tubeless) | |
| Reifen hinten | 180/55ZR17M/C (73W) (Tubeless) | |
| Rahmenbauart | Zentralrohrrahmen aus Stahl (mit Alu-Heckrahmen) | |
| Federung vorne | Showa Upside-Down Teleskopgabel 43mm (Federweg 109)mm | |
| Federung hinten | Showa Zentralfederbein (Federweg 131)mm | |
| Aufhängung hinten | Einarmschwinge aus Alu | |
| Reifen vorne | 120/70-17 | |
| Reifen hinten | 190/55-17 | |
Bremsen
| Bremsen vorne | Doppelscheibe ( Ø 298 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe ( Ø 245 mm) | |
| Bremsen vorne | Doppelscheibe radial 4Kolben Festsattel ( Ø 310 mm) | |
| Bremsen hinten | Einzelscheibe Doppelkolben Schwimmsattel ( Ø 256 mm) | |
Fazit - was bleibt hängen
Zurück zur Ausgangfrage: Lohnen sich die 1.800 Euro Aufpreis für die SP? Jein, möchten man sagen. Die SP ist die etwas edlere und fahrwerkstechnisch bessere Maschine, aber wer es nicht so dicke hat, kann unserer Meinung nach gerne auch zur Standard MT-09 greifen.Der Wettbewerb bei den Naked-Bikes der gehobenen Mittelklasse ist allerdings hart: KTM 890 Duke R, Kawasaki Z900, Ducati Monster, Aprilia Tuono 660, Triumph Speed Triple RS - das sind schon alles ebenfalls tolle Maschinen. Am Ende werden es viele potentielle Käufer wohl vom Motor abhängig machen: Es ist halt eine Charakter-Frage, ob man auf Twin, Triple oder Reihenvierer steht.
Die MT-09 SP macht jedenfalls ganz viel richtig und eigentlich gar nichts falsch - bis auf den Soziusbetrieb, der bei den Wettbewerbern allerdings ähnlich trübe ausfällt. Aber zu zweit will man diesen Bikes ja eigentlich auch gar nicht fahren, oder?
Das Testbike wurde uns zur Verfügung gestellt von Tecius & Reimers in Hamburg Eidelstedt - danke.
MotorradTest.de auf YouTube
Yamaha MT-09 SP vs Honda CB 1000 R Neo Sports Café – Vergleich & Unterschiede
Wenn zwei moderne Naked Bikes gegeneinander antreten, geht es selten nur um Zahlen. Bei der Yamaha MT-09 SP und der Honda CB 1000 R Neo Sports Café treffen zwei Philosophien aufeinander: Die eine setzt auf kompromisslosen Fahrspaß und eine sehr direkte, lebendige Art zu beschleunigen. Die andere kombiniert einen markanten Look mit einer eher kontrollierten, souveränen Art, die sich besonders gut für Alltag und längere Touren eignet. Genau hier lohnt sich der Vergleich – denn je nach Fahrstil fühlt sich das eine Motorrad deutlich „passender“ an als das andere.
Grundidee: Charakter statt nur Daten
Beide Modelle sind für die Straße gemacht und wirken auf den ersten Blick ähnlich „nackt“ und sportlich. Doch schon beim ersten Eindruck wird klar: Die Yamaha MT-09 SP zielt stärker auf Dynamik und Spontanität. Die Honda CB 1000 R Neo Sports Café wirkt dagegen wie ein stilvolles Gesamtpaket, das sportlich bleibt, aber den Fokus stärker auf Alltagstauglichkeit und ein ruhigeres Gesamtgefühl legt.
Motor & Antrieb: Wie sich Leistung anfühlt
Im direkten Vergleich zeigt sich: Die Yamaha MT-09 SP spielt ihre Stärken vor allem dann aus, wenn es um zügiges Ansprechen und ein „leichtes“ Gefühl beim Beschleunigen geht. Der Motor wirkt oft so, als würde er die nächste Bewegung schon vorbereiten – besonders beim Herausbeschleunigen aus Kurven oder beim dynamischen Fahren in der Stadt.
Die Honda CB 1000 R Neo Sports Café setzt dagegen auf einen Motor, der sich sehr kultiviert und kontrolliert anfühlt. Das bedeutet nicht, dass es weniger Spaß macht – im Gegenteil. Nur wird die Kraft häufig als „gleichmäßiger“ wahrgenommen. Wer gern gleichmäßig beschleunigt, sauber dosiert und dabei ein souveränes Fahrgefühl bevorzugt, wird mit der Honda oft schneller warm.
Stärken und Schwächen im Motorvergleich
- Yamaha MT-09 SP: Stärken liegen in der direkten Reaktion und dem lebendigen Charakter. Schwäche kann sein, dass das Motorrad bei sehr sensibler Fahrweise schneller „fordert“ – wer es ganz ruhig angehen will, muss die Gasannahme bewusst managen.
- Honda CB 1000 R Neo Sports Café: Stärken liegen in der souveränen, gut dosierbaren Art. Schwäche kann sein, dass der „Kick“ subjektiv weniger abrupt wirkt als bei der Yamaha – dafür gewinnt man oft an Ruhe und Planbarkeit.
Fahrwerk & Handling: Agilität vs. Souveränität
Beim Fahrwerk zeigt sich ein typischer Unterschied zwischen den beiden Ansätzen. Die Yamaha MT-09 SP wirkt häufig wie ein Motorrad, das Kurven aktiv einfordert. Das Handling fühlt sich sportlich an, und man bekommt schnell das Gefühl, dass man mit kleinen Eingriffen viel bewirken kann. Gerade auf kurvigen Strecken macht das Spaß: Richtungswechsel gelingen zügig, und das Motorrad bleibt dabei meist stabil genug, um nicht „unruhig“ zu werden.
Die Honda CB 1000 R Neo Sports Café präsentiert sich im Vergleich oft als etwas „erwachsener“ im Fahrverhalten. Sie liegt spürbar ruhiger, was besonders bei höheren Geschwindigkeiten oder auf weniger perfekten Straßen angenehm ist. Wer viel pendelt oder auch längere Strecken fährt, profitiert häufig von diesem souveränen Grundgefühl.
Bremsen: Vertrauen beim Verzögern
Beide Motorräder sind auf sportliche Nutzung ausgelegt, aber die Art des Bremsens unterscheidet sich im Alltag. Die Yamaha MT-09 SP vermittelt oft ein sehr direktes Feedback: Man kann Verzögerung fein dosieren und bekommt schnell ein Gefühl dafür, wie stark man eingreifen muss. Die Honda CB 1000 R Neo Sports Café punktet ebenfalls mit guter Bremsleistung, wirkt dabei aber häufig etwas „berechenbarer“ – besonders dann, wenn wechselnde Bedingungen oder wechselnde Beläge ins Spiel kommen.
Unterm Strich gilt: Wer häufig hart und sportlich bremst, wird an der Yamaha oft die unmittelbare Rückmeldung schätzen. Wer lieber kontrolliert bremst und dabei ein ruhiges Gesamtpaket sucht, findet in der Honda häufig den besseren Match.
Elektronik & Fahrmodi: Unterstützung oder Feintuning
Moderne Naked Bikes leben von Elektronik – und genau hier zeigen sich die Unterschiede im Konzept. Die Yamaha MT-09 SP ist typischerweise so abgestimmt, dass sie sportliche Fahrer unterstützt, ohne das Motorrad „zu glatt“ zu machen. Fahrmodi und Assistenzfunktionen helfen dabei, das Verhalten an den eigenen Stil anzupassen. Das ist besonders praktisch, wenn sich die Strecke zwischen Stadt, Landstraße und zügiger Fahrt schnell ändert.
Die Honda CB 1000 R Neo Sports Café setzt ebenfalls auf moderne Assistenz, wirkt aber oft so, als würde sie das Motorrad stärker in einem „harmonischen“ Rahmen halten. Das kann ein Vorteil sein, wenn man nicht ständig an Einstellungen herumfummeln möchte. Gerade im Alltag ist das angenehm: Man fährt los, fühlt sich sicher und muss weniger nachjustieren.
Stärken und Schwächen bei der Elektronik
- Yamaha MT-09 SP: Stärken in der sportlichen Abstimmung und dem Gefühl, dass die Elektronik den Fahrspaß unterstützt. Schwäche kann sein, dass man bei sehr ruhiger Fahrweise die Feinheiten der Abstimmung stärker wahrnimmt.
- Honda CB 1000 R Neo Sports Café: Stärken in der harmonischen Gesamtwirkung und dem „einfach fahren“-Charakter. Schwäche kann sein, dass sportlich ambitionierte Fahrer manchmal mehr „Roheit“ suchen, die sich bei sehr kontrollierter Abstimmung weniger zeigt.
Komfort & Alltag: Stadt, Pendeln, Tour
Im Alltag entscheidet sich oft, welches Motorrad wirklich „passt“. Die Yamaha MT-09 SP ist zwar sportlich, kann aber im Stadtverkehr durchaus überzeugen, wenn man die Gasannahme und die Fahrmodi passend nutzt. Das Motorrad fühlt sich agil an, und das macht das Rangieren, Beschleunigen an Ampeln und das schnelle Durchkommen im Verkehr oft leichter.
Die Honda CB 1000 R Neo Sports Café spielt ihre Stärken häufig dort aus, wo es um Komfort und entspannteres Fahren geht. Die Sitzposition wirkt meist so, dass man auch über längere Zeit nicht ständig „gegen“ das Motorrad arbeitet. Wer regelmäßig pendelt oder Touren plant, wird die ruhige Abstimmung oft als Vorteil empfinden.
Ergonomie & Windgefühl
Beide Bikes sind Naked Bikes – das heißt: Windschutz ist begrenzt. Trotzdem kann sich das Windgefühl unterscheiden, je nachdem, wie die Sitzposition und die Verkleidungskante wirken. Die Yamaha wirkt dabei oft etwas „direkter“, während die Honda häufig ein gleichmäßigeres Gesamtgefühl vermittelt. Für Fahrer, die lange Strecken fahren, kann das den Unterschied machen.
Design & Ausstrahlung: Neo Sports Café vs. MT-Charakter
Design ist Geschmackssache – aber es beeinflusst die Kaufentscheidung. Die Honda CB 1000 R Neo Sports Café trägt ihren Namen nicht umsonst: Der Look wirkt bewusst „café“-inspiriert, mit einer klaren, markanten Linie. Die Yamaha MT-09 SP steht dagegen für den typischen MT-Charakter: aggressiv, modern und auf Performance getrimmt. Wer Wert auf eine bestimmte Optik legt, wird sich hier schnell wiederfinden.
Für wen eignet sich welches Motorrad?
Der Vergleich lässt sich am besten über den Fahrstil erklären. Die Yamaha MT-09 SP ist besonders attraktiv für Fahrer, die gern dynamisch unterwegs sind, Kurven aktiv nutzen und ein Motorrad möchten, das sich lebendig anfühlt. Sie passt gut, wenn die Fahrt nicht nur von A nach B geht, sondern wenn jede Gelegenheit für Beschleunigung und sportliche Linienführung genutzt wird.
Die Honda CB 1000 R Neo Sports Café ist die bessere Wahl für alle, die ein souveränes Gesamtpaket suchen: kontrolliert, alltagstauglich und mit einem Fahrgefühl, das auch auf längeren Strecken entspannt bleibt. Wer gern zügig fährt, aber dabei weniger „Hektik“ im Antrieb und im Handling möchte, wird mit der Honda oft zufriedener.
Typische Entscheidungsszenarien
- Viele Stadtfahrten & spontanes Fahren: Yamaha MT-09 SP wirkt oft besonders passend, weil sie agil und direkt ist.
- Pendeln & längere Touren: Honda CB 1000 R Neo Sports Café punktet häufig mit Ruhe und Komfortgefühl.
- Sportlich, aber mit Kontrolle: Honda kann überzeugen, wenn man die Elektronik als Unterstützung möchte.
- Maximaler Fahrspaß & lebendiger Charakter: Yamaha ist oft die emotionalere Wahl.
Fazit:
Die Yamaha MT-09 SP und die Honda CB 1000 R Neo Sports Café sind beide starke Naked Bikes, aber sie spielen ihre Stärken unterschiedlich aus. Die Yamaha wirkt im Vergleich besonders lebendig: Das Ansprechverhalten und das agile Handling machen sie zur idealen Wahl für Fahrer, die Kurven aktiv fahren, häufig beschleunigen und ein direktes Feedback vom Motorrad lieben. Wer dagegen ein Motorrad sucht, das sich im Alltag souverän anfühlt, längere Strecken entspannt meistert und die Elektronik eher als harmonischen Rahmen nutzt, wird mit der Honda meist glücklicher. Die Honda punktet dabei mit einem kontrollierten Gesamtgefühl und einer Art von „einfach fahren“, die gerade im Pendel- und Tourbetrieb viel Freude macht. Kurz gesagt: Yamaha für den dynamischen Fahrstil mit viel Emotion, Honda für Souveränität, Komfort und planbares Fahrverhalten.